Aktuelles


Hinweis zur Durchführung von Bewegungsjagden


In eigener Sache ...

 

 

Die untenstehende Nachricht unseres BJV-Justitiars Dr. Greeske wurde weitergeleitet an Vorstandschaft, HG-Leiter und Webmaster mit der Bitte diese Anlage in unsere Homepage zu stellen zur Information für unsere Mitglieder.

 

Wir werden bei der Hauptversammlung in Nürnberg am 17. Oktober mit Sicherheit die Verursacher der Kampagne gegenüber Dr. Vocke ganz bestimmt NICHT wählen und auch nicht deren Helfer im Hintergrund, die für einen Sitz im Präsidium bzw. in der Verbandsführung kandidieren, einschließlich jener Personen, welche an der Demontage unseres früheren Vorsitzenden der Regierungsbezirksgruppe Niederbayern, Richard Hofmann, beteiligt waren.

Wenn jemand aus unserer Mitgliedschaft anderer Meinung ist, bitte bei unserem 2. Vorsitzenden Stephan Süß oder bei mir melden. Der Besuch der Versammlung in Nürnberg wird unsere letzte offizielle Tätigkeit als Vorsitzende bis zu einer Neuwahl im Frühjahr, entweder in einer dann möglichen Versammlung durch persönliche Anwesenheit oder alternativ dann endgültig durch schriftliche Abstimmung, die wir entsprechend dann vorbereiten müssen.

 

Hier finden sie weiterführende Informationen

 

https://www.jagderleben.de/news/bjv-kandidat-ernst-weidenbusch-vergangenheit-loslassen-712184

 

 

Außerdem können die HG-Leiter diese Information gerne an Revierpächter weiterleiten.

 

6 Fragen 6 Antworten.




Vorsicht Autofahrer:

Die Maisernte beginnt – erhöhte Wildunfallgefahr

 

Hauzenberg,26.09.2020 

 

Mit dem Herbstanfang herrscht auch wieder erhöhte Unfallgefahr auf dem Weg ins Büro. Der Berufsverkehr fällt in die Dämmerung und damit in die aktive Zeit von Rehwild, Wildschweinen und Rotwild, warnen die Jäger der - Kreisgruppe Jägerschaft-Wegscheider -Land E.V „Wildtiere orientieren sich am Tageslicht. Während in den Sommermonaten die Fahrbahn noch gefahrenlos überqueren konnten, braust jetzt der Berufsverkehr über die Straße. Die Morgenstunden werden so zur Falle für Tier und Mensch.“

 

BJV appelliert an Autofahrer zur Vorsicht

 

Fallendes Herbstlaub, Schmutz, Nässe und Nebel sind eine zusätzliche Gefahrenquelle für den Autofahrer. Sie sorgen für rutschige Straßen und verlängerte Bremswege. Vorsitzender …..: „Fahren Sie vorsichtig, auch in Ihrem eigenen Interesse.  Wenn Sie durch Waldstücke und entlang von Hecken oder unübersichtlichen Feldrändern fahren, kann unvermittelt Wild auf der Straße auftauchen. Behalten Sie deshalb auch immer den Fahrbahnrand im Auge, seien Sie stets bremsbereit und passen Sie die Geschwindigkeit an. Wer Tempo 80 statt 100 fährt, verkürzt den Bremsweg bereits um 25 Meter.“

Maisernte – Fuß vom Gas!

