BJV Aktuell



BJV ruft ,,Fotofallen-Monitoring Wolf ins Leben

 

die Anwesenheit des Wolfes schlägt in Bayern derzeit große Wellen. Vor diesem Hintergrund hat das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) eine Anfrage an den BJV gestellt und darum gebeten, Hinweise zu Wolfsbeobachtungen, die per Wildkamera/ Fotofalle dokumentiert wurden, dem LfU zur Verfügung zu stellen. Der BJV ruft nun das ,,Fotofallen-Monitoring Wolf ins Leben, welches folgendermaßen konzipiert ist:

1. Die Jägerschaften aus lhrer Kreisgruppe, die in ihren Revieren Fotofallen zur Wildbeobachtung betreiben, werden gebeten, ihre Fallen regelmäßig, mindestens alle 1-2 Wochen auf Wolfsnachweise zu überprüfen.

 

2. lm Falle eines positiven Befundes übermitteln die Jäger dem Bayerischen Jagdverband die folgenden Daten: - Bildmaterial aus Fotofallen, auf denen (möglicherweise) ein Wolf abgelichtet wuroe. - Die Angabe einer Verortung (mindestens die Nennung der Gemeinde). - Die Angabe über den Tag der Aufnahme. - Kontaktdaten, bestehend aus Name, Telefonnummer und E-Mailadresse.

 

3. Der BJV übermittelt dem LfU - Das Bildmaterial, welches ausschließlich zu internen Zwecken im LfU genutzt werden darf. Die Bildrechte verbleiben beim jeweiligen Jäger. - Die Angabe der Gemeinde und den Tag der Aufnahme.lhre Unterstützung ist von sehr großer Bedeutung, um die Debatte um den Wolf mit handfesten Daten zu untermauern. Gleichzeitig legen wir größten Wert auf die Wahrung der Anonymität unserer Mitglieder. Die Kontaktdaten dienen lediglich der Möglichkeit  von Rückfragen. Diese werden im Bedarfsfall nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Betreffenden herausgegeben.

Bei Fragen dürfen Sie uns gerne unter der oben angegebenen Adresse kontaktieren. Wir bedanken uns schon jetzt für lhr lnteresse und hoffen auf tatkräftige Unterstützung.

 

Stephan Süß

 

Spießbrunnweg 11,  94139 Breitenberg

 

Tel: 08584-1260

 

    E-mail: jagasteffl@aol.com  


Monitoring des Haselhuhns außerhalb der Alpen

 

auf Bitten der staatlichen Vogelschutzwarte in Garmisch-Partenkirchen hat der Bayerische Jagdverband unter anderem im Bereich unserer Kreisgruppe eine Umfrage an die Hegegemeinschaftsleiter versandt mit der Bitte, im Bereich der jeweiligen Hegegemeinschaften bei den Revierinhabem Daten zum Vorkommen des Haselwilds zu erheben und an den Bayerischen Jagdverband zur Weitergabe an die Vogelschutzwarte zu übermitteln.Wir würden uns freuen, wenn Sie unser Anliegen im Rahmen Ihrer Möglichkeiten unterstützen würden. Für Rückfragen stehen wir jederzeit geme zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

Nachdem die Jägerschaft der Kreisgruppe Wegscheid im Landkreis Passau in Zusammenarbeit mit der Wildland-Stiftung Bayem ein sehr erfolgreiches Monitoring des Haselhuhns im Bereich der Kreisgruppe organisiert hat, hat die staatliche Vogelschutzwarte in Garmisch-Partenkirchen als Teil des bayerischen Landesamts für Umwelt ein landesweites Monitorings des Haselhuhns außerhalb des Alpenraumes in Auftrag gegeben. Dieses Monitoring wird im Wesentlichen in Ostbayem stattfinden.

Auftraggeber ist Hr. Dr. Ralf Siano

(Tel.: +49 3513120675 oder +4917696474496, E-Mail: rallsiano@yahoo.de)

 

der bereits im Auftrag der Wegscheider Jäger und der Wildland-Stiftung Bayem das Monitoring im Wegscheider Land wildbiologisch begleitet hat. Insgesamt soll in Ostbayem das Monitoring des Haselhuhns entlang von 40 Taxationsrouten erfolgen.

