BJV Aktuell


Wie der so genannte Ökologische Jagdverband, wie er die Ökologie in Bayern versteht

Wenn die selbsternannten Ökojäger postulieren




BJV-Infobrief_2019_November_1: Themen 1-4

 

 

Thema 1: Agrarumweltmaßnahmen - Erste Informationen zur Antragstellung 2020

 

 

Anfang des kommenden Jahres besteht wieder die Möglichkeit, Grundanträge für die flächenbezogenen KULAP-Maßnahmen sowie für das VNP einzureichen. Voraussichtlicher Antragszeitraum: 7. Januar bis 28. Februar 2020

 

Um den Landwirten die Anbauplanung für 2020 zu erleichtern, stehen mittlerweile die ersten Informationen vom StMELF zur Antragstellung zur Verfügung. Unter folgendem Link können diese eingesehen werden:

 

http://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/228338/index.php

 

Nach 2020 wird zunächst mit ein bis zwei Übergangsjahren gerechnet bis auf der EU-Ebene alle Details der neuen Förderperiode ausverhandelt und festgelegt sind.

 

Neuerungen bzw. Änderungen

 

Für die KULAP-Antragstellung wird es im kommenden Jahr zwei Gruppen von Maßnahmen geben:

 

Maßnahmen, für die eine Neuantragstellung mit fünfjährigem Verpflichtungszeitraum angeboten wird

 

Maßnahmen, bei denen Betriebe nur im Falle auslaufender Verpflichtungen eine Anschlussverpflichtung mit einer kürzeren Laufzeit von drei Jahren abschließen können

 

Im Zuge des Volksbegehrens für mehr Biodiversität und des dazu erlassenen Begleitgesetzes werden zudem einige KULAP-Maßnahmen in überarbeiteter Form angeboten.

 

Alle Änderungen stehen noch unter dem Vorbehalt der haushalts- und beihilferechtlichen Genehmigung.

 

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forst

 

 

Kulturlandschaftsprogramm (KULAP)

 

Das bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) bietet Landwirten die Möglichkeit, auf ihren Feldern und Wiesen geförderte Maßnahmen zum Wohl von Natur, Landwirtschaft und Jagd durchzuführen. Anfang jedes Jahres läuft die Antragsfrist. Umso wichtiger ist es, gerade zum Ende des jeweiligen Kalenderjahres den Dialog mit Jagdgenossen zu suchen, um in den Revieren die Anlage von wildtierfreundlichen Biotopen, aber auch für Vögel und Insekten gemeinsam zu planen und umzusetzen. Das KULAP bietet gesamtbetriebliche Maßnahmen sowie Maßnahmen für einen Betriebszweig oder für Einzelflächen an.

 

 

Frau Carla Thamm, Ressort Landwirtschaft, Kitzrettung

Kontakt: Tel.: 089 / 99 02 34-54

E-Mail: carla.thamm@jagd-bayern.de

 


Thema 2: Anfrage zum Transparenzregister

 

 

 

Anbei dürfen wir Ihnen ein Antwortschreiben von Herrn Rechtsanwalt Finkenzeller auf eine Anfrage der BJV-Hauptgeschäftsführung zum Transparenzregister zu Ihrer Information zuleiten.

 

 

 

 

Frau Irene Kurz, Ressort Sekretariat Hauptgeschäftsführer

 

Kontakt: Tel.: 089 / 99 02 34-25

 

E-Mail: geschaeftsfuehrung@jagd-bayern.de

 

 



Thema 3: Ergebnisse aus dem BJV-Waschbärmonitoring liegen vor!

 

Sehr geehrte Kreisgruppen

 

 

aktuell wird auf Bundesebene die EU-Verordnung Nr. 1143/2014 in deutsches Recht umgesetzt. Die Union schreibt darin den Mitgliedsstaaten vor, wie sie mit invasiven Arten wie z.B. dem Waschbären umgehen müssen. Für diese werden derzeit Managementkonzepte entwickelt, über das die Naturschutzbehörden die Oberhand haben.

 

Die Verordnung hat in Deutschland Eingang ins Naturschutz- und ins Bundesjagdgesetz gefunden, dessen neuer § 28a am 15. März 2018 in Kraft getreten ist (vgl. auch JIB 2/2018).

 

Um den Naturschutzbehörden eine fundierte und realistische Entscheidungsbasis für die Entwicklung eines Managementkonzeptes in Bezug auf den Waschbären unter Partizipation der Jäger zu bieten, hat der BJV im Frühjahr 2018 das Waschbärmonitoring gestartet.

 

Wir bedanken uns bei allen Jägerinnen und Jägern für ihre zahlreichen Rückmeldungen.

 

Die Umfrage zum Monitoring ist mittlerweile beendet und die Ergebnisse liegen vor:

 

45% aller 392 Teilnehmer geben an, Waschbären in Ihrem Revier zu haben, 55% aller Teilnehmer hingegen nicht. In Unterfranken wurden verstärkt Waschbärvorkommen im Revier gemeldet. Dieser Trend nimmt nach Südosten hin ab. Ein Abgleich mit den Streckendaten deutet darauf hin, dass der Waschbär in Unterfranken auch die höchste Dichte aufweist und sich von dort nicht nur räumlich ausbreitet, sondern über die Zeit auch exponentiell vermehrt.

Explizit dort, wo eine hohe Waschbärendichte zu verzeichnen ist, häufen sich auch die gemeldeten Schäden.

 

Dort, wo der Waschbär verstärkt vorkommt, wird er auch verstärkt erlegt. In den meisten Revieren waren dies im Schnitt 1-5 Waschbären. 86 % aller erlegten Waschbären wurden zuvor in einer Falle gefangen.

 

Mit 53% betreibt mehr als die Hälfte aller Teilnehmer bayernweit die Fallenjagd, wobei die Fallenjagd nicht vorrangig betrieben wird, um Waschbären zu fangen.

 

Unabhängig vom Waschbärvorkommen ist die bayerische Jägerschaft für den Waschbären als invasives Neozoon sensiblisiert:

 

Die prinzipielle Bereitschaft den Waschbären als invasive, gebietsfremde Art im Rahmen der EU-Verordnung Nr. 1143/2014 (noch intensiver) zu bejagen, ist in der befragten Jägerschaft zu 94 % gegeben.

 

Ebenfalls besteht mit 75% der Beteiligten eine hohe Bereitschaft, Waschbären auch in befriedeten Gebieten zu entnehmen, sofern eine behördliche Genehmigung vorliegt.

 

Aus den Antworten derer, die eine intensivere Bejagung auf Veranlassung des Gesetzgebers für nicht notwendig erachten geht hervor, dass sie sich der Problematik um den Waschbären sehr wohl bewusst sind, aber eine Einmischung durch den Gesetzgeber in ihren Kompetenzbereich eher kritisch gegenüberstehen.

 

74% der Befragten schätzt die Gefahr für die heimische Tierwelt, die vom Waschbären ausgeht als eher hoch ein.

 

 

83% der Jäger stufen den Waschbären als „Problembär“ ein oder belegen ihn eher negativ (4%).

