BJV Aktuell


 Jäger sagen „Nein“ zur Übernahme des Wolfes ins Jagdrecht

 

 

 

Der BJV lehnt die Übernahme des Wolfes ins Jagdrecht ab. Mit dem Wolf muss das Reh- und Rotwildmanagement neu geregelt werden. Wildschäden in Zusammenhang mit der Anwesenheit des Wolfes dürfen nicht zu Lasten der Jäger gehen.

 

 

 

Hauzenberg, 14.04.2018: Immer wieder wird irgendwo in Bayern ein Wolf bestätigt, kürzlich erst im niederbayerischen Landkreis Regen. Sie tappen in Fotofallen oder hinterlassen Tritt-, Fell- oder Speichelspuren, ganz selten werden sie auch live gesehen. (In unserem Landkreis ist auch schon ein Wolf bestätigt worden …..)

 

 

 

In Europa steht der Wolf unter strengstem Schutz. Doch weil die Zahl der Wölfe in Deutschland zunimmt, wird jetzt diskutiert, in ins Jagdrecht zu übernehmen. Die Jäger in Bayern lehnen das kategorisch ab. „Wir wollen nicht die alleinige Verantwortung für die Regulierung des Wolfes. Wird im Einzelfall der Abschuss einzelner Tiere notwendig, so ist dies auch ohne die Übernahme ins Jagdrecht möglich. Wie das funktionieren kann, zeigt seit vielen Jahren das erfolgreiche Biber- und Kormoranmanagement bei uns im Landkreis.“

 

 

 

Auch Biber und Kormoran unterliegen in Bayern nicht dem Jagdrecht. Wird die Entnahme im Einzelfall aus öffentlichem Interesse notwendig, entscheidet das die zuständige Fachbehörde. Sie beauftragt dann die zuständigen Jäger.

 

 

 

Der gesamtgesellschaftliche Konsens ist notwendig

 

 

 

Das Thema „Wolf und Jagd“, muss mit allen Betroffenen diskutiert werden. Denn Vieles ist noch lange nicht geklärt:  

 

So muss das Rehwild-Management  (das Management von Reh- und Rotwild) neu ausgerichtet werden. (Die so genannten Rotwildgebiete und die Gebiete, für die eine Schonzeitaufhebung gilt, müssen völlig neu diskutiert und hinterfragt werden.)
 

 

Mit Wölfen im Revier wird die Bejagung von Rehwild (und Rotwild) wesentlich schwieriger, weil sich die Tiere nicht mehr aus ihrer Deckung wagen. Das wird negative Auswirkungen auf den Pachtwert der Reviere und die Erfüllung der Abschusspläne haben. Ein erheblicher Verbiss ist programmiert.

 

Vom Wolf gerissene Rehe und Hirsche müssen im Abschussplan berücksichtigt werden und  Wildschäden, die durch die Anwesenheit des Wolfes entstehen, dürfen nicht zu Lasten der Jäger gehen.

 

 

 

„Ohne einen gesamtgesellschaftlichen Konsens“, „ist die Jagd auf den Wolf mit uns nicht zu machen. Die Entscheidung über die Tötung einzelner Wölfe aus öffentlichem Interesse muss die zuständige Fachbehörde treffen.“

 

 

 

Außerdem gilt es zu bedenken: „Offen bleibt, ob der Wolf sich in unserer dicht besiedelten, stark durch Verkehrswege zerschnittenen und intensiv durch Freizeitaktivitäten und Landwirtschaft genutzten Kulturlandschaft überhaupt wohlfühlen wird.

 


Vollzug des Jagdrechts ganzjährige Jagdzeit auf Schwarzwild 13.03.2018

Aufhebung der Schonzeit bei Wildschweinen – Tier- und Muttertierschutz sind nicht verhandelbar

 

Der Tier- und Muttertierschutz muss bei der Bejagung von Wildschweinen an erster Stelle stehen. Schwerpunkt der Schwarzwildjagd müssen weiterhin Frischlinge und Überläufer sein. Der Bayerische Jagdverband sieht die Schonzeitaufhebung für Wildschweine kritisch.