 

 

Da der Zeitplan von Dr. Siano sehr ehrgeizig und eng ist, ist er vor allem für die geplante Kartierung außerhalb der bekannten Kemverbreitungsgebiete im Bayerischen Wald auf bereits bekannte Hinweise auf Haselwild angewiesen. Die Vogelschutzwarte und Dr. Siano haben uns daher gebeten, über die örtlichen Jäger bekannte Hinweise auf Haselwildvorkommen an sie weiteranleiten.Dies ist auch der konkrete Hintergrund meines Schreibens.Ich möchte Sie bitten, das Anliegen der Vogelschutzwarte an die Revierinhaber in Ihrer Hegegemeinschaft weiterzuleiten und gleichzeitig zu bitten, uns, das heißt dem Bayerischen Jagdverband, Hinweise auf bekannte Haselwildvorkommen in den jeweiligen Revieren zu melden. Wichtig wären dabei natürlich möglichst aktuelle und regelmäßige Hinweise und Auskünfte, welcher Art die jeweiligen Hinweise waren, das heißt, ob es sich um Rufe während der Balz, Sichtbeobachtmgen, der Fund von Huderstellen oder Gestüber oder ähnliches handelt. Wir werden die Hinweise dann an Dr. Siano weiterleiten, der sich ggf. mit den jeweiligen Revierinhabem bzw. Jägem in Verbindung setzt, um näheres zur jeweiligen Meldung zu erfragen.Da Dr. Siano bereits Ende September mit der Feldarbeit beginnen muss, währen wir für eine baldige Rückmeldung äußerst dankbar. Für Ihre Bemühungen darf ich mich bestens bedanken und stehe für Rückfragen jederzeit geme zur Verfügung.

 


Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. erhält den Bayerischen Naturschutzpreis 2018

 

Den Bericht finden sie hier:

Alle untenstehenden Bilder Copyright von Dr. Gertrud Helm

 


Forschungsprojekt „Handlungsleitfaden Federwild- vom Lebendwild bis zum Lebensmittel“

 

 

 

Die Klinik für Vögel, Kleinsäuger, Reptilien und Zierfische der Ludwig-Maximilians- Universität München führt in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jagdverband das Forschungsprojekt „Handlungsleitfaden Federwild- vom Lebendwild bis zum Lebensmittel“ durch und ist dabei sehr auf die Hilfe und Unterstützung durch die Jägerschaft angewiesen. Es geht darum, aus „Federwild“ durch „Veredelung“ ein hochwertiges Lebensmittel herzustellen.

 

Forschungsprojekt

 

Ziel des Forschungsprojektes ist es, einen Leitfaden für die Jägerschaft, für Jagdschulen und andere mit Federwild involvierte Kreise zu erstellen, welcher anhand von Fotos und Videos den interessierten Personenkreisen die physiologischen Organbeschaffenheiten von jagdbaren Vogelarten darlegt und dies in Relation zu krankheitsbedingten und auch schussbedingten pathologischen Organveränderungen setzt. Es soll am Ende ein Tutorial und ein „Ampelsystem“ entstehen, mit welchem die betroffenen Personen in die Lage versetzt werden sollen, sicher zu bestimmen, ob das Wildbret des erlegten Federwildes uneingeschränkt genusstauglich, genauer zu untersuchen oder gar genussuntauglich ist.

Die Studie konzentriert sich auf verzehrbares, jagdbares Federwild: Wildentenarten, Wildgänsearten, Ringel- und Türkentaube und Fasan.

 

Benötigte Unterstützung

 

Die Gerätschaften für Video, Film und Programmierung sind bereits in der Klinik für Vögel, Kleinsäuger, Reptilien und Zierfische vorhanden. Benötigt werden Federwild-Körper, welche untersucht, beprobt und in Foto und Film abgelichtet werden sollen.