 

Erinnerung zur Teilnahme an der Flächendeckenden Erfassung

 

Die Einbindung der Jägerdaten als politische Entscheidungsgrundlage gewinnt zunehmend an Bedeutung, betrachtet man nur das jüngste Beispiel zum Waschbärmonitoring.

 

Mittlerweile sind die bisher eingetroffenen bayerischen Daten (ca. 2100 Rückmeldungen) fast vollständig eingetragen. In manchen Landkreisen /Gemeinden ist eine hohe Teilnahme zu erkennen, in vielen Gebieten Bayerns jedoch noch nicht. Insgesamt liegt der Grad der beteiligten Gemeinden bei bisher ca. 36% und der beteiligten Reviere bei fast 16%. Wir sind auf einem guten Weg, aber da geht noch mehr!

 

Daher möchten wir nochmals aufrufen, falls noch nicht geschehen, sich an der Flächendeckenden Erfassung zu beteiligen und dafür bei Ihren Mitgliedern zu werben.

 

Frau Regina Gerecht, Ressort Wildtiermonitoring, Niederwild u.a.

 

Kontakt: Tel.: 089 / 99 02 34-27

 

E-Mail: regina.gerecht@jagd-bayern.de

 


Thema 4:Chinaseuche auf dem Vormarsch - Hämorrhagische Kaninchenkrankheit (wiss. RHD) als Todesursache von Wildkaninchen

 

 

Meldungen von massiven Bestandseinbrüchen beim Wildkaninchen bis hin zum Erlöschen von Populationen in einigen Regionen machen derzeit die Runde. In manchen Revieren werden Dutzende Tiere verendet oder sterbend aufgefunden. Es gibt sogar Reviere, die ganze Anhängerfuhren mit toten Tieren der Tierkörperbeseitigung zuführen müssen.

 

Die Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD), umgangssprachlich vor allem als Chinaseuche bekannt, ist derzeit die gefährlichste Kaninchenseuche. Diese meist tödlich endende Viruserkrankung kommt weltweit bei Zucht- und Wildkaninchen, seltener bei Hauskaninchen vor. RHD tritt in zwei Varianten auf- die „klassische“ RHD (der Erreger RHDV) und eine als RHD-2 (der Erreger RHDV-2) bezeichnete Variante. Die klassische Variante trat bereits in den Achtzigern das erste Mal in Deutschland auf.

 

Seit 2010 ist auch eine als RHD-2 bezeichnete Variante des Virus´ bekannt. Von Frankreich ausgehend hat sie sich in Italien, Portugal, Spanien und auch Deutschland „etabliert“.

 

Seit 2013 (Erstnachweis in der BRD, Nordrhein-Westfalen) breitet sich die neue Form in Deutschland immer mehr aus, wobei es in den Jahren 2016 und 2017 zu einem Massensterben bei (Haus- und Wild-)Kaninchen kam. Mittlerweile ist RHD-2 zu einer akuten Bedrohung der Haus-, Nutz- und Wildkaninchenbestände geworden.

 

Die RHD ist durch einen hochakuten Verlauf gekennzeichnet, der mit hohem Fieber, einer Leberentzündung und Blutungen einhergeht. Die meisten Kaninchen versterben innerhalb von 24-72 Stunden nach Infektion. Manchmal verenden die Tiere so schnell, dass die typischen Blutungen aus Nase und Vaginalgegend nicht auftreten.  Der Erreger, ein Calicivirus, ist hochkontagiös und wird in erster Linie durch direkten Kontakt zu kranken Tieren übertragen, eine Ansteckung ist jedoch auch indirekt über mit Ausscheidungsprodukten kontaminierte Äsungspflanzen, „ Kontaktpersonen“ und blutsaugende Insekten und Stäube möglich. 

 

Die Mortalitätsrate ist mit über 90 % sehr hoch. Im Gegensatz zur klassischen RHD erkranken und sterben alle Altersklassen, und auch Feldhasen. Die Verbreitung schreitet sehr schnell voran und tötet teilweise ganze Bestände.

 

Laut Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) halten sich  beide Virusvarianten RHDV und RHDV-2 sehr gut in der Umwelt. Bei höheren Temperaturen (bis 50° Celsius) und Trockenheit bleiben die Viren über längere Zeit stabil, z. B. getrocknet bei Raumtemperatur mindestens über 15 Wochen. In Kadavern hält sich das Virus bei tiefen Temperaturen nachweislich 7 Monate. Nach bisherigen Erfahrungen kann das Erbgut des Virus´ in überlebenden Tieren teilweise über mehrere Wochen nachgewiesen werden. Ob Überlebende tatsächlich Dauerausscheider von infektiösem Virus sind, ist allerdings nicht experimentell nachgewiesen.

 

Der Wildtierpopulation kommt im Rahmen der Übertragung eine große Bedeutung zu. Stellen doch in der Natur verendete Tiere und deren Kadaver ein großes Erregerreservoir dar. So kann der Erreger durch Beutegreifer (Greifvögel, Fuchs, Marder) und auch über blutsaugende Insekten über weite Strecken in kürzester Zeit verbreitet werden, was die Krankheit so schwer „beherrschbar“ macht.

 

Anhand der Krankheitssymptome kann RHD-2 nicht von der klassischen RHD unterschieden werden. Obwohl deutschlandweit in zunehmendem Maße RHD-Virustyp-2 nachgewiesen wird, treten auch die klassischen Stämme nach wie vor auf.

 

Während Impfprophylaxe-Maßnahmen bei in menschlicher Obhut befindlichen Kaninchen möglich sein können, scheidet diese Maßnahme im „Wildtierbereich“ generell aus. Problematisch erscheint, dass die gegen das klassische RHD-Virus zugelassenen Impfstoffe nur einen geringen belastbaren Schutz gegen die Variante RHD-2 zu bieten scheinen.  Die Erprobung neuer bzw. geeigneter Impfstoffe schreitet weiter voran. Sobald Erfahrungen mit und Daten zu neuen Impfstoffen vorliegen, werden diese veröffentlicht werden, um zumindest die „wirtschaftliche“ Kaninchenhaltung bzw. die Haustiere wirksam schützen zu können.

 

 

Dankenswerterweise haben ja bereits viele von Ihnen einen Beitrag für das BJV-Wildtiermonitoring mit der Datenerhebung zu verschiedenen Wildtierarten, u.a. auch für Wildkaninchen und Feldhase, für die flächendeckende Erfassung (anonymisiert, auf Gemeindeebene) geleistet. Aufgrund der aktuellen Situation dürfen wir Sie bitten, Ihre Beobachtungen im Hinblick auf den Bestand an Hasenartigen in Ihrer Region unserer zuständigen Fachreferentin Frau Gerecht zu melden. Dadurch wird sie in die Lage versetzt, die Bestandsentwicklung für die von dieser Krankheit betroffenen Arten graphisch für Bayern darzustellen. Vielen Dank für Ihr Engagement!

