Aktuelles zur ASP


Totfund- oder ASP-Monitoring Wildschwein ASP –
Maßnahmen zur Früherkennung

 

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Seuchensituation bei unseren Nachbarn ist es entscheidend, dass so viele tot aufgefundene Wildschweine bzw. krank erlegte Tiere wie möglich beprobt werden. Selbst verwesende oder bereits verweste Tiere sind für das Monitoring nützlich.

 

Bei einer „bayerischen“ Fallwildstrecke beim Schwarzwild von rund 800 Stück wurden bisher aber im Rahmen des Monitorings nur rund 200 eingesandte Proben untersucht. Das ist eindeutig zu wenig.

 

„Wegschauen“ macht alles nur noch schlimmer"

 

Gründe für die niedrige Einsendequote, die „Zurückhaltung“ der Jäger gibt es viele:

 

Fehlende Informationspolitik, die Jäger wissen gar nichts von dem staatlichen Monitoring und der Notwendigkeit der Beprobung von gefallenem Schwarzwild.

Viele meinen, eine bloße Meldung der Fallwildstrecke an die Jagdbehörden ist ausreichend.

Manche Jäger „trauen“ sich nicht an tote Wildschweine heran, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen oder sich fürchten, die Ersten zu sein, über die ein Ausbruch identifiziert wird.

 

Diese Sorgen können ihnen genommen werden. Nur wer „wegschaut“, so dass sich die Seuche unter Umständen ausbreiten oder der Erreger verschleppt werden kann und Bekämpfungsmaßnahmen (zu) spät eingeleitet werden, muss mit negativen Konsequenzen rechnen. Wer dazu beiträgt, mögliche Seuchenausbrüche so früh wie möglich aufzudecken, handelt verantwortungsvoll und ehrenwert.

 

Die Behörde kann Beprobung auch anordnen

 

Die Behörde kann vor dem Hintergrund der drohenden Gefahr eines ASP-Ausbruchs wegen der Nähe zu den Seuchenherden in den Nachbarländern übrigens jeder Zeit auch Maßnahmen zur Probenbereitstellung anordnen.

 

Um das zu verhindern, sollten wir Jäger freiwillig mitmachen. Zur Unterstützung erhalten Jäger für die Probennahme bei verendet aufgefundenen Wildschweinen eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro Tier. Die Auszahlung erfolgt über den Bayerischen Jagdverband. Den Untersuchungsantrag, Hinweise zur Probennahme sowie den Antrag zum Erhalt der Aufwandsentschädigung finden sie auf der BJV-Homepage unter

 

https://www.jagd-bayern.de/jagd-wild-wald/wildtierkrankheiten-seuchen/sondermonitorings/schwarzwild/

 

So funktionierts

 

Jäger kennen sich in ihren Revieren am besten aus. Deshalb sollten Sie auf auftretendes Fallwild achten. Wenn Sie Fallwild finden,  dann nehmen Sie unmittelbar Kontakt zum zuständigen Veterinäramt auf, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

 

Sie müssen die Beprobung übrigens nicht selbst durchführen, wenn Sie nicht wollten. Die Behörde unterstützt Sie dabei. 

 

Die Beprobung der Wildschweine erfolgt direkt am Fundort. Der Finder soll eine möglichst präzise Angabe über den Fundort durchgeben, damit der Kadaver wiedergefunden werden kann. Am besten stimmen Sie sich mit Ihrem Veterinäramt ab. Sogar in Verwesung befindliche Stücke können noch untersucht werden.

 

Wenn Sie selbst die Proben ziehen, dann können Sie das Probenbesteck über die Veterinärämter, das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit oder – in geringen Mengen – auch über den BJV beziehen. In die  Proberöhrchen oder Probengefäße kommen Blut bzw. bluthaltige Körperflüssigkeiten oder Organe wie Milz, Mandeln oder Lunge. In die Kadaversäcke ganze Tierkörper oder Knochen mit Knochenmark bei stark verwesten Kadavern. Beim zuständigen Veterinäramt können Sie dann die Ihre Proben abgeben. Von dort werden Sie dann in die Untersuchungseinrichtungen versandt. Mit dem Veterinäramt wird auch besprochen, was mit dem Kadaver nach der Probenentnahme passiert.   

Freiwillige für Kadaversuche bei möglichem ASP-Ausbruch gesucht!

