BJV Aktuell


Auszug aus der Wild und Hund

Bild steht Stellvertretend.....
Bild steht Stellvertretend.....

Bayern: Finanzquerelen im Jagdverband

 29. März 2019

 Beim Bayerischen Jagdverband (BJV) gibt es offenbar Unklarheiten bei den Finanzen. Vor dem Landesjägertag am 6. April in Passau ging den Mitgliedern fristgerecht keine Bilanz für 2018 und kein Haushaltsplan für 2019 zu.

BJV-Präsident Prof. Vocke ist in die Kritik geraten.
Foto: BJV

 

Damit kann keine Entlastung des Präsidiums erfolgen, und eine außerordentliche Mitgliederversammlung wird nötig. Der Verband hat im vergangenen Jahr in Veitshöchheim mit Mechtild Michaela Maurer aus dem Landkreis Ebersberg eine neue Schatzmeisterin gewählt. Die Steuerberaterin hat mit der Kasse ihres Vorgängers, Dr. Wolfgang Schiefer, und der Verwendung der Verbandsmittel offenbar einige Probleme. Im Januar war in der Geschäftsstelle sogar von einer drohenden Insolvenz die Rede. Das Präsidium selbst ist unsicher geworden und hat eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, die Bilanzen zu prüfen. Indessen gerät BJV-Präsident Prof. Jürgen Vocke zunehmend in Erklärungszwang. In einigen Kreisgruppen gärt es. Viele stellten im Vorfeld des Landesjägertages unbequeme Fragen und sehen sich angesichts der Tatsache, dass keine Bilanz vorliegt, in ihren Zweifeln an einer soliden Haushaltsführung bestätigt. Zudem sorgt für Unmut, dass die Verbandsspitze eine Beitragserhöhung plant, der viele unter den gegebenen Umständen nicht zustimmen wollen. hho

 


Schlecht informiert, dazu unfair – die WILD UND HUND-Internet-Meldung „Bayern: Finanzquerelen im Jagdverband" vom 29. März 2019

 

 

 

Zur benannten Meldung gehen bei der BJV-Landesgeschäftsstelle zahlreiche Anfragen ein. Darum stellen wir jetzt richtig:

 

Gerüchte in die Welt zu setzen anstatt korrekt zu recherchieren und zu informieren – dies entspricht keinesfalls der Art eines seriösen Journalismus. Die im Internet zu findende Kurzmeldung „Bayern: Finanzquerelen im Jagdverband" vom 29. März 2019 der WILD UND HUND ist aber leider genauso falsch wie unfair: 

 

  • In der Meldung wird behauptet, dass kein Haushaltsplan für 2019 vorliegt:
    Eine krasse Fehlinformation! Der Haushaltsplan wurde am 21. März 2019 per E-Mail an alle Vorsitzenden der BJV-Mitgliedsvereine versandt.
  • In der Meldung wird behauptet, es kann keine Entlastung erfolgen:
    Eine solche ist bis zur Fertigstellung einer aktuellen Wirtschaftsprüfung für das Geschäftsjahr 2018 vorerst gar nicht beantragt.
  • In der Meldung wird ein Erklärungszwang für den Präsidenten gesehen:
    Warum muss sich der Präsident erklären, wenn – leider – keine hinreichende Übergabe im Amt des Landesschatzmeisters vor einem Jahr erfolgte?
  • In der Meldung wird die Notwendigkeit einer außerordentlichen Delegiertenversammlung gesehen:
    Diese ist möglich, aber nicht nötig.
  • In der Meldung wird bewusst das Gerede von einer drohenden Insolvenz aufgenommen:
    Eine solche Insolvenz gibt es nicht. Vielmehr wird eine Liquiditätsanpassung durch die Harmonisierung von Einzugstermin der Mitgliedsbeiträge und Beginn des Haushaltsjahrs zum 1.1. vorgenommen.
  • In der Meldung wird eine geplante Beitragserhöhung benannt:
    Diese kann – wenn tatsächlich gewünscht – nur durch die Landesversammlung erfolgen. Das Präsidium hat hierzu keine Anträge etc. gestellt.