 

 [Zusätzliche Information: Die Myxomatose, die oft auch "Kaninchenpest" genannt wird, ist ebenfalls eine hoch ansteckende Viruserkrankung der Wild-, Haus- bzw. Nutzkaninchen und vielen Revierinhabern seit Jahrzehnten bekannt. Die Erkrankung ist in Deutschland weit verbreitet, es herrschen regelrechte Myxomatose-Endemiegebiete (Gebiete mit andauerndem Auftreten der Krankheit). In Abhängigkeit von den Witterungsverhältnissen und der damit einhergehenden Anzahl von Stechmücken, die u.a. das Virus übertragen, und dem Auftreten der Krankheit in der Wildkaninchenpopulation als natürliches Erregerreservoir, gibt es auch hier regelrechte Seuchenjahre.]

 

Frau Regina Gerecht, Ressort u.a. Wildtiermonitoring, Niederwild

 

Kontakt: Tel.: 089 / 99 02 34-27

 

E-Mail: regina.gerecht@jagd-bayern.de

 

 

Frau Dr. Claudia Gangl, Ressort u.a. Fachbereich Wildkrankheiten und Tierschutz

 

Kontakt: Tel.: 089 / 99 02 34-14

 

E-Mail: c.gangl@jagd-bayern.de

 


Pressemitteilung

Jäger geben Startschuss für Neuanfang

 

  • BJV Landesversammlung so gut besucht wie kaum
  •  Vizepräsident Schreder stimmt die Delegierten auf den Blick nach vorne ein
  •  Dr. Vocke lässt die Ämter bis zum Landesjägertag 2020 ruhen, BJV-Präsidium stellt sich in Lindau neu zur Wahl
  • Bayerns Jäger demonstrieren Geschlossenheit und stimmen dem Neuanfang zu

 

 

 

Schrobenhausen, 26. Oktober 2019 (gh) – Der Bayerische Jagdverband (BJV) hat seine Mitglieder zu einer außerordentlichen Landesversammlung eingeladen. Stimmberechtigt auf der Landesversammlung sind nur die Delegierten, die von den einzelnen Kreisgruppen benannt worden sind. Rederecht haben neben den Delegierten aber auch die Mitglieder des Landesausschusses und die Ehrenmitglieder. Von 159 Kreisgruppen und Jägervereinen sind 136 erschienen. Das zeigt, wie wichtig den bayerischen Jägern diese Versammlung ist. 17 Kreisgruppen hatten im Vorfeld insgesamt 49 Anträge an die Landesversammlung zur Abstimmung gestellt.

 

Unabhängiger Moderator führt durch die Versammlung

 

Die Leitung der Landesversammlung hat BJV-Vizepräsident Thomas Schreder. Er – als Vizepräsident mit den meisten Stimmen - und die Landesschatzmeisterin sind nach der Satzung mit der Leitung des Verbandes betraut, nachdem Prof. Dr. Jürgen Vocke sein Amt ruhen lies. Durch die Versammlung führte Karl-Heinz Zanon. Mit dem Medienprofi aus Österreich – er betreut viele Landesjägervereine im Nachbarland – konnte ein unabhängiger, unbefangener Moderator gewonnen werden.

 

 

 

Den Blick nach vorne richten

 

Vizepräsident Schreder richtet  in seiner Begrüßung den Blick vor allem nach vorn, auf die Zukunft des Verbandes:  „Heute geht es nicht darum, mit einer Ära abzurechnen, es geht auch nicht darum, Gerüchte zu schüren. Wir haben eine angespannte Situation mit Vorgängen, die der BJV bisher nicht kannte. Unsere Aufgabe ist es jetzt, Transparenz zu schaffen – Informationen aus erster Hand herauszugeben und ehrlich und offen alles auf den Tisch zu legen.“ Er schwor die Delegierten ein, gemeinsam daran zu arbeiten, eine starke Vertretung der Jagd zu bleiben. „Persönliche Befindlichkeiten haben jetzt keinen Platz.  Es geht nicht um Emotionen und Personen. Wir müssen wieder Vertrauen aufbauen.  Es liegt an uns, ob wir es schaffen, gemeinsam aus der heutigen Veranstaltung zu gehen. Es liegt an uns, ob wir die Stärke des BJV wieder herstellen.“

 

 

Bericht der Schatzmeisterin beantwortet viele Fragen

 

Im ersten Teil der Versammlung bestimmten Fachfragen die Tagesordnung. Landesschatzmeisterin Mechtild Maurer gab einen Bericht zum bisherigen Stand der Wirtschaftsprüfung. Weil derzeit alle Unterlagen bei der Staatsanwaltschaft liegen, ist eine Entlastung für den Haushalt 2018 – wie ursprünglich geplant – nicht möglich. In einer ausführlichen Diskussion konnten die Mitglieder alle Ihre Fragen vorbringen und erhielten ausführlich Antwort. Maurer informierte die Mitglieder auch über die vorgezogene Fälligkeit der BJV-Mitgliedsbeiträge und eine neue Beitragsordnung, die zum Landesjägertag 2020 beschlossen werden soll, sowie den BJV-Aktivitätsfond und die Mittelverwendung. Thema war außerdem der BJV-Jahresempfang.

 

Großer Raum wurde der Diskussion gewährt. Die Mitglieder nutzten die Gelegenheit zu einer kritischen, oft kontroversen aber vor allem auch konstruktiven Aussprache.

 

 

Ein Befriedungsantrag soll Lösung bringen

 

Um die Antragsflut zu bündeln und den Forderungen der Antragssteller aus Oberfranken, der Oberpfalz, aus Niederbayern, Oberbayern und Schwaben trotzdem gerecht zu werden, hat das BJV Präsidium in den letzten Tagen einen Lösungsvorschlag erarbeitet. Vizepräsident Schreder: „Mit diesem Vorschlag möchten wir die 49 Anträge zur Zufriedenheit aller Mitglieder zusammenfassen. Unser Ziel ist es, nach einer ehrlichen und kritischen Diskussion zu einer gemeinsam Formulierung zu kommen, die alle mittragen können. Dieser Vorschlag soll die Führung des Verbandes bis zum Landesjägertag 202 in Lindau und die Vorbereitung der Entscheidungen auf dem Landesjägertag 2020 sicherstellen.“

 

 

BJV ist handlungsfähig bis Lindau 2020

 

Dazu hat das Präsidium einen eigenen Antrag formuliert. Darin geht es vor allem um eine Vereinbarung mit Prof. Vocke, seine Ämter bis zum Landesjägertag 2020 in Lindau ruhen zu lassen. In Lindau gibt das Präsidium dann selbst den Startschuss für einen Neuanfang des Verbandes. Dazu heißt es in dem Antrag: „Um einen Neuanfang des Verbandes , basierend auf den dann vorliegenden neuen Erkenntnissen zu ermöglichen, treten sämtliche gewählten Mitglieder des Präsidiums mit Wirkung zum Landesjägertag in Lindau im März zurück. Die Delegiertenversammlung am Landesjägertag in Lindau im März 2020 soll die von der Delegiertenversammlung nach Satzung wählbaren Mitglieder für die Dauer der noch zweijährigen Amtsperiode neu wählen.“

 

In der anschließenden, fast zwei Stunden dauernden Diskussion diskutierten die Mitglieder diszipliniert und brachten Ihre Meinung zum Ausdruck. Der Befriedungsantrag kam bei allen gut an und nach und nach zogen die Kreisgruppen ihre eigenen Anträge im Laufe der Diskussion zurück. Sie konnen sich mit ihren Forderungen im Präsidiumsantrag wiederfinden. In der anschließenden Abstimmung stimmten 612 von 650 Stimmen dem Antrag zu, 20 stimmten mit nein, 18 enthielten sich. Außerdem wurde noch ein Antrag abgestimmt, der die umfassende Aufklärung forderte. Dem stimmten 644 von 650 Stimmen zu, bei 6 Enthaltungen.  

