BJV Aktuell


Die Einzeljagd ist weiterhin erlaubt

Die ASP hält uns nach wie vor in Atem.

 

In Brandenburg wurden am 15. September vier weitere Schwarzwildkadaver und ein krank erlegtes Wildschwein positiv auf ASP getestet. Gestern bestätigte das FLI einen 7. ASP-Fall. Die infizierten Tiere wurden im ausgewiesenen „gefährdeten Gebiet“ gefunden, etwa 3 Kilometer vom ersten Fundort entfernt. Die Behörden in Brandenburg haben weitreichende Maßnahmen im „gefährdeten Gebiet“ ergriffen und haben dort mit mobilen Zäunen ein Kerngebiet errichtet.

 

Bayern ist derzeit zum Glück nicht betroffen von der ASP. Nach Auskunft des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz gelten deshalb auch keine tierseuchenrechtlichen Einschränkungen. Das heißt, noch hat der Ausbruch der ASP in Brandenburg keine direkten Folgen für die Jagd in Bayern. Es gelten bei uns auch keine Ernteverbote.

 

Trotzdem müssen wir Jägerinnen und Jäger jetzt natürlich besonders wachsam und aufmerksam sein. Wir müssen  unsere entscheidende Rolle bei der Früherkennung wahrnehmen, die Totfundsuche aktivieren und Kadaver, auch nach Verkehrsunfällen, beproben lassen. Bitte sprechen Sie sich dazu mit dem zuständigen Veterinäramt ab.

Der BJV steht in engem Austausch mit den zuständigen Ministerien. Wir werden postwendend über neue Entwicklungen informiert und geben sie dann natürlich sofort an Sie weiter.

 

Der BJV hat sich noch einmal eindringlich an Staatsminister Glauber gewandt, die Aufwandsentschädigung generell auf 100 Euro pro Wildschwein anzuheben und nicht nur in den Grenzregionen. Derzeit werden in Mauth über 5.000 Anträge auf

Ausgleichsentschädigung bearbeitet. Die Entschädigung ist ein wichtiger Ausgleich für das große Engagement unserer Jägerinnen und Jäger, nicht zuletzt um etwaige Probleme bei der Vermarktung auszugleichen. In vielen Landkreisen wurden „Runde Tische“ mit allen beteiligten Verbänden und Behörden eingerichtet, ein wichtiges Podium, um unsere Fachkompetenz einzubringen. Jetzt brauchen wir den engen Schulterschluss untereinander mehr denn je. BJVdigital unterstützt die effektive Schwarzwildbejagung.

 

Entscheidend ist jetzt auch, dass wir waidgerecht und intensiv die jagdlichen Möglichkeiten nutzen und weiterhin so engagiert Schwarzwild bejagen. Jetzt stehen die Maisjagden an, bitte weisen Sie Ihre Mitglieder daraufhin, dabei besonders auf die Sicherheit zu achten und stets erhöhte Ansitzeinrichtungen einzusetzen. 

 

 

Bundesjagdgesetz

Die Gespräche laufen weiter. Zwei Tage lang haben wir mit den Fraktionsspitzen der Unionsparteien, dem Koalitionspartner und anderen Parteien unsere Forderungen für die Novellierung des BJagdG eindringlich vorgebracht und diskutiert. Intensive Gespräche wurden auch mit dem DJV geführt. Der DJV hat in einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner jetzt einen "Runden Tisch Wald und Wild" unter Leitung des Ministeriums vorgeschlagen. Damit reagiert der DJV auf die gescheiterten Verhandlungen mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR). Die Ergebnisse aus einer gemeinsamen Arbeitsgruppe sind im DJV-Präsidium auf breite Ablehnung gestoßen.

 

Der BJV begrüßt einen „Runden Tisch Wald und Wild“, fordert aber – Bayern ist schließlich das größte Jagdland – dass der BJV gleichberechtigt mit dem DJV einbezogen wird.

 


 Informationen aus dem Bayerischen Jagdverband e.V.

 

 

Die Diskussion um das Bundesjagdgesetz geht weiter. Letzten Freitag fand die offizielle Anhörung der Verbände statt. Über 30 Interessensvertreter aus Jagd, Forst, Tier- und Naturschutz, Bauern und Waldbesitzer gaben ihre Stellungnahme ab. Auch wir waren selbstverständlich dabei und haben unsere Einwände und Forderungen vorgebracht. Insgesamt aber wurde die Veranstaltung von der forstlichen Seite dominiert. Der Zeitplan ist sportlich: Für uns heißt das, wir müssen jetzt noch einmal alles versuchen, um die bayerischen Abgeordneten und die bayerischen Kabinettsmitglieder entsprechend für unsere Anliegen zu gewinnen. Wir führen viele Gespräche mit Ihnen und erhalten von den bayerischen Abgeordneten auch viel Zustimmung für unsere Einschätzung.

 

Derzeit kursiert ein so genanntes Konsenspapier zwischen dem Deutschen Jagdverband und dem Deutschen Forstwirtschaftsrat. Auf dieses Papier sollen sich – so heißt es - DJV und DFWR zum Referentenentwurf des Bundesjagdgesetzes geeinigt haben. Der DJV hat sich bisher von dem Papier distanziert. Noch ist dieses Konsenspapier nicht offiziell und eine Vereinbarung noch nicht bestätigt. Wir kennen das Papier, doch wir können diese Vereinbarung in keinem Fall mittragen. Das hat der BJV auch schriftlich dem DJV mitgeteilt.

 

Die Novelle zum Bundesjagdgesetz hat diese Woche auch in den Medien hohe Wellen geschlagen. Eine sonderbare Allianz aus Bund Naturschutz, Waldbesitzern und sogenannten ökologischen Jägern fordert gemeinsam höhere Abschusszahlen, Ausweitung der Jagdzeiten und einen Mindestabschuss für Rehwild ohne Obergrenze. Dagegen hat sich der BJV überregional und in vielen Landkreisen positioniert. Viele Jäger haben sich in Leserbriefen zu Wort gemeldet und in sehr guten Kommentaren den selbsternannten Ökojägern gründlich den Kopf gewaschen. Der BJV hat am Dienstag die Medienvertreter nach Osendorf bei Dorfen im Lkr. Erding eingeladen. Dort konnten wir den Wald von Hans Hörmann mit faszinierenden Mischwald-Bildern vorstellen, einen Wald, der ohne generelle Schutzmaßnahmen und nur mit kurzfristigem Einzelschutz aufgewachsen ist, mit Wild, versteht sich.

 

 

Die Medienberichte zur Novelle des Bundesjagdgesetzes, eine Chronologie der Aktivitäten dazu und alle anderen wichtigen Informationen zum Bundesjagdgesetz finden Sie auf unserer Homepage unter https://www.jagd-bayern.de/novelle-zum-bundesjagdgesetz-das-macht-der-bjv/

 

 

Landesversammlung in Nürnberg

 

 

Die Messe Nürnberg hat ein überarbeitetes Komplettangebot abgegeben. Das Präsidium wird sich in seiner nächsten Sitzung mit der Tagesordnung und den Rahmenbedingungen zur Landesversammlung befassen.

 

„Aus“ für bleihaltige Munition in Feuchtgebieten

 

Der REACH-Ausschuss der Europäischen Kommission hat gestern, am 03.09., die Entscheidung getroffen, dass der Einsatz bleihaltiger Schrotmunition in Feuchtgebieten mit einem Umgriff von 100 Metern verboten ist. Die Übergangsfrist währt 24 Monate. Jetzt geht das Ganze noch in das Europäische Parlament und wird dort wieder diskutiert.

 

 

BJV schult Luchsberater

 

Ende August führte der BJV in Mauth nach längerer Pause wieder eine Luchsberater-Schulung durch. Die Luchsberater sind über die Kreisgruppen erreichbar. Sie begutachten Risse an Wildtieren und entscheiden, ob es sich um einen Riss der Kleinkatze handelt. In diesen Fällen lösen sie die Auszahlung einer Meldeprämie an die betreffenden Jäger aus. Einen Kurzbericht über die Luchsberaterschulung finden Sie im Anhang.

 

BJV-Luchskoordinator Manfred Pöschl, der das Seminar im Otterhaus Mauth organisiert hatte, stellte auch das Luchsmonitoring vor und lud die Teilnehmer ein, Bilder und andere Meldungen zu sammeln und dem BJV zur Verfügung zu stellen. Auch zum Luchsmonitoring noch einen Kurzbericht im Anhang.

 


 Hintergrund Informationen zum Positionspapier BJagdG

 

 Die Jagd muss dem Wald helfen – aber: Waldbau mit der Büchse ist der falsche Weg

 

 

Das sind die führenden jagdlichen Verbände Deutschlands

 

Der Bayerische Jagdverband (BJV), der Bund Deutscher Berufsjäger (BDB), der Bundesverband Schießstätten (BVS), die Deutsche Delegation im Internationalen Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC), die Deutsche Wildtier Stiftung (DeWist), der Deutsche Falkenorden (DFO), der Deutsche Jagdrechtstag (DJRT), der Deutsche Jagdverband (DJV), das Forum Waffenrecht (FWR) und der Verband von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) haben sich gemeinsam zum Referentenentwurf des Bundesjagdgesetzes positioniert. Wichtige Anliegen sind den Verbänden die nachhaltige Jagd, das Wild und sein Lebensraum, Naturschutz, Tierschutz und die Sicherheit bei der Jagdausübung. Parallel werden die Verbände auch weitere eigene Positionen in das Gesetzgebungsverfahren einbringen.

 

Wichtige Ergänzungen und Änderungen, die den bisher nicht ausreichenden Blick stärker auf die wildlebenden Tierarten legen:

 

„Die freilebende Tierwelt ist wesentlicher Bestandteil der heimischen Natur. Sie ist als Teil des natürlichen Wirkungsgefüges in Ihrer Vielfalt zu bewahren.“ Dieser Grundsatz fehlt in den bisherigen Vorschlägen zum Bundesjagdgesetz und muss aus Sicht der beteiligten Verbände dringend in das neue Bundesjagdgesetz aufgenommen werden.

 

Tierschutzgedanken, waidgerechte Ausübung der Jagd und die Aspekte des Naturschutzes müssen in einem Jagdgesetz den notwenigen Stellenwert haben.

 

Wie viel Wild gibt es überhaupt?

 

Im bisherigen Entwurf liegt der Schwerpunkt ausschließlich auf die Situation der Waldbestände. Doch in Deutschland ist nur rund ein Drittel der Fläche bewaldet, zwei Drittel sind es nicht. Deshalb sind neben den wichtigen Aspekten des Waldes und dem berechtigten Interesse der Landwirtschaft, sich gegen übermäßige Wildschäden zu schützen, vor allem die Wildtierbestände zu beleuchten.

 

Wirtschaftliche Ziele deutlich als solche benennen!

 

Selbstverständlich ist der Umbau zu klimastabilen Wäldern ein wichtiges Anliegen, den die Jägerschaft unmissverständlich unterstützt. Auch Pappeln, Birken oder Weiden bilden Wurzeln aus und halten damit den Boden zusammen, binden CO2 aus der Luft, lassen Blätter fallen und sorgen damit für den notwendigen Humusaufbau am Waldboden. Diese Baumarten sind sehr robust, müssen nicht angebaut werden und kommen in einem natürlichen Mischungsverhältnis in vielen Waldbereichen vor. Dazu gibt es unzählige weitere verholzte Strukturelemente, die einen natürlichen, klimastabilen Wald ausmachen. Sie sind allesamt klimastabil und standortgerecht, ABER sie werfen keinen Ertrag ab.

 

Die viel von selbsternannten ökologischen Jägern, vom Bund Naturschutz und manchen Teilen der Waldbauern geführte Diskussion um den klimastabilen Wald und die immer wieder kehrenden Forderungen nach höheren Abschusszahlen für Reh, Rotwild und Gams haben rein wirtschaftliche Interessen und nicht, wie oft ins Feld gebracht, die Sorge um einen reinen Klimawald. Daher sollte die Jägervereinigung, die das immer wieder fordert, in den Spiegel schauen und ehrlich zu sich selbst ihren Namen in „Ökonomischer Jagdverein“ ändern, denn es geht in keiner der Argumente dieser Ideologen darum, die natürliche Waldzusammensetzung zu stabilisieren, sondern rein darum, ökonomisch verwertbare Baumarten ohne viel Aufwand hoch zu bringen.

 

Diese wirtschaftlichen Interessen sind ein legitimes Ziel eines jeden Waldbauern und es ist absolut verständlich, dass diese wirtschaftlichen Ziele, nämlich Tannen, Eichen oder auch andere wertvolle Edellaubhölzer in den Waldbestand einzubringen, mit möglichst geringem Aufwand erreicht werden sollen, möglichst ohne teure Anpflanzungen und ohne teure Schutzmaßnahmen. Dieses waldbauliche Ziel sollte dann aber auch ehrlich als wirtschaftliches Maximalziel kommuniziert werden und nicht unter dem Tarnmäntelchen des Klimawaldes, einen ökologischen Ansatz für den Waldumbau vorgaukeln.

 

Sondersituation Hochgebirge

 

Neben den wirtschaftlichen Interessen gibt es natürlich auch Waldstrukturen, die im Hochgebirge wichtige Schutzfunktionen übernehmen müssen. Hier hat die Jagd eine besondere Aufgabe, aber auch hier führt nur ein Gesamtkonzept und nicht nur immer höhere Abschussforderungen zum erhofften Ziel.

 

Wichtig sind tragfähige Konzepte

 

Die Jägerschaft unterstützt selbstverständlich die ökonomischen und waldbaulichen Ziele. Die Grundeigentümer sind die Partner des jagdausübungsberechtigten Revierpächters, daher ist ein enges Zusammenspiel der Jagd mit dem Waldbau besonders wichtig. Aber Waldbau geht nun mal nicht nur mit der Büchse, Waldbau und Jagd brauchen ausgeklügelte Konzepte von Ruhezonen und bewirtschafteten Gebieten, Waldbau und insbesondere der Umbau zu klimastabilen Wäldern brauchen auch die Kettensäge und Schutzmaßnahmen, wenn man besondere neue Baumarten einbringen möchte. Vor allem aber brauchen Waldbau und Jagd eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Waldbau im Wirtschaftswald kann durch die Jagd unterstützt werden, die Jagd ist aber nur ein Baustein auf dem Weg zum Erfolg. Dieser Verantwortung ist sich die Jagd bewusst und nimmt diese auch an.

 

Bewirtschaftungsfehler nicht anderen in die Schuhe schieben!

 

Ursprünglich waren die meisten Teile Deutschlands von einem Buchenwald dominiert. Auch heute noch entwickelt sich die Buche in vielen Teilen Bayerns sehr gut und würde andere Baumarten unterdrücken. Über viele Jahre ist die Buche von Menschenhand „herausgepflegt“ worden und Förster und Waldbauern haben auf die schnellwachsende und lukrative Fichte und Kiefer gesetzt. Es war der Mensch der die natürlich gemischte Waldstruktur zu Gunsten wirtschaftlichen Profits verändert hat. Und jetzt soll laut den Vorschlägen zum Bundesjagdgesetz das Reh, der Hirsch und die Gams für diese vom Menschen verursachte Entwicklung mit dem Leben bezahlen? Um dieses von Menschenhand gemachte Missverhältnis im Wald wieder gerade zu rücken, reicht es nicht einfach plump nach immer höheren Abschusszahlen zu rufen, sondern es muss ein ausgeklügeltes, auf lange Zeit angelegtes und auf wildbiologischen Erkenntnissen basierendes Konzept von waldbaulichen Maßnahmen und jagdlichen Methoden gleichermaßen aufgestellt werden.

 

Das Wild darf nicht auf der Strecke bleiben!

