BJV Aktuell


Präsident Ernst Weidenbusch hat sich abschließend zum Schwerpunkt Gedanken gemacht, ob wirklich das Rehwild das Problem des Waldes ist, und dass eine intensive Beschäftigung mit der Materie und eine kluge Jagdstrategie uns doch wohl weiter voranbringe. Auf ein Wort.

Während wir als staatlich geprüfte bayerische Jäger ebenso wie die überwältigende Mehrheit der Berufsjäger bei dieser Wortwahl unwillkürlich an das Zielfernrohr auf unserer Waffe und das Reh als ein Individuum, eine Kreatur Gottes, denken, nehmen andere unter diesem Schlagwort die ganze Wildart in Bezug. Während sich die Einen selbstkritisch mit Fehlern der Vergangenheit auseinandersetzen, haben sich Andere stattdessen entschlossen. eine Wildart -das Rehwild-zum Sündenbock und wohl auch zur Sündengeiß zu machen. Unterstützt werden sie dabei oft von selbsternannten Wildbiologen, denen jedoch die entsprechende Ausbildung und Expertise fehlt.

 

Rehwild: Das Problem des Waldes?

 

Doch es bleibt meist nicht bei der fehlenden Bereitschaft, aus den eigenen Fehlern zu lernen. Stattdessen und das ist an dieser Stelle durchaus wörtlich zu nehmen -wird das Rehwild als das wesentliche Problem des Waldes diskreditiert. Man muss sich fragen, ob den Urhebern solcher Theorien die praktischen Erfahrungen draußen im Wald und die wildbiologischen Grundkenntnisse über die Zusammenhänge in der Natur fehlen. Schließlich wissen die Praktiker, dass Äsungsflächen und Wildäcker ein attraktives Energieangebot für Rehwild darstellen, das die Suche nach Alternativen gar nicht erst notwendig macht Und genauso ist bekannt, dass insbesondere nach der Anpflanzung nicht autochthoner oder standortfremder, möglicherweise stark mineralisierter Baumschulpflanzen besondere Maßnahmen erforderlich sind, wenn deren Aufwuchs gleichwohl gesichert werden soll. Dazu gehört eine schwerpunktmäßige Bejagung der betroffenen Flächen ebenso wie zum Beispiel der Einzelschutz mit biologisch abbaubaren Clips. Wenn von Befürwortern des erhöhten Rehwildabschusses dann diesbezüglich die Einbringung von Plastik in die Natur beklagt wird, würde man sich eine weit intensivere Beschäftigung mit der Materie wünschen.

 

 

Kluge Jagdstrategien statt scheu schießen

 

Nachdem teilweise leider auch im Rahmen mancher Ausbildung die angebliche Notwendigkeit der massiven Reduzierung des Rehwildes behauptet und die Diskreditierung der staatlich geprüften Jäger zugelassen wird, kann dann in der Folge ohne qualifizierte jagdliche Ausbildung, ohne differenziertes Wissen über jagdliche Ethik und ohne Vermittlung echter wissenschaftlicher Erkenntnisse der Wildbiologie ein Jagdschein im Rahmen einer sogenannten gleichgestellten Prüfung erworben werden. Hätten die Betroffenen eine ordentliche jagdliche Ausbildung, dann würden sie mit Hille kluger Jagdstrategien und in Abstimmung mit erfahrenen staatlich geprüften Jägern am Gelingen eines sinnvollen Waldumbaus mitwirken können. anstatt das Wild durch überstürzte jagdliche Handlungen scheu zu schießen.

 

 

Es ist unsere Aufgabe als Waldbesitzer, als Landwirte und als Jäger, gemeinsam die Zukunft unserer Natur positiv zu gestalten. Wir müssen dabei aber sehr gut aufpassen, dass wir nicht von denjenigen gegeneinander ausgespielt werden, die sich eigentlich nur um eine eigene Verantwortung drücken wollen.