 

Auf der außerordentlichen Landesversammlung haben die bayerischen Jäger gezeigt, dass sie in schwierigen Zeiten zusammenhalten und Lösungen suchen und finden, den Bayerischen Jagdverband wieder zu einer starken Interessensvertretung zu machen, zum Wohl des BJV und vor allem zum Wohl des Wildes und der Jagd.

 

 

 

Jagd ist gelebter Naturschutz

 


Herausgeber: Bayerischer Jagdverband e.V., Hohenlindner Str. 12, 85622 Feldkirchen,
Tel.: 089 / 990 234-0, Fax: 089 / 990 234-35, E-Mail:
info@jagd-bayern.de,
Web:
www.jagd-bayern.de

Der Bayerische Jagdverband (BJV) ist ein staatlich anerkannter Naturschutzverband mit rund 50.000 Mitgliedern. Er ist die politische Vertretung der Jägerinnen und Jäger in Bayern
Haben Sie Fragen zu Themen rund um Wild, Jagd, Natur und Naturschutz? Interessieren Sie Zahlen und Fakten? Dann helfen wir Ihnen gerne weiter:
Pressesprecher: Thomas Schreder (ts),
Tel. 089 - 990 234 77, E-Mail:
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Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Presse: Dr. Gertrud Helm (gh),
Tel.: 089 – 990 234 38, E-Mail:
gertrud.helm@jagd-bayern.de

 

 


Hasenpest

 

in einigen Landkreisen ist jetzt wieder die Tularämie oder Hasenpest aufgetreten. Da die Krankheit auch auf den Menschen übertragen werden kann, müssen wir Jäger im Umgang mit Feldhasen oder Kaninchen besonders vorsichtig sein. Die anstehenden Treibjagden müssen deshalb aber keineswegs abgesagt werden, bestätigt unsere Fachreferentin für Wildkrankheiten und Tierschutz, Dr. Claudia Gangl. Sie gibt Tipps, wie Sie sich schützen können:

 

Vorsicht beim Umgang mit toten Feldhasen oder Kaninchen. Bitte den Kontakt mit Ausscheidungen, Blut und Organen von toten Tieren grundsätzlich meiden.

Beim Umgang mit erlegten Feldhasen und Wildkaninchen Mundschutz und Einmalhandschuhe tragen und nach der Arbeit die Hände gründlich reinigen und wenn möglich, desinfizieren.

Beim Aufbrechen auf bedenkliche Merkmale wie Milz-, Leber- oder Lymphknotenschwellungen achten. Wenn solche bedenkliche Merkmale vorliegen, den amtlichen Tierarzt hinzuziehen.

Wildbret von kranken Tieren darf nicht als Lebensmittel verwendet, sondern nur über die Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgt werden.

Wildbret von unauffälligen Feldhasen und Wildkaninchen darf nur gut durchgegart verzehrt werden. Die bei der Zubereitung des Wildbrets benutzten Gegenstände (Messer, Schneidbretter) sollten direkt im Anschluss mit heißem Wasser gründlich gereinigt und desinfiziert werden (Einhalten der Arbeits- und Küchenhygiene!).

Jäger und andere Personen mit Kontakt zu Wildtieren sollten bei unklaren Erkrankungen einen Arzt aufsuchen und diesen auf die vorausgegangenen Umstände (Vorbericht „Kontakt zu Wildtieren") hinweisen.


Pressemitteilung des Bayerischen Jagdverbandes vom 20. August 2019, Feldkirchen

Stoppt den Krieg gegen unsere heimische Tierwelt!

 

 

Der Bayerische Jagdverband (BJV) verurteilt die Forderung der Grünen, Nachtzieltechnik auch für die Jagd auf Reh- und Rotwild freizugeben.

 

Der Bayerische Jagdverband (BJV) setzt auf biologischen Sachverstand beim Waldumbau, auf Wertschätzung der Natur und gelebte Ökologie, nicht auf ideologische Parolen und verurteilt die maßlose Intoleranz der Grünen gegenüber unserem heimischen Reh- und Rotwild aufs Schärfste.

„Mir ist es unverständlich, dass eine Partei, die sich den Einsatz für die Natur auf die Fahnen schreibt, geradezu Krieg führt gegen einige unserer heimischen Wildarten, um einer rein gewinnorientierten, hochintensiven Forstwirtschaft das Wort zu reden“, so BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke. „Während die Bayerische Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern die heimischen Wildtiere für die Bevölkerung endlich wieder erlebbar machen wollen, präsentieren die Grünen den Bürgern nur eine rigorose Totschieß-Mentalität.“

 

In der Forderung von Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen, nach dem Einsatz von Nachtzieltechnik bei der Jagd auf heimisches Schalenwild, sieht der BJV wieder einmal bestätigt, dass den Grünen ideologische Parolen wichtiger sind, als ökologische Zusammenhänge, biologischer Sachverstand und Artenschutz.

Vocke: „Wer Wildtiere und ihren Nachwuchs Tag und Nacht gnadenlos verfolgen will, nur um die Bestände herunterzuschießen und ohne dass damit der Waldentwicklung wirklich genutzt wird, der handelt unverantwortlich gegenüber der Natur.“

 

 

Ja zu klimastabilen Wäldern

 

Auch der BJV spricht sich klar für den Umbau zu klimastabilen und naturnahen Wäldern aus. Sie dienen nicht nur dem Klimaschutz und nutzen nicht nur den Menschen sondern auch den tierischen Waldbewohnern. Selbstverständlich wissen die bayerischen Jägerinnen und Jäger um die Sorgen der Privatwaldbesitzer und der Notwendigkeit angepasster Wildbestände. Deshalb unterstützen sie die Waldentwicklung durch eine effektive Jagd nach den gesetzlichen Vorschriften aus Bund und Land.

Der Waldumbau darf aber nicht zu Lasten der Wildtiere gehen. Eine ökologische Waldbewirtschaftung schließt die Tiere im Wald nicht aus, im Gegenteil, sie betrachtet das Ökosystem Wald ganzheitlich und setzt auf Wald mit Wild.

 

 

Klimaschutz und Artenvielfalt statt Jagd nach dem Gewinn

 

 

Ministerpräsident Dr. Markus Söder fordert, der Wald solle primär nicht mehr der Gewinnerzielung sondern dem Klimaschutz und der Artenvielfalt dienen. Der BJV kann das nur unterstützen, vor allem im Staatswald. Privaten Waldbesitzern, die vom Holz leben, muss ein Wirtschaften natürlich weiterhin möglich sein.