 

Dass derzeit der Bund Naturschutz zusammen mit selbsternannten Ökologen fordert, dass Jagdhunde in fremden Revieren das Wild aufscheuchen und in andere Reviere treiben sollen, dass der Bund Naturschutz fordert, dass die Jagdzeiten insbesondere auf das Reh ausgeweitet werden sollen und dass der Bund Naturschutz zusammen mit dem ÖJV fordert, die Fütterung von Wildtieren grundsätzlich - auch in der Notzeit – zu verbieten, zeigt leider, wie einseitig und ideologisch die angeblichen „Waldretter“ argumentieren und wie sehr sie versuchen, für alles einen Sündenbock zu finden. Ganz nach dem Motto: Das Reh ist an allem schuld und die schlechte, traditionelle Jagd trägt dafür die Verantwortung.

 

 

Es ist beschämend, wie wenig die selbst ernannten „Waldretter“ wie wenig auf den Zustand unserer Wildtiere blicken, wie wenig wildbiologisches Fachwissen in diese Forderungen nach immer höheren Abschusszahlen einfließt und wie einseitig unser heimisches Wild für alles verantwortlich gemacht wird. Zum Naturschutz gehört auch der Schutz der heimischen Tierwelt, Ökologie bedeutet die Gesamtheit der Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt und keineswegs nur immer wieder die Forderung nach höheren Abschusszahlen.

 

Der Bayerische Jagdverband, als anerkannter Naturschutzverband und seine 159 Kreisvereinigung in ganz Bayern mit rund 50.000 Mitgliedern hat das verinnerlicht und streitet im Rahmen der Bundesjagdgesetznovelle dafür. Andere könnten sich von dieser gesamtheitlichen Einstellung eigentlich eine Scheibe abschneiden. Unser Wild und unser Wald hätten das verdient.

 

 

Jagd ist gelebter Naturschutz

 


Rehwild nicht zum Sündenbock abstempeln! ­

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

jetzt ist die Katze aus dem Sack: Der Referentenentwurf für das neue Bundesjagdgesetz liegt offiziell vor – die Länder- und Verbändeanhörung hat begonnen.Es bleibt eine robuste Diskussion. Die Jagd muss dabei als nachhaltige Bewirtschaftungsform eigenständig erhalten bleiben, bzw. gestärkt und nicht „nur“ als dienende Funktion anderer Bewirtschaftungsformen abgewertet werden. Das widerspricht allen bisherigen Grundlagen und belastet ein partnerschaftliches Verhältnis von Jagd, Landwirtschaft und Forst.

Neben den unstrittigen Formulierungen aus dem Koalitionsvertrag des Bundes gibt es vor allem beim Thema Abschussplanung und dem Umgang mit dem Rehwild großen Gesprächsbedarf. Wir brauchen keine neuen Kampfbegriffe wie einen „Mindestabschuss“, sondern eine Rehwildabschussplanung, die die Belange des Wildes gebührend berücksichtigt und es nicht zum „Sündenbock” für alle forstlichen Herausforderungen abstempelt. Bayern gibt dafür in seinem BayJG wertvolle Ansätze, die es zu erhalten gilt. Passende Formulierungen fehlen leider bisher im Referentenentwurf des BJG.

 

Außerdem dürfen nicht durch die Hintertür die Struktur der Hegegemeinschaften gefährdet, weitere jagdliche Regulative ad absurdum geführt und die Rechte der Jagdausübungsberechtigten eingeschränkt werden.In dem jetzt kommunizierten Referentenentwurf des Bundesjagdgesetzes sind aus unserer Sicht zwingend Verbesserungen und Klarstellungen notwendig. Als anerkannte Vertretung der Jagd in Bayern bringen wir uns in der Verbändeanhörung intensiv ein und erheben das Wort für das uns anvertraute Wild und seine Lebensgrundlagen. Dazu wird das BJV-Präsidium unter Einbindung des Rechtsausschusses fristgerecht eine Stellungnahme mit konkreten Änderungsvorschlägen abgeben. Die Beratungen dazu haben bereits Anfang der Woche begonnen. Der BJV Schießausschuss hat längst handlungsfähige Konzepte und Positionen und ist maßgeblich an der Verbesserung der offenen Fragen rund um die Munition beteiligt und wird konkrete Verbesserungen des Referentenentwurfes abgeben. Ebenso sind die Experten des BJV zum Thema Jagdschein aktiv, um Unklarheiten zu beseitigen. Das ist aber alles kein Wettrennen, sondern bedarf der fundierten Beratung und exakten Formulierung.

 

Ziel ist es, die in Bayern seit Jahrzehnten gelebte Abschussplanung zu sichern, dem Zustand der Wildtiere und Wildtierpopulationen zu einem größeren Stellenwert zu verhelfen, und die in der bayerischen Schalenwildrichtlinie fest verankerten Grundsätze zur Beachtung wildbiologischer Aspekte, wie die Sozialstruktur, der Altersaufbau und die körperliche Verfassung des Wildes, zu berücksichtigen. Ebenso ist es unser Ziel, die ehrenamtlichen Strukturen der Jagd in Bayern zu festigen, die waidgerechte Ausübung der Jagd zu stärken und gleichzeitig den Waldumbau zu unterstützen. Diesbezüglichen Verschärfungen, die einseitig zu Lasten insbesondere des Rehwilds gehen, werden wir nicht zustimmen. Es ist immer noch das Jagdgesetz, das novelliert wird, und nicht das Waldgesetz! Daher werden wir nicht nur auf den jetzt vorgestellten Entwurf reagieren, sondern weitere Vorschläge zum Schutz des Wildes in die Diskussion einbringen. Gerne nehmen wir dazu auch Ihre Anregungen auf.

 

Am 28. August wird es noch einmal eine offizielle Verbändeanhörung in Bonn geben. Das heißt, wir werden uns weiter intensiv über die Abgeordneten und bei der Anhörung selbst einbringen.

 

Bitte mitmachen - Studie zur Ausbreitung des Amerikanischen Leberegels!

 

 

 

Das Monitoring zum Großen Amerikanischen Leberegel soll fortgesetzt werden, weil der bisherige Probenumfang für wissenschaftlich fundierte Aussagen noch nicht ausgereicht hat. Bisher hat die private Jägerschaft kaum teilgenommen. Deshalb bittet das Ministerium die Jägerinnen und Jäger, sich an der Studie zu beteiligen. Sie müssen nur die Leber der erlegten Tiere bzw. von Fallwild einschicken. Kosten entstehen für den Jäger nicht.


Die Rückkehr des Wolfes ­

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Der Wolf steht derzeit fast täglich in den Medien. Gerade in den letzten Wochen und Monaten häufen sich die Meldungen über Wolfsrisse oder Wolfssichtungen in Bayern: Von Garmisch Partenkirchen bis in die Rhön, vom Frankenwald bis nach Passau, von Neustadt/Aisch bis nach Friedberg – der Wolf ist nach Bayern zurückgekehrt. Deshalb stand der Wolf auch im Mittelpunkt der „Feldkirchner Jagdrunde“, zu der der BJV diesmal online – als Web-Konferenz eingeladen hatte. Das Thema könnte nicht aktueller sein. Deshalb hat der BJV zu einem Gedankenaustausch eingeladen. Dazu konnten drei namhafte Experten aus Wissenschaft und Praxis gewonnen werden: Prof. Herzog, Wildtierökologe aus Dresden, Prof. Pfannenstiel, Zoologe aus Berlin und Forstdirektor Ulrich Maushake vom Truppenübungsplatz Grafenwöhr.Für alle, die sich nicht einloggen konnte, haben wir eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte der Tagung zusammengestellt.

 

 

BJV-Landesversammlung am 17. Oktober 2020 in Nürnberg

 

Jetzt ist es sicher: Die Landesversammlung des Bayerischen Jagdverbandes findet am 17. Oktober in der Frankenhalle, Messe Nürnberg statt. Die Auswertung der Meinungsumfrage der Kreisgruppen liegt jetzt vor.

 

 

Gemeinsam für große Greifvögel

 

Der Start der Auswilderung von Bartgeiern in Berchtesgaden stieß beim Vorsitzenden des LBV (Landesbund für Vogelschutz), Dr. Norbert Schäffer, dem Vizepräsidenten des Bayerischen Jagdverbandes, Thomas Schreder, und dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, auf breite Unterstützung. Zugleich informierten die Bayerischen Staatsforsten und der LBV bei einem gemeinsamen Termin im Forstbetrieb Berchtesgaden über das beabsichtigte Projekt zum Schutz von Stein- und Seeadlern sowie Bartgeiern und vereinbarten einen engen Informationsaustausch mit der privaten Jägerschaft. Das Projekt startet im Jagdjahr 2021/2022 für eine Dauer von vier Jahren und soll die Lebensgrundlage der großen Greifvögel verbessern. Durch die Nutzung bleifreier Munition beim Abschuss von Rot-, Reh- und Gamswild und einem verstärkten Belassen von nicht verwertbaren Teilen geschossener Wildtiere als zusätzliche Nahrungsquelle vor Ort sollen die Zahlen der großen Greifvögel in Bayern stabilisiert und nach Möglichkeit in den nächsten Jahren erhöht werden.

 

 

Über 100.000 Euro für Aufwandsentschädigung für Schwarzwild ausgezahlt!

 

Rund 110.000 Euro Aufwandsentschädigung für die Schwarzwildbejagung im Jagdjahr 2019/2020 ist diese Woche an die Jägerinnen und Jäger in Bayern ausbezahlt worden. Der erste Teilabruf ist überwiesen. Der zweite Teilabruf der staatlichen Mittel ist bereits angefordert. Auf Grund der Corona-Pandemie hat sich die Bereitstellung der Mittel durch das LGL leider verzögert.

 

Die Aufwandsentschädigung für Schwarzwild gibt es übrigens auch für dieses Jagdjahr 2020/2021, wie Staatsminister Thorsten Glauber mitgeteilt hat. Dann gibt es die Prämie auch für Keiler und Überläuferkeiler, nicht nur für Bachen. In grenznahen Landkreisen zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik – und nur in diesen – wird die Aufwandsentschädigung für das Erlegen von Schwarzwild von 20 auf 100 Euro erhöht. Für den BJV ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir bleiben aber weiterhin in intensiven Gesprächen mit dem Ministerium, um die Anhebung der Prämie bayernweit zu erreichen.

 

 

Trafostationen als Tierhotel?

 

Werden in Ihrer Region alte Trafostationen als Tierhotels genutzt? Über die Wildland-Stiftung Bayern wurden bisher zwei solcher Türme umgestaltet.

 

Jetzt möchten wir gerne herausfinden, ob es noch mehr solcher umgewandelter Trafostationen gibt, die Jäger in Eigenregie zu attraktiven Tierhotels, etwa für Fledermäuse, umgebaut haben. Sie sollen dann auf der Webseite www.turmtransormation.de aufgeführt werden. Bitte teilen Sie uns Ihre Entdeckungen gerne mit Fotos, Standortangabe und Art der Nutzung bis zum 6. August mit. Vielen Dank fürs Mitmachen!

 

Ansprechpartner: Ulrike Kay-Blum: Tel.: 089 / 99 02 34 – 36, E-Mail: kay-blum.wildland@jagd-bayern.de.

 

Wieder viele spannende Online-Kurse bei der Landesjagdschule

 

Bequem von zuhause aus Neues dazu lernen! Die Landesjagdschule bietet wieder eine Vielzahl interessanter Online-Kurse an. Klicken Sie doch mal rein, zu den aktuellen Terminen, sicher ist auch für Sie etwas Spannendes dabei.

 

 

Neugierig? - Der neue Schulkalender kurz vor der Drucklegung

 

Es sind nur noch wenige Schritte bis zur Druckfreigabe: Der neue Schulkalender 2021 steht heuer unter dem Motto „Wildtiere und Fische im Offenland“. Wir waren vom neuen Titelbild jedenfalls schon mal begeistert. Ausgeliefert werden die neuen Kalender ab November 2020. Ansprechpartner: Dirk Waltmann, Tel.: 089 / 99 02 34 – 30;

E-Mail: Dirk.Waltmann@jagd-bayern.de

 


Informationen zum forstlichen Gutachten 



Bundesjagdgesetz

 

Die politische Arbeit steht derzeit im BJV ganz oben auf der Tagesordnung: Es geht um den Entwurf zum Bundesjagdgesetz. Der BJV hat sich in Berlin und München dazu positioniert. Das BJV-Präsidium hat sich zu den bisher vorliegenden Informationen beraten. Wir führen viele Gespräche mit den entscheidenden Personen aus Politik und Ministerialverwaltung und haben mehrere Rechtsexperten zu dem Thema eingeladen. In Kürze soll der Gesetzentwurf vorliegen, die BJV Rechtsexperten werden ihn dann bewerten. Wir informieren Sie umgehend, sobald der Entwurf und die Einschätzungen vorliegen.

 

 

 

Wildbret Vermarktung in Bayern

 

Der BJV unterstützt die dezentrale Vermarktung unseres hochwertigen Naturprodukts. Wildbret ist bestes Fleisch aus der Region. In der Juni-Ausgabe der „Jagd in Bayern“ wird es einen Schwerpunkt zum Thema Wildbret geben. Mit Tipps zur Vermarktung genauso wie mit schmackhaften Rezepten für jeden Tag. Die neue JiB finden Sie in den nächsten Tagen in Ihrem Briefkasten und ab 1. Juni auf der Homepage des BJV unter https://www.jagd-bayern.de/presse/magazin-jib/

 

 

 

 

Kitzrettung in Bayern

 

Der BJV zieht eine positive Bilanz. Auch wenn die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Jagd noch nicht überall perfekt läuft, so zeigt sich heuer doch: Die Botschaft ist vielerorts angekommen, auch bei den Landwirten. Viele Kitze konnten durch das große Engagement der Jägerschaft, aber auch vieler Landwirte und Tierfreunde aus der Bevölkerung gerettet werden. Viele neue Ideen werden aufgegriffen, viele Kitz-Rettungs-Teams werden gegründet. Gemeinsam wird nach Lösungen gesucht, werden Drohnen finanziert, Einsätze koordiniert und Kitze gerettet. Großer Dank an alle, die sich zum Schutz der Jungtiere einsetzen! Dank auch an alle, die bei unserem Fotowettbewerb auf Facebook und Instagram mitgemacht haben und tolle Fotos und bewegende Geschichten gepostet haben. Reinklicken lohnt sich: https://www.facebook.com/BayerischerJagdverbandeV/

 

 

 

Planungen zum Landesjägertag

 

Nach der letzten Präsidiumssitzung ist der BJV mit mehreren Veranstaltungsorten in Kontakt und prüft, wie eine Landesversammlung durchgeführt werden kann. Sobald es dazu belastbare Informationen über mögliche Termine und Kosten gibt, werden wir sie Ihnen sofort mitteilen und in die konkrete Planung einsteigen. Sicherheit, Gesundheit und die Beachtung aller Vorgaben sind dabei selbstverständlich.

 

 

 

Aufwandsentschädigung für erlegtes Schwarzwild

 

Enormen Zulauf hat derzeit unsere Schwarzwildförderstelle in Mauth. Nachdem der BJV die Zusage bekommen hat, die Schwarzwildförderung wieder abwickeln zu dürfen, wird die Förderstelle mit Anträgen überhäuft. Das freut uns sehr. Bitte nutzen Sie die Formulare auf der Homepage des BJV unter https://www.jagd-bayern.de/wp-content/uploads/2020/05/Erstattungsantrag-2020.pdf.

 

Übrigens die E-Mail-Adresse der Förderstelle hat sich geändert.

 

E-Mail: foerderstelle-schwarzwild@jagd-bayern.de

 

 

 

Mehr Respekt für unser Wild!

