BJV Aktuell


BJV-Infobrief_2018_November_1: Themen 1-3

 

 

Thema 1: Aktuelles zur Hasenpest, resp. Tularämie

 

 

Pressemitteilung_______________________________________________

 

Wie gefährlich ist die Hasenpest?

 

  • Jäger aus der Oberpfalz sind offensichtlich an der Hasenpest erkrankt
  • Hasenpest oder Tularämie kann auch auf den Menschen übertragen werden
  • So können Sie sich schützen
  • Ist auch das Wildbret vom Hasen gefährlich
  • Was tun, wenn der Verdacht der Infektion besteht

 

 

Hauzenberg, 08.11.2018: Neun Jäger aus der Oberpfalz haben sich vermutlich auf einer Treibjagd mit dem Erreger der Hasenpest angesteckt, erklärt der Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe Jägerschaft Wegscheider-Land e.V „Die Tularämie, umgangssprachlich Hasen- oder. Nagerpest genannt, ist eine bakterielle Infektionskrankheit bei Säugetieren, die vor allem bei freilebenden Nagetieren und Hasen und Kaninchen fast immer tödlich verläuft. Verursacht wird die Tularämie von Bakterien der Art Francisella tularensis. Das Besondere daran: Die Tularämie zählt zu den so genannten Zoonosen. Das heißt, der Erreger kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden.“

 

Übertragung auf den Menschen

Der Ausbruch der Krankheit ist beim Menschen jedoch ein eher seltenes Ereignis, aber auch Katzen, Hunde, Schafe, Rinder, Pferde oder Vögel erkranken eher selten an der Tularämie. Beim Robert-Koch-Institut werden deutschlandweit pro Jahr etwa 20 bis 30 Tularämie-Fälle bei Menschen gemeldet. Allerdings gehen die Wissenschaftler von einer höheren Dunkelziffer aus.  

Ein Kontakt mit kranken Tieren kann – wie offenbar in der Oberpfalz geschehen – zu einer Infektion führen. Sehr wahrscheinlich ist dies Ende Oktober im Landkreis Nabburg beim Versorgen der erlegten Hasen, als sie die Hasen ausgeweidet haben, nach einer gemeinsamen Treibjagd den Jägern passiert, 

 

Wie kann ich mich schützen?

Der beste Schutz sind Hygienemaßnahmen, sagt Vorsitzender Alois Rosenberger „Beim Aufbrechen deshalb bitte unbedingt Handschuhe tragen und nicht zu nah mit dem Gesicht an den Wildkörper kommen.“ Ein geeigneter Mundschutz, auch für das spätere Abbalgen, ist sehr empfehlenswert. Verhaltensauffällige oder tote Tiere sollten grundsätzlich nur mit Handschuhen angefasst werden.

 

Wie gefährlich ist es Wildbret vom Hasen zu verzehren?

Das Fleisch von Hasen und Kaninchen kann ohne Probleme verzehrt werden, wenn es gut durchgegart wird. Selbstverständlich sollte man wie bei allen Fleischprodukten die Küchenhygiene „hochhalten“ und sich nach dem Zubereiten des rohen Fleisches immer gründlich die Hände waschen. 

 

Was tun, wenn Verdacht auf eine Infektion besteht?

Die Hasenpest äußert sich in der Regel zu Beginn der Krankheit mit grippeähnlichen Symptomen, wie Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Jäger aus der Oberpfalz haben alles richtiggemacht, sie sind bei den ersten Krankheitsanzeichen sofort zum Arzt gegangen. Wenn die Krankheit frühzeitig erkannt wird, lässt sie sich gut mit Antibiotika behandeln.

„Anlass zur Hysterie“ so Alois Rosenberger „besteht auf keinen Fall, aber ich rate allen zu vernünftiger Vorsicht.“

Foto von piclease:toter Feldhase - Lepus europaeus Fotograf: Stefan Ott AT, Burgenland, Neusiedler See


Tularämie- Synonym Hasenpest oder Nagerpest

 

 

In unregelmäßigen Abständen erschienen in der bayerischen Presse Berichte zur Tularämie bei Feldhasen. Meist wurden verendet aufgefundene Feldhasen zur Untersuchung eingesandt und anschließend der Anfangsverdacht auf das Vorliegen von Tularämie bestätigt.

 

Bei dem Infektionserreger handelt es sich um das Bakterium Francisella tularensis, das überwiegend bei freilebenden Nagetieren und Hasenartigen vorkommt. Die Tularämie ist keine ungewöhnliche, neuartige Erkrankung, sie kommt seit Jahrhunderten regelmäßig auf der nördlichen Halbkugel in der Wildhasen- und Wildnagerpopulation vor. Bei infizierten Tieren kommt es in der Regel  in kürzester Zeit zu einer fieberhaften Allgemeininfektion, die mit Abmagerung, Schwäche und Apathie einhergeht. Nicht selten ist damit eine Veränderung des Fluchtverhaltens verbunden, die Tiere verlieren aufgrund von Entkräftung ihre natürliche Scheu, so dass derartig erkrankte Tiere auch von Hunden bzw. vom Jäger gegriffen werden können.

 

Generell sind bei Tieren milde Formen mit lokaler Lymphknotenschwellung genauso möglich wie schwerwiegende, septikämische Verlaufsformen. Insbesondere bei Hasen, Kaninchen und Nagetieren sind seuchenhafte Verläufe mit hoher Sterblichkeit bekannt. Jedoch müssen bei „frischen“ Infektionen nicht sofort sichtbare Krankheitsanzeichen bzw. Organveränderungen vorliegen, dennoch ist der gefährliche Erreger da und kann zur Infektion z.B. bei kontakthabenden Menschen führen.

 

 

Die Zoonose Tularämie

 

Besondere Bedeutung kommt dem Bakterium insofern zu, da es sich um einen Zoonose-Erreger handelt, d.h. er kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Die Übertragung auf Tiere oder den Menschen erfolgt meist durch direkten Kontakt mit kontaminierter Umgebung oder infizierten Tieren (z.B. über Haut- und Schleimhautkontakt oder Einatmen kontaminierter Stäube und Aerosole) sowie  durch Verzehr ungenügend erhitzen Wildbrets. Die Tularämie-Erkrankung beim Menschen ist im Vergleich zu anderen Humaninfektionen ein seltenes Ereignis. Dass jedoch immer mal wieder Erkrankungsfälle beim Menschen vorkommen, zeigt das aktuelle Ereignis in der Oberpfalz. Hier haben sich mehrere Jäger auf einer gemeinsamen Treibjagd Ende Oktober sehr wahrscheinlich mit dem Erreger über den Kontakt mit einem infizierten Feldhasen angesteckt. Sie haben richtig gehandelt, in dem sie sich vermutlich bei Bemerken erster Symptome  sofort in ärztliche Behandlung begeben hatten und die Ärzte auf den Umstand der Treibjagdteilnahme und Kontakt mit Hasen aufmerksam gemacht hatten.