 

Jetzt beginnt überall die Maisernte, da sollten die Autofahrer besonders vorsichtig sein. „Der Mais hat unseren Wildtieren, vor allem den Rehen und Wildschweinen, während der Sommermonate ideale Deckung geboten und damit ein rundum sicheres Versteck. Wenn jetzt die großen Häcksler anrollen und Reihe für Reihe ernten, flieht das Wild panisch aus dem Feld und rast ohne Halt auch über die Straße. Meistens lässt sich diese Flucht nicht voraussehen. Das heißt, als Autofahrer müssen Sie auf alles gefasst sein.“

 

Ein Reh kommt selten allein

Um diese Jahreszeit sind Rehe und Wildschweine selten allein unterwegs. Das

heißt, wenn ein Tier über die Straße läuft, muss der Autofahrer damit rechnen, dass noch andere folgen. Der Nachwuchs zum Beispiel, läuft dem Muttertier blindlings hinterher. Vorsitzender ….. „Während der Maisernte sind auch viele große landwirtschaftliche Maschinen und Transportgespanne unterwegs, bewahren Sie Geduld, überholen Sie nicht leichtsinnig und passen Sie gut auf, wenn Sie über Land unterwegs sind!“

 

Erntezeit ist Jagdzeit

 

Während der Maisernte finden vielerorts auch so genannte Erntejagden statt. Dabei werden die Maisfelder von Jägern umstellt. Die Jäger sitzen dabei meistens erhöht. So ist garantiert, dass die Gewehrkugel einen so genannten Kugelfang hat und im Boden landet und niemanden gefährden kann.

Bei diesen gut organisierten Erntejagden wird vor allem Schwarzwild bejagt. In Zeiten von Afrikanischer Schweinepest sind solche effektiven Jagdmethoden unerlässlich. Die Jäger  bitten deshalb um Verständnis, wenn es in den nächsten Wochen vielerorts in der Feldflur laut knallt oder auch einmal ein Weg oder eine Straße kurzfristig gesperrt werden muss: „Bitte erschrecken Sie nicht. Die Jagden sind deutlich mit Warnschildern und Warnbändern gekennzeichnet. Angst muss niemand haben, denn die Sicherheit steht bei der Organisation einer solchen Jagd immer an erster Stelle.“

 

Jagd ist gelebter Naturschutz


ÖJV erleidet empfindliche Schlappe vor Gericht

 

Der ÖJV hat vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht eine empfindliche Schlappe erlitten. Damit wurde der BJV gestärkt.

 

Der Hintergrund: Der ÖJV hatte gegen den Freistaat Bayern geklagt, weil er auch eine so genannte mitwirkungsberechtigte Vereinigung von Jägern sein wollte. Zur Erinnerung: In Bayern ist allein der BJV die offiziell anerkannte Vertretung der Jägerschaft. Das gefällt dem ÖJV nicht. Deshalb hat er geklagt. Das Verwaltungsgericht München hat mit Urteil vom 6. Februar 2019 die Klage mit der Begründung abgewiesen, es bestehe kein Anspruch auf Anerkennung als mitwirkungsberechtigte Vereinigung von Jägern im Sinne von § 37 Abs. 2 BJagdG, weil die nach §32 Abs 1 AVBayJG notwendigen Voraussetzungen nicht erfüllt seien. Gegen dieses Urteil wollte der ÖJV dann in Berufung gehen. Der VGH hat nun den Antrag auf Zulassung zur Berufung abgelehnt und das Urteil des Verwaltungsgerichtes München bestätigt. Das heißt für uns: Der BJV bleibt allein offiziell anerkannte Vertretung der Jägerinnen und Jäger in Bayern.


Nicht allein Büchse, auch feuchte Witterung hilft Waldumbau

 

 

In den vergangenen  Monaten wurde in zahlreichen Medien immer wieder  beklagt,  daß ein angeblich zu hoher Rehwildbestand den klimabedingten notwendigen Waldumbau verhindern würde. Gerade nach den Sturmereignissen und der nachfolgenden 

Borkenkäferkalamität sei Wildverbiß durch Schalenwild besonders negativ für einen  nachwachsenden  Wald.

 

Die beiden Vorsitzenden der Jägerschaft Wegscheider-Land e.V., Alois  Rosenberger, auch Wildschadensberater im Forst und Stephan Süsss, zugleich Jagdberater, ärgert in diesem Zusammenhang die einseitige Betrachtungsweise und  Argumentation vieler

Beteiligter, oft auch in Unkenntnis der natürlichen Zusammenhänge.