 

Der BJV ruft dazu auf, den Respekt vor unserer heimischen Natur hoch zu halten. Unser Wild ist Teil unserer Kulturlandschaft und prägt unsere Heimat. Aufrufe wie, „mehr Rehe zu erlegen und den Wald vor „rasenmäher ähnlichem“ Verbiss zu retten“, lehnt der BJV rigoros ab. Genauso aber auch alle Praktiken, das Wild in der Aufzuchtzeit unnötig zu stressen. Waidgerechte Jagd  - ja, pauschale Aufrufe, mehr zu schießen – nein!

 

 

 

Waldstrategie 2050

 

Der BJV hat sich rechtzeitig und abgestimmt mit dem DJV und vielen Partnerverbänden zur so genannten Waldstrategie 2050 aufgestellt und wird diese Haltung auch in den weiteren Gesprächen verteidigen. Die gemeinsame Erklärung zur Waldstrategie 2050 finden Sie im Anhang.

 

 

 

Forschungsprojekt zum Großen Amerikanischen Leberegel in Nordostbayern – erste Zwischenergebnisse

 

Von Oktober 2019 bis Februar 2020 wurden Proben von 700 Tieren auf das Vorhandensein des Großen Amerikanischen Leberegels untersucht. Dabei wurden Proben von 640 Stück Rotwild, 24 Stück Rehwild, einem Stück Damwild und 35 Wildschweinen untersucht.

 

418 Stück beprobtes Rotwild stammen alleine aus dem Gebiet des TÜP Grafenwöhr, 91 Tiere aus Hohenfels und 110 aus dem Nationalpark Bayerischer Wald.

 

Nach Auswertung aller vorhandenen Untersuchungsergebnisse ergab sich für die gesamte beprobte Region eine Vorkommens Häufigkeit des Großen Amerikanischen Leberegels von 5,6 % beim Rotwild. Bei den wenigen untersuchten Lebern von Reh-, Dam- und Schwarzwild lag kein Befall mit F. magna vor. Rund 69 % der untersuchten Lebern fiel durch eine Entzündung der Leberoberfläche mit sichtbaren blutigen oder vernarbten Egelbohrgängen auf. In 23 Fällen konnten adulte Egel angetroffen werden.

 

Schlussfolgerung

Die bisherigen Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich der Parasit vom ursprünglichen „Hotspot“ Veldensteiner Forst „wegbewegt“ hat. Da bei 18 von 110 im Nationalpark untersuchten Proben der Riesenegel nachgewiesen werden konnte ((16,4 %), liegt die Vermutung nahe, dass hier ein weiterer „Hotspot“ identifiziert wurde. Im Gegenzug lassen die regionalen Häufigkeiten des Egels in Grafenwöhr mit 3,1 % und in Hohenfels mit 1,1 % vor dem Hintergrund der zugrundeliegenden Probenzahlen keinen Rückschluss auf ein weiteres „Hotspot-Geschehen“ zu.

 

Wenn Sie mehr über das Projekt wissen wollen, finden Sie eine Zusammenfassung von unserer Referentin für Wildkrankheiten, Dr. Claudia Gangl, im Anhang.

 

Landesjagdschul-Betrieb im Juni und Juli

 

Die Kurse der Landesjagdschule müssen wegen der Kontaktbeschränkungen leider weiterhin bis 11. Juni ausfallen. Sehr gut angekommen ist das erste Webinar, das Freitagabend gelaufen ist. Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv und es werden mehr solche Angebote gewünscht. Deshalb haben wir unsere Online-Seminare über Webinar noch einmal ausgeweitet. Hier das Programm für Juni und Juli:

 

 

 

·         08.06.2020      von 19 bis 21 Uhr, Schwarzwildseminar – Der Schuss auf Schwarzwild im allgemeinen und speziell im Hinblick auf Erntejagden sowie die Bejagung im Feld, Referent: Klaus Schmidt, Lehrgangsnummer: 20601, Teilnahmegebühr: 25 Euro

 

·         10.06.2020      von 19 bis 21 Uhr, Rotwild-Seminar, Referent: Klaus Schmidt, Lehrgangsnummer: 20602, Teilnahmegebühr: 25 Euro

 

·         16.06.2020      von 19 bis 21 Uhr, Reviereinrichtungen selbst gebaut, Referent: Severin Wejbora, Lehrgangsnummer: 20603, Teilnahmegebühr: 25 Euro

 

·         17.06.2020     von 19 bis 21 Uhr, Ansprechen von Schalenwild, Referent: Klaus Schmidt, Lehrgangsnummer: 20604, Teilnahmegebühr: 25 Euro

 

·         29.06.2020     von 19 bis 21 Uhr, Anschuss-Seminar, Referent: Severin Wejbora, Lehrgangsnummer: 20605, Teilnahmegebühr: 25 Euro

 

·         25.06.2020 von 19 bis 21 Uhr, Blattjagd-Seminar, Referent: Bertram von Quadt,

                Lehrgangsnummer: 20608, Teilnahmegebühr: 25 Euro

 

·         02.07.2020 von 19 bis 21 Uhr, Biber-Seminar, Referent: Nicole Anzinger

                Lehrgangsnummer: 20606, Teilnahmegebühr: 25 Euro

 

·         09.07.2020 von 19 bis 22 Uhr, Biber-Seminar, Referent: Nicole Anzinger

                Lehrgangsnummer: 20607, Teilnahmegebühr: 25 Euro

 

 

 

 

Die Biberseminare sind die Grundlage dafür, dass Sie von der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde mit der Entnahme von Bibern betraut werden. Nur aufgrund der aktuellen Situation und dem dringend benötigten Schulungsbedarf, werden diese Seminare als 3-Stunden-Webinare angeboten.

 

So geht’s: Um an einem Webinar teilzunehmen brauchen Sie einen video- und audiofähigen PC/Laptop. Wir arbeiten mit der Plattform ZOOM. Ihre Zugangsdaten zu dem Webinar werden Ihnen vor dem Lehrgang per E-Mail zugesandt. Sie können sich ca. 30 min. vor Lehrgangsbeginn über diesen Link zu dem Webinar einloggen. Pro Webinar, maximale Teilnehmerzahl 30 Personen.

 

Nutzen Sie zur Anmeldung unser Onlineanmeldetool.

 

 

 


Jagd gegen die Natur

 

Bayerischer Jagdverband fordert Respekt vor Wildtieren

 

Der notwendige Waldumbau funktioniert nur mit Fachwissen nicht mit Ideologie

 

Selbsternannte Ökojäger tragen ihren Namen zu Unrecht

 

 

Lohr,   Feldkirchen,   22.   April   2020 

      

(ts): „Hunting4future“ heißt das neueste Schlagwort selbsternannter Ökojäger. Das soll modern klingen, verkauft werden mit diesem auf jung getrimmten Slogan aber wieder einmal nur die immer gleichen   abgedroschenen   Forderungen   nach   höheren   Abschusszahlen.  Das Gewehr   als   Allheilmittel   für   den   Waldbau   –   der   Bayerische   Jagdverband verurteilt eine solche einseitig ideologische und naturverachtende Einstellung.

 

ÖJV macht sich stark für grobe Tierschutzverstöße

 

„Wer im Frühsommer Drückjagden auf Reh- und Rotwild fordert“, so Thomas Schreder, BJV-Vizepräsident und Biologe, „der zeigt, dass ihm der Tierschutz völlig  gleichgültig   ist.   Auf   einer   Drückjagd   im   Frühsommer   ist   der Muttertierschutz   und   das   Wohl   der   Jungtiere   nicht   zu   garantieren.   Nicht auszudenken, wenn die hochträchtige Geiß kurz vor dem Setzen auch noch mit Hunden durch den Wald gehetzt wird oder ein Muttertier, das von seinem gerade erst geborenen Nachwuchs getrennt wurde, geschossen wird? Bei allem Respekt vor dem notwendigen Waldumbau, hier wird eine ethische Grenze überschritten.   Wer   so   respektlos   mit   unseren   Wildtieren   umgeht   und   so verantwortungslos gegenüber der Natur handelt, ist kein Jäger. Das ist Jagd

gegen die Natur.“   Damit reformiert der ÖJV nicht das deutsche Jagdwesen, sondern zerstört die Akzeptanz für die Jagd in der Bevölkerung. Denn für den Besucher unserer Natur gehören Wald und Wild untrennbar zusammen.

 

Wo bleiben die ökologisch ausgefeilten Ideen?

 

Eine zukunftsorientiere Jagd richtet sich nach ökologischen Gesichtspunkten und sieht das Ökosystem als Ganzes, betont der Biologe Schreder: „Pflanzen und Pflanzenfresser gehören zusammen und bilden gemeinsam das Ökosystem „Wald“. Wer den Wald langfristig ökologisch umbauen will – und das ist auch im Interesse des BJV – muss das System als Ganzes sehen und nicht einfach immer nur plump nach höheren Abschussquoten rufen. Wo bleiben die ökologisch ausgefeilten Ideen? Wo sind die biologisch begründeten Strategien? Wie etwa das Einbringen geeigneter, klimaresistenter Baumarten, wenn ersichtlich ist, dass die standortüblichen Baumarten mit den Auswirkungen des Klimawandels einfach nicht zurechtkommen. Leider Fehlanzeige.

 

Hoher Jagddruck schadet dem Wald

 

Denn es ist längst vielfach wissenschaftlich belegt: Zu hoher Jagddruck schadet und führt zu mehr Verbiss. Ruhe und artgerechte Lebensraumgestaltung – auch im Wald – sind, zusammen mit einer ordnungsgemäßen Jagdausübung, die beste Voraussetzung dafür, dass der notwendige Waldumbau funktioniert. Es   sind   aus   Sicht   des   BJV   gemeinsame   Anstrengungen   von   Jagdgenossen, Waldbesitzern und den Jägern nötig, um langfristig erfolgreich zu sein. Dazu gehören ein Lebensraumkonzept, ausreichend Ruhe für das Wild und natürlich eine angepasste Jagdstrategie nach den gesetzlichen Vorgaben.  

 

Jagd ist gelebter Naturschutz


BJV fordert harte Konsequenzen für Wilderer im Landkreis Rottal-Inn

 

 

  Bayerischer Jagdverband fordert Jagdscheinentzug für Wilderer

 

 

 Respektloser Umgang mit Wildtieren darf nicht einfach hingenommen werden

 

  Tragende Muttertiere müssen höchsten Schutz genießen

 

 

 

 

Pfarrkirchen, Feldkirchen, 17. April 2020 (ts):

 

Ein Vorfall von Jagdwilderei erschüttert seit Monaten den Landkreis Rottal-Inn. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft die strafrechtliche Verfolgung eingestellt, wesentliche Vorwürfe haben sich im Zuge der Ermittlungen aber bestätigt. Der Bayerische Jagdverband (BJV) hat den Vorfalles sofort dem zuständigen Jägerausschuss zur Kenntnis gegeben. Der wird nach rechtlicher Würdigung eine Empfehlung abgeben.

 

 

Was ist passiert?  

 

 

Ein Jagdscheininhaber hat im Mai 2019 im Revier seines Jagdnachbarn eine tragende Geiß kurz vor der Geburt in der Schonzeit geschossen. Er hat das getötete Tier dann in sein Revier gezogen, das Haupt der Geiß abgeschnitten und mit den beiden vollständig entwickelten Kitz-Föten und dem Eingeweide liegen gelassen. Den Wildkörper hat er mitgenommen und vermarktet.

 

 

Schwere Gesetzesverstöße – wo bleibt der Tierschutz?

 

 

Damit hat der Schütze gleich gegen mehrere Gesetze verstoßen. Aus Sicht des BJV ist das ein untragbarer Vorgang, sagt Thomas Schreder, BJV-Vizepräsident und Biologe: „Tragende Muttertiere müssen unseren höchsten Schutz genießen. Eine solche Aktion hat nichts mit waidgerechter Jagd zu tun. Die Kitze mussten einen qualvollen Erstickungstod erleiden, weil die Geiß kurz vor dem Setzen getötet wurde. Ein so respektloser Umgang mit unseren Wildtieren und eine so entwürdigende Entsorgung von ungeborenem Leben (Kitze) ist ethisch nicht zu rechtfertigen.“

 

 

Fahrlässige Wilderei

 

 

Vorbehaltlich der rechtlichen Stellungnahme des Jägerausschusses fasst der BJV die ihm vorliegenden Informationen zusammen: Laut Staatsanwaltschaft liegt eine „fahrlässige Wilderei“ vor. Zur Begründung wird genannt, dass die Geiß nur 1,80 Meter von der Reviergrenze entfernt im fremden Revier gestanden hätte, und das sei bei Dämmerung nicht gut zu sehen gewesen. Der Schuss fiel aber gegen 20.20 Uhr, Anfang Mai herrschen um diese Tageszeit noch beste Lichtverhältnisse, es ist noch hell. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren an die Untere Jagdbehörde zur Weiterverfolgung einer Ordnungswidrigkeit übergeben.

 

 

BJV fordert Entzug des Jagdscheins und Entzug der Jagdwaffen

 

 

Der BJV fordert harte Konsequenzen für diese Verstöße. Thomas Schreder: „Jeder Jäger ist verpflichtet, seine Reviergrenzen genau zu kennen.  Bei unsicheren Verhältnissen, darf nicht geschossen werden. Ein Abschuss im fremden Revier erfüllt den Tatbestand der Wilderei, egal wie weit man sich im fremden Revier befindet.“

 

 

Tragende Muttertiere müssen höchsten Schutz genießen

 

 

Außerdem müssen – auch das schreibt das Gesetz vor – bei der Jagdausübung Schonzeiten eingehalten werden. Sie wurden aus wildbiologischer und tierschutzrechtlicher Sicht vorgeschrieben. Biologe Thomas Schreder: „Vor allem der Muttertierschutz ist ein über die Jagd hinaus geltender wesentlicher ethischer Grundaspekt für die Schonung weiblichen Wildes während der Frühlings- und Sommermonate.“ Der Beklagte hat die Schonzeiten nicht beachtet und ein trächtiges Stück Rehwild geschossen, das kurz vor der Geburt stand. Deshalb fordert der BJV schonungslose Aufklärung und harte Konsequenzen. Schreder: „Wer so verantwortungslos gegenüber Lebewesen in Feld und Wald handelt, dem kann in keinem Fall Zuverlässigkeit im Führen einer Waffe bescheinigt werden. Wer so verantwortungslos ist, der hat auf der Jagd nichts verloren.“

 

 

Jagd ist gelebter Naturschutz

 


Jagdausübung in Zeiten von Covid19

 

Nachsuchen mit nicht im eigenen Haushalt lebenden Personen sind möglich

 

 Aufwandsentschädigung für Schwarzwild – bitte keine alten Formulare verwenden!

 

 

Nachsuche mit fremder Person möglich

 

Die enge  Zusammenarbeit und der ständige Informationsaustausch mit dem bayerischen Landwirtschaftsministerium belegen eindrucksvoll, dass der Jagd auch in diesen schwierigen Zeiten große Bedeutung bei gemessen wird und dass bei den Entscheidungen praxisgerechte Lösungen gesucht werden. In intensivem Austausch mit der Obersten Jagdbehörde ist es dem BJV  gelungen, trotz Ausgangsbeschränkung Lockerungen für unsere Nachsuchenführer zu erreichen. Nachsuchen mit einer nicht im Haushalt lebenden Person sind künftig möglich. Im Wildtierportal  Bayern heißt es dazu:

 

„Die Nachsuche auf verletztes oder krankes Wild, die dem Versorgen und der Vermeidung von unnötigem Leid der Tiere dient, ist allerdings unter Zuhilfenahme einer weiteren Person sowie unter Einhalten der Mindestabstände zulässig. Damit wird dem Tierschutz und den Unfallverhütungsvorschriften Rechnung getragen. Ein „nettes Zusammenkommen“ von weiteren Personen darf keinesfalls stattfinden.“

 

 

Aufwandsentschädigung für Schwarzwild – Bitte keine alten Formulare verwenden!