 

Ohne antibiotische Behandlung kann die Sterblichkeit beim Menschen über 30% betragen. Um es nicht soweit kommen zu lassen, müssen vor allem in Gebieten mit häufigerem Auftreten von Francisella tularensis geeignete Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Verhaltensauffällige bzw. tote Tiere sollten nur mit Handschuhen angefasst werden, ein Abbalgen nur mit einem geeigneten Mundschutz erfolgen. Beim Menschen verläuft die Krankheit in Abhängigkeit vom Übertragungsweg sehr unterschiedlich. Bei Auftreten erster Krankheitsanzeichen, wie grippeähnliche Symptome, z.B. Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, gefolgt von Lymphknotenschwellungen etc., ist umgehend ein Arzt zu konsultieren.

 

Beim Aufbrechen von Hasentieren ist unbedingt auf „bedenkliche Merkmale“ zu achten, und dies nicht nur aus Wildbret-Hygienegesichtspunkten. Wann immer „verdächtige“ Beobachtungen gemacht werden, erbringt schlussendlich erst eine eingeleitete Laboruntersuchung eine Diagnose!

 

Es muss darauf hingewiesen werden, dass ein gewisses Infektionsrisiko durch Tularämie vor allem für Jäger besteht, das aber durch die Anwendung und Einhaltung fleisch- und vor allem allgemeinhygienischer Grundsätze beim Umgang mit dem Wild auf der Jagd und in der Küche minimiert werden kann. Jäger sind angehalten, strikte Hygienemaßnahmen im Umgang mit Wildtieren einzuhalten und Wildbret vollständig durchzugaren.Infektionen über unzureichend erhitzte Nahrungsmittel oder kontaminiertes Wasser sind genauso möglich wie über das Einatmen infektiöser Stäube oder durch Bissverletzungen.

 

Einen besonderen Infektionsweg konnte man 2016 in Rheinland-Pfalz beobachten, indem eine Tularämie-Infektion bei mehreren Menschen bestätigt wurde, nachdem sie Traubenmost konsumiert hatten. Man vermutete, dass ein infiziertes Tier über die Traubenernte in den Herstellungsprozess geraten ist und beim Verkosten zur Infektion der Personen geführt hat.

 

 

Hasenpest und Hunde

 

Da der Erreger auch durch saugende und stechende Insekten und auch Zecken übertragen werden kann, sollten auch hiergegen Schutzmaßnahmen ergriffen und auch der vierbeinige Jagdhelfer miteinbezogen werden.

 

Viele Tierarten sind bei weitem nicht so anfällig für die Hasenpest wie Hasenartige. Hunde zum Beispiel besitzen eine hohe natürliche, jedoch keine absolute Resistenz gegenüber Francisella tularensis und können nach einer Infektion mit dem Erreger Symptome entwickeln, die der Staupe ähneln. Eine schwere Symptomatik ist bei Hunden jedoch selten. Das Fressen von rohem Fleisch erkrankter Wildtiere oder auch die Aufnahme von Kaninchen- oder Nagerkadavern bergen ein Ansteckungsrisiko. Als Träger des Erregers, selbst ohne Symptome zu zeigen, könnten die Hunde theoretisch auch als Überträger in Frage kommen, jedoch fehlt es an eindeutigen wissenschaftlichen Beweisen.Abschließend ist zu sagen, dass kein Anlass zur Hysterie, aber dennoch zur vernünftigen Vorsicht besteht.

 

Dr. Claudia Gangl

 

 

 

Untersuchung von Feldhasen  am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Quelle u.a. LGL-Homepage)

 

In Bayern wird das Hasenpestgeschehen vom LGL seit 2007 verfolgt, seit 2012 besteht darüber hinaus auch eine Kooperation des LGL mit dem Bayerischen Jagdverband in Form eines sog. Feldhasenmonitorings - Überprüfung des Gesundheitszustandes von Feldhasen. Bei den dem LGL zur Untersuchung überlassenen Feldhasen stand die Erforschung infektiöser Krankheits- bzw. Todesursachen im Vordergrund.

 

Im Jahr 2016 wurden 61 Feldhasen, die im Rahmen der Kooperation mit dem BJV von Jägern sowie durch die Veterinärämter eingesandt wurden, untersucht Die häufigste nachgewiesene Krankheit, und vermutlich todesursächlich, war Pseudotuberkulose (=Yersiniose), gefolgt von Tularämie und der Viruserkrankung EBHS. Bei einem Tier mit zahlreichen Abszessen wurden Brucellen vom Typ Brucella suis Typ 2 nachgewiesen und damit  das Vorliegen einer Brucellose attestiert. Darüber hinaus litten etliche Tiere zu Lebzeiten an Lungenentzündungen und Septikämien.

 

In 2017 untersuchte das LGL 26 Feldhasen. Neben der Pseudotuberkulose (=Yersiniose) wurde die Tularämie bei 10 Tieren nachgewiesen, ein Feldhase hatte Brucellose, ein weiterer Pasteurellose. Alle genannten Infektionskrankheiten sind Zoonosen!

 

Die Anzahl der am LGL durchgeführten Untersuchungen und Tularämie-Nachweise sind in Tabelle 1 dargestellt. Die angegebenen Zahlen sind bezogen auf die Gesamtpopulation der Feldhasen in Bayern als nicht repräsentativ anzusehen. Eine Erweiterung des Probenumfanges ist erforderlich. Aus diesem Grund wird die Jägerschaft gebeten, krank erlegte und totgefundene Feldhasen an das LGL zur Untersuchung einzusenden. Der benötigte Untersuchungsantrag kann beim Bayerischen Jagdverband angefordert werden.

 

Die Tularämie wird bei Feldhasen in Nord- und Südbayern gleichermaßen nachgewiesen. Der Anteil an Feldhasen mit Tularämie scheint aber, bezogen auf die Gesamtpopulation, gering zu sein. Daten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) als Nationales Referenzlabor für Tularämie bei Tieren zeigen darüber hinaus, dass der Erreger in der Feldhasenpopulation in ganz Deutschlands vorkommt.

 

 

 

 

Vorkommen beim Menschen

 

Trotz des Vorkommens des Erregers in der deutschen Feldhasenpopulation sind nur wenige humane Erkrankungsfälle bekannt. Gemäß den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Konsiliarlabor für Tularämie beim Menschen, wurden seit 2010 nachfolgend aufgeführte Fallzahlen humaner Tularämie-Infektionen gemeldet (siehe Tab. 2). Die Diagnose beim Menschen wird meist als klinische Verdachtsdiagnose mit dem Vorbericht „Kontakt zu Wildtieren“ gestellt. Der Antikörpernachweis aus dem Blut ist hier ein etabliertes Nachweisverfahren.   

 

 

 

 

Vorbeugende Maßnahmen

 

·         Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Wildtieren, insbesondere bei offensichtlich kranken Tieren

 

·         Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Kadavern von Wildtieren

 

·         Einhalten der Arbeitshygiene beim Umgang mit erkrankten oder toten Wildtieren

 

·    Einhalten der Arbeits- und Küchenhygiene beim Umgang mit Wildbret während der Vorbereitung (Aufbrechen, Enthäuten) und der Zubereitung

 

·         Wildgerichte nur gut durchgegart verzehren

 

 

 

Gesetzliche Grundlagen

 

Der Erregernachweis aus akuten menschlichen Erkrankungsfällen ist gemäß § 7 Abs. 1 des Infektionsschutzgesetzes meldepflichtig.