Offensichtlich reden hier Personen  mit und versuchen sich mit diesem  äußerst sensiblen Thema in den Medien zu profilieren,die hierfür nicht die notwendige  Sachkenntnis mitbringen.Tatsache ist, daß  trotz zwei viel zu trockenen Sommern die Niederschläge des jeweiligen Frühjahres der letzten zwei Jahre es Naturverjüngungen und Aufforstungsflächen erlaubt haben, einen durchschnittlichen Zuwachs zu ermöglichen.Man kann dies unschwer an den Abständen zwischen den Astquirlen vor allem bei Fichten und Tannen erkennen.Was aber ganz besonders auffällt,  ist heuer der enorme Zuwachs sowohl an den Terminal-  als auch an den Seitentrieben dieser Forstpflanzen. Wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht, und  das tun vor allem auch die Jäger,kann man vor allem bei den Terminaltrieben Zuwächse in  der Höhe festsstellen,  die zwei bis dreimal so lang sind wie jene aus den Vorjahren mit wesentlich trockeneren Frühjahrsmonaten. Was  man aber heuer auch erkennen  kann in Verjüngungen und Aufforstungen in  den Wäldern  des  Wegscheider Landes sind Spätfrostschäden an den Seitentrieben junger Fichten und Tannen aber vereinzelt auch Schäden an Buchen durch den Kälteeinbruch Anfang Mai.

 

Die  beiden Vorsitzenden appellieren an  die Waldbesitzer, sich an die örtlichen Jagdpächter zu wenden,wenn es  in  Revieren wirklich lokale  Verbißprobleme geben sollte,  die natürlich nie ganz auszuschliessen sind solange es in  unseren Wäldern noch Rehe  gibt.Hier können geeignete  Maßnahmen Abhilfe schaffen wie Einzelschutz durch Streichen, Umstellen von Fütterungseinrichtungen welche für etwaige  Notzeiten vorgehalten werden müssen aber auch Schwerpunktbejagung auf gefährdeten Flächen.  Auf keinen Fall sollten sich Waldbesitzer durch Dritte von außen aufhetzen lassen,  weil  dies absolut nicht zielführend ist, wie man in einigen Revieren im Bereich des Wegscheider Landes erlebt hat.

 

Etwas mehr Gelassenheit und Verständnis für  natürliche Abläufe würde manchmal absolut nicht schaden,meinen die beiden Vorsitzenden und sind der Überzeugung, daß die Rehwildbestände in der Zwischenzeit angepaßt und deshalb absolut nicht mehr zu hoch sein können, wenn  die geforderten Abschußzahlen in den einzelnen Revier nur mehr gerade noch erreicht werden unter Ausnutzung der erlaubten gesetzlichen Toleranzen.

Wenn jemand das Gegenteil behauptet, muß er dafür auch dann den Beweis erbringen können.


Die Jagd muss dem Wald helfen – aber: Waldbau mit der Büchse ist der falsche Weg

 

  • Die führenden jagdlichen Verbände Deutschlands beziehen Position zur Novelle des Bundesjagdgesetzes

 

  • Tierschutzgedanken, waidgerechte Ausübung der Jagd und die Aspekte des Naturschutzes müssen in einem Jagdgesetz den notwenigen Stellenwert haben!