 

Bitte haben Sie noch etwas Geduld!!

Noch gibt es keine Entscheidung über die Abwicklung der Aufwandsentschädigung für Schwarzwildabschüsse und auch noch keine aktuellen Formulare. Bitte informieren Sie Ihre Mitglieder, keine alten Formulare zu verwenden, sie werden vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nicht anerkannt. Das LGL hat leider noch immer keine Rückmeldung gegeben, wie die Auszahlung der Aufwandsentschädigung für Schwarzwildabschüsse  ablaufen soll. Der BJV hat sich rechtzeitig  wieder als Auszahlungsstelle beworben. Ob wir den Zuschlag erhalten, ist noch immer nicht entschieden.

 

Erst wenn diese Entscheidung über die Auszahlungsstelle gefallen ist, bekommen wir die Informationen über die Abwicklung der Aufwandsentschädigung und die notwendigen Formulare. Erst dann können die Anträge eingereicht werden.  Es ist also noch etwas Geduld notwendig.  

 

Wir empfehlen bei der Abgabe der Streckenliste im Landratsamt, gleich schon im Voraus eine Kopie der Streckenliste mitzunehmen und von der Unteren Jagdbehörde – wie bisher auch – abstempeln und unterschreiben zu lassen. Dann geht es mit der Antragstellung  auf Aufwandsentschädigung schneller.
Für alle die fit im Umgang mit moderner Medien sind: wir empfehlen die digitalen Streckenliste in https://www.bjvdigital.de zu pflegen. Sie kann als PDF-Datei ausgedruckt werden. Auch damit lassen sich die Bearbeitungszeiten verkürzen, weil die Streckenliste besser lesbar und so schneller zu bearbeiten ist.

 

  • BJV wendet sich an Ministerien, um offene Fragen zur Jagdausübung und zur Ausstellung von Jagdscheinen in Zeiten von Covid19 zu klären

 

  • Jäger erfüllen wichtige gesellschaftliche Aufgaben

 

Feldkirchen, 19. März 2020 (ts): Der Bayerische Jagdverband (BJV) hat sich sowohl an das Bayerische Landwirtschaftsministerium als auch an das Bayerische Gesundheitsministerium gewandt, um offene Fragen bezüglich der Ausübung der Jagd und der Ausstellung von Jagdscheinen zu klären, sollten die Behörden auf Grund der Pandemie geschlossen bleiben. Mit Briefen an Staatsministerin Michaela Kaniber, MdL, und Staatsministerin Melanie Huml, MdL, unterstreicht BJV-Vizepräsident Thomas Schreder die hohe gesellschaftliche Relevanz der Jagdausübung und macht deutlich, dass eine Ausgangssperre für die Jägerinnen und Jäger in Bayern weitreichende Folgen mit sich bringen würde. „Tierschutzrechtliche Aspekte, wie das Versorgen von Unfallwild oder die Fütterung in Wintergattern müssen jederzeit beachtet werden, ebenso muss in Anwendung des Maßnahmenkatalogs zur Prophylaxe vor der Afrikanischen Schweinepest, eine Bejagung von Schwarzwild weiter möglich sein“, so Schreder. Neben diesen wichtigen Aufgaben ist die in den Jagdgesetzen verankerte Pflicht zur Vermeidung von Wildschäden zu befolgen und die staatliche Abschussplanung einzuhalten. Dies kann aus Sicht des BJV jederzeit umgesetzt werden, ohne dabei die Verbreitung des Coronavirus zu befördern. Die Einzeljagd ist eine Jagdart, die keinen Kontakt zu anderen Mitbürgern vorsieht und die Übertragung des Virus von vorne herein ausschließt. Vizepräsident Schreder, selbst auch Biologe, dazu weiter: „Bayerns Jägerinnen und Jäger sind staatlich geprüfte Experten, die im Rahmen Ihrer Ausbildung über Tierseuchen und Zoonosen geschult wurden. Daher weiß die Jägerschaft, wie sie hygienerechtlich einwandfrei zu handeln hat.“

 

Parallel bittet der BJV die zuständigen Behörden darum, auch in Zeiten der Pandemie zu gewährleisten, dass den legalen Waffenbesitzern die zum 1.4.2020 zu verlängernden Jagdscheine fristgerecht ausgestellt werden können.

 

 

Die Einzeljagd ist weiterhin erlaubt

Zu finden auf der Homepage des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums unter

              

http://www.stmelf.bayern.de/coronavirus

 

Sie finden die Info unter „Fragen und Antworten“

 

 

 

 






BJV entsetzt über Massaker an Rotwild in Tirol

 

 Der Bayerische Jagdverband (BJV) ist entsetzt über die Wintergatterabschüsse  in Kaisers im Lechtal, Tirol.

     

 33 Stück Rotwild wurden niedergemetzelt

  BJV lehnt Wintergatterabschüsse kategorisch ab

  Jagd muss immer tierschutzgerecht bleiben, auch im Seuchenfall

 

Feldkirchen, 10. Februar 2020 (gh): Grausame Szenen müssen  sich letzte Nacht in einem Wintergatter in Tirol abgespielt haben. Auf Anordnung der Landesveterinärbehörde wurde dort als Seuchenbekämpfungsmaßnahme gegen Tuberkulose das Feuer auf Rotwild im Gatter eröffnet. 33 Tiere wurden vor ihren Artgenossen auf engstem Raum niedergemetzelt. Auch nach 45 Minuten, so Augenzeugen, sollen noch nicht alle Tiere tot gewesen sein. „Die Zäune des Gatters sind blutverschmiert. Die Tiere liegen übereinander und direkt am Zaun. Es ist davon auszugehen, dass sie in grenzenlose Panik gerieten und natürlich versucht haben, auszubrechen“, kommentiert BJV-Tierschutz-Expertin, Dr. Claudia Gangl auf Grund des dem BJV vorliegenden Fotomaterials.

 

Der Bayerische Jagdverband lehnt Wintergatterabschüsse kategorisch ab. Thomas Schreder, Biologe und BJV-Vizepräsident: „Ich bin entsetzt über solche Praktiken unter dem Deckmantel der Seuchenbekämpfung. Derartige Massenabschüsse von Rotwild im Gatter sind mit dem Tierschutz nicht vereinbar. Deshalb sind solche Maßnahmen mit dem BJV nicht zu machen.“

Auch in Bayern war die Tuberkulose beim Rotwild ein Thema. Doch gemeinsam mit der Staatsregierung, mit den Behörden, dem Tierschutz und den örtlichen Kreisvereinen und Hegegemeinschaften ist es dem BJV gelungen, eine solche Tierquälerei als Maßnahme abzuwenden.  Seitdem beteiligen sich die Jägerinnen und Jäger in den vom Umweltministerium ausgewiesenen Landkreisen am Tuberkulosemonitoring. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass es in Bayern keinen Seuchenzug gibt und die Tuberkulose bei Rotwild nur in seltensten Fällen  nachgewiesen werden kann.

Thomas Schreder: „Wo bleibt da der Respekt vor dem Tier? Jagd muss immer tierschutzgerecht sein, auch im Seuchenfall.“

 

 

Jagd ist gelebter Naturschutz



Erster Fall von Vogelgrippe in Brandenburg

 

 

Die Behörden in Brandenburg haben am 20. Januar einen Fall von hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI), auch „Vogelgrippe“ genannt, bei einem Wildvogel gemeldet. Der Kadaver der Blessgans wurde im Landkreis Spree-Neiße gefunden. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Bundesinstitut für Tiergesundheit, hat den Fall dieser anzeigepflichtigen Tierseuche bestätigt. Seit Jahresbeginn ist die Vogelgripe bereits massiv in Geflügelbetrieben in Osteuropa ausgebrochen.

 

 

Die ASP rückt näher ….

 

Am Dienstag haben die polnischen Behörden weitere infizierte Kadaver von Wildschweinen in Grenznähe gemeldet. Der grenznächste Fund ist nur mehr 12 km von der deutschen Grenze, vom Bundesland Sachsen, entfernt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat daraufhin umgehend die Bundesländer über die aktuelle Lage informiert. Die zuständigen Behörden vor Ort werden nun entscheiden, ob zusätzliche Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen.

 

 

Termine, Termine, Termine

 

BayernTourNatur - jetzt anmelden!

 

BayernTourNatur, die Umweltbildungsaktion des Bayerischen Umweltministeriums hat am 03.Februar Anmeldeschluss. Wer spannende Führungen im Revier oder andere Aktionen rund um Jagd und Natur noch anmelden will, muss sich bis zum 3. Februar eintragen. Dann steht Ihr Termin noch im Heft. Mehr Infos unter „BayernTourNatur“ im Anhang oder unter https://www.tournatur.bayern.de/

 

Feldkirchner Jagdrunde

 

ASP – Richtig agieren vor und während der Krise

 

Mittwoch, 5. Februar 17:30 Uhr im Haus der Jäger in Feldkirchen (Hohenlindner Str. 12, 85622 Feldkirchen)

 

Anmeldung: 089 / 99 02 34 – 0

E-Mail: sekretariat@jagd-bayern.de

 

Für zwei Impulsreferate konnten wir zwei führende Tierseuchenexperten gewinnen: Dr. Ulrich Wehr vom Tierseuchenreferat im Bayerischen Verbraucherschutzministerium und Dr. Carola Sauter-Louis vom Friedrich-Loeffler-Institut. Außerdem stehen Ihnen als Gesprächspartner unsere BJV-Fachleute, Ehrenmitglied Dr. Günther Baumer und Vizepräsident Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein, zur Verfügung.

 

Noch schnell anmelden!

 

Wildschadensseminar für BJV-Mitglieder in Haßfurt

 

15. Februar, 10 bis 17 Uhr, Hotel Goger,

 Bamberger Str. 22, 97437 Haßfurt

 

Themen: Rechtsgrundlagen, Wildschaden im Wald (Forst) und auf dem Feld (Landwirtschaft), mit Schätzungsmethoden und Rechnungsbeispielen

 

Kosten: 20 Euro (für Getränke und Verpflegung ist gesorgt)

 

Anmeldung bis 31. Januar an die Geschäftsstelle:

Tel: 089 / 99 02 34 – 0; E-Mail: info@jagd-bayern.de

 

Seminar für Öffentlichkeitsarbeit –

 

Auf der Jagd nach Meinungsführerschaft

 

14. 02.: Landesjagdschule Lehrgang Nr. 20007 In Wunsiedel

17.02.: Landesjagdschule Lehrgang Nr. 20905 in Feldkirchen

 

Tierschutz, Waldumbau Wolfsmanagement – das sind Themen, die heute die Schlagzeilen bestimmen. Die besten Lösungen dafür kennen die Jäger praxisnah, effektiv und erfolgreich. Schließlich wurden sie dafür eigens ausgebildet. Kaum jemand kennt die Lebensräume und Lebensbedingungen so gut wie sie. Wir Jäger sind die staatlich geprüften experten für Wild und Natur.Doch in der Öffentlichen Meinung spielt die Jagd bei solchen Themen eher selben eine Rolle. Das muss nicht sein. Die Jagd auf die Meinungsführerschaft hat begonnen. Mit welchen Themen wir wie die Medien und die Gesellschaft für uns gewinnen können, soll Schwerpunkt dieser Fortbildung sein. Anhand von Beispielen erarbeiten wir ein kleines Medienkonzept von der Pressemeldung bis zur Info-Veranstaltung , das auch draußen in den Kreisgruppen gut umsetzbar ist.

 

Anmeldung bei Maria Th. Lohmeier, Tel.: 089 / 99 02 34-33,

E-Mail: ljs-sekretariat@jagd-bayern.de

 

????    Die Freitagsfrage   ????

 

 

Jetzt sind Sie gefragt. Wir wollen Ihre Meinung wissen zu Themen, die uns Jäger und die Jagd in Bayern betreffen. Unsere Freitagsfrage heute lautet:

 

Es ist geplant, das Bundesjagdgesetz zum Thema „überjagende Hunde“ unter bestimmten Auflagen zu ändern.

 

„Sollen überjagende Hunde in der jagdlichen Praxis geduldet werden?“

 

Ihre Antwort bitte an

 

gertrud.helm@jagd-bayern.de – Stichwort Freitagsfrage

 

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende

Mit den besten Grüßen und Waidmannsheil!

 

 


Die Bayerischen Jägerinnen und Jäger –
Garant für erfolgreichen Waldumbau

 

·         Der Bayerische Jagdverband (BJV) unterstützt den Waldumbau mit waidgerechter Bejagung

 

·         Wald und Wild gehören untrennbar zusammen

 

·         Waldumbau funktioniert nur, wenn auch die Bevölkerung mit im Boot sitzt

 

·         Zu hoher Jagddruck schadet mehr als er nutzt

 

·         BJV ist wichtiger Partner beim Aufbau des Klimawaldes

 

Feldkirchen, 23. Januar 2020 (ts): Der Klimawald in Bayern zieht eine breite mediale und politische Aufmerksamkeit auf sich, der sich niemand entziehen kann: Umfangreiche Förderprojekte der Staatsregierung, diverse Fachveranstaltungen einzelner Organisationen bis hin zu populärwissenschaftlichen Kinofilmen. Die Bandbreite ist enorm. Die Öffentlichkeit nimmt immer mehr Anteil an der Sorge um unseren Wald.

 

BJV unterstützt Waldumbau

 

Der Bayerische Jagdverband e.V. (BJV), die staatlich anerkannte Vertretung der Jagd in Bayern, beteiligt sich selbstverständlich an den notwendigen und sinnvollen Maßnahmen zum Waldumbau und ist die entscheidende Organisation, die den Waldumbau flächendeckend mit einer waidgerechten Bejagung flankierend unterstützen kann.

 

Wald und Wild gehören untrennbar zusammen

 

Neben dem Erhalt von Eiche, Buche und Tanne ist es für den BJV dabei entscheidend wichtig, dass es den wildlebenden Tieren im Wald, wie Reh, Hirsch und Gams, gut geht und der Waldumbau nicht einseitig auf dem Rücken der Wildtiere umgesetzt wird. Thomas Schreder, Diplombiologe und Vizepräsident des BJV: „Die Bevölkerung will keinen Wald ohne Wild und Waldbau nur mit der Büchse ist der falsche Weg. Der Respekt vor dem Wild und der tierschutzgerechte Umgang mit den Wildtieren muss uns allen ein wichtiges Anliegen sein. Wald und Wild gehören untrennbar zusammen und es ist die Verantwortung der rund 50.000 Jägerinnen und Jäger in Bayern, das zusammen mit den Grundeigentümern, der Politik und den Behörden zu realisieren. Jagdvorstände, Waldbesitzer, Jägerschaft, Behörden und Politik müssen gemeinsam nach Lösungen suchen.“

 

Alleine geht es nicht

 

Der Erhalt des Waldes ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die die gesamte Gesellschaft braucht, um erfolgreich zu sein. Wir brauchen die Unterstützung der Landwirtschaft, um im Wald erfolgreich zu sein. Wenn es ausreichend attraktive Lebensräume in der Feldflur und an den Waldrändern gibt, haben die Wildtiere genügend Alternativen zu den so wertvollen Baumknospen. Gleichzeitig müssen wir aber auch die Bevölkerung einbeziehen. Denn eine waidgerechte, ordnungsgemäße und effiziente Jagdausübung wird oft durch Freizeitsuchende gestört oder unmöglich gemacht. Sind die doch nicht selten mit Stirnlampen schon am frühesten Morgen bis zum späten Abend in Wald und Feld unterwegs.