 

Die Tularämie bei Hasen und Kaninchen wird gemäß der Verordnung über meldepflichtige Tierkrankheiten durch die Untersuchungseinrichtung dem zuständigen Veterinäramt gemeldet.                 

 

 

 

 

 


BJV-Infobrief_2018_Oktober

 

 

Thema 1: Fotofallen-Monitoring Wolf

 

Die Anwesenheit des Wolfes schlägt in Bayern derzeit große Wellen. Vor diesem Hintergrund hat das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) eine Anfrage an den BJV gestellt und darum gebeten, Hinweise zu Wolfsbeobachtungen, die per Wildkamera/ Fotofalle dokumentiert wurden, dem LfU zur Verfügung zu stellen. Der BJV ruft nun das „Fotofallen-Monitoring Wolf" ins Leben, welches folgendermaßen konzipiert ist:

 

1. Die Jägerschaften aus Ihrer Kreisgruppe, die in ihren Revieren Fotofallen zur Wildbeobachtung betreiben, werden gebeten, ihre Fallen regelmäßig, mindestens alle 1-2 Wochen auf Wolfsnachweise zu überprüfen.

 

2. Im Falle eines positiven Befundes übermitteln die Jäger dem Bayerischen Jagdverband die folgenden Daten:

 

- Bildmaterial aus Fotofallen, auf denen (möglicherweise) ein Wolf abgelichtet wurde.

 

- Die Angabe einer Verortung (mindestens die Nennung der Gemeinde).

 

- Die Angabe über den Tag der Aufnahme.

 

- Kontaktdaten, bestehend aus Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

 

3. Der BJV übermittelt dem LfU

 

- Das Bildmaterial, welches ausschließlich zu internen Zwecken im LfU genutzt werden darf. Die Bildrechte verbleiben beim jeweiligen Jäger.

 

- Die Angabe der Gemeinde und den Tag der Aufnahme.

 

Ihre Unterstützung ist von sehr großer Bedeutung, um die Debatte um den Wolf mit handfesten Daten zu untermauern. So ergänzen die Daten aus der Jägerschaft direkt und eindrucksvoll unsere thematischen Karten zum Wolf.

 

In Bezug auf den Datenaustausch legen wir größten Wert auf die Wahrung der Anonymität unserer Mitglieder. Die Kontaktdaten dienen lediglich der Möglichkeit von Rückfragen. Diese werden im Bedarfsfall nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Betreffenden herausgegeben.

 

 

Ansprechpartnerin bei Fragen und Adressatin für Ihre Meldungen:

 

Regina Gerecht

Referentin für Wildtiermonitoring

Hohenlindner Straße 12

85622 Feldkirchen

Telefon: 089/99 02 34-27

eMail: regina.gerecht@jagd-bayern.de

 


BJV-Infobrief_2018_September

 

Sogenannter Waldpakt: Einbindung des BJV – totale Fehlanzeige!

 

Forstpolitik:

Die bayerische Staatsregierung hat – nach einem bereits älteren,vergleichbaren Pakt – mit einzelnen Verbänden einen sog. Waldpakt neu geschlossen.Obwohl der sog. Waldpakt ausdrücklich jagdliche Belange thematisiert und zu Lasten der Jägerschaft festschreibt, ist der BJV weder bei der Erarbeitung noch bei der Unterschrift des Pakts eingebunden worden.Keine Anfrage zur Mitwirkung, Mitformulierung oder Mitunterzeichnung,lediglich ein äußerst kurzfristiger, telefonischer Zuruf der zuständigen Staatsministerin gegenüber dem BJV-Präsidenten, dass der Pakt am nächsten Tag (!) im Rahmen der Messe Interforst geschlossen und bekanntgegeben

wird. BJV-Präsident Prof. Dr. Vocke trug sofort beim benannten Telefongespräch und seitdem mehrfach öffentlich sein Missfallen über die fehlende Einbindung vor.

 

Festzustellen ist also die fehlende Einbindung des BJV trotz jagdlicher Belange und ein

Pakt bzw. „Vertrag" zu Lasten Dritter, der bei einem Vertrag im rechtlichen Sinne sogar rechtswidrig wäre – ein krasses Negativbeispiel dafür, wie mit unserem jagdlichen Ehrenamt gerade nicht umgegangen werden sollte.Wie es besser läuft, führt aktuell das bayerische Umweltministerium vor: Ein gegenwärtiges Projekt des bayerischen Umweltministeriums bzw. des Bayerischen Landesamts für Umwelt zur Haselhuhnerfassung gibt die enge Einbindung bzw. Zusammenarbeit mit dem BJV als Zielmarke ausdrücklich vor. Das bayerische Umweltministerium bindet den BJV in jagdlichen Fachfragen ausdrücklich und sehr positiv ein.


BJV-Infobrief_2018_August_

 

 

Die SVLFG verschickt wieder Beitragsbescheide – legen Sie rechtzeitig Widerspruch ein!

 

Derzeit werden von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) wieder Beitragsbescheide verschickt. Wir raten Ihnen dringend, innerhalb der

vorgegebenen Frist von vier Wochen Widerspruch dagegen einzulegen.Durch die Beitragsneuordnung wurden durch die Umstellung der Berechnungsgrundlage von Jagdwert auf Jagdfläche die Beiträge sukzessive von 2013 bis 2017 angepasst. Bei 80 Prozent der Revierinhaber hat dies zu Beitragssteigerungen geführt. In diesem Jahr sollten die Beiträge eigentlich gleich bleiben. Die SVLFG hat nun aber den Hebesatz von 6,23 auf 6,48 Euro angehoben, was insgesamt in vielen Fällen wiederum zu Steigerungen der Beiträge führt - trotz Absenkung des Grundbeitrags.Unter Angabe des Aktenzenzeichens des BJV-Musterprozesses S 8 U 5014/15 sollten Sie deshalb unbedingt Widerspruch gegen Ihren Beitragsbescheid einlegen. Die Begründung zum Widerspruch ist anliegend beigefügt, ebenso ein Muster für die Formulierung des Widerspruchs.Wichtig: Der Beitrag ist dennoch zu bezahlen – allerdings mit dem Vermerk „unter Vorbehalt". Grundsätzlich ist gegen jeden Beitragsbescheid erneut

Widerspruch einzulegen.

 

                        Bei Fragen wenden Sie sich an die BJV-Geschäftsstelle,  

Frau Anita Weimann, Tel.: 089 – 990 234 54, Email: anita.weimann@jagd-bayern.de

 

Musterprozesse des BJV gegen die SVLFG

 

Der Bayerische Jagdverband führt zwei Musterprozesse gegen die SVLFG. Im Jahr 2011 stellte die SVLFG die Erhebung des Grundbeitrags um. Seitdem wird nicht mehr ein Grundbeitrag je Revierinhaber erhoben, sondern ein Grundbeitrag pro gepachtetem Revier. Das bedeutet für viele Jagdpächter,dass sie mehrfachen Grundbeitrag an die SVLFG entrichten müssen, weil sie mehrere Reviere haben. Dagegen hat der BJV Klage eingereicht. Die Verhandlung fand im Juni 2014 in erster Instanz vor dem Sozialgericht in München statt. Die Klage wurde zurückgewiesen, Rechtsmittel sind zugelassen. Der BJV hat Berufung eingelegt. Ein zweiter Verhandlungstermin hat stattgefunden, die Klage wurde jedoch wiederum abgewiesen, Revision ist zugelassen. Ein Termin für die

Verhandlung in dritter Instanz ist noch nicht bekannt. Das Aktenzeichen dieses

Musterprozesses lautet L 3 U 287/14.