Bäume mit Verbiss sind kein Problem für den Klimaschutz, denn sie sterben keineswegs ab, sondern wachsen munter weiter. Sie wachsen allerdings nicht ganz so schnell und sind stärker verzweigt. Für den Klimaschutz aber ist dieser Baum genauso wertvoll. Denn Verbiss ist kein ökologisches, sondern allein ein wirtschaftliches Problem.

 

Waldumbau mit Wild

 

Der BJV fordert deshalb ein klares Bekenntnis zu den heimischen Wildtieren in einem dazugehörigen artenreichen Wald und verurteilt einseitige Forderungen, die nur zu Lasten der Wildtiere gehen und die Schuld an den aktuellen Waldkalamitäten dem Reh- und Rotwild in den Äser schieben wollen.


BJV-Infobrief_2019_August_2: Thema SVLFG

 

Die SVLFG verschickt wieder Beitragsbescheide – legen Sie rechtzeitig Widerspruch ein!

 

 

 

Derzeit werden von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) wieder Beitragsbescheide verschickt. Wir raten Ihnen dringend, innerhalb der vorgegebenen Frist von vier Wochen Widerspruch dagegen einzulegen.

 

Durch die Beitragsneuordnung wurden durch die Umstellung der Berechnungsgrundlage von Jagdwert auf Jagdfläche die Beiträge sukzessive von 2013 bis 2018 angepasst. Bei 80 Prozent der Revierinhaber hat dies zu Beitragssteigerungen geführt. In diesem Jahr sollten die Beiträge eigentlich gleich bleiben. Die SVLFG hat nun aber den Hebesatz von 6,48 auf 6,59 Euro angehoben, was insgesamt in vielen Fällen wiederum zu Steigerungen der Beiträge führt - trotz Absenkung des Grundbeitrags.

 

Unter Angabe des Aktenzenzeichens des BJV-Musterprozesses S 8 U 5014/15 sollten Sie deshalb unbedingt Widerspruch gegen Ihren Beitragsbescheid einlegen. Die Begründung zum Widerspruch ist anliegend beigefügt, ebenso ein Muster für die Formulierung des Widerspruchs. Wichtig: Der Beitrag ist dennoch zu bezahlen – allerdings mit dem Vermerk „unter Vorbehalt". Grundsätzlich ist gegen jeden Beitragsbescheid erneut Widerspruch einzulegen.

 

Bei Fragen wenden Sie sich an die BJV-Geschäftsstelle,

 

Frau Carla Thamm, Tel.: 089 – 990 234 54, Email: carla.thamm@jagd-bayern.de

 

 

Musterprozesse des BJV gegen die SVLFG

Aktueller Stand der Musterprozesse des BJV gegen die SVLFG

 

Der Bayerische Jagdverband führt zwei Musterprozesse gegen die SVLFG.

 

Im Jahr 2011 stellte die SVLFG die Erhebung des Grundbeitrags um. Seitdem wird nicht mehr ein Grundbeitrag je Revierinhaber erhoben, sondern ein Grundbeitrag pro gepachtetem Revier. Das bedeutet für viele Jagdpächter, dass sie mehrfachen Grundbeitrag an die SVLFG entrichten müssen, weil sie mehrere Reviere haben. Dagegen hat der BJV Klage eingereicht. Die Verhandlung fand im Juni 2014 in erster Instanz vor dem Sozialgericht in München statt. Die Klage wurde abgewiesen, Rechtsmittel waren zugelassen. Der BJV hatte Berufung eingelegt. Auch die Berufung des BJV ist inzwischen abgeschlossen – sie wurde zurückgewiesen. Der BJV hat deshalb Revision eingelegt. Der Musterprozess bezüglich der Erhebung des Grundbeitrages befindet sich derzeit in der 3. Instanz. Die Verhandlung im Bundessozialgericht Kassel wurde für den 20. August 2019 angesetzt. [Das Aktenzeichen des Revisionsverfahrens lautet L 3 U 287/14.]

 

 

Eine weitere Änderung, die die Beiträge betraf, erfolgte im Jahr 2013. Die SVLFG legt seitdem als Bemessungsgrundlage für die Berechnung des so genannten risikoorientierten Beitrags die Jagdfläche und nicht mehr, wie bisher, den Jagdwert zugrunde. Auch hiergegen klagt der BJV. Denn in Bayern hat diese Umstellung bei 80 Prozent der Revierinhaber zu erheblichen Beitragssteigerungen geführt. Die Verhandlung dieses zweiten Musterprozesses des BJV gegen die SVLFG fand im Februar 2017 vor dem Sozialgericht in Landshut statt. In erster Instanz wurde dieser Prozess gewonnen. Die teils enormen Beitragssteigerungen durch die Umstellung der Beitragsberechnungsgrundlage vom Jagdwert auf die Jagdfläche sind nicht rechtens, stellte das Gericht fest. Nun wurde seitens der SVLFG jedoch Berufung gegen dieses Urteil eingelegt. Der Musterprozess befindet sich nun in der 2. Instanz vor dem Landessozialgericht. Ein neuer Verhandlungstermin vor dem Landessozialgericht steht noch nicht fest. [Das Aktenzeichen dieses Verfahrens in der Berufung lautet S 8 U 5014/15.]

 

Schließlich hatten der BJV und der DJV die Sozialwahl angefochten. Die Jagdverbände wurden bei der erstmaligen Teilnahme an der Wahl erheblich benachteiligt. Die im Juli 2017 eingereichte Klage wurde erstinstanzlich abgewiesen. Auch hier wurde Berufung eingelegt. Nun befindet sich die Verhandlung in zweiter Instanz. Eine Entscheidung wird Ende des Jahres 2019 erwartet.

 

Gespräche mit Vertretern der Politik

 

Es gibt beinahe keinen politischen Vertreter bzw. keine Partei auf Bundes- wie auch auf Landesebene, dem bzw. der der BJV nicht die Forderung, die Jagdpächter aus der Zwangsversicherung SVLFG zu entlassen, vorgetragen hat. Man zeigt zwar durchaus Verständnis, bisher war aber niemand dazu bereit, sich ernsthaft dafür einzusetzen. Die Hauptbegründung sind die Altlasten. Fragt man bei der SVLFG nach, wie hoch die Altlasten für die Sparte Jagd denn sind, so erhält man unterschiedliche Antworten. Die einen schreiben, dass diese nicht genau beziffert werden können. Manche rechnen hoch und nennen eine einmalige Summe (mit Verzinsung) bei einer Entlassung, die zwischen 35 und 50 Millionen liegt.

 

Unser Vorschlag: Jedes Jahr erhält die Sparte der Landwirte (also ausschließlich bodenbewirtschaftende Betriebe) vom Staat ca. 178 Mio. Euro zur Beitragsentlastung. Es wäre ein Leichtes, die Entlassung der Jäger ebenfalls zu finanzieren. Dazu ist man jedoch leider nicht bereit.