 

Hauzenberg, 20.03.2018 – Aus Angst vor dem Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat der Bundesrat in Berlin die Schonzeit für Bachen und Keiler aufgehoben. Die Bestimmungen des § 22, Abs. 4 Bundesjagdgesetz (Muttertierschutz) werden zwar erwähnt, aber nicht konkret erläutert

 

Der BJV sieht die Schonzeitaufhebung kritisch: „In der Praxis ist es oft schon schwierig, Keiler und Bachen zu unterscheiden. Wie viel schwieriger ist es da, die Zitzen einer Bache zu erkennen, die sie als säugendes – und damit als geschütztes – Muttertier identifiziert.  Wird eine solche Bache, geschossen, müssen die Kleinen, die sie im schützenden Kessel zurückgelassen hat, elendig und unter großen Qualen verhungern.“  Das aber verstößt gegen das Tierschutzgesetz und stellt eine Straftat dar. Der Tierschutz darf nicht auf der Strecke bleiben, er ist die Grundlage für eine waidgerechte Jagdausübung.“ Das heißt für den Jäger, die Schonzeitaufhebung bei Schwarzwild ist kein Freibrief, unbegrenzt auf alles zu schießen. „Nicht jedes Mittel ist Recht, deshalb, muss der Finger gerade bleiben, wenn die Bachen nicht richtig identifiziert werden können. Das heißt, aus Rotten mit gesteiften Frischlingen, dürfen keine Bachen geschossen werden.“

 

Frischlinge brauchen die Bache auch nach der Säugezeit

 

Für die Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. ist der Muttertierschutz unverhandelbar: „Frischlinge, die nicht mehr gestreift sind, werden zwar nicht mehr gesäugt, aber sie brauchen ihre Mutter auch über die Säugezeit hinaus. Denn sie führt sie und leitet sie an, dass die Kleinen Futter finden.Der Abschuss der Leitbache erhöht das ASP-Risiko.Der Bayerische Jagdverband (BJV) fordert deshalb, dass mindestens eine führende Bache, im Idealfall die so genannte Leitbache, für die Betreuung der Jungtiere in der Rotte verbleiben muss, um die wichtige Leitungsfunktion zu übernehmen.Die Leitbache sorgt dafür, dass die Rotte zusammenbleibt und nicht auseinandergesprengt wird. Denn das wäre fatal für die Ausbreitung der ASP, weil versprengte Frischlinge dann ein wesentlich größeres Streifgebiet haben und die ASP im Falle eines Ausbruchs erst Recht verbreiten könnten.Das Wildschwein ist nicht schuld an der Einschleppung

 

Noch einmal betont der BJV mit aller Deutlichkeit: Das größte Risiko einer Einschleppung der ASP geht vom Menschen aus: Mangelnde Hygiene im Umgang mit Speiseresten und der gewaltige Transitverkehr spielen eine wesentlich größere Rolle in der Verbreitung des ASP-Erregers als die Forderung nach einem verstärkten Bachenabschuss. Dadurch lässt sich eine mögliche Einschleppung von ASP auf jeden Fall nicht verhindern. Infizierte Wildschweine können keine großen Strecken mehr zurücklegen und verenden nach kurzer Zeit. Unachtsam weggeworfene Lebensmittel, wie mit dem Erreger infizierte Rohwurst aus Seuchengebieten, bergen so ein wesentlich höheres Einschleppungsrisiko.

Die bayerischen Jägerinnen und Jäger erledigen zuverlässig ihre Arbeit, dies zeigen die aktuellen Streckenlisten. Wir danken allen Jägerinnen und Jägern für ihr großartiges Engagement. 

 

Auch Landwirte und Staat sind gefordert Voraussetzung für eine hohe Abschussquote sind auch Bejagungsschneisen in großen Mais- und Rapsschlägen, damit die Wildschweine überhaupt gesehen und bejagt werden können.  Außerdem belasten hohe Gebühren die Jagd auf Schwarzwild. Deshalb muss der Staat endlich die Gebühren für die Trichinenbeschau und für Verkehrssicherungsmaßnahmen übernehmen – wie es in einzelnen Landkreisen schon vorbildlich vorgelebt wird.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.jagd-bayern.de

 

  Pressemitteilung

Aufhebung der Schonzeit bei Wildschweinen  / 24.02.2018

 

Aufhebung der Schonzeit bei Wildschweinen – Tier- und Mutterschutz sind nicht verhandelbar

 

Der Tier- und Mutterschutz muss bei der Bejagung von Wildschweinen an erster Stelle stehen. Schwerpunkt der Schwarzwildjagd müssen weiterhin Frischlinge und Überläufer sein. Der Bayerische Jagdverband sieht die mögliche Schonzeitaufhebung für Wildschweine kritisch.

 

München, 24.02.2018 – Aus Angst vor dem Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat das Bundeskabinett in Berlin am Mittwoch einen Entwurf vorgelegt, nachdem die Schonzeit für Bachen und Keiler aufgehoben werden soll. Der Muttertierschutz bleibt dabei erhalten. Die Verordnung schreibt vor, dass so genannte Beibachen aus Rotten, in denen keine gelb-gestreiften Frischlinge mehr mitlaufen, ganzjährig geschossen werden dürfen. Das heißt, in Rotten mit gelb-gestreiften Frischlingen ist der Abschuss von Bachen weiterhin verboten.