 

Die nächste Umstellung die Beiträge betreffend erfolgte im Jahr 2013. Die SVLFG legt seitdem als Bemessungsgrundlage für die Berechnung des so genannten risikoorientierten Beitrags die Jagdfläche und nicht mehr, wie bisher, den Jagdwert zugrunde. Auch hiergegen klagt der BJV. Denn in Bayern hat diese Umstellung bei 80 Prozent der Revierinhaber zu erheblichen Beitragssteigerungen geführt. Die Verhandlung dieses zweiten Musterprozesses des BJV gegen die SVLFG fand im Februar 2017 vor dem Sozialgericht in Landshut statt. In erster Instanz wurde dieser Prozess gewonnen. Die teils enormen Beitragssteigerungen durch die Umstellung der

Beitragsberechnungsgrundlage vom Jagdwert auf die Jagdfläche sind nicht rechtens, stellte das Gericht fest. Seitens der SVLFG wurde jedoch bereits Berufung gegen dieses Urteil eingelegt. Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Das Aktenzeichen dieses Musterprozesses lautet S 8 U 5014/15.Vergangenen Donnerstag wurde die gemeinsame Klage von BJV und DJV vor dem Sozialgericht in Kassel verhandelt. Beide Verbände haben die Durchführung der Sozialwahl angefochten. Die Klage wurde abgewiesen, Rechtsmittel sind zugelassen. Auch hier wird Berufung eingelegt.

 

Gespräche mit Vertretern der Politik

 

Es gibt beinahe keinen politischen Vertreter bzw. keine Partei auf Bundes- wie auch auf Landesebene, dem bzw. der der BJV nicht die Forderung, die Jagdpächter aus der Zwangsversicherung SVLFG zu entlassen, vorgetragen hat. Man zeigt zwar durchaus Verständnis, bisher war aber niemand dazu bereit, sich ernsthaft dafür einzusetzen. Die Hauptbegründung sind die Altlasten. Fragt man bei der SVLFG nach, wie hoch die Altlasten für die Sparte Jagd denn sind, so erhält man unterschiedliche Antworten. Die einen schreiben, dass diese nicht genau beziffert werden können. Manche rechnen hoch und nennen eine einmalige Summe (mit Verzinsung) bei einer Entlassung, die zwischen 35 und 50 Millionen liegt. Unser Vorschlag: Jedes Jahr erhält die Sparte der Landwirte (also ausschließlich bodenbewirtschaftende Betriebe) vom Staat 178 Mio. Euro zur

Beitragsentlastung. Es wäre ein Leichtes, die Entlassung der Jäger ebenfalls zu finanzieren. Dazu ist man jedoch leider nicht bereit.Im Oktober 2018 findet die Landtagswahl statt. Gehen Sie bewusst auf die Politiker Ihres Stimmkreises zu, sprechen Sie gezielt das Thema SVLFG an und tragen Sie die Forderung der Entlassung der Jagdpächter aus der SVLFG vor. Steter Tropfen höhlt vielleicht doch einmal den Stein...... 


BJV erreicht riesigen Erfolg in Berlin

 

 

Deutscher Bundestag berät über Tiergesundheitsgesetz und Änderungen im Bundesjagdgesetz

 

Bayerischer Jagdverband (BJV) wird in Berlin aktiv und kann wichtige Forderungen zugunsten der bayerischen Jäger durchsetzen

 

BJV erreicht Wegfall der Duldungspflicht überjagender Hunde und Entschädigung im Seuchenfall auch für Jäger


 

Feldkirchen, Berlin, 27. September 2018 (gh): Eine Gesetzesinitiative der  Bundesregierung sieht vor, zum Schutz vor Afrikanischer Schweinepest (ASP) das Tiergesundheitsgesetz und das Bundesjagdgesetz zu ändern, um im Seuchenfall schneller und effektiver handeln zu können. Die Jägerschaft in Bayern ist sich ihrer Verantwortung durchaus bewusst. Doch einzelne wichtige Punkte dieses Gesetzentwurfs waren nicht akzeptabel.

 

Der Grund: Zu dem Gesetzentwurf der Koalition hat der Bundesrat einen Ergänzungsantrag gestellt. Darin haben die Länder Brandenburg und Niedersachsen die Duldungspflicht überjagender Hunde  bei Bewegungsjagden auf alles Schalenwild gefordert, auch außerhalb des Seuchenfalls. Darüber hinaus sollten die Jäger nach diesem Entwurf leer ausgehen, wenn sie im Seuchenfall ihr Revier über Monate nicht bewirtschaften können. Schließlich muss der Jäger hohe Pachtpreise für ein Revier bezahlen, das er dann nicht nutzen darf.

 

BJV verhandelt in Berlin

 

Der Bayerische Jagdverband ist umgehend aktiv geworden. Jagdpräsident Prof. Dr. Jürgen Vocke ist extra nach Berlin gereist, um mit den maßgeblichen Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu sprechen. In stundenlangen Beratungen mit Vertretern der Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD, mit Vertretern der Liberalen und der Linken hat der BJV erreicht, dass auch die Belange der Jäger in den neuen Gesetzen berücksichtigt werden.

 

Riesiger Erfolg für den Bayerischen Jagdverband: Keine Duldungspflicht überjagender Hunde – Schadensersatz im Seuchenfall auch für Jagdpächter

 

Gestern und heute wurde nun über den Gesetzentwurf der Koalition in den federführenden Bundestagsausschüssen  abgestimmt. Die wichtigen Forderungen des BJV wurden dort umgesetzt. Die Duldungspflicht überjagender Hunde bei Bewegungsjagden wurde gestrichen, das heißt, dem Bundesrat-Ergänzungsantrag wurde in diesem Punkt nicht stattgegeben.

 

Außerdem wurde im Tiergesundheitsgesetz jetzt auch- entsprechend unserer Forderung – den Revierinhabern ein Anspruch auf Schadensersatz und eine Aufwandsentschädigung im Seuchenfall eingeräumt. Neben Land- und Forstwirten bekommen also auch Revierinhaber  einen Schadensersatz, wenn die Veterinärbehörde ein Seuchengebiet festlegt und die Jagd darin aus Gründen der öffentlichen Sicherheit über längere Zeit ruhen muss.

 

Danke für eine Entscheidung mit Sachverstand!

 

„Ohne die tatkräftige Unterstützung der Jäger“, betont Dr. Georg Nüßlein, Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, „kann eine so aggressive Seuche wie die Afrikanische Schweinepest nicht erfolgreich bekämpft werden. Deshalb müssen die Jäger unterstützt, nicht behindert werden.“ Prof. Vocke dankt den Entscheidungsträgern, vor allem den Abgeordneten der Regierungsfraktionen: „Wir sind sehr glücklich über diese Entscheidung in Berlin. Sie haben  es möglich gemacht, dass unsere fachlichen  Argumente in den Gesetzen berücksichtigt werden und Sie haben wieder einmal gezeigt, dass Sie die Leistungen der Jägerschaft zum Schutz vor  ASP Wert schätzen.“

 

Die endgültige Abstimmung im Bundestag über das neue Tiergesundheitsgesetz und das neue Bundesjagdgesetz findet am 19. Oktober statt.