 

Und jetzt kommen Sie ins Spiel, sehr geehrte Damen und Herren Revierinhaber! Wenn Sie sich an dem Projekt durch die Beschaffung von Probenmaterial beteiligen wollen, würde uns das sehr freuen. Wir dürfen Sie bitten, mit Herrn Fohrmann Kontakt aufzunehmen, wenn Sie entsprechende Federwild-Jagden planen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

 

Ausführende Person Tierarzt Benedikt Fohrmann

 

Herr Benedikt Fohrmann hat im April 2018 das Studium der Veterinärmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München abgeschlossen. Mit diesem Forschungsprojekt strebt er jetzt in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jagdverband seine Promotion an. Er selbst besitzt seit 2011 den Jagdschein und seit 2012 den Falknerjagdschein.

 

Kontaktdaten:

Benedikt Fohrmann

Amalienstraße 73b, 80799 München

Tel.: 0175/5642725

E-Mail: benedikt.fohrmann@gmail.com

 

Wir hoffen auf Ihre Unterstützung und freuen uns auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Der Waschbär in Bayern Monitoring eines „Problembären“

Helfen Sie mit beim Monitoring


Wichtiger Hinweis zum Forstlichen Gutachten:

Achtung:Frostschäden vom Frühjahr 2017

 

 Bei mehreren Aufnahmen zum Vegetationsgutachten musste festgestellt werden, dass beim Edellaubholz, insbesondere beim Bergahorn, der Terminaltrieb in erheblichem Maße geschädigt ist. Vieles deutet auf Verbiss hin. Nahezu alle dieser Schädigungen sind jedoch Frostschäden.Diese Schäden sind der Tatsache geschuldet ist, dass in Bayern im letzten Frühjahr (März/April 2017) über einen längeren Zeitraum von ca. 4 Wochen eine Wärmeperiode mit Tageshöchsttemperaturen über 20 Grad Celsius geherrscht hatten. In diesem Zeitraum haben nahezu sämtliche Laubbäume angetrieben und Triebe von bis zu 20 cm geschoben. Anschließend kam es zu einem einwöchigen Temperatursturz mit Nachtemperaturen unter dem Gefrierpunkt. In diesem Zeitraum sind nahezu alle frisch angeschobenen Triebe abgefroren. (Der teilweise Totalverlust der Obsternte hat nahezu alle Obstbauern getroffen und insb. die Bodenseeregion war tagelang in der Presse vertreten).Schadbild: Vertrockneter, dunkel bis schwarz gefärbter Terminaltrieb (Frost und Trockenschäden weisen das gleiche Schadbild auf, da bei beiden Schädigungen den Pflanzen das Wasser entzogen wurde.). Das Schadbild (Vertrocknung) immer bis zum Terminalknoten des Vorjahres. Der Terminaltrieb ist in der Regel abgebrochen, da er nicht verholzt war. Vereinzelt, insbesondere bei sehr kurzen Trieben, kommt es vor, dass der vertrocknete Trieb noch vorhanden ist und nur die letztjährige Knospe fehlt .

 


Leider wird diese Tatsache von einigen aufnehmenden Beamten nicht anerkannt und Schalenwildverbiss aufgenommen. Trockene Triebe sind gemäß Aufnahmeanweisung nicht einem Schädiger zuordenbar und demzufolge ist die Pflanze als nicht verbissen aufzunehmen.

 

Thema 3:

Gegenüberstellung der Vor-und Nachteile sowie der rechtlichen Grundlagen von  Eigenbewirtschaftung und Verpachtung        (siehe Vortrag im Anhang)

 

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den KG-Vorsitzenden von Miesbach,

Herrn Martin Weinzierl:  email: martl.weinzierl@t-online.de  / Tel.: 08062 – 2333

 

Thema 4: Aktuelle Informationen im Schießwesen

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren Vorsitzende,

 

der BJV konnte bisher nicht nur sehr gut in jagdpolitischen Angelegenheiten mit seinem Konzept für das jagdpraktische Schießen punkten, sondern anhand der Abrufmengen über die vergangenen Jahre hat sich gezeigt, dass das BJV-Übungsheft sowie die Schießübungsnadeln sehr gut von Ihnen und Ihren Mitgliedern angenommen werden. Daher hat der BJV-Schießausschuss zum 10-jährigen Jubiläum der Büchsennadel eine Sonderprägung aufgelegt (siehe Anhang)..Ebenso erhalten Sie im Anhang von Herrn Gerhart Schröter, Mitglied im BJV-Schießausschuss, eine aktuelle Praxisinformation zur Kenntnis, die für den Regierungsbezirk Oberbayern erarbeitet wurde, aber alle Regierungsbezirke betrifft.