 

 

 

Statt einem Jagdverband „Finanzquerelen" anzudichten, hätten die bayerischen Jägerinnen und Jäger eine ordentliche Recherche und vor allem eine vorherige Rücksprache mit dem Verbandspräsidenten erwartet. Beides unterblieb. Warum? Präsident Prof. Dr. Vocke jedenfalls bietet – wie seit jeher – die Möglichkeit zur persönlichen und beidseitig offen geführten Rücksprache gerne an.

 

 

 

Offenheit auch beim Thema „geregelter Übergang der Verbandspräsidentschaft":

BJV-Präsident Prof. Dr. Vocke wiederholt und bestätigt nochmals ausdrücklich seinen Entschluss, einen geregelten, personellen Übergang einzuleiten. Präsident Prof. Dr. Vocke: Ich habe am letzten Landesjägertag in Veitshöchheim angekündigt, das mir von den Delegierten geschenkte Vertrauen für eine vierjährige Amtszeit nur zur Hälfte in Anspruch zu nehmen. Nach 25 Jahren für den Verband möchte ich Platz für einen jüngeren Nachfolger machen. Im nächsten Jahr zum Landesjägertag in Lindau werden wir deshalb die Wahl eines neuen Präsidenten ansetzen. Wer das dann sein wird, entscheiden die Delegierten!"


Bitte nicht anfassen!

 

In Wiese, Feld und Wald beginnt jetzt die Brut- und Setzzeit

 

Jäger appellieren an Spaziergänger und Naturfreunde, auf den Wegen zu bleiben und Jungtiere nicht anzufassen.

 

Hauzenberg, 20.03.2019 Während der Brut- und Setzzeit verwandeln sich Wiese, Feld und Wald in eine große Kinderstube, übrigens auch in der unmittelbaren Nähe von Siedlungen. Um dem Tier- und Artenschutz zu genügen, empfiehlt die BJV-Kreisgruppe Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. deshalb allen Naturfreunden, im Frühjahr auf den Wegen zu bleiben „Damit stören sie die Wildtiere am wenigsten, denn Biologen haben herausgefunden, dass Menschen und auch Hunde, die auf den Wegen bleiben, von Wildtieren nicht als Bedrohung wahrgenommen werden. “

 

Vorsicht vor der wilden Sau

 

Sehr früh im Jahr bringen die Wildschweine ihren Nachwuchs, die Frischlinge, zur Welt. Da heißt es, vorsichtig sein. Die Wildschweinmutter, die Bache, verteidigt ihren Nachwuchs vehement, wenn sie Gefahr wittert. Das Kinderzimmer, den so genannten Wurfkessel, richtet die Bache gerne im dichten Brombeergebüsch, im Jungaufwuchs von Buchen und Kiefern oder im Schilf ein. Besonders gefährdet sind Hunde, wenn sie dem Nachwuchs zu nahe kommen. Sie können schwer verletzt werden

 

Tarnen und Täuschen

 

Frischlinge, Junghasen, Rehkitze und Entenküken sind gut getarnt und nahezu unsichtbar, wenn sie sich bei Gefahr nahezu reglos ins Gras oder die Feldmulde drücken. Die Muttertiere lassen den Nachwuchs auch viel allein, um Fressfeinde nicht auf die Jungen aufmerksam zu machen. Feldhasenmütter suchen ihre Jungen nur zweimal am Tag auf, um sie mit zwei kräftigen Portionen fettreicher Milch zu füttern. Einzelne Jungtiere auf der Wiese oder im Feld sind also in der Regel nicht verwaist, sondern werden zu ihrem Schutz allein gelassen.

 

Bitte nicht anfassen!

 

Für den Menschen heißt das, schnell weggehen und die kleinen Tiere bitte nicht anfassen. Haben die Jungtiere den Geruch des Menschen erst angenommen, werden sie oft von den Muttertieren verstoßen und verhungern. Im Zweifelsfall sollten Naturliebhaber den ortsansässigen Jäger oder die Polizei informieren. Der Jäger kann den Zustand des Tieres einschätzen und gegebenenfalls handeln.