Der niedliche Vogel mit dem langen Gesicht



Sehr geehrte Mitglieder des Bayerischen Jagdverbandes,

 

über die Novellierung des Bundesjagdgesetzes haben wir bereits in der Jagd in Bayern informiert. Am Mittwoch, den 20.01.2021 hat sich nunmehr das Bundeskabinett mit der Novellierung befasst, die Beschlussvorlage mit den Anmerkungen zu den Vorschlägen des Bundesrates angenommen und zur weiteren Beratung an den Bundestag übermittelt. Die öffentliche 1. Lesung des Entwurfes eines „Gesetzes zur Änderung des Bundesjagdgesetzes, des Bundesnaturschutzgesetzes und des Waffengesetzes“ findet am heutigen Mittwoch, den 27.01.2021 voraussichtlich von 19:10 Uhr bis 19:50 Uhr statt. 

 

Die Sitzung des Bundestages zur Novelle des Bundesjagdgesetzes können Sie live im Parlamentsfernsehen mitverfolgen (https://www.bundestag.de/mediathek). Sollten Sie dazu keine Möglichkeit haben, können Sie die Reden einen Werktag später im Plenarprotokoll nachlesen.(https://www.bundestag.de/protokolle).

 

Vorab finden sich Informationen auf den Seiten des Bundestages (https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw04-de-bundesjagdgesetz-817396), 

unter anderem auch der zur Lesung stehende Regierungsentwurf (https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/260/1926024.pdf). 

 

Der vorliegende Gesetzentwurf ist für Jägerinnen und Jäger zum Teil mit gravierenden Änderungen verbunden. So soll als vorrangiges Hegeziel die gesamte Verjüngung des Waldes, also auch Pflanzungen und Saat von Fremdbaumarten, im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen neu festgeschrieben werden. Auch sieht der Gesetzentwurf vor, dass das Überjagen von Hunden aus dem Nachbarrevier zu dulden ist.

 

Als Präsident des Bayerischen Jagdverbandes führe ich bereits seit geraumer Zeit und insbesondere seit meiner Wahl zum Präsidenten ununterbrochen Gespräche mit politischen Vertretern und Unterstützern unserer Anliegen. Mit den Verbänden, die der Jagd und den Belangen der Wildtiere aufgeschlossen gegenüberstehen, wurde eine gemeinsame Stellungnahme zum Regierungsentwurf erarbeitet. Diese wurde bereits an die Mitglieder des Agrarausschusses des Deutschen Bundestages versandt und den Fachmedien übermittelt.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen und Weidmannheil

 

Ernst Weidenbusch




Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben wieder einige wichtige Infos für Sie:

 

Anmeldung zum Forstlichen Gutachten

 

Ende Februar/Anfang März beginnen wieder die Außenaufnahmen für die hegegemeinschaftsweisen Bewertungen im Rahmen des Forstlichen Gutachtens. Vorab erhalten alle Beteiligten von Ihrem zuständigen Forstamt alle Informationen und ein Anmeldeformular über die gewünschte Teilnahme an den Außenaufnahmen.

Bitte informieren Sie Ihre Revierpächter und Eigenjagdbesitzer, dass sie das Formular so schnell wie möglich ausfüllen und zurückschicken, damit sie rechtzeitig über Aufnahmetermine in ihrem Revier informiert werden können.

 

Angesichts der Pandemie kann es sein, dass die Teilnehmerzahl reduziert werden muss. Garantiert wird jedoch, dass von den Beteiligten (Jagdvorstand, Revierpächter, Eigenjagdbesitzer) auf jeden Fall ein Vertreter teilnehmen kann.

Bei Fragen zum Forstlichen Gutachten steht Ihnen unsere Fachreferentin für Forst und Jagd, Waldumbau und Klimawandel, Ramona Fehringer, gern Rede und Antwort. Sie erreichen Frau Fehringer telefonisch täglich bis 14 Uhr unter 089 / 990 234 34 oder per E-Mail unter ramona.fehringer@jagd-bayern.de

 

 

Drohnen werden vom Bundeslandwirtschaftsministerium nicht gefördert!

 

Im Juli 2020 hat der BJV das Bundeslandwirtschaftsministerium angeschrieben und sich nach Fördermöglichkeiten für Drohnen erkundigt. Mitte Dezember kam dann die Antwort, dass es keine Fördermöglichkeit von Wildrettungsdrohnen gibt, weder im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ noch als Investition über die Landwirtschaftliche Rentenbank. Drohnen wären, so das Bundesministerium, kein Bestandteil einer landwirtschaftlichen Investitionsförderung. Das Schreiben aus dem Hause Klöckner finden Sie im Anhang.