 

 

 

Zuviel Jagddruck schadet dem Waldumbau

 

Der BJV fordert eine umfangreichere Information darüber, wie sich die Wildtiere in den Revieren verteilen und wie sich die Populationen zusammensetzen, um eine breitere Basis für eine ordnungsgemäße Abschussplanung zu erlangen. Die Erhebung der durch Wildtiere geschädigten Pflanzen ist eine wichtige Information, darf aber nicht allein die einzige Basis für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wildarten sein. Um Fehler bei der Bejagung zu verhindern, durch falsche Bejagungsstrategien eventuell sogar die Wildschäden zu erhöhen, müssen in eine erfolgreiche Wildbewirtschaftung alle Faktoren einfließen, die einen erfolgreichen Umbau zum Klimawald ermöglichen und gleichzeitig den Ansprüchen unserer heimischen Wildtierpopulationen gerecht werden. Führende Wissenschaftler aus der Wildbiologie, der Veterinärmedizin und des Tierschutzes teilen diese Ansicht und warnen davor, mit einer falschen Bejagung, zu hohem, oft unnötigen Jagddruck und falschen jagdlichen Methoden, die Schäden im Wald eher zu verstärken als zu mindern.

 

 

 

BJV ist wichtiger Partner beim Aufbau des Klimawaldes

 

Waldruhezonen, keine Jagdzeit in den Winter hinein und Schaffung artgerechter Wildtierlebensräume stellen für den BJV einen wichtigen Teil des erfolgreichen Umbaus zum Klimawald dar. Eine klare Absage erteilt der BJV daher all denen, die versuchen, in kleinen ideologischen Gruppen mit einseitigen Sichtweisen unter dem Deckmantel der Ökologie den Waldumbau nur zu Lasten der Wildtiere umzusetzen.

 

Der BJV mit seinen rund 160 Kreisverbänden, 12.000 Revierpächtern und rund 50.000 Jägerinnen und Jägern stellt sich der großen Aufgabe des Waldumbaus, bietet die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten an. Der BJV wird aber bei all seinen Aktivitäten den Respekt vor unserer heimischen Tierwelt, als seine oberste Werterichtschnur, niemals außer Acht lassen.

 

 

 

Jagd ist gelebter Naturschutz

 


ASP – Freiwillige für Kadaversuche im Ernstfall gesucht

 


Die Veterinärbehörden möchten für einen möglichen Ausbruch der ASP in Deutschland gut vorbereitet sein, um die Schäden so gering wie möglich zu halten. Deshalb suchen sie schon heute Freiwillige, die in einem Ernstfall helfen, tote Wildschweine zu finden. Bitte unterstützen Sie die Veterinärbehörden und organisieren Sie einen möglichen Suchtrupp in Ihrer Kreisgruppe/Ihrer Hegegemeinschaft, der im Ernstfall für die Kadaversuche zur Verfügung steht

 

Mehr Infos im Anhang unter „ASP – Freiwillige Kadaversuche“.

 

 

 

Wird die Aufwandsentschädigung für Wildschwein-Abschüsse erhöht?

 

 

 

Für das laufende Jagdjahr 2019/20, das am 31.03.20 ausläuft, gibt es keine Änderungen. Die Jäger erhalten eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro für den Abschuss von Bachen, Überläuferbachen und Frischlingen.

 

 

 

Für das Jagdjahr 20/21  bekommen Jäger in den Landkreisen, die an Thüringen, Sachsen und Tschechien grenzen, eine erhöhte Aufwandsentschädigung von 100 Euro pro Abschuss von Bachen, Überläuferbachen und Frischlingen.
In allen anderen Landkreisen beträgt die Aufwandsentschädigung – wie bisher – 20 Euro pro Abschuss.

 

 

 

Über die genaue Abwicklung für das Jagdjahr 20/21 gibt es noch keine Informationen aus dem Verbraucherschutzministerium.

 

 

 

Zusätzlich gibt es eine Aufwandsentschädigung für Totsuchfunde oder krank erlegte Wildschweine von 20 Euro je Schwein, unabhängig von Alter oder Geschlecht. Bitte dem Veterinäramt melden!!

 

 

 

Ansprechpartnerin: Dr. Claudia Gangl, Tel.: 089 / 99 02 34 – 14; E-Mail: c.gangl@jagd-bayern.de

 

 

 

 

 

Spannende Neuigkeiten von der Grünen Woche in Berlin

 

 

 

Thomas Schreder, Dr. Reddemann und unsere Jagdkönigin Lisa Müller sind seit zwei Tagen in Berlin auf der Grünen Woche unterwegs. Sie führen viele viele Gespräche, denn die Grüne Woche ist eine einzigartige Kommunikations-plattform. Bei Gesprächen mit Vertretern aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium und auf dem Empfang von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gab es erste Infos zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes aus Erster Hand:

        Die Jäger- und Falknerprüfung soll bundesweit vereinheitlicht werden. Daran sind dann auch die Länder gebunden

 

        Im Bezug auf die Nachtzieltechnik beim Schalenwild sind zunächst keine Änderungen des Bundesjagdgesetzes (§ 19) vorgesehen. Stattdessen denkt die Bundeslandwirtschaftsministerin an einen dreijährigen wissenschaftlichen Versuch.

 

        Gedacht wird  unter anderem auch an einen Schießübungsnachweis und an die Duldungspflicht überjagender Hunde.

 

Das Gesetz soll im Frühjahr diskutiert werden. In der Koalitionsvereinbarung jedenfalls ist die Novellierung des Bundesjagdgesetzes festgeschrieben.

 

Spannend waren auch die Gespräche mit dem DJV. Es gibt viele übereinstimmende Interessenslagen.

 

Zusammen mit der Firma Claas sucht der BJV Möglichkeiten , die Mähverluste zu verringern. Ein fachlicher Austausch mit vielen guten Ideen.

 

 

 

Termine, Termine, Termine

   

 

      BayernTourNatur - jetzt anmelden!

 

BayernTourNatur, die Umweltbildungsaktion des Bayerischen Umweltministeriums hat am 03.Februar Anmeldeschluss. Wer spannende Führungen im Revier oder andere Aktionen rund um Jagd und Natur noch anmelden will, muss sich bis zum 3. Februar eintragen. Dann steht Ihr Termin noch im Heft. Mehr Infos unter „BayernTourNatur“ im Anhang oder unter https://www.tournatur.bayern.de/

 

 

 

     Feldkirchner Jagdrunde – zum Thema ASP

 

05.02., 18 Uhr, „Haus der Jäger“ in Feldkirchen

 

 

 

      Seminar für Öffentlichkeitsarbeit –
Auf der Jagd nach Meinungsführerschaft

 

14. 02.: Landesjagdschule Lehrgang Nr. 20007 In Wunsiedel
17.02.: Landesjagdschule Lehrgang Nr. 20905 in Feldkirchen

 

 

 

Tierschutz, Waldumbau Wolfsmanagement – das sind Themen, die heute die Schlagzeilen bestimmen. Die besten Lösungen dafür kennen die Jäger praxisnah, effektiv und erfolgreich. Schließlich wurden sie dafür eigens ausgebildet. Kaum jemand kennt die Lebensräume und Lebensbedingungen so gut wie sie. Wir Jäger sind die staatlich geprüften experten für Wild und Natur.

 

 

 

Doch in der Öffentlichen Meinung spielt die Jagd bei solchen Themen eher selben eine Rolle. Das muss nicht sein. Die Jagd auf die Meinungsführerschaft hat begonnen. Mit welchen Themen wir wie die Medien und die Gesellschaft für uns gewinnen können, soll Schwerpunkt dieser Fortbildung sein. Anhand von Beispielen erarbeiten wir ein kleines Medienkonzept von der Pressemeldung bis zur Info-Veranstaltung , das auch draußen in den Kreisgruppen gut umsetzbar ist.

 

Anmeldung bei Maria Th. Lohmeier, Tel.: 089 / 99 02 34-33,
E-Mail: ljs-sekretariat@jagd-bayern.de

 

 

 

????    Die Freitagsfrage   ????

 

 

 

Jetzt sind Sie gefragt. Wir wollen Ihre Meinung wissen zu Themen, die uns Jäger und die Jagd in Bayern betreffen. Unsere Freitagsfrage heute lautet:

 

 

 

Der ÖJV fordert die Abschaffung der Notzeitfütterung beim Rehwild.

 

Ist die Notzeitfütterung vom Reh aus Ihrer Sicht fachlich notwendig?

 

 

 

Ihre Antwort bitte an

 

 

 

gertrud.helm@jagd-bayern.de – Stichwort Freitagsfrage

 

 

 

 

 

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende

 

 

 

Mit den besten Grüßen und Waidmannsheil!

 

 

 


ASP-Monitoring Wildschwein

 

Um ein mögliches Auftreten der ASP in der Wildschweinpopulation rasch zu erkennen, sollen kranke Tiere, die erlegt wurden oder verendet aufgefundene Wildschweine bayernweit im so genannten ASP-Monitoring Wildschwein untersucht werden. Bisher aber werden viel zu wenig Proben eingesandt.  Informationen dazu finden Sie im Anhang unter „ASP-Monitoring Wildschwein“

 

Wo und wann gibt es die BJV-Wildwarntafeln?

 

In der aktuellen Ausgabe der „Jagd in Bayern“ wurden die neuen BJV-Wildwarntafeln vorgestellt. Im Anhang finden Sie unter „Wildwarntafeln“ Informationen zu den Warntafeln.

 

 

 

Urteil zur Aufbewahrung von Waffentressorschlüsseln

 


Das Verwaltungsgericht Köln hat eine Entscheidung zur Aufbewahrung von Waffentressorschlüsseln zu Gunsten eines Jägers getroffen.

 

Der Fall: Einem Jäger wurde die Zuverlässigkeit abgesprochen, weil er den Zweitschlüssel für seinen Waffenschrank in einer verschlossenen Geldkassette im Schlafzimmer aufbewahrt hatte, die nicht der Sicherheitsstufe A entsprach. Bei einem Einbruch in sein Haus, haben die Einbrecher die Geldkassette mit schwerem Werkzeug aufgebrochen, den Schlüssel gefunden, entnommen und damit den Waffenschrank geöffnet und zwei Langwaffen entwendet.

 

Das Urteil: Der Bescheid der Waffenbehörde musste zurückgenommen werden, weil das Gericht ihn für rechtswidrig erachtete und den Kläger (Jäger) in seinen Rechten verletzt sah. 

 

Den ganzen Fall finden Sie  unter „Kreisgruppe Aktuell / Schießwesen

 

 

 

Termine, Termine, Termine

 

 

       Landestreffen der Jungen Jäger Bayern

 

 

 

Am 25. 01. laden die Jungen Jäger Bayern ein zum Landestreffen ins „Haus der Jäger“ in Neuburg an der Donau. Die Einladung dazu finden Sie im Anhang unter „Einladung Landestreffen Junge Jäger Bayern“. Bitte informieren Sie Ihren Jägernachwuchs. Es ist ein spannendes Programm geboten. 

 

 

 

        Feldkirchner Jagdrunde – zum Thema ASP

 

05.02., 18 Uhr, „Haus der Jäger“ in Feldkirchen

 

 

 

         Seminar für Öffentlichkeitsarbeit –
Auf der Jagd nach Meinungsführerschaft

 

 

 

14. 02.: Landesjagdschule Lehrgang Nr. 20007 In Wunsiedel
17.02.: Landesjagdschule Lehrgang Nr. 20905 in Feldkirchen

 

 

 

 

 

Tierschutz, Waldumbau Wolfsmanagement – das sind Themen, die heute die Schlagzeilen bestimmen. Die besten Lösungen dafür kennen die Jäger praxisnah, effektiv und erfolgreich. Schließlich wurden sie dafür eigens ausgebildet. Kaum jemand kennt die Lebensräume und Lebensbedingungen so gut wie sie. Wir Jäger sind die staatlich geprüften experten für Wild und Natur.

 

 

 

Doch in der Öffentlichen Meinung spielt die Jagd bei solchen Themen eher selben eine Rolle. Das muss nicht sein. Die Jagd auf die Meinungsführerschaft hat begonnen. Mit welchen Themen wir wie die Medien und die Gesellschaft für uns gewinnen können, soll Schwerpunkt dieser Fortbildung sein. Anhand von Beispielen erarbeiten wir ein kleines Medienkonzept von der Pressemeldung bis zur Info-Veranstaltung , das auch draußen in den Kreisgruppen gut umsetzbar ist.

 

Anmeldung bei Maria Th. Lohmeier, Tel.: 089 / 99 02 34-33,
E-Mail: ljs-sekretariat@jagd-bayern.de

 

 

 

 

 

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Jetzt sind Sie gefragt. Wir wollen Ihre Meinung wissen zu Themen, die uns Jäger und die Jagd in Bayern betreffen. Unsere Freitagsfrage heute lautet:

 

 

 

Soll der Wolf ins Jagdrecht?

 

 

 

Ihre Antwort bitte an

 

 

 

gertrud.helm@jagd-bayern.de – Stichwort Freitagsfrage

 

 

 

 

 

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende, spannende Jagderlebnisse im Sauenmond und ein kräftiges Waidmannsheil!

 

 

 

Wilderei ist kein Kavaliersdelikt

 

  Wilderei ist Tierleid, nicht Romantik und Mythos

 

  Der BJV verurteilt jede Art von Wilderei auf’s Schärfste und fordert mehr Respekt vor der Natur und den Wildtieren

 

Hauzenberg, 13.01.2020: Immer wieder wurden in den letzten Wochen Fälle von grausiger Wilderei bekannt, wo Tiere mit Schlingen gefangen oder mit fürchterlichen Schussverletzungen aus nichtjagdlichen Waffen qualvoll zu Grunde gingen. „Mit Romantik hat das nichts zu tun“, Wilderer handeln einfach nur kriminell.“ Über 200 Fälle pro Jahr werden bayernweit von der Polizei erfasst. Die Dunkelziffer aber liegt viel höher. Bisher konnten auch nur wenige Täter verurteilt werden. Die Aufklärungsquote liegt bei rund 26 Prozent. Der Grund: Die Beweissicherung ist ausgesprochen schwierig, weil viele der gewilderten Tiere einfach mitgenommen oder irgendwo in der Natur entsorgt und so nicht entdeckt werden.

 

Die Motive der Wilderer sind unterschiedlich: Manche Wilderer wollen die Trophäe, andere wildern, um billig an Wildfleisch zu kommen. Es gibt aber auch Wilderer, die einfach nur Tiere töten wollen. „Wilderei ist eine Straftat und muss strafrechtlich mit allen Konsequenzen verfolgt werden. BJV Jäger verurteilen alle Verstöße gegen das Tierschutz-, Naturschutz-, Jagd- und Waffengesetz. Wir als anerkannter Naturschutzverband fordern einen respektvollen Umgang mit der Natur und den Wildtieren in Feld und Wald “

 

Das gilt nicht nur für Jagdwilderei, sondern auch für die Wilderei von Tieren, die unter Naturschutz stehen, wie etwa der Luchs. Deshalb hat der BJV zusammen mit dem Landesbund für Vogelschutz und dem WWF sich für einen bayerischen „Aktionsplan Wilderei“ stark gemacht. Die Gesellschaft nimmt heute unter dem Vorzeichen des weltweiten Artensterbens Wilderei-Delikte ernst, nicht nur im fernen Afrika, sondern auch bei uns vor der Haustür. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Ermittlungen endlich auch zu Prozessen und gegebenenfalls auch zu einer Verurteilung des Täters führen. Unser Anliegen ist es, Polizei, Staatsanwälte und Richter auf diesem Weg zu ermutigen und zu unterstützen.“

 

Jagd ist gelebter Naturschutz

 


Wenn die selbsternannten Ökojäger postulieren




BJV-Infobrief_2019_November_1: Themen 1-4

 

 

Thema 1: Agrarumweltmaßnahmen - Erste Informationen zur Antragstellung 2020

 

 

Anfang des kommenden Jahres besteht wieder die Möglichkeit, Grundanträge für die flächenbezogenen KULAP-Maßnahmen sowie für das VNP einzureichen. Voraussichtlicher Antragszeitraum: 7. Januar bis 28. Februar 2020

 

Um den Landwirten die Anbauplanung für 2020 zu erleichtern, stehen mittlerweile die ersten Informationen vom StMELF zur Antragstellung zur Verfügung. Unter folgendem Link können diese eingesehen werden:

 

http://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/228338/index.php

 

Nach 2020 wird zunächst mit ein bis zwei Übergangsjahren gerechnet bis auf der EU-Ebene alle Details der neuen Förderperiode ausverhandelt und festgelegt sind.