 

Wehe, wenn sie los gelassen

 

Vielerorts gilt zum Schutz der Jungtiere Leinenpflicht für Hunde. Die Gemeinde oder das Ordnungsamt informieren über die geltenden Vorschriften. Grundsätzlich sollten die Vierbeiner im Einflussbereich vom Halter bleiben und auf Ruf oder Pfiff hören oder eben an der Leine geführt werden.

Junghasen/ Photo Helmut Heimpel
Junghasen/ Photo Helmut Heimpel

BJV-Infobrief 2019 März

 

Kursangebot über die BJV-Landesjagdschule: Reviermanagement- und Schwarzwildmonitoring-System BJVdigital sowie die digitale Streckenliste – Es sind noch Plätze frei!

 

Schulung im Haus der Bayerischen Jäger, Hohenlindnerstr. 12, 85622 Feldkirchen

 

Donnerstag, 21. März 2019      19.00 – 21.30

 

 

Schulungsinhalte:

 

 

 

Die kostenfreie Schulung vermittelt den Aufbau und die verschiedenen Funktionen und Features von BJVdigital, dem Reviermanagement- und Schwarzwildmonitoring-System des Bayerischen Jagdverbandes. Dabei werden die einzelnen Aspekte live im System und Internet präsentiert und verständlich herausgearbeitet. Folgende Themen werden dabei je nach Möglichkeit detailliert behandelt:

 

-          Führen der digitalen Streckenliste

 

-          Systemeigenschaften und Datenschutzmodell

 

-          Registrierung und Anmeldung, Benutzer-Rollen und Rechte

 

-          Dateneingabe und Auswertungen

 

-          Erstellung der eigenen Reviergrenzen und Nutzung über BJVdigital

 

-          Führen der BJVdigital-Streckenliste

 

-          Reviereinrichtungen übersichtlich verwalten

 

-          Nutzung der BJVdigital-App

 

-          Bedienung der Meldungs- und Auswertungskarte

 

-          Nutzung des Systems für Bejagungsgemeinschaften und Schwarzwildarbeitskreise

 

-          weitere Punkte

 

 

Die Schulung richtet sich zudem an alle Jägerinnen und Jäger, die das System BJVdigital nutzen oder nutzen wollen. Ebenso können Jagdgenossen, Behördenvertreter oder weitere Funktionsträger teilnehmen.Erwünscht sind insbesondere Kreisgruppenvertreter und Beauftragte für Digitalisierung der BJV-Kreisgruppen und Mitgliedsvereine.Im Sinne einer interaktiven Kursgestaltung können auch konkrete Fachfragen aufgenommen und beispielhaft behandelt werden.Es würde uns sehr freuen, wenn Sie das Angebot wahrnehmen.

 

Anmeldung bitte bei Frau Lohmeier, LJS-Feldkirchen: Telefon: 089 – 99 02 34 33;

E-Mail: ljs-sekretariat@jagd-bayern.de

 

 


BJV-Infobrief_2019_Februar

 

 

Thema 1: Entwurmungsaktionen bei Wild in grenznahen tschechischen Revieren

 

 

Nach Informationen des  BMEL werden in der Tschechischen Republik auch 2019 wieder Entwurmungsaktionen bei Wildtieren durchgeführt. Die Behandlung von Wildtieren mit Antiparasitika wird nicht auf dem gesamten Hoheitsgebiet der Tschechischen Republik vorgenommen, sondern betrifft nur einzelne Jagdreviere gemäß und ausschließlich basierend auf dem positiven Ergebnis einer vorangegangenen parasitologischen Kontrolle/Untersuchung. Ausschließlich für diesen Zweck (von der State Veterinary Administration, Czech Republic) registrierte und zugelassene Antiparasitika dürfen gemäß einer vorgeschriebenen Dosierung verwendet werden. Nach dem tschechischen Veterinärgesetz ist der Einsatz von Tierarzneimitteln mit antiparasitärer Wirkung bei freilebendem Schalenwild in folgenden tschechischen Gebieten nahe der deutschen Grenze aktuell zulässig:

 

 

 

·         Česká Lípa

 

·         Ústí nad Labem

 

 

 

Der Einsatz wird – wie in den Vorjahren – ausschließlich im Monat Februar erfolgen. Folgende Schalenwildarten können von der Aktion betroffen sein, sofern sie in den Gebieten vorkommen:  Rotwild, Rehwild, Damwild, Sikawild, Muffelwild und Gamswild Schwarzwild steht nicht im Focus der „Behandlung", es kann jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass auch Wildschweine das Mittel aufnehmen.