Auszug aus der Wild und Hund

BJV-Infobrief_2019_Juni_1: Themen 1-3

 

Thema 1: ASP beim Wildschwein – Fortführung der Aufwandsentschädigung für eingesandte Fallwildproben im Rahmen des „ASP-Monitoring Wildschwein"

 

Maßnahmen zur Früherkennung – Totfund-Monitoring

 

Um ein mögliches Auftreten der ASP in der Wildschweinpopulation rasch zu erkennen, hat Bayern bereits Maßnahmen zur Früherkennung dahingehend intensiviert, dass krank erlegte oder verendet aufgefundene Wildschweine bayernweit untersucht werden. Auch Proben verunfallter WS werden virologisch auf ASP im sogenannten ASP-Monitoring Wildschwein getestet.

 

Der Focus liegt auf der Untersuchung möglichst aller verendet aufgefundener WS, aber auch auffällig erlegte Wildschweine sollten beprobt werden. Zur Unterstützung erhalten Jäger auch in 2019 für die Probennahme bei verendet aufgefundenen WS und bei auffällig erlegten WS eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro Tier. Die Auszahlung erfolgt über den Bayerischen Jagdverband (Einsendeschein zum Erhalt der Aufwandsentschädigung auch zum Download unter www.jagd-bayern.de/formulare-jagdliche-praxis.html).

 

Die Revierinhaber werden gebeten, jedes verendet aufgefundene Stück Schwarzwild bei den zuständigen Behörden zu melden und, wenn möglich, auch zu beproben (Bitte besprechen Sie das Prozedere unbedingt mit Ihrem Veterinäramt.) Es ist von großer Bedeutung, dass bei der Meldung von Wildschweinkadavern bzw. der Beprobung der Fundort möglichst genau bestimmt wird. Im Seuchenfall können so adäquate Maßnahmen durch die Behörden ergriffen werden.

 

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz bedankt sich ausdrücklich für die tatkräftige Unterstützung durch den Verband und die Jägerschaft!

 

Ratschläge und Hinweise des Veterinäramtes Miltenberg u.a. zum Kadaverfund und zum Ablauf der Meldung von Totfunden zur Kenntnis zugesandt.

 

4. Auffinden verendeter Wildschweine: was ist zu tun, solange die Seuche noch nicht festgestellt worden ist („Friedenszeit")?

 

Bei der ASP-Bekämpfung ist die frühzeitige Erkennung eines Seuchengeschehens von essentieller Bedeutung. Die Untersuchung tot aufgefundener Wildschweine ist dabei eine wichtige Säule.

 

a) Fund eines toten oder verletzten Tieres OHNE Seuchenverdacht, z.B. Tiere mit erkennbaren Verletzungen, Verdacht auf Verkehrsunfall etc.

 

Entsorgung wie üblich („gemeinwohlvertraglich"). Bei diesen Tieren ist eine Untersuchung auf ASP im Rahmen des bekannten „Überwachungsprogrammes" (Passives Monitoring, sog. Totfund-Monitoring) sinnvoll. Zu diesem Zweck soll eine Bluttupfer- bzw. Organprobe entnommen und mit dem ausgefülltem Untersuchungsantrag (auch auf der Homepage des BJV unter www.jagd-bayern.de zu finden) im Veterinäramt abgegeben werden.

 

b) Fund sonstiger Wildschweinkadaver:  Bitte entnehmen Sie in jedem Fall eine Probe mit den vom Veterinäramt ausgegebenen Tupferprobenröhrchen, bringen diese ins Veterinäramt und melden dort den Fund. Eine Bergung und Entsorgung solcher Kadaver durch den Revierinhaber wird als sinnvoll angesehen, sofern dies hygienisch einwandfrei möglich ist. ( z.B. nicht zu großer Kadaver, der in einem auslaufsicheren Behältnis/Sack transportiert werden kann). Ist dies nicht möglich, weil das Tier z.B. zu groß oder zu stark verwest ist, so dass die Gefahr besteht, organisches Material und damit möglicherweise vorhandenes Virus zu verbreiten, empfiehlt das Veterinäramt, den Kadaver vor Ort zu lassen und die Fundstelle zu kennzeichnen und den Kadaver nach Möglichkeit zu „sichern". Das Veterinäramt entscheidet und organisiert dann das weitere Vorgehen.

 

Für die Probenahme und -abgabe im Rahmen des „Totfund-Monitorings" wird eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro über den Bayerischen Jagdverband ausbezahlt. (Der Antrag auf Auszahlung ist auch über die Homepage des BJV unter www.jagd-bayern.de zu beziehen.)

 

→ Sollte ein dringender Seuchenverdacht vorliegen, z.B. Fund mehrerer toter Wildschweine oder besondere Merkmale bei erlegten Stücken, dann informieren Sie bitte umgehend das Veterinäramt bzw. außerhalb der Dienstzeiten die Polizei! Diese wird die Behörde verständigen, die die weiteren Schritte veranlasst. Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche! Bereits der Verdacht verpflichtet Sie zu einer Anzeige.

 

5. Mitteilung eines Kadaverfundes

 

Nur wenn der Fundort eines Kadavers bekannt ist, können bei einem ASP-Nachweis angemessene Maßnahmen festgelegt werden, d.h. die Bestimmung des genauen Fundortes ist essentiell! Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Bitte markieren Sie den Fundort und ermitteln Sie die Geodaten mittels Smartphone (BJVdigital) oder GPS-Gerät.  Da es verschiedene Koordinatensysteme gibt, geben Sie bitte auch an, welche Art von Koordinaten sie übermitteln, z.B. UTM oder GK 3, GK 4 etc.

Nutzen Sie das vom BJV entwickelte einfach zu bedienende digitale Schwarzwildmonitoring-Programm –BJVdigital- auch zur „Markierung" von Fallwild.

Ermitteln Sie über Ihr Handy mit GPS-Funktion direkt im Wald Ihren Standort und dokumentieren Sie die Koordinaten oder machen sie einen Screenshot der Anzeige (sofern man Empfang hat).

 

Im Nachgang anhand von Kartenmaterial: Sowohl Google Maps als auch der Bayernatlas bieten gute Karten anhand derer die Koordinaten abgefragt werden können. Im Bayernatlas sind auch viele kleinere Gewässer erfasst, weshalb diese Karten sich auch zur Organisation der Fallwildsuche eignen. Suchen Sie in der entsprechenden Vergrößerung den Fundort möglichst genau, über Mausklick auf der rechten Maustaste bekommen Sie die Koordinaten angezeigt.

Auch über die „Tierfund-App" des Tierfund-Katasters des DJV (www.tierfund-kataster.de) ist es möglich, Wildunfälle sowie „andere" Totfunde zu erfassen. Die App erkennt automatisch den Standort und fragt die relevanten Daten ab.

Neben dem genauen Fundort ist auch der Verwesungsgrad der Kadaver für das weitere Vorgehen bedeutend. Daher bitten wir Sie, bei jedem gefundenen Wildschwein den Verwesungsgrad zu dokumentieren. Einfach und schnell lassen sich der Fundort sowie der Verwesungsgrad mit einigen Übersichtsaufnahmen mit dem Handy erfassen. Dies kann auch für ein ggf. später zum Einsatz kommendes Bergeteam hilfreich sein (erleichtert das Auffinden, Wahl der Ausrüstung.....).