 

Was sind Beibachen?

 

Beibachen sind weibliche Wildschweine, die in der Rotte keine führende Position einnehmen. Beibachen sind also keine Leitbachen, sondern rangniedrigere Tiere. Für die Jagd auf Schwarzwild heißt das, der Jäger muss die Leitbache, also die Anführerin der Rotte erkennen. Denn diese muss die Führung der Rotte und aller Frischlinge übernehmen und für ausreichende Nahrung sorgen, wenn andere Bachen erlegt werden.

 

Frischlinge brauchen die Bache auch nach der Säugezeit

 

Für den BJV ist der Muttertierschutz unverhandelbar: „Frischlinge, die nicht mehr gestreift sind, werden zwar nicht mehr gesäugt, aber sie brauchen ihre Mutter auch über die Säugezeit hinaus. Gerade in dieser Jahreszeit werden jüngere Tiere elendig verhungern, wenn es keine Leitbache mehr gibt, die die Rotte führt und das Auffinden von Futter übernimmt.“

 

Abschuss der Leitbache erhöht das ASP-Risiko

 

Die Leitbache sorgt dafür, dass die Rotte zusammenbleibt und nicht auseinandergesprengt wird. Denn das wäre fatal für die Ausbreitung der ASP, weil versprengte Frischlinge dann ein wesentlich größeres Streifgebiet haben und die ASP im Falle eines Ausbruchs erst Recht verbreiten könnten.

 

Der Bayerische Jagdverband (BJV) fordert deshalb, dass mindestens eine führende Bache, im Idealfall die Leitbache, für die Betreuung der Jungtiere in der Rotte verbleiben muss, um die wichtige Leitungsfunktion zu übernehmen. Der notwendige Abschuss von Beibachen darf nur gezielt, zur richtigen Zeit und ausschließlich bei der Einzeljagd erfolgen.

 

Die bayerischen Jäger sehen die Schonzeitaufhebung kritisch

 

Der BJV, sieht die Schonzeitaufhebung kritisch: „In der Praxis ist es oft schwierig, Keiler und Bachen zu unterscheiden. Und auf Bewegungsjagden ist die Leitbache kaum als „Rottenanführerin“ zu erkennen.“ Deshalb kann und darf, im Frühjahr auch keine Bewegungsjagd auf Schwarzwild stattfinden. Nicht jedes Mittel ist Recht.“ Deshalb muss der Finger gerade bleiben, wenn die Bachen nicht richtig identifiziert werden können.

 

Das Wildschwein ist nicht schuld an der Einschleppung

 

Noch einmal betont der BJV mit aller Deutlichkeit: Das größte Risiko einer Einschleppung der ASP geht vom Menschen aus: Mangelnde Hygiene im Umgang mit Speiseresten und der gewaltige Transitverkehr spielen eine wesentlich größere Rolle in der Verbreitung des ASP-Erregers als eine rigorose Bestandsminimierung und die Forderung nach einem verstärkten Bachenabschuss. Infizierte Wildschweine können keine großen Strecken zurücklegen und verenden nach kurzer Zeit. Unachtsam weggeworfene Lebensmittel, wie mit dem Erreger infizierte Rohwurst aus Seuchengebieten, bergen so ein wesentlich höheres Einschleppungsrisiko.

 

Die bayerischen Jäger machen ihre Hausaufgaben

 

Die bayerischen Jägerinnen und Jäger erledigen zuverlässig ihre Arbeit, dies zeigen die aktuellen Streckenlisten. Der BJV dankt allen Jägerinnen und Jägern für ihr großartiges Engagement.

 

Auch Landwirte und Staat sind gefordert

 

Voraussetzung für eine hohe Abschussquote sind auch Bejagungsschneisen in großen Mais- und Rapsschlägen, damit die Wildschweine überhaupt gesehen und bejagt werden können. Außerdem belasten hohe Gebühren die Jagd auf Schwarzwild. Deshalb muss der Staat endlich die Gebühren für die Trichinenbeschau und für Verkehrssicherungsmaßnahmen zu übernehmen.

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.jagd-bayern.de

 


Jägerschaft Wegscheider-Land E.V erhält den Naturschutzpreis 2018 des BJV

 

Liebe Jägerinen und Jäger ,
wie aus dem  beiliegenden Schreiben von Präsident Dr.  Vocke  hervorgeht, erhält unsere Kreisgruppe einen der beiden Naturschutzpreise 2018 für  unser Haselhuhn-Projekt.

 

Als Vorsitzender freue ich mich über diese Auszeichnung unserer Kreisgruppe und danke insbesondere allen Jägern, die dieses Projekt unterstützt und dabei aktiv mitgewirkt haben.

Waidmannsheil
Alois Rosenberger