 

Neuerungen bzw. Änderungen

 

Für die KULAP-Antragstellung wird es im kommenden Jahr zwei Gruppen von Maßnahmen geben:

 

Maßnahmen, für die eine Neuantragstellung mit fünfjährigem Verpflichtungszeitraum angeboten wird

 

Maßnahmen, bei denen Betriebe nur im Falle auslaufender Verpflichtungen eine Anschlussverpflichtung mit einer kürzeren Laufzeit von drei Jahren abschließen können

 

Im Zuge des Volksbegehrens für mehr Biodiversität und des dazu erlassenen Begleitgesetzes werden zudem einige KULAP-Maßnahmen in überarbeiteter Form angeboten.

 

Alle Änderungen stehen noch unter dem Vorbehalt der haushalts- und beihilferechtlichen Genehmigung.

 

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forst

 

 

Kulturlandschaftsprogramm (KULAP)

 

Das bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) bietet Landwirten die Möglichkeit, auf ihren Feldern und Wiesen geförderte Maßnahmen zum Wohl von Natur, Landwirtschaft und Jagd durchzuführen. Anfang jedes Jahres läuft die Antragsfrist. Umso wichtiger ist es, gerade zum Ende des jeweiligen Kalenderjahres den Dialog mit Jagdgenossen zu suchen, um in den Revieren die Anlage von wildtierfreundlichen Biotopen, aber auch für Vögel und Insekten gemeinsam zu planen und umzusetzen. Das KULAP bietet gesamtbetriebliche Maßnahmen sowie Maßnahmen für einen Betriebszweig oder für Einzelflächen an.

 

 

Frau Carla Thamm, Ressort Landwirtschaft, Kitzrettung

Kontakt: Tel.: 089 / 99 02 34-54

E-Mail: carla.thamm@jagd-bayern.de

 


Thema 2: Anfrage zum Transparenzregister

 

 

 

Anbei dürfen wir Ihnen ein Antwortschreiben von Herrn Rechtsanwalt Finkenzeller auf eine Anfrage der BJV-Hauptgeschäftsführung zum Transparenzregister zu Ihrer Information zuleiten.

 

 

 

 

Frau Irene Kurz, Ressort Sekretariat Hauptgeschäftsführer

 

Kontakt: Tel.: 089 / 99 02 34-25

 

E-Mail: geschaeftsfuehrung@jagd-bayern.de

 

 



Thema 3: Ergebnisse aus dem BJV-Waschbärmonitoring liegen vor!

 

Sehr geehrte Kreisgruppen

 

 

aktuell wird auf Bundesebene die EU-Verordnung Nr. 1143/2014 in deutsches Recht umgesetzt. Die Union schreibt darin den Mitgliedsstaaten vor, wie sie mit invasiven Arten wie z.B. dem Waschbären umgehen müssen. Für diese werden derzeit Managementkonzepte entwickelt, über das die Naturschutzbehörden die Oberhand haben.

 

Die Verordnung hat in Deutschland Eingang ins Naturschutz- und ins Bundesjagdgesetz gefunden, dessen neuer § 28a am 15. März 2018 in Kraft getreten ist (vgl. auch JIB 2/2018).

 

Um den Naturschutzbehörden eine fundierte und realistische Entscheidungsbasis für die Entwicklung eines Managementkonzeptes in Bezug auf den Waschbären unter Partizipation der Jäger zu bieten, hat der BJV im Frühjahr 2018 das Waschbärmonitoring gestartet.

 

Wir bedanken uns bei allen Jägerinnen und Jägern für ihre zahlreichen Rückmeldungen.

 

Die Umfrage zum Monitoring ist mittlerweile beendet und die Ergebnisse liegen vor:

 

45% aller 392 Teilnehmer geben an, Waschbären in Ihrem Revier zu haben, 55% aller Teilnehmer hingegen nicht. In Unterfranken wurden verstärkt Waschbärvorkommen im Revier gemeldet. Dieser Trend nimmt nach Südosten hin ab. Ein Abgleich mit den Streckendaten deutet darauf hin, dass der Waschbär in Unterfranken auch die höchste Dichte aufweist und sich von dort nicht nur räumlich ausbreitet, sondern über die Zeit auch exponentiell vermehrt.

Explizit dort, wo eine hohe Waschbärendichte zu verzeichnen ist, häufen sich auch die gemeldeten Schäden.

 

Dort, wo der Waschbär verstärkt vorkommt, wird er auch verstärkt erlegt. In den meisten Revieren waren dies im Schnitt 1-5 Waschbären. 86 % aller erlegten Waschbären wurden zuvor in einer Falle gefangen.

 

Mit 53% betreibt mehr als die Hälfte aller Teilnehmer bayernweit die Fallenjagd, wobei die Fallenjagd nicht vorrangig betrieben wird, um Waschbären zu fangen.

 

Unabhängig vom Waschbärvorkommen ist die bayerische Jägerschaft für den Waschbären als invasives Neozoon sensiblisiert:

 

Die prinzipielle Bereitschaft den Waschbären als invasive, gebietsfremde Art im Rahmen der EU-Verordnung Nr. 1143/2014 (noch intensiver) zu bejagen, ist in der befragten Jägerschaft zu 94 % gegeben.

 

Ebenfalls besteht mit 75% der Beteiligten eine hohe Bereitschaft, Waschbären auch in befriedeten Gebieten zu entnehmen, sofern eine behördliche Genehmigung vorliegt.

 

Aus den Antworten derer, die eine intensivere Bejagung auf Veranlassung des Gesetzgebers für nicht notwendig erachten geht hervor, dass sie sich der Problematik um den Waschbären sehr wohl bewusst sind, aber eine Einmischung durch den Gesetzgeber in ihren Kompetenzbereich eher kritisch gegenüberstehen.

 

74% der Befragten schätzt die Gefahr für die heimische Tierwelt, die vom Waschbären ausgeht als eher hoch ein.

 

 

83% der Jäger stufen den Waschbären als „Problembär“ ein oder belegen ihn eher negativ (4%).

 

Erinnerung zur Teilnahme an der Flächendeckenden Erfassung

 

Die Einbindung der Jägerdaten als politische Entscheidungsgrundlage gewinnt zunehmend an Bedeutung, betrachtet man nur das jüngste Beispiel zum Waschbärmonitoring.

 

Mittlerweile sind die bisher eingetroffenen bayerischen Daten (ca. 2100 Rückmeldungen) fast vollständig eingetragen. In manchen Landkreisen /Gemeinden ist eine hohe Teilnahme zu erkennen, in vielen Gebieten Bayerns jedoch noch nicht. Insgesamt liegt der Grad der beteiligten Gemeinden bei bisher ca. 36% und der beteiligten Reviere bei fast 16%. Wir sind auf einem guten Weg, aber da geht noch mehr!

 

Daher möchten wir nochmals aufrufen, falls noch nicht geschehen, sich an der Flächendeckenden Erfassung zu beteiligen und dafür bei Ihren Mitgliedern zu werben.

 

Frau Regina Gerecht, Ressort Wildtiermonitoring, Niederwild u.a.

 

Kontakt: Tel.: 089 / 99 02 34-27

 

E-Mail: regina.gerecht@jagd-bayern.de

 


Thema 4:Chinaseuche auf dem Vormarsch - Hämorrhagische Kaninchenkrankheit (wiss. RHD) als Todesursache von Wildkaninchen

 

 

Meldungen von massiven Bestandseinbrüchen beim Wildkaninchen bis hin zum Erlöschen von Populationen in einigen Regionen machen derzeit die Runde. In manchen Revieren werden Dutzende Tiere verendet oder sterbend aufgefunden. Es gibt sogar Reviere, die ganze Anhängerfuhren mit toten Tieren der Tierkörperbeseitigung zuführen müssen.

 

Die Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD), umgangssprachlich vor allem als Chinaseuche bekannt, ist derzeit die gefährlichste Kaninchenseuche. Diese meist tödlich endende Viruserkrankung kommt weltweit bei Zucht- und Wildkaninchen, seltener bei Hauskaninchen vor. RHD tritt in zwei Varianten auf- die „klassische“ RHD (der Erreger RHDV) und eine als RHD-2 (der Erreger RHDV-2) bezeichnete Variante. Die klassische Variante trat bereits in den Achtzigern das erste Mal in Deutschland auf.

 

Seit 2010 ist auch eine als RHD-2 bezeichnete Variante des Virus´ bekannt. Von Frankreich ausgehend hat sie sich in Italien, Portugal, Spanien und auch Deutschland „etabliert“.

 

Seit 2013 (Erstnachweis in der BRD, Nordrhein-Westfalen) breitet sich die neue Form in Deutschland immer mehr aus, wobei es in den Jahren 2016 und 2017 zu einem Massensterben bei (Haus- und Wild-)Kaninchen kam. Mittlerweile ist RHD-2 zu einer akuten Bedrohung der Haus-, Nutz- und Wildkaninchenbestände geworden.

 

Die RHD ist durch einen hochakuten Verlauf gekennzeichnet, der mit hohem Fieber, einer Leberentzündung und Blutungen einhergeht. Die meisten Kaninchen versterben innerhalb von 24-72 Stunden nach Infektion. Manchmal verenden die Tiere so schnell, dass die typischen Blutungen aus Nase und Vaginalgegend nicht auftreten.  Der Erreger, ein Calicivirus, ist hochkontagiös und wird in erster Linie durch direkten Kontakt zu kranken Tieren übertragen, eine Ansteckung ist jedoch auch indirekt über mit Ausscheidungsprodukten kontaminierte Äsungspflanzen, „ Kontaktpersonen“ und blutsaugende Insekten und Stäube möglich. 

 

Die Mortalitätsrate ist mit über 90 % sehr hoch. Im Gegensatz zur klassischen RHD erkranken und sterben alle Altersklassen, und auch Feldhasen. Die Verbreitung schreitet sehr schnell voran und tötet teilweise ganze Bestände.

 

Laut Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) halten sich  beide Virusvarianten RHDV und RHDV-2 sehr gut in der Umwelt. Bei höheren Temperaturen (bis 50° Celsius) und Trockenheit bleiben die Viren über längere Zeit stabil, z. B. getrocknet bei Raumtemperatur mindestens über 15 Wochen. In Kadavern hält sich das Virus bei tiefen Temperaturen nachweislich 7 Monate. Nach bisherigen Erfahrungen kann das Erbgut des Virus´ in überlebenden Tieren teilweise über mehrere Wochen nachgewiesen werden. Ob Überlebende tatsächlich Dauerausscheider von infektiösem Virus sind, ist allerdings nicht experimentell nachgewiesen.

 

Der Wildtierpopulation kommt im Rahmen der Übertragung eine große Bedeutung zu. Stellen doch in der Natur verendete Tiere und deren Kadaver ein großes Erregerreservoir dar. So kann der Erreger durch Beutegreifer (Greifvögel, Fuchs, Marder) und auch über blutsaugende Insekten über weite Strecken in kürzester Zeit verbreitet werden, was die Krankheit so schwer „beherrschbar“ macht.

 

Anhand der Krankheitssymptome kann RHD-2 nicht von der klassischen RHD unterschieden werden. Obwohl deutschlandweit in zunehmendem Maße RHD-Virustyp-2 nachgewiesen wird, treten auch die klassischen Stämme nach wie vor auf.

 

Während Impfprophylaxe-Maßnahmen bei in menschlicher Obhut befindlichen Kaninchen möglich sein können, scheidet diese Maßnahme im „Wildtierbereich“ generell aus. Problematisch erscheint, dass die gegen das klassische RHD-Virus zugelassenen Impfstoffe nur einen geringen belastbaren Schutz gegen die Variante RHD-2 zu bieten scheinen.  Die Erprobung neuer bzw. geeigneter Impfstoffe schreitet weiter voran. Sobald Erfahrungen mit und Daten zu neuen Impfstoffen vorliegen, werden diese veröffentlicht werden, um zumindest die „wirtschaftliche“ Kaninchenhaltung bzw. die Haustiere wirksam schützen zu können.

 

 

Dankenswerterweise haben ja bereits viele von Ihnen einen Beitrag für das BJV-Wildtiermonitoring mit der Datenerhebung zu verschiedenen Wildtierarten, u.a. auch für Wildkaninchen und Feldhase, für die flächendeckende Erfassung (anonymisiert, auf Gemeindeebene) geleistet. Aufgrund der aktuellen Situation dürfen wir Sie bitten, Ihre Beobachtungen im Hinblick auf den Bestand an Hasenartigen in Ihrer Region unserer zuständigen Fachreferentin Frau Gerecht zu melden. Dadurch wird sie in die Lage versetzt, die Bestandsentwicklung für die von dieser Krankheit betroffenen Arten graphisch für Bayern darzustellen. Vielen Dank für Ihr Engagement!

 

 [Zusätzliche Information: Die Myxomatose, die oft auch "Kaninchenpest" genannt wird, ist ebenfalls eine hoch ansteckende Viruserkrankung der Wild-, Haus- bzw. Nutzkaninchen und vielen Revierinhabern seit Jahrzehnten bekannt. Die Erkrankung ist in Deutschland weit verbreitet, es herrschen regelrechte Myxomatose-Endemiegebiete (Gebiete mit andauerndem Auftreten der Krankheit). In Abhängigkeit von den Witterungsverhältnissen und der damit einhergehenden Anzahl von Stechmücken, die u.a. das Virus übertragen, und dem Auftreten der Krankheit in der Wildkaninchenpopulation als natürliches Erregerreservoir, gibt es auch hier regelrechte Seuchenjahre.]

 

Frau Regina Gerecht, Ressort u.a. Wildtiermonitoring, Niederwild

 

Kontakt: Tel.: 089 / 99 02 34-27

 

E-Mail: regina.gerecht@jagd-bayern.de

 

 

Frau Dr. Claudia Gangl, Ressort u.a. Fachbereich Wildkrankheiten und Tierschutz

 

Kontakt: Tel.: 089 / 99 02 34-14

 

E-Mail: c.gangl@jagd-bayern.de

 



Hasenpest

 

in einigen Landkreisen ist jetzt wieder die Tularämie oder Hasenpest aufgetreten. Da die Krankheit auch auf den Menschen übertragen werden kann, müssen wir Jäger im Umgang mit Feldhasen oder Kaninchen besonders vorsichtig sein. Die anstehenden Treibjagden müssen deshalb aber keineswegs abgesagt werden, bestätigt unsere Fachreferentin für Wildkrankheiten und Tierschutz, Dr. Claudia Gangl. Sie gibt Tipps, wie Sie sich schützen können:

 

Vorsicht beim Umgang mit toten Feldhasen oder Kaninchen. Bitte den Kontakt mit Ausscheidungen, Blut und Organen von toten Tieren grundsätzlich meiden.

Beim Umgang mit erlegten Feldhasen und Wildkaninchen Mundschutz und Einmalhandschuhe tragen und nach der Arbeit die Hände gründlich reinigen und wenn möglich, desinfizieren.

Beim Aufbrechen auf bedenkliche Merkmale wie Milz-, Leber- oder Lymphknotenschwellungen achten. Wenn solche bedenkliche Merkmale vorliegen, den amtlichen Tierarzt hinzuziehen.

Wildbret von kranken Tieren darf nicht als Lebensmittel verwendet, sondern nur über die Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgt werden.