 

  • Ergänzungen zum Referentenentwurf legen Blick stärker auf die wildlebenden Tierarten

 

Die freilebende Tierwelt ist wesentlicher Bestandteil der heimischen Natur. Sie ist als Teil des natürlichen Wirkungsgefüges in Ihrer Vielfalt zu bewahren.“ Dieser Grundsatz, müsse aus Sicht der führenden jagdlichen Verbände in Deutschland dringend in das neue Bundesjagdgesetz aufgenommen werden.Im derzeit vorliegenden Referentenentwurf werden die wildlebenden Tierarten viel zu wenig berücksichtigt. Der Schwerpunkt liegt ausschließlich auf der Situation der Waldbestände. Es wird aber nicht das Waldgesetz novelliert, sondern das Jagdgesetz. Da muss auch den Wildtieren ein hoher Stellenwert eingeräumt werden.“

 

Argumente von gestern werden vorgeschoben

 

Wie viele Wildtiere (Reh, Hirsch und Gams) es in Bayern überhaupt gibt, wir wissen es nicht. Derzeit jedenfalls gibt es keine Erfassung, keine wissenschaftlich belegte Studie oder statistische Erhebung dazu. Trotzdem predigen der so genannte Ökologische Jagdverein, der Bund Naturschutz und Teile der Waldbesitzer immer wieder, dass es zu viel Wild gäbe und dass deshalb der Wald kurz vor dem Untergang stehe. Sicher, es ist halt einfach, den Jägern und dem Wild die Schuld in die Schuhe zu schieben, um von eigenen Fehlern abzulenken. Es ist halt bequem, an uralten Vorurteilen festzuhalten und die längst vergangene Zeit der Trophäenjagd aus dem Hut zu ziehen.“

 

Moderne Jagd ist Natur- Arten- und Tierschutz

 

Die moderne Jagd sieht anders aus. Sie ist weit weg von überhöhten Wildbeständen und weit weg von einer Trophäenjagd. Die moderne Jagd hat den Lebensraum, den Naturschutz und den Tierschutz im Blick. Die moderne Jagd sorgt mit der Bejagung für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Wildtieren und Lebensraum, hilft bei der Abwehr von übermäßigen Wildschäden und bringt mit der Jagd ein hochwertiges Lebensmittel – heimisches Wildfleisch – auf unsere Teller. Die moderne Jagd sorgt sich um die Wildbestände, nimmt selbstverständlich die gesetzliche Pflicht zur Notzeitfütterung wahr und ist in enger Abstimmung mit ihren Partnern, den Landwirten vor Ort bei der Verbesserung der Lebensräume aktiv. Dieses aktuelle Bild der Jagd gefällt aber den ewig Gestrigen nicht. Doch wenn die echten Argumente ausgehen, greift man gern in die Mottenkiste, um überhaupt noch gehört zu werden.

 

Sie nennen es Ökologie und meinen nur wirtschaftliche Interessen

 

Selbstverständlich ist der Umbau zu klimastabilen Wäldern ein wichtiges Anliegen, den die Jägerschaft unmissverständlich unterstützt. Aber auch Pappeln, Birken oder Weiden, bilden Wurzeln aus und halten damit den Boden zusammen, binden CO2 aus der Luft, lassen Blätter fallen und sorgen damit für den notwendigen Humusaufbau am Waldboden. Diese Baumarten sind sehr robust, müssen nicht angepflanzt werden und kommen in einem natürlichen Mischungsverhältnis in vielen Waldbereichen vor. Dazu gibt es unzählige weitere verholzte Strukturelemente, die einen natürlichen, klimastabilen Wald ausmachen würden. Sie sind allesamt klimastabil und standortgerecht, ABER sie werfen keinen Ertrag ab.

 

Die von den selbst ernannten Ökojägern, vom Bund Naturschutz und manchen Teilen der Waldbauern immer wieder kehrenden Forderungen nach höheren Abschusszahlen für Reh, Rotwild und Gams haben allein wirtschaftliche Interessen und nicht, wie heuchlerisch ständig wiederholt, die Sorge um den Wald als Ökosystem. Keines der Argumente dieser Ideologen dreht darum, die natürliche Waldzusammensetzung zu stabilisieren, sondern allein darum, ökonomisch verwertbare Baumarten ohne viel Aufwand hoch zu bringen.