 

Aktiv bei „Schule fürs Leben“ – Machen Sie mit!

 

Das Bayerische Kultusministerium hat in diesem Jahr das Projekt „Schule fürs Leben“ gestartet. Dabei werden die Schulen durch externe Kooperationspartner unterstützt – und einer dieser Partner wollen wir bayerischen Jägerinnen und Jäger sein mit unseren zahlreichen Initiativen der Umweltbildung. Dazu soll auf der BJV-Homepage eine Übersichtskarte entstehen, auf der die Schulen schnell vor Ort einen Ansprechpartner zum Beispiel für einen Projekttag im Wald finden können. Dazu aber brauchen wir die Ansprechpartner für Natur erleben und begreifen in Ihrer Kreisgruppe. Deshalb noch einmal unsere Bitte: Geben Sie den Fragebogen an die Personen weiter, die in Ihrer Kreisgruppe zuständig für Natur erleben und begreifen sind. Bitte so schnell wie möglich ausfüllen und an unseren Referenten für Umweltbildung, Dirk Waltmann schicken: dirk.waltmann@jagd-bayern.de

Infos zum Projekt und den Fragebogen finden Sie im Anhang.

 

Virtuelle Präsidiumssitzung am Samstag, 23.01.2021

 

An der virtuellen Präsidiumssitzung können leider aus technischen Gründen nur die Vorsitzenden der Kreisgruppen teilnehmen, weil die Kapazitäten des Systems leider nicht mehr Beteiligte möglich machen. Wir bitten für Ihr Verständnis. Die Zugangsdaten werden Ihnen heute noch zugestellt.

 

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit , bleiben Sie gesund!

Mit besten Grüßen und Waidmannsheil

Ihr BJV-Team




Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben wieder einige wichtige Infos für Sie:

 

Die neue EU-Drohnenverordnung

 

Am 1. Januar 2021 ist eine neue EU-Drohnenverordnung in Kraft getreten. Das spielt für alle eine Rolle, die Drohnen bei der Kitzrettung, bei der Wildschweinsuche oder bei der Schadensdetektion einsetzen. Die neue Drohnenverordnung krempelt viele bislang be­kannte Vorschriften um und bringt auch einige Neue­rungen mit sich.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Infos zur neuen EU-Drohnenverordnung lesen Sie in der nächsten „Jagd in Bayern“. Sie finden den Beitrag schon einmal vorab im Anhang.

 

Neue Corona-Beschränkungen und ihre Auswirkungen auf die Jagd

 

Am 11. Januar wurden die Corona-Beschränkungen noch einmal verschärft. Ob und wie sich diese Verschärfung auf die Jagdausübung in Bayern auswirkt, das hat die Oberste Jagdbehörde im Bayerischen Landwirtschaftsministerium in einem Schreiben an die Kreisverwaltungsbehörden mitgeteilt. Sie finden das Schreiben im Anhang.

 

Die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst:

 

  •   Jagd und Revierarbeiten sind weiterhin erlaubt, allein, mit Personen des eigenen Hausstands und/oder einer Person eines fremden Haushalts

 

  •  Die Jagd auf Schwarzwild zur Bekämpfung der ASP darf auch während der Ausgangssperre ausgeübt werden, das gleiche gilt für Nachsuchen

 

  •   Zur Jagdausübung darf man den Umkreis von 15 Kilometern verlassen, auch wenn das für touristische Tagesausflüge nicht gestattet ist.

 

  •   Bewegungsjagden können weiterhin genehmigt werden

 

  •  Jagdscheinverlängerung ist weiterhin schriftlich möglich, ohne persönliche Anwesenheit.

 

Alle Regelungen rund um Jagd, Jagdausbildung, Hundeausbildung etc. finden Sie auf der BJV Homepage unter https://www.jagd-bayern.de/jagd-unter-coronabestimmungen/

 

Wir wünschen Ihnen ein schöne Wochen, bleiben Sie gesund!

  

Mit besten Grüßen und Waidmannsheil

 

 

Ihr BJV-Team