Hundewesen


Wegscheider Jäger bilden      Jagdhunde aus

Bei der Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. wird traditionell großer Wert  auf eine fundierte Jagdhunde-Ausbildung gelegt. Hundeobmann Ludwig Wimmer und Ausbilder Josef  Bauer  haben in den vergan- enen Jahren zahlreiche Jagdhunde    mit deren Führern  erfolgreich auf die jagdliche Brauchbarkeitsprüfung vor- bereitet. Bei Wildunfällen im zunehmenden Straßenverkehr ist es aus Tierschutzgründen unbedingt notwenig, verletztes Wild sofort nachzusuchen unter Einsatz eines brauchbaren Jagdhundes.  Die Jägerschaft führt auch in diesem Jahr wieder einen Vorbereitungslehrgang durch für Jagdhunde zur Brauchbarkeitsprüfung. Bedingungen für eine Teilnahme sind ein gültiger Jagdschein  für den Hundeführer und ein wirksamer Tollwutimpfschutz für den Jagdhund mit anerkannter Ahnentafel.


Staupe bei Füchsen – eine Gefahr für den Hund

 

 

  • Berichte über Staupe bei Füchsen häufen sich
  • Vorsicht für Hundehalter, Impfung auffrischen
  • Staupevirus ist für Menschen ungefährlich

 

Hauzenberg, 30.10.2019: Die Berichte über Staupe bei Füchsen und Waschbären häufen sich. In unserem Landkreis kommt es in letzter Zeit immer wieder vor, dass tote oder schwer kranke Füchse am Straßenrand gefunden werden. Die Tiere sind vermutlich an der Staupe erkrankt.Anzeichen wie bei Tollwut „Infizierte Tiere können die für Staupe typischen Symptome zeigen, wie Husten, Nasenausfluss, Erbrechen, Durchfall oder Schwäche. Füchse reagieren nicht selten wie bei einer Tollwuterkrankung,“ sagt Dr. Claudia Gangl, Referentin für Wildkrankheiten und Tierschutz beim Bayerischen Jagdverband. „Sie haben Lähmungserscheinungen oder Krämpfe und verlieren die Scheu vor dem Menschen. Neben Füchsen sind vor allem Hunde aber auch andere Fleischfresser wie Marder, Waschbären oder Frettchen gefährdet. Die Ausscheidung des Erregers erfolgt über sämtliche Sekrete.“Viele Füchse erleichtern die Infektion.

 

Eine mögliche Ursache für die Ausbreitung der Staupe aber auch anderer Krankheiten wie der Räude beispielsweise – da sind sich die Fachleute einig – liegt auch am starken Anstieg der Fuchspopulation. Durch die Bekämpfung der Tollwut in den letzten Jahrzehnten konnten sich die Füchse stark vermehren.

 

Impfen nicht vergessen

 

Das Staupe Virus ist eng verwandt mit dem Masernvirus des Menschen. Dennoch ist die Virusinfektion ungefährlich für den Menschen. Hundehalter aber sollten vorsichtig sein, warnt die BJV-Kreisgruppe Jägerschaft Wegscheider-Land. „An den geschwächten, verendeten Füchsen können sich Haushunde infizieren. Deshalb unsere Bitte: Fassen Sie die toten Tiere nicht an, sondern wenden Sie sich an Ihren Jäger vor Ort. Für Hunde gibt es seit vielen Jahren wirksame Impfstoffe. Besonders wichtig ist die Grundimmunisierung von Welpen aber auch den Impfschutz von älteren Hunden müssen Sie regelmäßig erneuern. „

 

Jagd ist gelebter Naturschutz

 


Erfolgreicher Hundeführer und Begleithundelehrgang

 

Nach einer fast viermonatigen Ausbildung unter der Leitung vom Hundeobmann Ludwig Wimmer und Ausbilder Josef Bauer fanden die Prüfungen am 06.07.2019 bei besten Wetterbedingungen statt.Die Richtergruppe konnten allen angetretenen 12 Begleithund und 7 Hundeführeren das erfolgreiche Bestehen der Prüfung bescheinigen.

Die Verleihung der Urkunden erfolgte durch den 2.Vorsitzenden Stephan Süß.Der 2. Vorsitzende  erinnerte und motivierte die Teilnehmer, dass in vielen Stunden gelernte Dauerhaft weiter zu festigen. Eine kontinuierliche Weiterarbeit fördere die Bindung des Hundes an seinen Führer und stellt einen wesentlichen Beitrag zum Tierschutz dar.


Mit dem Hund im Urlaub

Tierischer Ferienspass – so bringen Sie Ihren Hund gut durch die Urlaubszeit

 

  • Wegscheider Jäger geben Profi-Tipps zum Umgang mit Hunden in der Sommerhitze
  • Hundstage: Todesfalle Auto
  • Urlaubszeit: Wohin mit dem vierbeinigen Freund?

 

Der Hund ist der „beste Freund des Menschen“, ein „Seelentröster“, Weggefährte“ und für den Jäger ein echter Jagdkamerad auf vier Pfoten“. Doch der Hundebesitzer hat auch Verpflichtungen und Verantwortung gegenüber seinem Tier. Jetzt in der Sommerzeit ist der Vierbeiner besonders darauf angewiesen.