 

Es besteht die Möglichkeit, dass jagdbare Wildtiere, welche die Arzneimittel aufgenommen haben, in grenznahe deutsche Reviere wechseln und entsprechend ihrer Jagdzeiten (im Zeitraum betroffen: Schwarzwild) zur Lebensmittelgewinnung erlegt werden. Da von den deutschen Behörden aktuell nicht auf konkrete Wartezeiten im Zusammenhang der Arzneimittelanwendung bei (potentiell lebensmittelliefernden) Wildtieren hingewiesen wurde, muss von einer Wartezeit von mindestens 28 Tagen ausgegangen werden (Arzneimittelgesetz (AMG) und Verordnung über tierärztliche Hausapotheken (TÄHAV)).

 

 

 

(Def. Wartezeit nach BMEL:Wartezeit ist die Zeit, die nach der letzten Verabreichung eines Arzneimittels an ein Tier bis zum Zeitpunkt der Herstellung von Lebensmitteln aus diesem Tier einzuhalten ist und die gewährleistet, dass eventuelle Rückstände bestimmte Höchstmengen für arzneilich wirksame Stoffe nicht überschritten werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Konsumenten von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft nicht durch Arzneimittelrückstände geschädigt werden. Die festgesetzte Wartezeit stellt sicher, dass nach Ablauf dieser Zeit keine für den Verbraucher gesundheitlich bedenklichen Rückstände in den essbaren Geweben, in Milch, Eiern oder Honig von mit Arzneimitteln behandelten Tieren auftreten. Erst nach Ablauf der Wartezeit kann das Tier einer Verwertung zugeführt werden.)

 

 

 

 

Derartige Entwurmungsmaßnahmen bei frei lebendem Wild werden in Deutschland nicht durchgeführt, dennoch besteht die Möglichkeit, dass behandelte Tiere mit den entsprechenden Arzneimittelrückständen aufgrund der Grenznähe aus tschechischen Gebieten in Reviere auf deutscher Seite wechseln. Eine Feststellung ist zum Zeitpunkt der Schussabgabe jedoch nicht möglich. Erst beim erlegten Tier kann durch Untersuchung festgestellt werden, ob ein Arzneimittel aufgenommen wurde. Deshalb obliegt dem Jäger als Lebensmittelunternehmer eine besondere Sorgfaltspflicht. Es ist verboten, Wildfleisch in Verkehr zu bringen, das unzulässige Arzneimittelrückstände aufweist. Weisen Sie bitte den Untersucher auf die Möglichkeit der Arzneimittelaufnahme hin. Auch möchten wir darauf hinweisen, dass Jäger, die potentiell „therapiertes" Schalenwild als Hegeabschüsse erlegen, vor einer Vermarktung im Rahmen der amtlichen Fleischuntersuchung überprüfen lassen müssen, inwieweit Arzneimittelrückstände vorliegen.

 

Thema 2: Radiocäsiummessgeräte

 

Der Bayerische Jagdverband bietet in diesem Jahr zum Erwerb im Frühjahr zwei Radiocäsiummessgeräte für die Kreisgruppen an. Es handelt sich dabei um Neubestellungen. Der Ankauf dieser Geräte wird durch Fördermittel aus der Jagdabgabe mit 90 % bezuschusst. Für die jeweilige Kreisgruppe verbleibt ein Eigenanteil in Höhe von 10 % des Ankaufspreises (468,86 Euro). Falls Interesse besteht ein Gerät erwerben zu wollen, setzen Sie sich bitte mit Herrn Schungel bis zum 15.2.2019 in Verbindung:

 

Tel.: 089 / 990 234 16, E-Mail: peter.schungel@jagd-bayern.de