 


BJV ruft ,,Fotofallen-Monitoring Wolf ins Leben

 

die Anwesenheit des Wolfes schlägt in Bayern derzeit große Wellen. Vor diesem Hintergrund hat das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) eine Anfrage an den BJV gestellt und darum gebeten, Hinweise zu Wolfsbeobachtungen, die per Wildkamera/ Fotofalle dokumentiert wurden, dem LfU zur Verfügung zu stellen. Der BJV ruft nun das ,,Fotofallen-Monitoring Wolf ins Leben, welches folgendermaßen konzipiert ist:

1. Die Jägerschaften aus lhrer Kreisgruppe, die in ihren Revieren Fotofallen zur Wildbeobachtung betreiben, werden gebeten, ihre Fallen regelmäßig, mindestens alle 1-2 Wochen auf Wolfsnachweise zu überprüfen.

 

2. lm Falle eines positiven Befundes übermitteln die Jäger dem Bayerischen Jagdverband die folgenden Daten: - Bildmaterial aus Fotofallen, auf denen (möglicherweise) ein Wolf abgelichtet wuroe. - Die Angabe einer Verortung (mindestens die Nennung der Gemeinde). - Die Angabe über den Tag der Aufnahme. - Kontaktdaten, bestehend aus Name, Telefonnummer und E-Mailadresse.

 

3. Der BJV übermittelt dem LfU - Das Bildmaterial, welches ausschließlich zu internen Zwecken im LfU genutzt werden darf. Die Bildrechte verbleiben beim jeweiligen Jäger. - Die Angabe der Gemeinde und den Tag der Aufnahme.lhre Unterstützung ist von sehr großer Bedeutung, um die Debatte um den Wolf mit handfesten Daten zu untermauern. Gleichzeitig legen wir größten Wert auf die Wahrung der Anonymität unserer Mitglieder. Die Kontaktdaten dienen lediglich der Möglichkeit  von Rückfragen. Diese werden im Bedarfsfall nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Betreffenden herausgegeben.

Bei Fragen dürfen Sie uns gerne unter der oben angegebenen Adresse kontaktieren. Wir bedanken uns schon jetzt für lhr lnteresse und hoffen auf tatkräftige Unterstützung.

 

Stephan Süß

 

Spießbrunnweg 11,  94139 Breitenberg

 

Tel: 08584-1260

 

    E-mail: jagasteffl@aol.com  


Monitoring des Haselhuhns außerhalb der Alpen

 

auf Bitten der staatlichen Vogelschutzwarte in Garmisch-Partenkirchen hat der Bayerische Jagdverband unter anderem im Bereich unserer Kreisgruppe eine Umfrage an die Hegegemeinschaftsleiter versandt mit der Bitte, im Bereich der jeweiligen Hegegemeinschaften bei den Revierinhabem Daten zum Vorkommen des Haselwilds zu erheben und an den Bayerischen Jagdverband zur Weitergabe an die Vogelschutzwarte zu übermitteln.Wir würden uns freuen, wenn Sie unser Anliegen im Rahmen Ihrer Möglichkeiten unterstützen würden. Für Rückfragen stehen wir jederzeit geme zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

Nachdem die Jägerschaft der Kreisgruppe Wegscheid im Landkreis Passau in Zusammenarbeit mit der Wildland-Stiftung Bayem ein sehr erfolgreiches Monitoring des Haselhuhns im Bereich der Kreisgruppe organisiert hat, hat die staatliche Vogelschutzwarte in Garmisch-Partenkirchen als Teil des bayerischen Landesamts für Umwelt ein landesweites Monitorings des Haselhuhns außerhalb des Alpenraumes in Auftrag gegeben. Dieses Monitoring wird im Wesentlichen in Ostbayem stattfinden.

Auftraggeber ist Hr. Dr. Ralf Siano

(Tel.: +49 3513120675 oder +4917696474496, E-Mail: rallsiano@yahoo.de)

 

der bereits im Auftrag der Wegscheider Jäger und der Wildland-Stiftung Bayem das Monitoring im Wegscheider Land wildbiologisch begleitet hat. Insgesamt soll in Ostbayem das Monitoring des Haselhuhns entlang von 40 Taxationsrouten erfolgen.

 

 

Da der Zeitplan von Dr. Siano sehr ehrgeizig und eng ist, ist er vor allem für die geplante Kartierung außerhalb der bekannten Kemverbreitungsgebiete im Bayerischen Wald auf bereits bekannte Hinweise auf Haselwild angewiesen. Die Vogelschutzwarte und Dr. Siano haben uns daher gebeten, über die örtlichen Jäger bekannte Hinweise auf Haselwildvorkommen an sie weiteranleiten.Dies ist auch der konkrete Hintergrund meines Schreibens.Ich möchte Sie bitten, das Anliegen der Vogelschutzwarte an die Revierinhaber in Ihrer Hegegemeinschaft weiterzuleiten und gleichzeitig zu bitten, uns, das heißt dem Bayerischen Jagdverband, Hinweise auf bekannte Haselwildvorkommen in den jeweiligen Revieren zu melden. Wichtig wären dabei natürlich möglichst aktuelle und regelmäßige Hinweise und Auskünfte, welcher Art die jeweiligen Hinweise waren, das heißt, ob es sich um Rufe während der Balz, Sichtbeobachtmgen, der Fund von Huderstellen oder Gestüber oder ähnliches handelt. Wir werden die Hinweise dann an Dr. Siano weiterleiten, der sich ggf. mit den jeweiligen Revierinhabem bzw. Jägem in Verbindung setzt, um näheres zur jeweiligen Meldung zu erfragen.Da Dr. Siano bereits Ende September mit der Feldarbeit beginnen muss, währen wir für eine baldige Rückmeldung äußerst dankbar. Für Ihre Bemühungen darf ich mich bestens bedanken und stehe für Rückfragen jederzeit geme zur Verfügung.

 


Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. erhält den Bayerischen Naturschutzpreis 2018

 

Den Bericht finden sie hier:

Alle untenstehenden Bilder Copyright von Dr. Gertrud Helm

 


Forschungsprojekt „Handlungsleitfaden Federwild- vom Lebendwild bis zum Lebensmittel“

 

 

 

Die Klinik für Vögel, Kleinsäuger, Reptilien und Zierfische der Ludwig-Maximilians- Universität München führt in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jagdverband das Forschungsprojekt „Handlungsleitfaden Federwild- vom Lebendwild bis zum Lebensmittel“ durch und ist dabei sehr auf die Hilfe und Unterstützung durch die Jägerschaft angewiesen. Es geht darum, aus „Federwild“ durch „Veredelung“ ein hochwertiges Lebensmittel herzustellen.