Wildbret von unauffälligen Feldhasen und Wildkaninchen darf nur gut durchgegart verzehrt werden. Die bei der Zubereitung des Wildbrets benutzten Gegenstände (Messer, Schneidbretter) sollten direkt im Anschluss mit heißem Wasser gründlich gereinigt und desinfiziert werden (Einhalten der Arbeits- und Küchenhygiene!).

Jäger und andere Personen mit Kontakt zu Wildtieren sollten bei unklaren Erkrankungen einen Arzt aufsuchen und diesen auf die vorausgegangenen Umstände (Vorbericht „Kontakt zu Wildtieren") hinweisen.


Pressemitteilung des Bayerischen Jagdverbandes vom 20. August 2019, Feldkirchen

Stoppt den Krieg gegen unsere heimische Tierwelt!

 

 

Der Bayerische Jagdverband (BJV) verurteilt die Forderung der Grünen, Nachtzieltechnik auch für die Jagd auf Reh- und Rotwild freizugeben.

 

Der Bayerische Jagdverband (BJV) setzt auf biologischen Sachverstand beim Waldumbau, auf Wertschätzung der Natur und gelebte Ökologie, nicht auf ideologische Parolen und verurteilt die maßlose Intoleranz der Grünen gegenüber unserem heimischen Reh- und Rotwild aufs Schärfste.

„Mir ist es unverständlich, dass eine Partei, die sich den Einsatz für die Natur auf die Fahnen schreibt, geradezu Krieg führt gegen einige unserer heimischen Wildarten, um einer rein gewinnorientierten, hochintensiven Forstwirtschaft das Wort zu reden“, so BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke. „Während die Bayerische Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern die heimischen Wildtiere für die Bevölkerung endlich wieder erlebbar machen wollen, präsentieren die Grünen den Bürgern nur eine rigorose Totschieß-Mentalität.“

 

In der Forderung von Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen, nach dem Einsatz von Nachtzieltechnik bei der Jagd auf heimisches Schalenwild, sieht der BJV wieder einmal bestätigt, dass den Grünen ideologische Parolen wichtiger sind, als ökologische Zusammenhänge, biologischer Sachverstand und Artenschutz.

Vocke: „Wer Wildtiere und ihren Nachwuchs Tag und Nacht gnadenlos verfolgen will, nur um die Bestände herunterzuschießen und ohne dass damit der Waldentwicklung wirklich genutzt wird, der handelt unverantwortlich gegenüber der Natur.“

 

 

Ja zu klimastabilen Wäldern

 

Auch der BJV spricht sich klar für den Umbau zu klimastabilen und naturnahen Wäldern aus. Sie dienen nicht nur dem Klimaschutz und nutzen nicht nur den Menschen sondern auch den tierischen Waldbewohnern. Selbstverständlich wissen die bayerischen Jägerinnen und Jäger um die Sorgen der Privatwaldbesitzer und der Notwendigkeit angepasster Wildbestände. Deshalb unterstützen sie die Waldentwicklung durch eine effektive Jagd nach den gesetzlichen Vorschriften aus Bund und Land.

Der Waldumbau darf aber nicht zu Lasten der Wildtiere gehen. Eine ökologische Waldbewirtschaftung schließt die Tiere im Wald nicht aus, im Gegenteil, sie betrachtet das Ökosystem Wald ganzheitlich und setzt auf Wald mit Wild.

 

 

Klimaschutz und Artenvielfalt statt Jagd nach dem Gewinn

 

 

Ministerpräsident Dr. Markus Söder fordert, der Wald solle primär nicht mehr der Gewinnerzielung sondern dem Klimaschutz und der Artenvielfalt dienen. Der BJV kann das nur unterstützen, vor allem im Staatswald. Privaten Waldbesitzern, die vom Holz leben, muss ein Wirtschaften natürlich weiterhin möglich sein.

Bäume mit Verbiss sind kein Problem für den Klimaschutz, denn sie sterben keineswegs ab, sondern wachsen munter weiter. Sie wachsen allerdings nicht ganz so schnell und sind stärker verzweigt. Für den Klimaschutz aber ist dieser Baum genauso wertvoll. Denn Verbiss ist kein ökologisches, sondern allein ein wirtschaftliches Problem.

 

Waldumbau mit Wild

 

Der BJV fordert deshalb ein klares Bekenntnis zu den heimischen Wildtieren in einem dazugehörigen artenreichen Wald und verurteilt einseitige Forderungen, die nur zu Lasten der Wildtiere gehen und die Schuld an den aktuellen Waldkalamitäten dem Reh- und Rotwild in den Äser schieben wollen.


BJV-Infobrief_2019_August_2: Thema SVLFG

 

Die SVLFG verschickt wieder Beitragsbescheide – legen Sie rechtzeitig Widerspruch ein!

 

 

 

Derzeit werden von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) wieder Beitragsbescheide verschickt. Wir raten Ihnen dringend, innerhalb der vorgegebenen Frist von vier Wochen Widerspruch dagegen einzulegen.

 

Durch die Beitragsneuordnung wurden durch die Umstellung der Berechnungsgrundlage von Jagdwert auf Jagdfläche die Beiträge sukzessive von 2013 bis 2018 angepasst. Bei 80 Prozent der Revierinhaber hat dies zu Beitragssteigerungen geführt. In diesem Jahr sollten die Beiträge eigentlich gleich bleiben. Die SVLFG hat nun aber den Hebesatz von 6,48 auf 6,59 Euro angehoben, was insgesamt in vielen Fällen wiederum zu Steigerungen der Beiträge führt - trotz Absenkung des Grundbeitrags.

 

Unter Angabe des Aktenzenzeichens des BJV-Musterprozesses S 8 U 5014/15 sollten Sie deshalb unbedingt Widerspruch gegen Ihren Beitragsbescheid einlegen. Die Begründung zum Widerspruch ist anliegend beigefügt, ebenso ein Muster für die Formulierung des Widerspruchs. Wichtig: Der Beitrag ist dennoch zu bezahlen – allerdings mit dem Vermerk „unter Vorbehalt". Grundsätzlich ist gegen jeden Beitragsbescheid erneut Widerspruch einzulegen.

 

Bei Fragen wenden Sie sich an die BJV-Geschäftsstelle,

 

Frau Carla Thamm, Tel.: 089 – 990 234 54, Email: carla.thamm@jagd-bayern.de

 

 

Musterprozesse des BJV gegen die SVLFG

Aktueller Stand der Musterprozesse des BJV gegen die SVLFG

 

Der Bayerische Jagdverband führt zwei Musterprozesse gegen die SVLFG.

 

Im Jahr 2011 stellte die SVLFG die Erhebung des Grundbeitrags um. Seitdem wird nicht mehr ein Grundbeitrag je Revierinhaber erhoben, sondern ein Grundbeitrag pro gepachtetem Revier. Das bedeutet für viele Jagdpächter, dass sie mehrfachen Grundbeitrag an die SVLFG entrichten müssen, weil sie mehrere Reviere haben. Dagegen hat der BJV Klage eingereicht. Die Verhandlung fand im Juni 2014 in erster Instanz vor dem Sozialgericht in München statt. Die Klage wurde abgewiesen, Rechtsmittel waren zugelassen. Der BJV hatte Berufung eingelegt. Auch die Berufung des BJV ist inzwischen abgeschlossen – sie wurde zurückgewiesen. Der BJV hat deshalb Revision eingelegt. Der Musterprozess bezüglich der Erhebung des Grundbeitrages befindet sich derzeit in der 3. Instanz. Die Verhandlung im Bundessozialgericht Kassel wurde für den 20. August 2019 angesetzt. [Das Aktenzeichen des Revisionsverfahrens lautet L 3 U 287/14.]

 

 

Eine weitere Änderung, die die Beiträge betraf, erfolgte im Jahr 2013. Die SVLFG legt seitdem als Bemessungsgrundlage für die Berechnung des so genannten risikoorientierten Beitrags die Jagdfläche und nicht mehr, wie bisher, den Jagdwert zugrunde. Auch hiergegen klagt der BJV. Denn in Bayern hat diese Umstellung bei 80 Prozent der Revierinhaber zu erheblichen Beitragssteigerungen geführt. Die Verhandlung dieses zweiten Musterprozesses des BJV gegen die SVLFG fand im Februar 2017 vor dem Sozialgericht in Landshut statt. In erster Instanz wurde dieser Prozess gewonnen. Die teils enormen Beitragssteigerungen durch die Umstellung der Beitragsberechnungsgrundlage vom Jagdwert auf die Jagdfläche sind nicht rechtens, stellte das Gericht fest. Nun wurde seitens der SVLFG jedoch Berufung gegen dieses Urteil eingelegt. Der Musterprozess befindet sich nun in der 2. Instanz vor dem Landessozialgericht. Ein neuer Verhandlungstermin vor dem Landessozialgericht steht noch nicht fest. [Das Aktenzeichen dieses Verfahrens in der Berufung lautet S 8 U 5014/15.]

 

Schließlich hatten der BJV und der DJV die Sozialwahl angefochten. Die Jagdverbände wurden bei der erstmaligen Teilnahme an der Wahl erheblich benachteiligt. Die im Juli 2017 eingereichte Klage wurde erstinstanzlich abgewiesen. Auch hier wurde Berufung eingelegt. Nun befindet sich die Verhandlung in zweiter Instanz. Eine Entscheidung wird Ende des Jahres 2019 erwartet.

 

Gespräche mit Vertretern der Politik

 

Es gibt beinahe keinen politischen Vertreter bzw. keine Partei auf Bundes- wie auch auf Landesebene, dem bzw. der der BJV nicht die Forderung, die Jagdpächter aus der Zwangsversicherung SVLFG zu entlassen, vorgetragen hat. Man zeigt zwar durchaus Verständnis, bisher war aber niemand dazu bereit, sich ernsthaft dafür einzusetzen. Die Hauptbegründung sind die Altlasten. Fragt man bei der SVLFG nach, wie hoch die Altlasten für die Sparte Jagd denn sind, so erhält man unterschiedliche Antworten. Die einen schreiben, dass diese nicht genau beziffert werden können. Manche rechnen hoch und nennen eine einmalige Summe (mit Verzinsung) bei einer Entlassung, die zwischen 35 und 50 Millionen liegt.

 

Unser Vorschlag: Jedes Jahr erhält die Sparte der Landwirte (also ausschließlich bodenbewirtschaftende Betriebe) vom Staat ca. 178 Mio. Euro zur Beitragsentlastung. Es wäre ein Leichtes, die Entlassung der Jäger ebenfalls zu finanzieren. Dazu ist man jedoch leider nicht bereit.


Auszug aus der Wild und Hund

BJV-Infobrief_2019_Juni_1: Themen 1-3

 

Thema 1: ASP beim Wildschwein – Fortführung der Aufwandsentschädigung für eingesandte Fallwildproben im Rahmen des „ASP-Monitoring Wildschwein"

 

Maßnahmen zur Früherkennung – Totfund-Monitoring

 

Um ein mögliches Auftreten der ASP in der Wildschweinpopulation rasch zu erkennen, hat Bayern bereits Maßnahmen zur Früherkennung dahingehend intensiviert, dass krank erlegte oder verendet aufgefundene Wildschweine bayernweit untersucht werden. Auch Proben verunfallter WS werden virologisch auf ASP im sogenannten ASP-Monitoring Wildschwein getestet.

 

Der Focus liegt auf der Untersuchung möglichst aller verendet aufgefundener WS, aber auch auffällig erlegte Wildschweine sollten beprobt werden. Zur Unterstützung erhalten Jäger auch in 2019 für die Probennahme bei verendet aufgefundenen WS und bei auffällig erlegten WS eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro Tier. Die Auszahlung erfolgt über den Bayerischen Jagdverband (Einsendeschein zum Erhalt der Aufwandsentschädigung auch zum Download unter www.jagd-bayern.de/formulare-jagdliche-praxis.html).

 

Die Revierinhaber werden gebeten, jedes verendet aufgefundene Stück Schwarzwild bei den zuständigen Behörden zu melden und, wenn möglich, auch zu beproben (Bitte besprechen Sie das Prozedere unbedingt mit Ihrem Veterinäramt.) Es ist von großer Bedeutung, dass bei der Meldung von Wildschweinkadavern bzw. der Beprobung der Fundort möglichst genau bestimmt wird. Im Seuchenfall können so adäquate Maßnahmen durch die Behörden ergriffen werden.

 

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz bedankt sich ausdrücklich für die tatkräftige Unterstützung durch den Verband und die Jägerschaft!

 

Ratschläge und Hinweise des Veterinäramtes Miltenberg u.a. zum Kadaverfund und zum Ablauf der Meldung von Totfunden zur Kenntnis zugesandt.

 

4. Auffinden verendeter Wildschweine: was ist zu tun, solange die Seuche noch nicht festgestellt worden ist („Friedenszeit")?

 

Bei der ASP-Bekämpfung ist die frühzeitige Erkennung eines Seuchengeschehens von essentieller Bedeutung. Die Untersuchung tot aufgefundener Wildschweine ist dabei eine wichtige Säule.

 

a) Fund eines toten oder verletzten Tieres OHNE Seuchenverdacht, z.B. Tiere mit erkennbaren Verletzungen, Verdacht auf Verkehrsunfall etc.

 

Entsorgung wie üblich („gemeinwohlvertraglich"). Bei diesen Tieren ist eine Untersuchung auf ASP im Rahmen des bekannten „Überwachungsprogrammes" (Passives Monitoring, sog. Totfund-Monitoring) sinnvoll. Zu diesem Zweck soll eine Bluttupfer- bzw. Organprobe entnommen und mit dem ausgefülltem Untersuchungsantrag (auch auf der Homepage des BJV unter www.jagd-bayern.de zu finden) im Veterinäramt abgegeben werden.

 

b) Fund sonstiger Wildschweinkadaver:  Bitte entnehmen Sie in jedem Fall eine Probe mit den vom Veterinäramt ausgegebenen Tupferprobenröhrchen, bringen diese ins Veterinäramt und melden dort den Fund. Eine Bergung und Entsorgung solcher Kadaver durch den Revierinhaber wird als sinnvoll angesehen, sofern dies hygienisch einwandfrei möglich ist. ( z.B. nicht zu großer Kadaver, der in einem auslaufsicheren Behältnis/Sack transportiert werden kann). Ist dies nicht möglich, weil das Tier z.B. zu groß oder zu stark verwest ist, so dass die Gefahr besteht, organisches Material und damit möglicherweise vorhandenes Virus zu verbreiten, empfiehlt das Veterinäramt, den Kadaver vor Ort zu lassen und die Fundstelle zu kennzeichnen und den Kadaver nach Möglichkeit zu „sichern". Das Veterinäramt entscheidet und organisiert dann das weitere Vorgehen.

 

Für die Probenahme und -abgabe im Rahmen des „Totfund-Monitorings" wird eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro über den Bayerischen Jagdverband ausbezahlt. (Der Antrag auf Auszahlung ist auch über die Homepage des BJV unter www.jagd-bayern.de zu beziehen.)

 

→ Sollte ein dringender Seuchenverdacht vorliegen, z.B. Fund mehrerer toter Wildschweine oder besondere Merkmale bei erlegten Stücken, dann informieren Sie bitte umgehend das Veterinäramt bzw. außerhalb der Dienstzeiten die Polizei! Diese wird die Behörde verständigen, die die weiteren Schritte veranlasst. Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche! Bereits der Verdacht verpflichtet Sie zu einer Anzeige.

 

5. Mitteilung eines Kadaverfundes

 

Nur wenn der Fundort eines Kadavers bekannt ist, können bei einem ASP-Nachweis angemessene Maßnahmen festgelegt werden, d.h. die Bestimmung des genauen Fundortes ist essentiell! Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Bitte markieren Sie den Fundort und ermitteln Sie die Geodaten mittels Smartphone (BJVdigital) oder GPS-Gerät.  Da es verschiedene Koordinatensysteme gibt, geben Sie bitte auch an, welche Art von Koordinaten sie übermitteln, z.B. UTM oder GK 3, GK 4 etc.