 

Diese wirtschaftlichen Interessen sind ein legitimes Ziel eines jeden Waldbauern und es ist absolut verständlich, dass diese wirtschaftlichen Ziele mit möglichst geringem Aufwand erreicht werden sollen. Dann aber sollte das auch ehrlich so als rein wirtschaftliches Ziel verkauft werden, statt den Retter des Ökosystems Wald vorzugaukeln.“

 

 

 

Plumpe Argumente statt ausgeklügelte Konzepte – so funktioniert es nicht

 

„Es war der Mensch“, der die natürlich gemischte Waldstruktur zu Gunsten wirtschaftlichen Profits verändert hat. Und jetzt soll laut den Vorschlägen zum Bundesjagdgesetz das Reh, der Hirsch und die Gams für diese vom Menschen verursachte Entwicklung mit dem Leben bezahlen?“ Um dieses von Menschenhand gemachte Missverhältnis im Wald wieder gerade zu rücken, reicht es nicht, einfach plump nach immer höheren Abschusszahlen zu rufen. Notwendig ist ein ausgeklügeltes, auf lange Zeit angelegtes und auf wildbiologischen Erkenntnissen basierendes Konzept von waldbaulichen Maßnahmen und jagdlichen Methoden gleichermaßen. Die Jagd kann den Waldumbau unterstützten, aber sie kann immer nur einer von vielen Bausteinen sein.

 

 

 

Ökologisches Denken sieht anders aus

 

Es ist beschämend wie wenig die selbst ernannten „Waldretter“ auf den Zustand unserer Wildtiere blicken, wie wenig wildbiologisches Fachwissen in ihre Forderungen zu immer höheren Abschusszahlen einfließt und wie einseitig unser heimisches Wild für alles verantwortlich gemacht wird. Naturschutz ist nicht teilbar, dazu gehört auch der Schutz der heimischen Tierwelt, Ökologie bedeutet die Gesamtheit der Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt und nicht nur immer wieder die Forderung nach höheren Abschusszahlen.

 

Der Bayerische Jagdverband, als anerkannter Naturschutzverband und seine 159 Kreisvereinigung in ganz Bayern mit rund 50.000 Mitgliedern hat das verinnerlicht und streitet im Rahmen der Bundesjagdgesetznovelle dafür. Von dieser Einstellung sollte sich so mancher eine Scheibe abschneiden. Unser Wild und unser Wald hätten das verdient.


Vorsicht - Liebestolles Rehwild ist nicht zu bremsen!

 

Hauzenberg, 27.07.2020

 

In den nächsten Wochen herrscht wieder wildes Treiben in Feld und Wald. Das Rehwild hat Paarungszeit, die Brunft, und da geht es im wahrsten Wortsinn rund.In der Paarungszeit treibt der Bock die brunftige Geiß durch den Hochwald oder durch die Felder und liefert sich mit Rivalen Kämpfe und spektakuläre Verfolgungsjagden. In den Getreidefeldern sind dann oft so genannte Hexenringe zu beobachten, runde Kreise überall dort, wo das Getreide beim wilden Liebesreigen niedergefegt wurde.

 

„Nein“ heißt „Nein“ – auch Rehgeißen können MeToo

 

Das weibliche Reh sondert Duftstoffe ab und signalisiert so seine Paarungsbereitschaft. Ist es noch nicht ganz so weit und der Bock bedrängt die Geiß allzu aufdringlich, reagiert sie mit einem schrillen Fiebton und rennt davon.

 

Jetzt Hochzeit, erst nächstes Jahr Nachwuchs – wie kann das gehen?

 

Beim Reh gibt es die so genannte Keimruhe, eine wildbiologische Besonderheit.Dabei nistet sich die befruchtete Eizelle über einige Monate in der Gebärmutterschleimhaut ein, ohne sich weiter zu entwickeln. Erst mit zunehmender Tageslichtlänge im Spätwinter setzt die Zellteilung ein und der entstehende Embryo wächst.“ Durch eine solche „verlängerte“ Tragzeit beim Reh wird sichergestellt, dass die Jungtiere in der für sie optimalen Jahreszeit im Frühjahr geboren werden.