 

Thema 2: Veröffentlichung eines „Mäh-Knigge" im Landtechnik-Forum der Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und Landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V.

 

 

 

Mäh-Knigge

 

 

 

Beratungsblatt mit Handlungsempfehlungen zur tierschonenden Mahd

 

Autoren:

 

Stefan Thurner und Katharina Mikschl, LfL Freising

 

 

 

Das Beratungsblatt basiert auf einem Projekt des Instituts für Landtechnik und Tierhaltung der LfL. Zudem wurden die Inhalte am "Runden Tisch zum Arten- und Naturschutz in Bayern" vorgestellt und mit anderen Verbänden, unter anderem dem Bayerischen Jagdverband, beraten und abgestimmt.

 

 

Der Mäh-Knigge richtet sich an alle verantwortlichen Bewirtschafter, Dienstleister und Jäger.

 

Thema 3: Wiss. Projekt „Syphilis" bei wildlebenden Hasen und Kaninchen

 

 

 

 

 

 

Wir haben ja bereits vielfach über den BJV-Infobrief den Kontakt mit jungen Wissenschaftlern vermittelt, die auf die Unterstützung durch die Jägerschaft angewiesen sind. Anbei dürfen wir Ihnen nun die Anfrage von Frau Hisgen weiterleiten, die um Hilfestellung durch die bayerische Jägerschaft bittet.

 

 

 

 

Ich, Linda Hisgen, bin Doktorandin am Deutschen Primatenzentrum Göttingen in der Arbeitsgruppe von Herrn Dr. Sascha Knauf und beschäftige mich mit der Syphilis bei wildlebenden Hasen und Kaninchen. Die Krankheit wird von Bakterien der Gattung Treponema hervorgerufen, welche eng mit dem Erreger der menschlichen Syphilis verwandt sind, jedoch keine Erkrankung beim Menschen auslösen. Die Tiere können krustige Läsionen im Kopf- und Genitalbereich aufweisen, allerdings sind die meisten infiziert ohne äußere Anzeichen einer Erkrankung zu zeigen. 

 

Mein Ziel ist es, einen möglichst detaillierten Überblick über das Vorkommen der Treponemen bei wildlebenden Hasen und Kaninchen zu bekommen und zu klären, welchen Einfluss sie auf die Populationen haben, ebenso die Verwandtschaftsverhältnisse des Kaninchen- und Hasenerregers mit dem menschlichen Erreger zu klären.

 

 

 

Dafür benötige ich Tupferproben aus dem Genitaltrakt von Hasen und Kaninchen (Vagina bzw. Penis) und optimal auch Blutproben. Das benötigte Probennahmematerial stellen wir natürlich zur Verfügung bzw. könnten ggf. auch selbst vor Ort sein.Als Jungjägerin liegt mir dieses Projekt sehr am Herzen und ich würde mich freuen, wenn sie mit mir vor der kommenden Jagdsaison (Feldhasen) Kontakt aufnehmen und wir eine mögliche Zusammenarbeit besprechen könnten.

 

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Linda Hisgen

PhD student

Work Group: Neglected Tropical Diseases

 Deutsches Primatenzentrum GmbH Leibniz-Institut für Primatenforschung

Kellnerweg 4,

37077 Göttingen

Tel: 0551-3851 134

 Mobil: 0175-5069892

 E-mail: lhisgen@dpz.eu

 http://www.dpz.eu

 


Bitte nicht anfassen!

 

In Wiese, Feld und Wald beginnt jetzt die Brut- und Setzzeit

 

Jäger appellieren an Spaziergänger und Naturfreunde, auf den Wegen zu bleiben und Jungtiere nicht anzufassen.

 

Hauzenberg, 20.03.2019 Während der Brut- und Setzzeit verwandeln sich Wiese, Feld und Wald in eine große Kinderstube, übrigens auch in der unmittelbaren Nähe von Siedlungen. Um dem Tier- und Artenschutz zu genügen, empfiehlt die BJV-Kreisgruppe Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. deshalb allen Naturfreunden, im Frühjahr auf den Wegen zu bleiben „Damit stören sie die Wildtiere am wenigsten, denn Biologen haben herausgefunden, dass Menschen und auch Hunde, die auf den Wegen bleiben, von Wildtieren nicht als Bedrohung wahrgenommen werden. “

 

Vorsicht vor der wilden Sau

 

Sehr früh im Jahr bringen die Wildschweine ihren Nachwuchs, die Frischlinge, zur Welt. Da heißt es, vorsichtig sein. Die Wildschweinmutter, die Bache, verteidigt ihren Nachwuchs vehement, wenn sie Gefahr wittert. Das Kinderzimmer, den so genannten Wurfkessel, richtet die Bache gerne im dichten Brombeergebüsch, im Jungaufwuchs von Buchen und Kiefern oder im Schilf ein. Besonders gefährdet sind Hunde, wenn sie dem Nachwuchs zu nahe kommen. Sie können schwer verletzt werden

 

Tarnen und Täuschen

 

Frischlinge, Junghasen, Rehkitze und Entenküken sind gut getarnt und nahezu unsichtbar, wenn sie sich bei Gefahr nahezu reglos ins Gras oder die Feldmulde drücken. Die Muttertiere lassen den Nachwuchs auch viel allein, um Fressfeinde nicht auf die Jungen aufmerksam zu machen. Feldhasenmütter suchen ihre Jungen nur zweimal am Tag auf, um sie mit zwei kräftigen Portionen fettreicher Milch zu füttern. Einzelne Jungtiere auf der Wiese oder im Feld sind also in der Regel nicht verwaist, sondern werden zu ihrem Schutz allein gelassen.

 

Bitte nicht anfassen!

 

Für den Menschen heißt das, schnell weggehen und die kleinen Tiere bitte nicht anfassen. Haben die Jungtiere den Geruch des Menschen erst angenommen, werden sie oft von den Muttertieren verstoßen und verhungern. Im Zweifelsfall sollten Naturliebhaber den ortsansässigen Jäger oder die Polizei informieren. Der Jäger kann den Zustand des Tieres einschätzen und gegebenenfalls handeln.

 

Wehe, wenn sie los gelassen

 

Vielerorts gilt zum Schutz der Jungtiere Leinenpflicht für Hunde. Die Gemeinde oder das Ordnungsamt informieren über die geltenden Vorschriften. Grundsätzlich sollten die Vierbeiner im Einflussbereich vom Halter bleiben und auf Ruf oder Pfiff hören oder eben an der Leine geführt werden.

Junghasen/ Photo Helmut Heimpel
Junghasen/ Photo Helmut Heimpel

BJV-Infobrief 2019 März

 

Kursangebot über die BJV-Landesjagdschule: Reviermanagement- und Schwarzwildmonitoring-System BJVdigital sowie die digitale Streckenliste – Es sind noch Plätze frei!