 

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

 

Max Peter v. Montgelas

 

Thema 5: Verbraucherinformation des BMEL zum Thema Afrikanische Schweinepest

 

 

Auch in diesem Jahr wird die Aufklärungskampagne fortgesetzt. Um möglichst viele Personen mit Informationen zu versorgen, wurden weitere Informationsmaterialien erstellt. Landwirte sollen durch die Fachpublikation „Schutz vor Tierseuchen – was Landwirte tun können" erreicht werden, die als Beilage z. B. in den Landwirtschaftlichen Wochenblättern bundesweit erscheinen wird. Jagdreisende sollen durch die Fachpublikation „Afrikanische Schweinepest – Vorsicht bei Jagdreisen" angesprochen werden, die in ausgewählten Fachzeitschriften erscheinen wird. Außerdem ist geplant, deutschen Jagdschulen und Jagdreiseveranstaltern, die Reisen ins osteuropäische Ausland durchführen, den Handzettel zur ASP zur Verfügung zu stellen, um so die Jäger/Jagdreisenden direkt auf das Thema aufmerksam zu machen. Handzettel sollen z.B. in Fernreisebussen sowie in Fernreisezügen aus/nach Osteuropa ausgelegt werden. Neu erstellt wurden Infografiken für Reisende, Jäger und Landwirte sowie eine Reise-Infografik in verschiedenen Sprachen. Alle Informationsmaterialien (Handzettel, aktualisiertes ASP-Plakat, Fachpublikationen, Infographiken) können auf der BMEL-Website https://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/ASP.html unter „Informationsmaterial des BMEL" abgerufen werden. Das ASP-Plakat kann als Druckdatei bei L3@bmel.bund.de angefordert werden.

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

 


 Jäger sagen „Nein“ zur Übernahme des Wolfes ins Jagdrecht

 

 

 

Der BJV lehnt die Übernahme des Wolfes ins Jagdrecht ab. Mit dem Wolf muss das Reh- und Rotwildmanagement neu geregelt werden. Wildschäden in Zusammenhang mit der Anwesenheit des Wolfes dürfen nicht zu Lasten der Jäger gehen.

 

 

 

Hauzenberg, 14.04.2018: Immer wieder wird irgendwo in Bayern ein Wolf bestätigt, kürzlich erst im niederbayerischen Landkreis Regen. Sie tappen in Fotofallen oder hinterlassen Tritt-, Fell- oder Speichelspuren, ganz selten werden sie auch live gesehen. (In unserem Landkreis ist auch schon ein Wolf bestätigt worden …..)

 

 

 

In Europa steht der Wolf unter strengstem Schutz. Doch weil die Zahl der Wölfe in Deutschland zunimmt, wird jetzt diskutiert, in ins Jagdrecht zu übernehmen. Die Jäger in Bayern lehnen das kategorisch ab. „Wir wollen nicht die alleinige Verantwortung für die Regulierung des Wolfes. Wird im Einzelfall der Abschuss einzelner Tiere notwendig, so ist dies auch ohne die Übernahme ins Jagdrecht möglich. Wie das funktionieren kann, zeigt seit vielen Jahren das erfolgreiche Biber- und Kormoranmanagement bei uns im Landkreis.“

 

 

 

Auch Biber und Kormoran unterliegen in Bayern nicht dem Jagdrecht. Wird die Entnahme im Einzelfall aus öffentlichem Interesse notwendig, entscheidet das die zuständige Fachbehörde. Sie beauftragt dann die zuständigen Jäger.