 

Warum sollte der mögliche Suchtrupp schon heute organisiert werden?

 

Ist ein ASP-Ausbruch amtlich bestätigt, fordert die EU-Kommission, dass innerhalb von 48 Stunden der „Suchtrupp“ im ausgewiesenen Kerngebiet eine intensive Kadaversuche vornimmt. Deshalb sollten am besten noch in „Friedenszeiten“ ausreichend freiwillige Helfer da sein, auf die man im Ernstfall dann zurückgreifen kann. Die örtliche Veterinärbehörde ist dankbar, wenn ihr ein Ansprechpartner auf KG-Ebene benannt wird, über den dann der Suchtrupp mobil gemacht werden kann.

 

 

 

Warum ist es wichtig, dass wir Jäger jetzt aktiv werden?

 

Wenn sich nicht genügend Jäger melden, dann kann die Behörde auch Dritte mit der Fallwildsuche beauftragen. Doch großflächige Suchaktionen mit revierfremden Personen sind nicht sinnvoll, denn nur die Revierinhaber kennen sich aus. Nur sie können die bekannten Einstände gezielt absuchen.

 

 

 

Noch nicht geklärt sind die Rahmenbedingungen für die freiwillige Kadaversuche, also wie der Versicherungsschutz für die Freiwilligen gewährleistet wird oder wie die Modalitäten zur Freistellung vom Arbeitgeber aussehen können. Dazu werden weitere Gespräche mit dem Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz stattfinden. 

 

 

 

Hintergrundinfo:

 

Da Kadaver unter Umständen sehr lange infektiös bleiben können, sind sie eine mögliche Ansteckungsquelle für andere Wildschweine. Deshalb muss das Fallwild in gefährdeten Gebieten sofort geborgen und sicher entsorgt werden. Dabei sollte man so wenig wie möglich in direkten Kontakt mit den Kadavern kommen und Kleidung und Gegenstände, die damit in Kontakt gekommen sind, desinfizieren oder entsorgen.

 

 

 

Für die Bergung des Fallwildes werden von der Veterinärbehörde Bergeteams gebildet, die zuvor im Umgang mit infiziertem Fallwild geschult werden. Den Such- und Bergeteams stellt das Ministerium Schulungsunterlagen zur Verfügung, die auch auf der Homepage des StMUV abgerufen werden können.

 

 

 

https://www.stmuv.bayern.de/themen/tiergesundheit_tierschutz/tiergesundheit/krankheiten/asp/doc/schulungsunterlagen_suchtrupps_bergeteams.pdf

 

Ansprechpartnerin: Dr. Claudia Gangl, Referentin für Tierkrankheiten, Tierernährung und Tierschutz, Tel.: 089 / 99 02 34-14, E-Mail: c.gangl@jagd-bayern.de

 

 


Die Afrikanische Schweinepest – Wildschweine im Fadenkreuz

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Tierseuche, die die landwirtschaftliche Schweinehaltung und auch die natürlich vorkommenden Wildschweine bedroht. Jetzt kochen die Emotionen hoch. Deshalb gibt der Bayer.  Jagdverband sachliche Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema ASP.

Ist die Seuche in Deutschland schon ausgebrochen?

Nein, in Deutschland und auch in Bayern gab es bisher noch nie einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest. Auch derzeit gibt es noch keinen Seuchenfall.

Wie viele Wildschweine gibt es in Deutschland, in Bayern im Altandkreis ?

Aus wildbiologischer Sicht gibt es keine wissenschaftliche Methode, Wildschweine in freier Wildbahn zu zählen. Möglich sind lediglich grobe Schätzungen. Genaue Zahlen gibt es nur über die so genannte Streckenliste, also die Auflistung der erlegten Wildschweine.Bundesweit wurden im Jagdjahr 2016/17 – das Jagdjahr geht immer vom 01. April bis zum 31. März des Folgejahres – knapp 600.000 Wildschweine erlegt.

In Bayern lag die Jahresstrecke im Jagdjahr 2015/16 bei 85.436 Stück Schwarzkittel, im Jagdjahr 2016/17 bei 60.875 Stück. In Bayern werden bundesweit die meisten Wildschweine erlegt.