 

Vorsicht Autofahrer – Liebestolles Rehwild ist nicht zu bremsen!

 

Da „Liebe bekanntlich blind macht“ – oder besser gesagt, weil die Tiere völlig hormongesteuert sind – jagen brunftige Rehe oft auch unvermittelt über die Straße. Da kann es schnell zu Wildunfällen kommen. Die Jäger appellieren daher an alle Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie auch in Ihrem eigenen Interesse jetzt besonders vorsichtig. Speziell bei Fahrten entlang unübersichtlicher Straßenränder, durch Waldstücke, entlang von Hecken oder zwischen Mais- oder Getreidefelder, können unvermittelt Rehe auf der Straße auftauchen. Behalten Sie daher auch immer den Fahrbahnrand im Auge und seien Sie stets bremsbereit.“

 

Ein Reh kommt zur Paarungszeit selten allein. Meist folgt der Geiß ein Bock. Taucht auf der Fahrbahn ein Reh auf, blenden sie ab und versuchen Sie kontrolliert zu bremsen. Ist ein Zusammenstoß nicht mehr zu verhindern, muss das Lenkrad unbedingt gerade gehalten werden – versuchen Sie keinesfalls unkontrollierte Ausweichmanöver.“

 

 

Jagd ist gelebter Naturschutz


Nicht allein Büchse, auch feuchte Witterung hilft Waldumbau

 

In den vergangenen  Monaten wurde in zahlreichen Medien immer wieder  beklagt,  daß ein angeblich zu hoher Rehwildbestand den  klimabedingten notwendigen Waldumbau verhindern würde. Gerade nach den Sturmereignissen und der nachfolgenden Borkenkäferkalamität sei Wildverbiß durch Schalenwild besonders negativ für einen  nachwachsenden  Wald.

 

Die beiden Vorsitzenden der Jägerschaft Wegscheider-Land e.V., Alois  Rosenberger, auch Wildschadensberater im Forst und Stephan Süsss, zugleich Jagdberater, ärgert in diesem Zusammenhang die einseitige Betrachtungsweise und  Argumentation vieler

Beteiligter, oft auch in Unkenntnis der natürlichen Zusammenhänge. Offensichtlich reden hier Personen  mit und versuchen sich mit diesem  äußerst sensiblen Thema in den Medien zu profilieren, die hierfür nicht die notwendige  Sachkenntnis mitbringen.

Tatsache ist, daß  trotz zwei viel zu trockenen Sommern die Niederschläge des jeweiligen Frühjahres der letzten zwei Jahre es Naturverjüngungen und Aufforstungsflächen erlaubt haben, einen durchschnittlichen Zuwachs zu ermöglichen.

Man kann dies unschwer an den Abständen zwischen den Astquirlen vor allem bei Fichten und Tannen erkennen.

 

Was aber ganz besonders auffällt,  ist heuer der enorme Zuwachs sowohl an den Terminal-  als auch an den Seitentrieben dieser Forstpflanzen. Wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht, und  das tun vor allem auch die Jäger, kann man vor allem bei den Terminaltrieben Zuwächse in  der Höhe feststellen,  die zwei bis dreimal so lang sind wie

jene aus den Vorjahren mit wesentlich trockeneren Frühjahrsmonaten. Was  man aber heuer auch erkennen  kann in Verjüngungen und Aufforstungen in  den Wäldern  des  Wegscheider Landes sind Spätfrostschäden an den Seitentrieben junger Fichten und Tannen aber vereinzelt auch Schäden an Buchen durch den Kälteeinbruch Anfang Mai.

Die  beiden Vorsitzenden appellieren an  die Waldbesitzer, sich an die örtlichen Jagdpächter zu wenden, wenn es  in  Revieren wirklich lokale  Verbißprobleme geben sollte,  die natürlich nie ganz auszuschliessen sind solange es in  unseren Wäldern noch Rehe  gibt.