 

 

 

Der gesamtgesellschaftliche Konsens ist notwendig

 

 

 

Das Thema „Wolf und Jagd“, muss mit allen Betroffenen diskutiert werden. Denn Vieles ist noch lange nicht geklärt:  

 

So muss das Rehwild-Management  (das Management von Reh- und Rotwild) neu ausgerichtet werden. (Die so genannten Rotwildgebiete und die Gebiete, für die eine Schonzeitaufhebung gilt, müssen völlig neu diskutiert und hinterfragt werden.)
 

 

Mit Wölfen im Revier wird die Bejagung von Rehwild (und Rotwild) wesentlich schwieriger, weil sich die Tiere nicht mehr aus ihrer Deckung wagen. Das wird negative Auswirkungen auf den Pachtwert der Reviere und die Erfüllung der Abschusspläne haben. Ein erheblicher Verbiss ist programmiert.

 

Vom Wolf gerissene Rehe und Hirsche müssen im Abschussplan berücksichtigt werden und  Wildschäden, die durch die Anwesenheit des Wolfes entstehen, dürfen nicht zu Lasten der Jäger gehen.

 

 

 

„Ohne einen gesamtgesellschaftlichen Konsens“, „ist die Jagd auf den Wolf mit uns nicht zu machen. Die Entscheidung über die Tötung einzelner Wölfe aus öffentlichem Interesse muss die zuständige Fachbehörde treffen.“

 

 

 

Außerdem gilt es zu bedenken: „Offen bleibt, ob der Wolf sich in unserer dicht besiedelten, stark durch Verkehrswege zerschnittenen und intensiv durch Freizeitaktivitäten und Landwirtschaft genutzten Kulturlandschaft überhaupt wohlfühlen wird.

 


Vollzug des Jagdrechts ganzjährige Jagdzeit auf Schwarzwild 13.03.2018

Aufhebung der Schonzeit bei Wildschweinen – Tier- und Muttertierschutz sind nicht verhandelbar

 

Der Tier- und Muttertierschutz muss bei der Bejagung von Wildschweinen an erster Stelle stehen. Schwerpunkt der Schwarzwildjagd müssen weiterhin Frischlinge und Überläufer sein. Der Bayerische Jagdverband sieht die Schonzeitaufhebung für Wildschweine kritisch.

 

Hauzenberg, 20.03.2018 – Aus Angst vor dem Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat der Bundesrat in Berlin die Schonzeit für Bachen und Keiler aufgehoben. Die Bestimmungen des § 22, Abs. 4 Bundesjagdgesetz (Muttertierschutz) werden zwar erwähnt, aber nicht konkret erläutert

 

Der BJV sieht die Schonzeitaufhebung kritisch: „In der Praxis ist es oft schon schwierig, Keiler und Bachen zu unterscheiden. Wie viel schwieriger ist es da, die Zitzen einer Bache zu erkennen, die sie als säugendes – und damit als geschütztes – Muttertier identifiziert.  Wird eine solche Bache, geschossen, müssen die Kleinen, die sie im schützenden Kessel zurückgelassen hat, elendig und unter großen Qualen verhungern.“  Das aber verstößt gegen das Tierschutzgesetz und stellt eine Straftat dar. Der Tierschutz darf nicht auf der Strecke bleiben, er ist die Grundlage für eine waidgerechte Jagdausübung.“ Das heißt für den Jäger, die Schonzeitaufhebung bei Schwarzwild ist kein Freibrief, unbegrenzt auf alles zu schießen. „Nicht jedes Mittel ist Recht, deshalb, muss der Finger gerade bleiben, wenn die Bachen nicht richtig identifiziert werden können. Das heißt, aus Rotten mit gesteiften Frischlingen, dürfen keine Bachen geschossen werden.“

 

Frischlinge brauchen die Bache auch nach der Säugezeit

 