Im Altandkreis  Wegscheid wurden 36 Stück Schwarzwild erlegt. Die Unterschiede in den einzelnen Regionen sind groß. In Regionen, in denen schon immer Wildschweine vorkommen, werden natürlich mehr Schweine erlegt als in den Landkreisen, in denen die Sauen erst seit relativ kurzer Zeit in größerer Zahl vorkommen.

(Beispiel Jagdjahr 2016/17:  Lkr. Main-Spessart: 4.000 Stück, Lkr. Erding: 200 Stück, Lkr. Mühldorf: 48 Stück è im Lkr. Main Spessart 80 mal mehr als im Lkr. Mühldorf)

 

Warum ist die Zahl der Wildschweine in den letzten Jahren so angestiegen?

Das Wildschwein findet überall in Europa, auch in Deutschland und Bayern ideale Lebensbedingungen.Es gibt keine natürlichen Feinde. Die milden Winter tragen dazu bei, dass fast alle Frischlinge den Winter überleben.Die Nahrungsquellen für das Wildschwein nehmen auf dem Feld und im Wald rasant zu: Der Maisanbau wird immer mehr ausgeweitet. Das bedeutet für das Schwarzwild geradezu ein Schlaraffenland. Die Tiere finden in den großen Maisfeldern, optimale Verstecke und Nahrung. In diesen großen Feldschlägen ist das Schwarzwild extrem schwer zu bejagen, weil es im Aufwuchs gar nicht zu sehen ist.

Aber auch der Umbau der Fichtenmonokulturen zu Mischwäldern mit hohen Laubholzanteilen verbessert die Lebensbedingungen. Unter dem Laub halten sich viele Kleinlebewesen, die eine optimale Eiweißquelle für die Schwarzkittel sind.Diese optimalen Lebensbedingungen führen dazu, dass sich die Wildschweine extrem stark vermehren. Es werden jedes Jahr deutlich mehr Frischlinge geboren, die Sauen werden durch die gute Ernährung früher geschlechtsreif, oft schon im ersten Lebensjahr.

 

Welche Symptome zeigt die ASP, wenn ein Schwein erkrankt ist?

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Viruserkrankung. Es gibt keinen Impfstoff gegen ASP.Die Tiere erkranken nach der Infektion innerhalb von 24 bis 48 Stunden, die Krankheit führt in nahezu allen Fällen zum Tod innerhalb weniger Tage bis zu einer Woche.Bei Schwarzwild führt die Infektion zu Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen, zu Durchfall und Blutungen, wie Nasenbluten, Hautbluten oder blutigem Durchfall. Erkrankte Tiere zeigen eine verringerte Fluchtbereitschaft, und Bewegungsunlust. Sie verlieren die Orientierung.

 

Wie wird ASP übertragen?

Die Seuchenexperten sprechen von so genannten Vektoren, die den Krankheitserreger transportieren können. Besonders gut wird der Erreger über Körperflüssigkeiten übertragen, vor allem durch Blut. Schon ein Tropfen reicht für eine Infektion aus.

Die Seuche kann direkt von Tier zu Tier übertragen werden oder indirekt über Gegenstände, die mit infiziertem Material behaftet sind. Als Vektor kann so zum Beispiel schon ein unachtsam weggeworfenes Wurstbrot ausreichen, um die Seuche in den Landkreis einzuschleppen und so einen Ausbruch zu provozieren.

Das Wildschwein kann die Seuche nicht über weite Strecken einschleppen. So wurde die ASP beispielsweise aus der Ukraine ins Baltikum über infizierte Rohwurst eingeschleppt. Auch nach Tschechien und Polen wurde die ASP nachweislich nicht über Wildschweine eingetragen.

 

Kann das Wildschwein die Seuche zu uns in den Landkreis bringen?

Die natürliche Ausbreitung der ASP über Wildschweine geht sehr langsam voran und beträgt nach Angaben der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA höchstens 25 Kilometer pro Jahr.Besorgniserregend ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit über den Menschen. Auf unseren Transitwegen kann sich das Virus mit 90 Kilometern pro Stunde fortbewegen – zum Beispiel im Schlamm der Radkästen eines LKWs oder über infizierte Lebensmittel, wie Salami oder Räucherschinken. So hat auch der Mensch den Erreger von seinem Ursprung in Afrika nach Weißrussland verschleppt und damit dort die Ausbrüche hervorgerufen.

 

Warum kann die Landwirtschaft ein Infektionsrisiko sein?

Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft können ungewollt zum Vektor für den Erreger werden. Das Virus kann selbst am Schuh mehrere Monate überleben.Besonders gefährlich ist die Einfuhr von Heu und Stroh aus Osteuropa.

 

Was muss getan werden, um das Risiko des Ausbruchs zu verhindern?

„Wichtig ist es jetzt, dass alle Beteiligten sich auf die Vorbeugung konzentrieren und gemeinsam anpacken“, betont Prof.  Dr. Vocke,  Präsident des BJV. „Wir Jäger müssen jetzt Wildschweine mit allen legalen Mitteln noch intensiver bejagen, vor allem junge Bachen (keine Muttertiere!) und Frischlinge. Ziel ist es, die Bestandsdichte und den Zuwachs noch weiter zu reduzieren.“Ein Schwerpunkt aber,  muss auch auf Hygienemaßnahmen und der Biosicherheit liegen. Entlang der Transitstrecken sind verschlossene Abfallbehälter wichtig, damit Wildtiere keine infizierten Fleisch- und Wurstreste aufnehmen und verschleppen können.

Was bedeutet Bestandsreduzierung?

Die oft zitierte Forderung, den Bestand an Schwarzwild um 70 Prozent zu reduzieren, ist für unseren Landkreis haltlos, weil dabei nicht gesagt wird, wo und in welcher Zeitspanne dieser Bestand reduziert werden soll. Außerdem gibt es keine Ausgangsgröße, weil man die Zahl der Schweine nicht kennt.Die Zahl „70 Prozent“ beruht ausschließlich auf mathematischen Modellen der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA für den Fall eines Seuchenausbruchs. Die Zahl „70 Prozent“ hat nichts mit der praktischen Umsetzung oder mit der Jagd vor Ort zu tun. Bezugsgröße ist dafür ein klar begrenztes Seuchengebiet.

 

Wird bei uns im Landkreis ausreichend gejagt?

Die Jägerinnen und Jäger im Landkreis  kennen ihre Verantwortung, den Bestand an Wildschweinen zu reduzieren. Als fachkundige Jagdausübungsberechtigte sind sie den geltenden gesetzlichen Bestimmungen verpflichtet. Unter diesen Voraussetzungen tun sie alles, um den Wildschwein-bestand im Landkreis „kurz“ zu halten.

Warum keine Aufhebung der Schonzeit für Schwarzwild?

Solange kein Seuchenfall vorliegt, ist die Jagd an die geltenden Jagd- und Tierschutzgesetze gebunden. In der jetzigen Phase der Vorbeugung – ohne einen akuten Seuchenfall – ist der Muttertierschutz nicht verhandelbar. Eine Bache (ein weibliches Wildschwein)  mit abhängigen Frischlingen darf nicht erlegt werden.Sinnvoll ist es junge weibliche Wildschweine,die keine Jungtiere führen, zu bejagen, um die Reproduktionsrate im Bestand zu verringern.

Soll die Entschädigung von 100 Euro die Jäger motivieren?

Bei der Erlegung eines Wildschweins kommen auf den Jäger erhebliche Kosten zu. Er muss jedes Stück Schwarzwild, auch kleine Frischlinge,  auf Trichinen untersuchen lassen, vielerorts ist auch eine Untersuchung der Radio-Cäsium-Belastung notwendig. Außerdem fallen zum Teil hohe Gebühren an, wenn er für eine Drückjagd Verkehrssicherungsmaßnahmen beantragen möchte, um Unfälle zu vermeiden.Die Bayerische Staatsregierung hat deshalb eine Aufwandsentschädigung für Frischlinge, junge Bachen und Bachen, die nicht mehr zur Aufzucht der Jungtiere nötig sind, ausgelobt, um so den Jägern wenigstens einen Teil ihrer Kosten zurückzugeben.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.jagd-bayern.de


ASP-Monitoring Wildschwein

 

 

Sogenannte Monitoring-Programme, die eine Einschleppung eines Tierseuchenerregers in einen Tierbestand  frühzeitig aufzudecken vermögen, sind für eine schnelle und effiziente Tierseuchenbekämpfung von enormer Bedeutung. Je früher eine Tierseuche wie die ASP entdeckt und entsprechende Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, eine weitere Verbreitung zu unterbinden und die Seuche rasch zu tilgen.Aus diesem Grund ist eine ständige Überwachung des Seuchengeschehens notwendig und geboten. Die Untersuchung verendet aufgefundener Wildschweine stellt einen wesentlichen Faktor dar, eine mögliche Einschleppung der ASP in die Wildschweinpopulation schnell zu erkennen.