 

Hundstage: Todesfalle Auto

 

Hunde können nicht schwitzen. Deshalb dürfen sie an so heißen Sommertagen grundsätzlich niemals im Auto zurück gelassen werden. Alois Rosenberger, Erster Vorsitzender der BJV Kreisgruppe Jägerschaft Wegscheider-Land.E.V (und selbst passionierter Hundeführer): „Das Innere des Fahrzeugs entwickelt sich – selbst, wenn es im Schatten steht und die Fenster geöffnet sind – innerhalb weniger Minuten zur Hitze- oder gar Todesfalle. Schon bei Außentemperaturen um 15 Grad, heizt sich der Innenraum innerhalb kurzer Zeit extrem auf.  Auch vermeintliche Schattenplätze können schon eine halbe Stunde später der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, weil die Sonne wandert.“

 

Es gibt durchaus Hilfsmittel, mit denen Hundebesitzer das Fenster oder den Kofferraum ihres geparkten Fahrzeuges geöffnet lassen können. Aber auch teilweise geöffnete Autofenster bieten im Sommer keine ausreichende Luftzirkulation.

 

Profi-Tipps vom Jäger:

 

  • Falls der Hund während der Fahrt im Auto am Fenster sitzt, sollten die Fenster geschlossen sein. Der erfrischende Fahrtwind kann beim Hund schnell eine schmerzhafte Bindehautentzündung verursachen.
  • Beim Einkaufen mit dem Hund gilt: Nicht in der prallen Sonne anleinen!
  • Auch Fahrradfans sollten daran denken, dass der Hund während der heißen Stunden nicht neben das Fahrrad gehört. Überanstrengung in der Hitze können zum Tod des Tieres führen.
  • Spaziergänge in der Mittagshitze sind weder für Herrchen und Frauchen noch für den Hund ein Vergnügen. Gehen Sie entweder früh am Morgen oder später am Abend.
  • Mensch und Hund erfrischen sich gleichermaßen gern mit einem kühlen Bad im See. Im Wasser sollte Ihr Hund kein Halsband tragen, er kann daran hängen bleiben.
  • Lassen Sie Ihren Hund, wenn möglich, an heißen Tagen mit ausreichend Wasser in der kühlen Wohnung.
    Bitte beachten: Den Hund zu Hause nicht angeleint zurücklassen – Hunde brauchen Bewegungsfreiheit, um sich ihren Liegeplatz aussuchen und wechseln zu können.

 

Urlaubszeit: Wohin mit dem vierbeinigen Freund?

 

Wer sein Haustier nicht mit in den Urlaub nehmen will oder kann, muss sich rechtzeitig um eine Bleibe des Tieres kümmern. Alois Rosenberger : „Zur Reisezeit spielen sich jährlich Dramen ab: Hunde und Katzen, Kleintiere und sogar Vögel werden zurück gelassen oder einfach an der Straße oder im Wald ausgesetzt. Viele von den ausgesetzten Tieren werden überfahren oder streifen orientierungslos herum und fressen – weil sie nichts anderes haben – kleine Hasen, Kitze, Singvögel oder andere kleine Wildtiere.“  

 

 Ferien in der Tierpension

 

Die Wegscheider Jägerschaft bittet alle Haustierhalter, sich rechtzeitig um die Unterbringung ihrer Vierbeiner zu kümmern. Die öffentlichen Tierheime halten Pensionsplätze bereit. Auch private Tierpensionen bieten Möglichkeiten, den Hausgenossen ein paar Tage oder Wochen in guter Obhut zu hinterlassen. Und sicher haben viele Tierbesitzer auch Freunde oder Verwandte, die sich für die begrenzte Zeit um den Hausgefährten kümmern. Auf der Homepage des Deutschen Tierschutzbundes  finden Sie Tierheime und Pensionen für die Urlaubszeit.

 

 

Gute Planung spart Ärger

 

Wer seinen Hund mit in den Urlaub nehmen will, sollte bei der Fahrt mit dem Auto ausreichend Pausen einlegen und ausreichend Wasser mitnehmen. Leere Wasserflaschen sind schnell gefüllt, ein paar Eiswürfel halten das Wasser kühl. Lange Flüge, bei denen der Hund stundenlang im Frachtraum verbringen muss, sollten Sie Ihrem Vierbeiner nicht zumuten.

 

Bitte klären Sie im Vorhinein, ob Sie den Hund ins Hotel, ins Ferienhaus oder auf den Campingplatz auch wirklich mitbringen dürfen. In der Regel müssen Sie für Ihr Tier pro Tag zusätzlich einen Betrag zwischen fünf und 10 Euro bezahlen. Auch nicht an jedem Strand sind Hunde erlaubt.

 

Impfpass nicht vergessen

 

Wer den Hund mit auf die Reise nimmt, muss sich rechtzeitig um den notwendigen Impfschutz kümmern. Für Reisen innerhalb der EU muss der Hund gechippt sein. Wenn Sie sicher gehen wollen, sollten Sie ihn auch im Haustierregister FINDEFIX registrieren. Außerdem braucht er einen EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung. In anderen Ländern kann es weitere Auflagen geben. Zu empfehlen ist auch ein Parasitenschutz, um Krankheiten vorzubeugen, vor allem bei Reisen in südliche und südöstliche Länder. Hierzu sollte man sich im Vorfeld beim Tierarzt beraten lassen.