 

Forschungsprojekt

 

Ziel des Forschungsprojektes ist es, einen Leitfaden für die Jägerschaft, für Jagdschulen und andere mit Federwild involvierte Kreise zu erstellen, welcher anhand von Fotos und Videos den interessierten Personenkreisen die physiologischen Organbeschaffenheiten von jagdbaren Vogelarten darlegt und dies in Relation zu krankheitsbedingten und auch schussbedingten pathologischen Organveränderungen setzt. Es soll am Ende ein Tutorial und ein „Ampelsystem“ entstehen, mit welchem die betroffenen Personen in die Lage versetzt werden sollen, sicher zu bestimmen, ob das Wildbret des erlegten Federwildes uneingeschränkt genusstauglich, genauer zu untersuchen oder gar genussuntauglich ist.

Die Studie konzentriert sich auf verzehrbares, jagdbares Federwild: Wildentenarten, Wildgänsearten, Ringel- und Türkentaube und Fasan.

 

Benötigte Unterstützung

 

Die Gerätschaften für Video, Film und Programmierung sind bereits in der Klinik für Vögel, Kleinsäuger, Reptilien und Zierfische vorhanden. Benötigt werden Federwild-Körper, welche untersucht, beprobt und in Foto und Film abgelichtet werden sollen.

 

Und jetzt kommen Sie ins Spiel, sehr geehrte Damen und Herren Revierinhaber! Wenn Sie sich an dem Projekt durch die Beschaffung von Probenmaterial beteiligen wollen, würde uns das sehr freuen. Wir dürfen Sie bitten, mit Herrn Fohrmann Kontakt aufzunehmen, wenn Sie entsprechende Federwild-Jagden planen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

 

Ausführende Person Tierarzt Benedikt Fohrmann

 

Herr Benedikt Fohrmann hat im April 2018 das Studium der Veterinärmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München abgeschlossen. Mit diesem Forschungsprojekt strebt er jetzt in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jagdverband seine Promotion an. Er selbst besitzt seit 2011 den Jagdschein und seit 2012 den Falknerjagdschein.

 

Kontaktdaten:

Benedikt Fohrmann

Amalienstraße 73b, 80799 München

Tel.: 0175/5642725

E-Mail: benedikt.fohrmann@gmail.com

 

Wir hoffen auf Ihre Unterstützung und freuen uns auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Der Waschbär in Bayern Monitoring eines „Problembären“

Helfen Sie mit beim Monitoring


Wichtiger Hinweis zum Forstlichen Gutachten:

Achtung:Frostschäden vom Frühjahr 2017

 

 Bei mehreren Aufnahmen zum Vegetationsgutachten musste festgestellt werden, dass beim Edellaubholz, insbesondere beim Bergahorn, der Terminaltrieb in erheblichem Maße geschädigt ist. Vieles deutet auf Verbiss hin. Nahezu alle dieser Schädigungen sind jedoch Frostschäden.Diese Schäden sind der Tatsache geschuldet ist, dass in Bayern im letzten Frühjahr (März/April 2017) über einen längeren Zeitraum von ca. 4 Wochen eine Wärmeperiode mit Tageshöchsttemperaturen über 20 Grad Celsius geherrscht hatten. In diesem Zeitraum haben nahezu sämtliche Laubbäume angetrieben und Triebe von bis zu 20 cm geschoben. Anschließend kam es zu einem einwöchigen Temperatursturz mit Nachtemperaturen unter dem Gefrierpunkt. In diesem Zeitraum sind nahezu alle frisch angeschobenen Triebe abgefroren. (Der teilweise Totalverlust der Obsternte hat nahezu alle Obstbauern getroffen und insb. die Bodenseeregion war tagelang in der Presse vertreten).Schadbild: Vertrockneter, dunkel bis schwarz gefärbter Terminaltrieb (Frost und Trockenschäden weisen das gleiche Schadbild auf, da bei beiden Schädigungen den Pflanzen das Wasser entzogen wurde.). Das Schadbild (Vertrocknung) immer bis zum Terminalknoten des Vorjahres. Der Terminaltrieb ist in der Regel abgebrochen, da er nicht verholzt war. Vereinzelt, insbesondere bei sehr kurzen Trieben, kommt es vor, dass der vertrocknete Trieb noch vorhanden ist und nur die letztjährige Knospe fehlt .

 


Leider wird diese Tatsache von einigen aufnehmenden Beamten nicht anerkannt und Schalenwildverbiss aufgenommen. Trockene Triebe sind gemäß Aufnahmeanweisung nicht einem Schädiger zuordenbar und demzufolge ist die Pflanze als nicht verbissen aufzunehmen.

 

Thema 3:

Gegenüberstellung der Vor-und Nachteile sowie der rechtlichen Grundlagen von  Eigenbewirtschaftung und Verpachtung        (siehe Vortrag im Anhang)

 

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den KG-Vorsitzenden von Miesbach,

Herrn Martin Weinzierl:  email: martl.weinzierl@t-online.de  / Tel.: 08062 – 2333

 

Thema 4: Aktuelle Informationen im Schießwesen

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren Vorsitzende,

 

der BJV konnte bisher nicht nur sehr gut in jagdpolitischen Angelegenheiten mit seinem Konzept für das jagdpraktische Schießen punkten, sondern anhand der Abrufmengen über die vergangenen Jahre hat sich gezeigt, dass das BJV-Übungsheft sowie die Schießübungsnadeln sehr gut von Ihnen und Ihren Mitgliedern angenommen werden. Daher hat der BJV-Schießausschuss zum 10-jährigen Jubiläum der Büchsennadel eine Sonderprägung aufgelegt (siehe Anhang)..Ebenso erhalten Sie im Anhang von Herrn Gerhart Schröter, Mitglied im BJV-Schießausschuss, eine aktuelle Praxisinformation zur Kenntnis, die für den Regierungsbezirk Oberbayern erarbeitet wurde, aber alle Regierungsbezirke betrifft.

 

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

 

Max Peter v. Montgelas

 

Thema 5: Verbraucherinformation des BMEL zum Thema Afrikanische Schweinepest

 

 

Auch in diesem Jahr wird die Aufklärungskampagne fortgesetzt. Um möglichst viele Personen mit Informationen zu versorgen, wurden weitere Informationsmaterialien erstellt. Landwirte sollen durch die Fachpublikation „Schutz vor Tierseuchen – was Landwirte tun können" erreicht werden, die als Beilage z. B. in den Landwirtschaftlichen Wochenblättern bundesweit erscheinen wird. Jagdreisende sollen durch die Fachpublikation „Afrikanische Schweinepest – Vorsicht bei Jagdreisen" angesprochen werden, die in ausgewählten Fachzeitschriften erscheinen wird. Außerdem ist geplant, deutschen Jagdschulen und Jagdreiseveranstaltern, die Reisen ins osteuropäische Ausland durchführen, den Handzettel zur ASP zur Verfügung zu stellen, um so die Jäger/Jagdreisenden direkt auf das Thema aufmerksam zu machen. Handzettel sollen z.B. in Fernreisebussen sowie in Fernreisezügen aus/nach Osteuropa ausgelegt werden. Neu erstellt wurden Infografiken für Reisende, Jäger und Landwirte sowie eine Reise-Infografik in verschiedenen Sprachen. Alle Informationsmaterialien (Handzettel, aktualisiertes ASP-Plakat, Fachpublikationen, Infographiken) können auf der BMEL-Website https://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/ASP.html unter „Informationsmaterial des BMEL" abgerufen werden. Das ASP-Plakat kann als Druckdatei bei L3@bmel.bund.de angefordert werden.