Nutzen Sie das vom BJV entwickelte einfach zu bedienende digitale Schwarzwildmonitoring-Programm –BJVdigital- auch zur „Markierung" von Fallwild.

Ermitteln Sie über Ihr Handy mit GPS-Funktion direkt im Wald Ihren Standort und dokumentieren Sie die Koordinaten oder machen sie einen Screenshot der Anzeige (sofern man Empfang hat).

 

Im Nachgang anhand von Kartenmaterial: Sowohl Google Maps als auch der Bayernatlas bieten gute Karten anhand derer die Koordinaten abgefragt werden können. Im Bayernatlas sind auch viele kleinere Gewässer erfasst, weshalb diese Karten sich auch zur Organisation der Fallwildsuche eignen. Suchen Sie in der entsprechenden Vergrößerung den Fundort möglichst genau, über Mausklick auf der rechten Maustaste bekommen Sie die Koordinaten angezeigt.

Auch über die „Tierfund-App" des Tierfund-Katasters des DJV (www.tierfund-kataster.de) ist es möglich, Wildunfälle sowie „andere" Totfunde zu erfassen. Die App erkennt automatisch den Standort und fragt die relevanten Daten ab.

Neben dem genauen Fundort ist auch der Verwesungsgrad der Kadaver für das weitere Vorgehen bedeutend. Daher bitten wir Sie, bei jedem gefundenen Wildschwein den Verwesungsgrad zu dokumentieren. Einfach und schnell lassen sich der Fundort sowie der Verwesungsgrad mit einigen Übersichtsaufnahmen mit dem Handy erfassen. Dies kann auch für ein ggf. später zum Einsatz kommendes Bergeteam hilfreich sein (erleichtert das Auffinden, Wahl der Ausrüstung.....).

 

Thema 2: Veröffentlichung eines „Mäh-Knigge" im Landtechnik-Forum der Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und Landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V.

 

 

 

Mäh-Knigge

 

 

 

Beratungsblatt mit Handlungsempfehlungen zur tierschonenden Mahd

 

Autoren:

 

Stefan Thurner und Katharina Mikschl, LfL Freising

 

 

 

Das Beratungsblatt basiert auf einem Projekt des Instituts für Landtechnik und Tierhaltung der LfL. Zudem wurden die Inhalte am "Runden Tisch zum Arten- und Naturschutz in Bayern" vorgestellt und mit anderen Verbänden, unter anderem dem Bayerischen Jagdverband, beraten und abgestimmt.

 

 

Der Mäh-Knigge richtet sich an alle verantwortlichen Bewirtschafter, Dienstleister und Jäger.

 

Thema 3: Wiss. Projekt „Syphilis" bei wildlebenden Hasen und Kaninchen

 

 

 

 

 

 

Wir haben ja bereits vielfach über den BJV-Infobrief den Kontakt mit jungen Wissenschaftlern vermittelt, die auf die Unterstützung durch die Jägerschaft angewiesen sind. Anbei dürfen wir Ihnen nun die Anfrage von Frau Hisgen weiterleiten, die um Hilfestellung durch die bayerische Jägerschaft bittet.

 

 

 

 

Ich, Linda Hisgen, bin Doktorandin am Deutschen Primatenzentrum Göttingen in der Arbeitsgruppe von Herrn Dr. Sascha Knauf und beschäftige mich mit der Syphilis bei wildlebenden Hasen und Kaninchen. Die Krankheit wird von Bakterien der Gattung Treponema hervorgerufen, welche eng mit dem Erreger der menschlichen Syphilis verwandt sind, jedoch keine Erkrankung beim Menschen auslösen. Die Tiere können krustige Läsionen im Kopf- und Genitalbereich aufweisen, allerdings sind die meisten infiziert ohne äußere Anzeichen einer Erkrankung zu zeigen. 

 

Mein Ziel ist es, einen möglichst detaillierten Überblick über das Vorkommen der Treponemen bei wildlebenden Hasen und Kaninchen zu bekommen und zu klären, welchen Einfluss sie auf die Populationen haben, ebenso die Verwandtschaftsverhältnisse des Kaninchen- und Hasenerregers mit dem menschlichen Erreger zu klären.

 

 

 

Dafür benötige ich Tupferproben aus dem Genitaltrakt von Hasen und Kaninchen (Vagina bzw. Penis) und optimal auch Blutproben. Das benötigte Probennahmematerial stellen wir natürlich zur Verfügung bzw. könnten ggf. auch selbst vor Ort sein.Als Jungjägerin liegt mir dieses Projekt sehr am Herzen und ich würde mich freuen, wenn sie mit mir vor der kommenden Jagdsaison (Feldhasen) Kontakt aufnehmen und wir eine mögliche Zusammenarbeit besprechen könnten.

 

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Linda Hisgen

PhD student

Work Group: Neglected Tropical Diseases

 Deutsches Primatenzentrum GmbH Leibniz-Institut für Primatenforschung

Kellnerweg 4,

37077 Göttingen

Tel: 0551-3851 134

 Mobil: 0175-5069892

 E-mail: lhisgen@dpz.eu

 http://www.dpz.eu

 


Bitte nicht anfassen!

 

In Wiese, Feld und Wald beginnt jetzt die Brut- und Setzzeit

 

Jäger appellieren an Spaziergänger und Naturfreunde, auf den Wegen zu bleiben und Jungtiere nicht anzufassen.

 

Hauzenberg, 20.03.2019 Während der Brut- und Setzzeit verwandeln sich Wiese, Feld und Wald in eine große Kinderstube, übrigens auch in der unmittelbaren Nähe von Siedlungen. Um dem Tier- und Artenschutz zu genügen, empfiehlt die BJV-Kreisgruppe Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. deshalb allen Naturfreunden, im Frühjahr auf den Wegen zu bleiben „Damit stören sie die Wildtiere am wenigsten, denn Biologen haben herausgefunden, dass Menschen und auch Hunde, die auf den Wegen bleiben, von Wildtieren nicht als Bedrohung wahrgenommen werden. “

 

Vorsicht vor der wilden Sau

 

Sehr früh im Jahr bringen die Wildschweine ihren Nachwuchs, die Frischlinge, zur Welt. Da heißt es, vorsichtig sein. Die Wildschweinmutter, die Bache, verteidigt ihren Nachwuchs vehement, wenn sie Gefahr wittert. Das Kinderzimmer, den so genannten Wurfkessel, richtet die Bache gerne im dichten Brombeergebüsch, im Jungaufwuchs von Buchen und Kiefern oder im Schilf ein. Besonders gefährdet sind Hunde, wenn sie dem Nachwuchs zu nahe kommen. Sie können schwer verletzt werden

 

Tarnen und Täuschen

 

Frischlinge, Junghasen, Rehkitze und Entenküken sind gut getarnt und nahezu unsichtbar, wenn sie sich bei Gefahr nahezu reglos ins Gras oder die Feldmulde drücken. Die Muttertiere lassen den Nachwuchs auch viel allein, um Fressfeinde nicht auf die Jungen aufmerksam zu machen. Feldhasenmütter suchen ihre Jungen nur zweimal am Tag auf, um sie mit zwei kräftigen Portionen fettreicher Milch zu füttern. Einzelne Jungtiere auf der Wiese oder im Feld sind also in der Regel nicht verwaist, sondern werden zu ihrem Schutz allein gelassen.

 

Bitte nicht anfassen!

 

Für den Menschen heißt das, schnell weggehen und die kleinen Tiere bitte nicht anfassen. Haben die Jungtiere den Geruch des Menschen erst angenommen, werden sie oft von den Muttertieren verstoßen und verhungern. Im Zweifelsfall sollten Naturliebhaber den ortsansässigen Jäger oder die Polizei informieren. Der Jäger kann den Zustand des Tieres einschätzen und gegebenenfalls handeln.

 

Wehe, wenn sie los gelassen

 

Vielerorts gilt zum Schutz der Jungtiere Leinenpflicht für Hunde. Die Gemeinde oder das Ordnungsamt informieren über die geltenden Vorschriften. Grundsätzlich sollten die Vierbeiner im Einflussbereich vom Halter bleiben und auf Ruf oder Pfiff hören oder eben an der Leine geführt werden.

Junghasen/ Photo Helmut Heimpel
Junghasen/ Photo Helmut Heimpel

BJV-Infobrief 2019 März

 

Kursangebot über die BJV-Landesjagdschule: Reviermanagement- und Schwarzwildmonitoring-System BJVdigital sowie die digitale Streckenliste – Es sind noch Plätze frei!

 

Schulung im Haus der Bayerischen Jäger, Hohenlindnerstr. 12, 85622 Feldkirchen

 

Donnerstag, 21. März 2019      19.00 – 21.30

 

 

Schulungsinhalte:

 

 

 

Die kostenfreie Schulung vermittelt den Aufbau und die verschiedenen Funktionen und Features von BJVdigital, dem Reviermanagement- und Schwarzwildmonitoring-System des Bayerischen Jagdverbandes. Dabei werden die einzelnen Aspekte live im System und Internet präsentiert und verständlich herausgearbeitet. Folgende Themen werden dabei je nach Möglichkeit detailliert behandelt:

 

-          Führen der digitalen Streckenliste

 

-          Systemeigenschaften und Datenschutzmodell

 

-          Registrierung und Anmeldung, Benutzer-Rollen und Rechte

 

-          Dateneingabe und Auswertungen

 

-          Erstellung der eigenen Reviergrenzen und Nutzung über BJVdigital

 

-          Führen der BJVdigital-Streckenliste

 

-          Reviereinrichtungen übersichtlich verwalten

 

-          Nutzung der BJVdigital-App

 

-          Bedienung der Meldungs- und Auswertungskarte

 

-          Nutzung des Systems für Bejagungsgemeinschaften und Schwarzwildarbeitskreise

 

-          weitere Punkte

 

 

Die Schulung richtet sich zudem an alle Jägerinnen und Jäger, die das System BJVdigital nutzen oder nutzen wollen. Ebenso können Jagdgenossen, Behördenvertreter oder weitere Funktionsträger teilnehmen.Erwünscht sind insbesondere Kreisgruppenvertreter und Beauftragte für Digitalisierung der BJV-Kreisgruppen und Mitgliedsvereine.Im Sinne einer interaktiven Kursgestaltung können auch konkrete Fachfragen aufgenommen und beispielhaft behandelt werden.Es würde uns sehr freuen, wenn Sie das Angebot wahrnehmen.

 

Anmeldung bitte bei Frau Lohmeier, LJS-Feldkirchen: Telefon: 089 – 99 02 34 33;

E-Mail: ljs-sekretariat@jagd-bayern.de

 

 


BJV-Infobrief_2019_Februar

 

 

Thema 1: Entwurmungsaktionen bei Wild in grenznahen tschechischen Revieren

 

 

Nach Informationen des  BMEL werden in der Tschechischen Republik auch 2019 wieder Entwurmungsaktionen bei Wildtieren durchgeführt. Die Behandlung von Wildtieren mit Antiparasitika wird nicht auf dem gesamten Hoheitsgebiet der Tschechischen Republik vorgenommen, sondern betrifft nur einzelne Jagdreviere gemäß und ausschließlich basierend auf dem positiven Ergebnis einer vorangegangenen parasitologischen Kontrolle/Untersuchung. Ausschließlich für diesen Zweck (von der State Veterinary Administration, Czech Republic) registrierte und zugelassene Antiparasitika dürfen gemäß einer vorgeschriebenen Dosierung verwendet werden. Nach dem tschechischen Veterinärgesetz ist der Einsatz von Tierarzneimitteln mit antiparasitärer Wirkung bei freilebendem Schalenwild in folgenden tschechischen Gebieten nahe der deutschen Grenze aktuell zulässig:

 

 

 

·         Česká Lípa

 

·         Ústí nad Labem

 

 

 

Der Einsatz wird – wie in den Vorjahren – ausschließlich im Monat Februar erfolgen. Folgende Schalenwildarten können von der Aktion betroffen sein, sofern sie in den Gebieten vorkommen:  Rotwild, Rehwild, Damwild, Sikawild, Muffelwild und Gamswild Schwarzwild steht nicht im Focus der „Behandlung", es kann jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass auch Wildschweine das Mittel aufnehmen.

 

Es besteht die Möglichkeit, dass jagdbare Wildtiere, welche die Arzneimittel aufgenommen haben, in grenznahe deutsche Reviere wechseln und entsprechend ihrer Jagdzeiten (im Zeitraum betroffen: Schwarzwild) zur Lebensmittelgewinnung erlegt werden. Da von den deutschen Behörden aktuell nicht auf konkrete Wartezeiten im Zusammenhang der Arzneimittelanwendung bei (potentiell lebensmittelliefernden) Wildtieren hingewiesen wurde, muss von einer Wartezeit von mindestens 28 Tagen ausgegangen werden (Arzneimittelgesetz (AMG) und Verordnung über tierärztliche Hausapotheken (TÄHAV)).

 

 

 

(Def. Wartezeit nach BMEL:Wartezeit ist die Zeit, die nach der letzten Verabreichung eines Arzneimittels an ein Tier bis zum Zeitpunkt der Herstellung von Lebensmitteln aus diesem Tier einzuhalten ist und die gewährleistet, dass eventuelle Rückstände bestimmte Höchstmengen für arzneilich wirksame Stoffe nicht überschritten werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Konsumenten von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft nicht durch Arzneimittelrückstände geschädigt werden. Die festgesetzte Wartezeit stellt sicher, dass nach Ablauf dieser Zeit keine für den Verbraucher gesundheitlich bedenklichen Rückstände in den essbaren Geweben, in Milch, Eiern oder Honig von mit Arzneimitteln behandelten Tieren auftreten. Erst nach Ablauf der Wartezeit kann das Tier einer Verwertung zugeführt werden.)

 

 

 

 

Derartige Entwurmungsmaßnahmen bei frei lebendem Wild werden in Deutschland nicht durchgeführt, dennoch besteht die Möglichkeit, dass behandelte Tiere mit den entsprechenden Arzneimittelrückständen aufgrund der Grenznähe aus tschechischen Gebieten in Reviere auf deutscher Seite wechseln. Eine Feststellung ist zum Zeitpunkt der Schussabgabe jedoch nicht möglich. Erst beim erlegten Tier kann durch Untersuchung festgestellt werden, ob ein Arzneimittel aufgenommen wurde. Deshalb obliegt dem Jäger als Lebensmittelunternehmer eine besondere Sorgfaltspflicht. Es ist verboten, Wildfleisch in Verkehr zu bringen, das unzulässige Arzneimittelrückstände aufweist. Weisen Sie bitte den Untersucher auf die Möglichkeit der Arzneimittelaufnahme hin. Auch möchten wir darauf hinweisen, dass Jäger, die potentiell „therapiertes" Schalenwild als Hegeabschüsse erlegen, vor einer Vermarktung im Rahmen der amtlichen Fleischuntersuchung überprüfen lassen müssen, inwieweit Arzneimittelrückstände vorliegen.

 

Thema 2: Radiocäsiummessgeräte

 

Der Bayerische Jagdverband bietet in diesem Jahr zum Erwerb im Frühjahr zwei Radiocäsiummessgeräte für die Kreisgruppen an. Es handelt sich dabei um Neubestellungen. Der Ankauf dieser Geräte wird durch Fördermittel aus der Jagdabgabe mit 90 % bezuschusst. Für die jeweilige Kreisgruppe verbleibt ein Eigenanteil in Höhe von 10 % des Ankaufspreises (468,86 Euro). Falls Interesse besteht ein Gerät erwerben zu wollen, setzen Sie sich bitte mit Herrn Schungel bis zum 15.2.2019 in Verbindung:

 

Tel.: 089 / 990 234 16, E-Mail: peter.schungel@jagd-bayern.de