 

Dabei bedarf es der Unterstützung durch die Jägerschaft.

 

In Deutschland wurde deshalb ein Monitoring zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen aufgebaut..ASP-Monitoring“: Im Fokus stehen verendet aufgefundene sowie im Rahmen der Jagd erlegte Wildschweine, die klinisch auffällig waren  oder bei denen pathologisch-anatomische Veränderungen festgestellt wurden. Das aktuelle bayerische Überwachungsprogramm zur ASP sieht vor, das s sämtliche tot aufgefundene Wildschweine in Bayern auf ASP (und KSP)-Virusgenom über Organproben bzw. Bluttupfer untersucht werden. Unfallwild soll hierbei miterfasst werden. (Geschätzte Fallwildstrecke (FLI) in BY: 428; anzustrebende Stichprobe mind. 214/50%).

 

Ablauf des ASP-Monitorings

 

Die Kreisverwaltungsbehörden wurden von den übergeordneten Behörden über den Ablauf des ASP-Monitoring s informiert. Die  Koordination der Probennahme und der Weiterleitung an die Untersuchungseinrichtung LGL (Landesamt für Gesundheit und  Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim) erfolgt über die Veterinärämter. Bitte nehmen Sie deshalb Kontakt mit Ihrem örtlichen  Veterinäramt auf und erhalten Sie dort bereits im Vorfeld das benötigte Probenbesteck (z.B. die Tupfematerialien) und Informationen  zur Probennahme. Jäger, die in ihren Revieren auf verendete Wildschweine treffen, die keinen Verdacht auf ASP aufkommen  lassen, entnehmen die Probe (entsprechend dem angefügten Merkblatt-Bluttupfer und/oder Organe) unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen (z.B. Einmal-Handschuhe) und verbringen sie mit einem ausgefülltn Untersuchungsantrag zurück zum Amt, welches sich um die Weiterleitung an die Untersuchungseinrichtung kümmert. Sind Sie sich „unsicher“ oder haben Sie gar einen Verdacht auf das Vorliegen von ASP oder einer anderen Tierseuche (die u.U. ja auch zoonotisches Potential haben kann), treten Sie bitte gleich mit Ihrem Veterinäramt in Kontakt und besprechen das weitere Vorgehen. Dies gilt auch, wenn Sie die Möglichkeit hätten, den gesamten Tierkörper zur Untersuchung zu geben. Dann besprechen Sie bitte mit Ihrem Amt die Möglichkeiten eines Transportes und der Untersuchung. Tupfer oder Organe können bei 4°C zwischengelagert werden (statt Wegfrieren), bevor sie dem Veterinäramt übergeben werden. Einen ausgefüllten Untersuchungsantrag (Muster anbei) fügen Sie bitte pro Wildschweinprobe dazu. Äußerst wichtig ist die Angabe des Fundortes. (Dieser „Probenbegleitschein“ kann für jegliche Einsendung von Wildschwein-Probenmaterial (Blutprobe, Tupferprobe, Organprobe//erlegtes Tier oder Totfund) verwendet werden, da dieser vom LGL nicht ausschließlich für die nun intensivierte Untersuchung von Totfunden angepasst worden ist.) In Anlehnung an die positiven Erfahrungen, die bei der Probengewinnung im Rahmen der Überwachung der Tuberkulose beim Rotwild gewonnen wurden, wird aus dem Staatshaushalt eine zeitlich befristete Pauschale in Höhe von 20, -- Euro (erst einmal für das laufende Jahr 2017) an private Jäger, die sich am ASP-Monitoring durch die Abgabe von Organen bzw. Bluttupfern von tot aufgefundenen Wildschweinen beim Veterinäramt beteiligen, ausbezahlt und damit ihr Engagement gewürdigt. Die Abgabe der Probe(n) wird Ihnen vom Veterinäramt auf dem sogenannten Einsendeschein = Erstattungsantrag (Muster anbei), bei dem Sie die Probe(n) abgeben, quittiert, so dass Sie als Antragsteller nun die Aufwandsentschädigung über den Bayerischen Jagdverband in Feldkirchen anfordern können.