 

Hier können geeignete  Maßnahmen Abhilfe schaffen wie Einzelschutz durch Streichen, Umstellen von Fütterungseinrichtungen welche für etwaige  Notzeiten vorgehalten werden müssen aber auch Schwerpunktbejagung auf gefährdeten Flächen.  Auf keinen Fall sollten sich Waldbesitzer durch Dritte von außen aufhetzen lassen,  weil  dies

absolut nicht zielführend ist, wie man in einigen Revieren im Bereich des Wegscheider Landes erlebt hat. Etwas mehr Gelassenheit und Verständnis für  natürliche Abläufe würde manchmal absolut nicht schaden, meinen die beiden Vorsitzenden und sind der Überzeugung, daß die Rehwildbestände in der Zwischenzeit angepaßt und deshalb absolut nicht mehr zu hoch sein können, wenn  die geforderten Abschußzahlen in den einzelnen Revier nur mehr gerade noch erreicht werden unter Ausnutzung der erlaubten gesetzlichen Toleranzen. Wenn jemand das Gegenteil behauptet, muss er dafür auch dann den Beweis erbringen können.  

Bild  Rosenberger \ Diesjähriger starker Zuwachs erkennbar an jungen Fichten und Tannen in Natürverjüngung im Revier Windpassing
Bild Rosenberger \ Diesjähriger starker Zuwachs erkennbar an jungen Fichten und Tannen in Natürverjüngung im Revier Windpassing

Zulässigkeit von Bewegungsjagden in Zeiten der Corona Pandemie



Bekanntmachung des Landratsamt Passau – Veterinäramt

 

Ab dem  01.07.2020 wird die Gebühr für die Trichinenuntersuchung beim Wildschwein 5,60 € betragen wird. 

Aufgrund gestiegener Kosten musste der Landkreis zwar die Gebühren anpassen. Trotzdem gehören wir immer noch zu den Landkreisen mit den niedrigsten Gebühren!

 

 Dr. Krause

 Landratsamt Passau – Veterinäramt 


Versammlung der Jagdgenossenschaften


Öffentliche Hegeschauen 2020


Zur Geplanten Änderung des Bundesjagdgesetzes

 

E-Mail des 1. Vorsitzenden an MdB Scheuer,

 

 

Sehr geehrter Herr MdB Scheuer, als Vorsitzender der Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. bitte ich Sie, keinen Änderungen des Bundesjagdgesetzes zuzustimmen, die über die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag des Bundes hinausgehen. Begründung: Im Koalitionsvertrag haben sich die Regierungsparteien dafür ausgesprochen, die Jagd als nachhaltige Nutzungsform zu stärken. Jagd ist mehr als nur der Abschuss von Schalenwild. Jagd ist gelebter Natur- und Artenschutz und ein wichtiger Baustein für den Erhalt von Biodiversität und Artenvielfalt. Die derzeitigen Änderungsvorschläge für das Bundesjagdgesetz stärken nicht die Jagd, sondern schwächen die bewährten Gestaltungskriterien für ein tierschutz- und naturschutzkonformes und wildbiologisch vertretbares Jagdmanagement. Sie reduzieren die Jagd allein auf den Abschuss von Schalenwild. Die führenden Wildbiologen haben in zahlreichen Untersuchungen mehrfach bewiesen, dass eine solche Strategie nicht zielführend für einen erfolgreichen Waldumbau sein kann.

 

Mit freundlichen Grüßen

Alois Rosenberger, 1. Vorsitzender Jägerschaft Wegscheider-Land e.V.

 


https://www.wildtierportal.bayern.de/corona


Bitte informieren Sie sich bei etwaigigen Fragen über das Wildtierportal

 

https://www.wildtierportal.bayern.de/corona

 


Wann und wo gibt es die neuen Wildwarntafeln?