Für die Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. ist der Muttertierschutz unverhandelbar: „Frischlinge, die nicht mehr gestreift sind, werden zwar nicht mehr gesäugt, aber sie brauchen ihre Mutter auch über die Säugezeit hinaus. Denn sie führt sie und leitet sie an, dass die Kleinen Futter finden.Der Abschuss der Leitbache erhöht das ASP-Risiko.Der Bayerische Jagdverband (BJV) fordert deshalb, dass mindestens eine führende Bache, im Idealfall die so genannte Leitbache, für die Betreuung der Jungtiere in der Rotte verbleiben muss, um die wichtige Leitungsfunktion zu übernehmen.Die Leitbache sorgt dafür, dass die Rotte zusammenbleibt und nicht auseinandergesprengt wird. Denn das wäre fatal für die Ausbreitung der ASP, weil versprengte Frischlinge dann ein wesentlich größeres Streifgebiet haben und die ASP im Falle eines Ausbruchs erst Recht verbreiten könnten.Das Wildschwein ist nicht schuld an der Einschleppung

 

Noch einmal betont der BJV mit aller Deutlichkeit: Das größte Risiko einer Einschleppung der ASP geht vom Menschen aus: Mangelnde Hygiene im Umgang mit Speiseresten und der gewaltige Transitverkehr spielen eine wesentlich größere Rolle in der Verbreitung des ASP-Erregers als die Forderung nach einem verstärkten Bachenabschuss. Dadurch lässt sich eine mögliche Einschleppung von ASP auf jeden Fall nicht verhindern. Infizierte Wildschweine können keine großen Strecken mehr zurücklegen und verenden nach kurzer Zeit. Unachtsam weggeworfene Lebensmittel, wie mit dem Erreger infizierte Rohwurst aus Seuchengebieten, bergen so ein wesentlich höheres Einschleppungsrisiko.

Die bayerischen Jägerinnen und Jäger erledigen zuverlässig ihre Arbeit, dies zeigen die aktuellen Streckenlisten. Wir danken allen Jägerinnen und Jägern für ihr großartiges Engagement. 

 

Auch Landwirte und Staat sind gefordert Voraussetzung für eine hohe Abschussquote sind auch Bejagungsschneisen in großen Mais- und Rapsschlägen, damit die Wildschweine überhaupt gesehen und bejagt werden können.  Außerdem belasten hohe Gebühren die Jagd auf Schwarzwild. Deshalb muss der Staat endlich die Gebühren für die Trichinenbeschau und für Verkehrssicherungsmaßnahmen übernehmen – wie es in einzelnen Landkreisen schon vorbildlich vorgelebt wird.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.jagd-bayern.de

 

  Pressemitteilung

Aufhebung der Schonzeit bei Wildschweinen  / 24.02.2018

 

Aufhebung der Schonzeit bei Wildschweinen – Tier- und Mutterschutz sind nicht verhandelbar

 

Der Tier- und Mutterschutz muss bei der Bejagung von Wildschweinen an erster Stelle stehen. Schwerpunkt der Schwarzwildjagd müssen weiterhin Frischlinge und Überläufer sein. Der Bayerische Jagdverband sieht die mögliche Schonzeitaufhebung für Wildschweine kritisch.

 

München, 24.02.2018 – Aus Angst vor dem Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat das Bundeskabinett in Berlin am Mittwoch einen Entwurf vorgelegt, nachdem die Schonzeit für Bachen und Keiler aufgehoben werden soll. Der Muttertierschutz bleibt dabei erhalten. Die Verordnung schreibt vor, dass so genannte Beibachen aus Rotten, in denen keine gelb-gestreiften Frischlinge mehr mitlaufen, ganzjährig geschossen werden dürfen. Das heißt, in Rotten mit gelb-gestreiften Frischlingen ist der Abschuss von Bachen weiterhin verboten.

 

Was sind Beibachen?

 

Beibachen sind weibliche Wildschweine, die in der Rotte keine führende Position einnehmen. Beibachen sind also keine Leitbachen, sondern rangniedrigere Tiere. Für die Jagd auf Schwarzwild heißt das, der Jäger muss die Leitbache, also die Anführerin der Rotte erkennen. Denn diese muss die Führung der Rotte und aller Frischlinge übernehmen und für ausreichende Nahrung sorgen, wenn andere Bachen erlegt werden.