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

 


 Jäger sagen „Nein“ zur Übernahme des Wolfes ins Jagdrecht

 

 

 

Der BJV lehnt die Übernahme des Wolfes ins Jagdrecht ab. Mit dem Wolf muss das Reh- und Rotwildmanagement neu geregelt werden. Wildschäden in Zusammenhang mit der Anwesenheit des Wolfes dürfen nicht zu Lasten der Jäger gehen.

 

 

 

Hauzenberg, 14.04.2018: Immer wieder wird irgendwo in Bayern ein Wolf bestätigt, kürzlich erst im niederbayerischen Landkreis Regen. Sie tappen in Fotofallen oder hinterlassen Tritt-, Fell- oder Speichelspuren, ganz selten werden sie auch live gesehen. (In unserem Landkreis ist auch schon ein Wolf bestätigt worden …..)

 

 

 

In Europa steht der Wolf unter strengstem Schutz. Doch weil die Zahl der Wölfe in Deutschland zunimmt, wird jetzt diskutiert, in ins Jagdrecht zu übernehmen. Die Jäger in Bayern lehnen das kategorisch ab. „Wir wollen nicht die alleinige Verantwortung für die Regulierung des Wolfes. Wird im Einzelfall der Abschuss einzelner Tiere notwendig, so ist dies auch ohne die Übernahme ins Jagdrecht möglich. Wie das funktionieren kann, zeigt seit vielen Jahren das erfolgreiche Biber- und Kormoranmanagement bei uns im Landkreis.“

 

 

 

Auch Biber und Kormoran unterliegen in Bayern nicht dem Jagdrecht. Wird die Entnahme im Einzelfall aus öffentlichem Interesse notwendig, entscheidet das die zuständige Fachbehörde. Sie beauftragt dann die zuständigen Jäger.

 

 

 

Der gesamtgesellschaftliche Konsens ist notwendig

 

 

 

Das Thema „Wolf und Jagd“, muss mit allen Betroffenen diskutiert werden. Denn Vieles ist noch lange nicht geklärt:  

 

So muss das Rehwild-Management  (das Management von Reh- und Rotwild) neu ausgerichtet werden. (Die so genannten Rotwildgebiete und die Gebiete, für die eine Schonzeitaufhebung gilt, müssen völlig neu diskutiert und hinterfragt werden.)
 

 

Mit Wölfen im Revier wird die Bejagung von Rehwild (und Rotwild) wesentlich schwieriger, weil sich die Tiere nicht mehr aus ihrer Deckung wagen. Das wird negative Auswirkungen auf den Pachtwert der Reviere und die Erfüllung der Abschusspläne haben. Ein erheblicher Verbiss ist programmiert.

 

Vom Wolf gerissene Rehe und Hirsche müssen im Abschussplan berücksichtigt werden und  Wildschäden, die durch die Anwesenheit des Wolfes entstehen, dürfen nicht zu Lasten der Jäger gehen.

 

 

 

„Ohne einen gesamtgesellschaftlichen Konsens“, „ist die Jagd auf den Wolf mit uns nicht zu machen. Die Entscheidung über die Tötung einzelner Wölfe aus öffentlichem Interesse muss die zuständige Fachbehörde treffen.“

 

 

 

Außerdem gilt es zu bedenken: „Offen bleibt, ob der Wolf sich in unserer dicht besiedelten, stark durch Verkehrswege zerschnittenen und intensiv durch Freizeitaktivitäten und Landwirtschaft genutzten Kulturlandschaft überhaupt wohlfühlen wird.

 


Vollzug des Jagdrechts ganzjährige Jagdzeit auf Schwarzwild 13.03.2018

Aufhebung der Schonzeit bei Wildschweinen – Tier- und Muttertierschutz sind nicht verhandelbar

 

Der Tier- und Muttertierschutz muss bei der Bejagung von Wildschweinen an erster Stelle stehen. Schwerpunkt der Schwarzwildjagd müssen weiterhin Frischlinge und Überläufer sein. Der Bayerische Jagdverband sieht die Schonzeitaufhebung für Wildschweine kritisch.

 

Hauzenberg, 20.03.2018 – Aus Angst vor dem Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat der Bundesrat in Berlin die Schonzeit für Bachen und Keiler aufgehoben. Die Bestimmungen des § 22, Abs. 4 Bundesjagdgesetz (Muttertierschutz) werden zwar erwähnt, aber nicht konkret erläutert

 

Der BJV sieht die Schonzeitaufhebung kritisch: „In der Praxis ist es oft schon schwierig, Keiler und Bachen zu unterscheiden. Wie viel schwieriger ist es da, die Zitzen einer Bache zu erkennen, die sie als säugendes – und damit als geschütztes – Muttertier identifiziert.  Wird eine solche Bache, geschossen, müssen die Kleinen, die sie im schützenden Kessel zurückgelassen hat, elendig und unter großen Qualen verhungern.“  Das aber verstößt gegen das Tierschutzgesetz und stellt eine Straftat dar. Der Tierschutz darf nicht auf der Strecke bleiben, er ist die Grundlage für eine waidgerechte Jagdausübung.“ Das heißt für den Jäger, die Schonzeitaufhebung bei Schwarzwild ist kein Freibrief, unbegrenzt auf alles zu schießen. „Nicht jedes Mittel ist Recht, deshalb, muss der Finger gerade bleiben, wenn die Bachen nicht richtig identifiziert werden können. Das heißt, aus Rotten mit gesteiften Frischlingen, dürfen keine Bachen geschossen werden.“

 

Frischlinge brauchen die Bache auch nach der Säugezeit

 

Für die Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. ist der Muttertierschutz unverhandelbar: „Frischlinge, die nicht mehr gestreift sind, werden zwar nicht mehr gesäugt, aber sie brauchen ihre Mutter auch über die Säugezeit hinaus. Denn sie führt sie und leitet sie an, dass die Kleinen Futter finden.Der Abschuss der Leitbache erhöht das ASP-Risiko.Der Bayerische Jagdverband (BJV) fordert deshalb, dass mindestens eine führende Bache, im Idealfall die so genannte Leitbache, für die Betreuung der Jungtiere in der Rotte verbleiben muss, um die wichtige Leitungsfunktion zu übernehmen.Die Leitbache sorgt dafür, dass die Rotte zusammenbleibt und nicht auseinandergesprengt wird. Denn das wäre fatal für die Ausbreitung der ASP, weil versprengte Frischlinge dann ein wesentlich größeres Streifgebiet haben und die ASP im Falle eines Ausbruchs erst Recht verbreiten könnten.Das Wildschwein ist nicht schuld an der Einschleppung

 

Noch einmal betont der BJV mit aller Deutlichkeit: Das größte Risiko einer Einschleppung der ASP geht vom Menschen aus: Mangelnde Hygiene im Umgang mit Speiseresten und der gewaltige Transitverkehr spielen eine wesentlich größere Rolle in der Verbreitung des ASP-Erregers als die Forderung nach einem verstärkten Bachenabschuss. Dadurch lässt sich eine mögliche Einschleppung von ASP auf jeden Fall nicht verhindern. Infizierte Wildschweine können keine großen Strecken mehr zurücklegen und verenden nach kurzer Zeit. Unachtsam weggeworfene Lebensmittel, wie mit dem Erreger infizierte Rohwurst aus Seuchengebieten, bergen so ein wesentlich höheres Einschleppungsrisiko.