 

 

In der aktuellen Ausgabe der „Jagd in Bayern“ wurden die neuen BJV-Wildwarntafeln vorgestellt. Der BJV hat 1.500 Warntafeln anfertigen lassen, die Autofahrer auf besonders Wildunfall gefährdete Straßen aufmerksam machen sollen.

 

Dazu wurden sechs Tiermotive ausgewählt, die den Betrachter emotional berühren, wie etwa ein hilfloser Jungfuchs oder eine Rehgeiß mit ihrem Kitz. Die Motive und der plakative kurze Text – Schütze Leben, unseres und deins! – sind auch beim Vorbeifahren schnell zu erfassen und gut zu erkennen. Die Motive können leicht ausgetauscht werden, um einem Gewöhnungseffekt bei den Autofahrern vorzubeugen.

 

 

 

Warum sind die Warntafeln nicht größer?

 

Der BJV hat sich für eine Größe entschieden, die für viele Hinweisschilder an den Straßen üblich ist und keine großen Sicherheitsauflagen notwendig macht. Denn die Schilder dürfen auf keinen Fall zu groß sein, weil sonst ein richtiges Betonfundament notwendig wäre. Außerdem ist so sicher  gestellt, dass die Schilder Wind und Sturmböen schadlos überstehen. Sie dürfen nicht umfallen und auch nicht weggeweht werden. Deshalb hat sich der BJV für einen Stahlrahmen entschieden, der stabilen Halt bietet, kein Fundament braucht, leicht mit einem Vorschlaghammer zu montieren ist und jederzeit auch wieder versetzt werden kann. Die Warntafeln sind aus einer reflektierenden Folie, die nachts, wenn sie vom Scheinwerferlicht angestrahlt wird, hell leuchtet.

 

Jede Kreisgruppe erhält aus dieser ersten Auflage 8 Schilder mit Stahlrahmen und verschiedenen Motiven. Sie sollen dann an den besonders unfallträchtigen Straßen aufgestellt werden.

 

Bitte fragen Sie Ihre Revierinhaber, wo solche Schilder besonders notwendig sind.

 

Wenn in Ihrem Landkreis mehr Straßen besonders stark gefährdet sind, als Sie Schilder haben, dann können Sie gerne die Schilder alle drei /vier Monate versetzen und so alle Gefahrenpunkte nach einander ausschildern. So vermeiden Sie auch Gewöhnungseffekte bei den Autofahrern.

 

Wie kommen Sie an die Warntafeln?

 

Die Warntafeln werden bis spätestens Ende Januar an zentrale Auslieferungsstellen in jedem Regierungsbezirk ausgeliefert. Dort können die Kreisgruppen dann ihre 8 Schilder abholen. Die genauen Standorte geben wir noch bekannt.

 

Die Herstellung der Warntafeln wurde zu fasst 50 Prozent über die Jagdabgabe gefördert. Deshalb können wir die Warntafeln zu einem günstigen Preis von
35 Euro pro Stück anbieten.

 

Ergebnisse bitte mitteilen

 

Natürlich wollen wir wissen, ob die Warntafeln auch funktionieren und die Wildunfälle tatsächlich einschränken können. Deshalb bitten wir alle Revierinhaber, die eine solche Tafel aufstellen, die Zahl der Wildunfälle zu dokumentieren und uns dann von Ihren Erfahrungen berichten. Dazu verschicken wir dann rechtzeitig einen Fragebogen.

 

 

 

Ist das Aufstellen überhaupt erlaubt?

 

Generell wurde im Vorfeld mit dem Bayerischen Staatsministerium des Inneren und Staatsminister Eck die Aktion der BJV-Warntafeln abgesprochen. In den nächsten Tagen erhalten wir vom Bayerischen Innenministerium sozusagen grünes Licht und Informationen, wen Sie informieren sollten, wenn Sie die Warntafeln aufstellen. Wir informieren Sie dann sofort.   

 

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