 

Schulung im Haus der Bayerischen Jäger, Hohenlindnerstr. 12, 85622 Feldkirchen

 

Donnerstag, 21. März 2019      19.00 – 21.30

 

 

Schulungsinhalte:

 

 

 

Die kostenfreie Schulung vermittelt den Aufbau und die verschiedenen Funktionen und Features von BJVdigital, dem Reviermanagement- und Schwarzwildmonitoring-System des Bayerischen Jagdverbandes. Dabei werden die einzelnen Aspekte live im System und Internet präsentiert und verständlich herausgearbeitet. Folgende Themen werden dabei je nach Möglichkeit detailliert behandelt:

 

-          Führen der digitalen Streckenliste

 

-          Systemeigenschaften und Datenschutzmodell

 

-          Registrierung und Anmeldung, Benutzer-Rollen und Rechte

 

-          Dateneingabe und Auswertungen

 

-          Erstellung der eigenen Reviergrenzen und Nutzung über BJVdigital

 

-          Führen der BJVdigital-Streckenliste

 

-          Reviereinrichtungen übersichtlich verwalten

 

-          Nutzung der BJVdigital-App

 

-          Bedienung der Meldungs- und Auswertungskarte

 

-          Nutzung des Systems für Bejagungsgemeinschaften und Schwarzwildarbeitskreise

 

-          weitere Punkte

 

 

Die Schulung richtet sich zudem an alle Jägerinnen und Jäger, die das System BJVdigital nutzen oder nutzen wollen. Ebenso können Jagdgenossen, Behördenvertreter oder weitere Funktionsträger teilnehmen.Erwünscht sind insbesondere Kreisgruppenvertreter und Beauftragte für Digitalisierung der BJV-Kreisgruppen und Mitgliedsvereine.Im Sinne einer interaktiven Kursgestaltung können auch konkrete Fachfragen aufgenommen und beispielhaft behandelt werden.Es würde uns sehr freuen, wenn Sie das Angebot wahrnehmen.

 

Anmeldung bitte bei Frau Lohmeier, LJS-Feldkirchen: Telefon: 089 – 99 02 34 33;

E-Mail: ljs-sekretariat@jagd-bayern.de

 

 


BJV-Infobrief_2019_Februar

 

 

Thema 1: Entwurmungsaktionen bei Wild in grenznahen tschechischen Revieren

 

 

Nach Informationen des  BMEL werden in der Tschechischen Republik auch 2019 wieder Entwurmungsaktionen bei Wildtieren durchgeführt. Die Behandlung von Wildtieren mit Antiparasitika wird nicht auf dem gesamten Hoheitsgebiet der Tschechischen Republik vorgenommen, sondern betrifft nur einzelne Jagdreviere gemäß und ausschließlich basierend auf dem positiven Ergebnis einer vorangegangenen parasitologischen Kontrolle/Untersuchung. Ausschließlich für diesen Zweck (von der State Veterinary Administration, Czech Republic) registrierte und zugelassene Antiparasitika dürfen gemäß einer vorgeschriebenen Dosierung verwendet werden. Nach dem tschechischen Veterinärgesetz ist der Einsatz von Tierarzneimitteln mit antiparasitärer Wirkung bei freilebendem Schalenwild in folgenden tschechischen Gebieten nahe der deutschen Grenze aktuell zulässig:

 

 

 

·         Česká Lípa

 

·         Ústí nad Labem

 

 

 

Der Einsatz wird – wie in den Vorjahren – ausschließlich im Monat Februar erfolgen. Folgende Schalenwildarten können von der Aktion betroffen sein, sofern sie in den Gebieten vorkommen:  Rotwild, Rehwild, Damwild, Sikawild, Muffelwild und Gamswild Schwarzwild steht nicht im Focus der „Behandlung", es kann jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass auch Wildschweine das Mittel aufnehmen.

 

Es besteht die Möglichkeit, dass jagdbare Wildtiere, welche die Arzneimittel aufgenommen haben, in grenznahe deutsche Reviere wechseln und entsprechend ihrer Jagdzeiten (im Zeitraum betroffen: Schwarzwild) zur Lebensmittelgewinnung erlegt werden. Da von den deutschen Behörden aktuell nicht auf konkrete Wartezeiten im Zusammenhang der Arzneimittelanwendung bei (potentiell lebensmittelliefernden) Wildtieren hingewiesen wurde, muss von einer Wartezeit von mindestens 28 Tagen ausgegangen werden (Arzneimittelgesetz (AMG) und Verordnung über tierärztliche Hausapotheken (TÄHAV)).

 

 

 

(Def. Wartezeit nach BMEL:Wartezeit ist die Zeit, die nach der letzten Verabreichung eines Arzneimittels an ein Tier bis zum Zeitpunkt der Herstellung von Lebensmitteln aus diesem Tier einzuhalten ist und die gewährleistet, dass eventuelle Rückstände bestimmte Höchstmengen für arzneilich wirksame Stoffe nicht überschritten werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Konsumenten von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft nicht durch Arzneimittelrückstände geschädigt werden. Die festgesetzte Wartezeit stellt sicher, dass nach Ablauf dieser Zeit keine für den Verbraucher gesundheitlich bedenklichen Rückstände in den essbaren Geweben, in Milch, Eiern oder Honig von mit Arzneimitteln behandelten Tieren auftreten. Erst nach Ablauf der Wartezeit kann das Tier einer Verwertung zugeführt werden.)

 

 

 

 

Derartige Entwurmungsmaßnahmen bei frei lebendem Wild werden in Deutschland nicht durchgeführt, dennoch besteht die Möglichkeit, dass behandelte Tiere mit den entsprechenden Arzneimittelrückständen aufgrund der Grenznähe aus tschechischen Gebieten in Reviere auf deutscher Seite wechseln. Eine Feststellung ist zum Zeitpunkt der Schussabgabe jedoch nicht möglich. Erst beim erlegten Tier kann durch Untersuchung festgestellt werden, ob ein Arzneimittel aufgenommen wurde. Deshalb obliegt dem Jäger als Lebensmittelunternehmer eine besondere Sorgfaltspflicht. Es ist verboten, Wildfleisch in Verkehr zu bringen, das unzulässige Arzneimittelrückstände aufweist. Weisen Sie bitte den Untersucher auf die Möglichkeit der Arzneimittelaufnahme hin. Auch möchten wir darauf hinweisen, dass Jäger, die potentiell „therapiertes" Schalenwild als Hegeabschüsse erlegen, vor einer Vermarktung im Rahmen der amtlichen Fleischuntersuchung überprüfen lassen müssen, inwieweit Arzneimittelrückstände vorliegen.

 

Thema 2: Radiocäsiummessgeräte

 

Der Bayerische Jagdverband bietet in diesem Jahr zum Erwerb im Frühjahr zwei Radiocäsiummessgeräte für die Kreisgruppen an. Es handelt sich dabei um Neubestellungen. Der Ankauf dieser Geräte wird durch Fördermittel aus der Jagdabgabe mit 90 % bezuschusst. Für die jeweilige Kreisgruppe verbleibt ein Eigenanteil in Höhe von 10 % des Ankaufspreises (468,86 Euro). Falls Interesse besteht ein Gerät erwerben zu wollen, setzen Sie sich bitte mit Herrn Schungel bis zum 15.2.2019 in Verbindung:

 

Tel.: 089 / 990 234 16, E-Mail: peter.schungel@jagd-bayern.de