 

Frischlinge brauchen die Bache auch nach der Säugezeit

 

Für den BJV ist der Muttertierschutz unverhandelbar: „Frischlinge, die nicht mehr gestreift sind, werden zwar nicht mehr gesäugt, aber sie brauchen ihre Mutter auch über die Säugezeit hinaus. Gerade in dieser Jahreszeit werden jüngere Tiere elendig verhungern, wenn es keine Leitbache mehr gibt, die die Rotte führt und das Auffinden von Futter übernimmt.“

 

Abschuss der Leitbache erhöht das ASP-Risiko

 

Die Leitbache sorgt dafür, dass die Rotte zusammenbleibt und nicht auseinandergesprengt wird. Denn das wäre fatal für die Ausbreitung der ASP, weil versprengte Frischlinge dann ein wesentlich größeres Streifgebiet haben und die ASP im Falle eines Ausbruchs erst Recht verbreiten könnten.

 

Der Bayerische Jagdverband (BJV) fordert deshalb, dass mindestens eine führende Bache, im Idealfall die Leitbache, für die Betreuung der Jungtiere in der Rotte verbleiben muss, um die wichtige Leitungsfunktion zu übernehmen. Der notwendige Abschuss von Beibachen darf nur gezielt, zur richtigen Zeit und ausschließlich bei der Einzeljagd erfolgen.

 

Die bayerischen Jäger sehen die Schonzeitaufhebung kritisch

 

Der BJV, sieht die Schonzeitaufhebung kritisch: „In der Praxis ist es oft schwierig, Keiler und Bachen zu unterscheiden. Und auf Bewegungsjagden ist die Leitbache kaum als „Rottenanführerin“ zu erkennen.“ Deshalb kann und darf, im Frühjahr auch keine Bewegungsjagd auf Schwarzwild stattfinden. Nicht jedes Mittel ist Recht.“ Deshalb muss der Finger gerade bleiben, wenn die Bachen nicht richtig identifiziert werden können.

 

Das Wildschwein ist nicht schuld an der Einschleppung

 

Noch einmal betont der BJV mit aller Deutlichkeit: Das größte Risiko einer Einschleppung der ASP geht vom Menschen aus: Mangelnde Hygiene im Umgang mit Speiseresten und der gewaltige Transitverkehr spielen eine wesentlich größere Rolle in der Verbreitung des ASP-Erregers als eine rigorose Bestandsminimierung und die Forderung nach einem verstärkten Bachenabschuss. Infizierte Wildschweine können keine großen Strecken zurücklegen und verenden nach kurzer Zeit. Unachtsam weggeworfene Lebensmittel, wie mit dem Erreger infizierte Rohwurst aus Seuchengebieten, bergen so ein wesentlich höheres Einschleppungsrisiko.

 

Die bayerischen Jäger machen ihre Hausaufgaben

 

Die bayerischen Jägerinnen und Jäger erledigen zuverlässig ihre Arbeit, dies zeigen die aktuellen Streckenlisten. Der BJV dankt allen Jägerinnen und Jägern für ihr großartiges Engagement.

 

Auch Landwirte und Staat sind gefordert

 

Voraussetzung für eine hohe Abschussquote sind auch Bejagungsschneisen in großen Mais- und Rapsschlägen, damit die Wildschweine überhaupt gesehen und bejagt werden können. Außerdem belasten hohe Gebühren die Jagd auf Schwarzwild. Deshalb muss der Staat endlich die Gebühren für die Trichinenbeschau und für Verkehrssicherungsmaßnahmen zu übernehmen.

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.jagd-bayern.de

 


Jägerschaft Wegscheider-Land E.V erhält den Naturschutzpreis 2018 des BJV

 

Liebe Jägerinen und Jäger ,
wie aus dem  beiliegenden Schreiben von Präsident Dr.  Vocke  hervorgeht, erhält unsere Kreisgruppe einen der beiden Naturschutzpreise 2018 für  unser Haselhuhn-Projekt.

 

Als Vorsitzender freue ich mich über diese Auszeichnung unserer Kreisgruppe und danke insbesondere allen Jägern, die dieses Projekt unterstützt und dabei aktiv mitgewirkt haben.

Waidmannsheil
Alois Rosenberger