Die bayerischen Jägerinnen und Jäger erledigen zuverlässig ihre Arbeit, dies zeigen die aktuellen Streckenlisten. Wir danken allen Jägerinnen und Jägern für ihr großartiges Engagement. 

 

Auch Landwirte und Staat sind gefordert Voraussetzung für eine hohe Abschussquote sind auch Bejagungsschneisen in großen Mais- und Rapsschlägen, damit die Wildschweine überhaupt gesehen und bejagt werden können.  Außerdem belasten hohe Gebühren die Jagd auf Schwarzwild. Deshalb muss der Staat endlich die Gebühren für die Trichinenbeschau und für Verkehrssicherungsmaßnahmen übernehmen – wie es in einzelnen Landkreisen schon vorbildlich vorgelebt wird.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.jagd-bayern.de

 

  Pressemitteilung

Aufhebung der Schonzeit bei Wildschweinen  / 24.02.2018

 

Aufhebung der Schonzeit bei Wildschweinen – Tier- und Mutterschutz sind nicht verhandelbar

 

Der Tier- und Mutterschutz muss bei der Bejagung von Wildschweinen an erster Stelle stehen. Schwerpunkt der Schwarzwildjagd müssen weiterhin Frischlinge und Überläufer sein. Der Bayerische Jagdverband sieht die mögliche Schonzeitaufhebung für Wildschweine kritisch.

 

München, 24.02.2018 – Aus Angst vor dem Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat das Bundeskabinett in Berlin am Mittwoch einen Entwurf vorgelegt, nachdem die Schonzeit für Bachen und Keiler aufgehoben werden soll. Der Muttertierschutz bleibt dabei erhalten. Die Verordnung schreibt vor, dass so genannte Beibachen aus Rotten, in denen keine gelb-gestreiften Frischlinge mehr mitlaufen, ganzjährig geschossen werden dürfen. Das heißt, in Rotten mit gelb-gestreiften Frischlingen ist der Abschuss von Bachen weiterhin verboten.

 

Was sind Beibachen?

 

Beibachen sind weibliche Wildschweine, die in der Rotte keine führende Position einnehmen. Beibachen sind also keine Leitbachen, sondern rangniedrigere Tiere. Für die Jagd auf Schwarzwild heißt das, der Jäger muss die Leitbache, also die Anführerin der Rotte erkennen. Denn diese muss die Führung der Rotte und aller Frischlinge übernehmen und für ausreichende Nahrung sorgen, wenn andere Bachen erlegt werden.

 

Frischlinge brauchen die Bache auch nach der Säugezeit

 

Für den BJV ist der Muttertierschutz unverhandelbar: „Frischlinge, die nicht mehr gestreift sind, werden zwar nicht mehr gesäugt, aber sie brauchen ihre Mutter auch über die Säugezeit hinaus. Gerade in dieser Jahreszeit werden jüngere Tiere elendig verhungern, wenn es keine Leitbache mehr gibt, die die Rotte führt und das Auffinden von Futter übernimmt.“

 

Abschuss der Leitbache erhöht das ASP-Risiko

 

Die Leitbache sorgt dafür, dass die Rotte zusammenbleibt und nicht auseinandergesprengt wird. Denn das wäre fatal für die Ausbreitung der ASP, weil versprengte Frischlinge dann ein wesentlich größeres Streifgebiet haben und die ASP im Falle eines Ausbruchs erst Recht verbreiten könnten.

 

Der Bayerische Jagdverband (BJV) fordert deshalb, dass mindestens eine führende Bache, im Idealfall die Leitbache, für die Betreuung der Jungtiere in der Rotte verbleiben muss, um die wichtige Leitungsfunktion zu übernehmen. Der notwendige Abschuss von Beibachen darf nur gezielt, zur richtigen Zeit und ausschließlich bei der Einzeljagd erfolgen.

 

Die bayerischen Jäger sehen die Schonzeitaufhebung kritisch

 

Der BJV, sieht die Schonzeitaufhebung kritisch: „In der Praxis ist es oft schwierig, Keiler und Bachen zu unterscheiden. Und auf Bewegungsjagden ist die Leitbache kaum als „Rottenanführerin“ zu erkennen.“ Deshalb kann und darf, im Frühjahr auch keine Bewegungsjagd auf Schwarzwild stattfinden. Nicht jedes Mittel ist Recht.“ Deshalb muss der Finger gerade bleiben, wenn die Bachen nicht richtig identifiziert werden können.

 

Das Wildschwein ist nicht schuld an der Einschleppung

 

Noch einmal betont der BJV mit aller Deutlichkeit: Das größte Risiko einer Einschleppung der ASP geht vom Menschen aus: Mangelnde Hygiene im Umgang mit Speiseresten und der gewaltige Transitverkehr spielen eine wesentlich größere Rolle in der Verbreitung des ASP-Erregers als eine rigorose Bestandsminimierung und die Forderung nach einem verstärkten Bachenabschuss. Infizierte Wildschweine können keine großen Strecken zurücklegen und verenden nach kurzer Zeit. Unachtsam weggeworfene Lebensmittel, wie mit dem Erreger infizierte Rohwurst aus Seuchengebieten, bergen so ein wesentlich höheres Einschleppungsrisiko.

 

Die bayerischen Jäger machen ihre Hausaufgaben

 

Die bayerischen Jägerinnen und Jäger erledigen zuverlässig ihre Arbeit, dies zeigen die aktuellen Streckenlisten. Der BJV dankt allen Jägerinnen und Jägern für ihr großartiges Engagement.

 

Auch Landwirte und Staat sind gefordert

 

Voraussetzung für eine hohe Abschussquote sind auch Bejagungsschneisen in großen Mais- und Rapsschlägen, damit die Wildschweine überhaupt gesehen und bejagt werden können. Außerdem belasten hohe Gebühren die Jagd auf Schwarzwild. Deshalb muss der Staat endlich die Gebühren für die Trichinenbeschau und für Verkehrssicherungsmaßnahmen zu übernehmen.

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.jagd-bayern.de

 


Jägerschaft Wegscheider-Land E.V erhält den Naturschutzpreis 2018 des BJV

 

Liebe Jägerinen und Jäger ,
wie aus dem  beiliegenden Schreiben von Präsident Dr.  Vocke  hervorgeht, erhält unsere Kreisgruppe einen der beiden Naturschutzpreise 2018 für  unser Haselhuhn-Projekt.

 

Als Vorsitzender freue ich mich über diese Auszeichnung unserer Kreisgruppe und danke insbesondere allen Jägern, die dieses Projekt unterstützt und dabei aktiv mitgewirkt haben.

Waidmannsheil
Alois Rosenberger