Aktuelles


Vorsicht - Liebestolles Rehwild ist nicht zu bremsen!

 

Hauzenberg, 27.07.2020

 

In den nächsten Wochen herrscht wieder wildes Treiben in Feld und Wald. Das Rehwild hat Paarungszeit, die Brunft, und da geht es im wahrsten Wortsinn rund.In der Paarungszeit treibt der Bock die brunftige Geiß durch den Hochwald oder durch die Felder und liefert sich mit Rivalen Kämpfe und spektakuläre Verfolgungsjagden. In den Getreidefeldern sind dann oft so genannte Hexenringe zu beobachten, runde Kreise überall dort, wo das Getreide beim wilden Liebesreigen niedergefegt wurde.

 

„Nein“ heißt „Nein“ – auch Rehgeißen können MeToo

 

Das weibliche Reh sondert Duftstoffe ab und signalisiert so seine Paarungsbereitschaft. Ist es noch nicht ganz so weit und der Bock bedrängt die Geiß allzu aufdringlich, reagiert sie mit einem schrillen Fiebton und rennt davon.

 

Jetzt Hochzeit, erst nächstes Jahr Nachwuchs – wie kann das gehen?

 

Beim Reh gibt es die so genannte Keimruhe, eine wildbiologische Besonderheit.Dabei nistet sich die befruchtete Eizelle über einige Monate in der Gebärmutterschleimhaut ein, ohne sich weiter zu entwickeln. Erst mit zunehmender Tageslichtlänge im Spätwinter setzt die Zellteilung ein und der entstehende Embryo wächst.“ Durch eine solche „verlängerte“ Tragzeit beim Reh wird sichergestellt, dass die Jungtiere in der für sie optimalen Jahreszeit im Frühjahr geboren werden.

 

Vorsicht Autofahrer – Liebestolles Rehwild ist nicht zu bremsen!

 

Da „Liebe bekanntlich blind macht“ – oder besser gesagt, weil die Tiere völlig hormongesteuert sind – jagen brunftige Rehe oft auch unvermittelt über die Straße. Da kann es schnell zu Wildunfällen kommen. Die Jäger appellieren daher an alle Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie auch in Ihrem eigenen Interesse jetzt besonders vorsichtig. Speziell bei Fahrten entlang unübersichtlicher Straßenränder, durch Waldstücke, entlang von Hecken oder zwischen Mais- oder Getreidefelder, können unvermittelt Rehe auf der Straße auftauchen. Behalten Sie daher auch immer den Fahrbahnrand im Auge und seien Sie stets bremsbereit.“

 

Ein Reh kommt zur Paarungszeit selten allein. Meist folgt der Geiß ein Bock. Taucht auf der Fahrbahn ein Reh auf, blenden sie ab und versuchen Sie kontrolliert zu bremsen. Ist ein Zusammenstoß nicht mehr zu verhindern, muss das Lenkrad unbedingt gerade gehalten werden – versuchen Sie keinesfalls unkontrollierte Ausweichmanöver.“

 

 

Jagd ist gelebter Naturschutz


Nicht allein Büchse, auch feuchte Witterung hilft Waldumbau

 

In den vergangenen  Monaten wurde in zahlreichen Medien immer wieder  beklagt,  daß ein angeblich zu hoher Rehwildbestand den  klimabedingten notwendigen Waldumbau verhindern würde. Gerade nach den Sturmereignissen und der nachfolgenden Borkenkäferkalamität sei Wildverbiß durch Schalenwild besonders negativ für einen  nachwachsenden  Wald.

 

Die beiden Vorsitzenden der Jägerschaft Wegscheider-Land e.V., Alois  Rosenberger, auch Wildschadensberater im Forst und Stephan Süsss, zugleich Jagdberater, ärgert in diesem Zusammenhang die einseitige Betrachtungsweise und  Argumentation vieler

Beteiligter, oft auch in Unkenntnis der natürlichen Zusammenhänge. Offensichtlich reden hier Personen  mit und versuchen sich mit diesem  äußerst sensiblen Thema in den Medien zu profilieren, die hierfür nicht die notwendige  Sachkenntnis mitbringen.

Tatsache ist, daß  trotz zwei viel zu trockenen Sommern die Niederschläge des jeweiligen Frühjahres der letzten zwei Jahre es Naturverjüngungen und Aufforstungsflächen erlaubt haben, einen durchschnittlichen Zuwachs zu ermöglichen.

Man kann dies unschwer an den Abständen zwischen den Astquirlen vor allem bei Fichten und Tannen erkennen.

 

Was aber ganz besonders auffällt,  ist heuer der enorme Zuwachs sowohl an den Terminal-  als auch an den Seitentrieben dieser Forstpflanzen. Wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht, und  das tun vor allem auch die Jäger, kann man vor allem bei den Terminaltrieben Zuwächse in  der Höhe feststellen,  die zwei bis dreimal so lang sind wie

jene aus den Vorjahren mit wesentlich trockeneren Frühjahrsmonaten. Was  man aber heuer auch erkennen  kann in Verjüngungen und Aufforstungen in  den Wäldern  des  Wegscheider Landes sind Spätfrostschäden an den Seitentrieben junger Fichten und Tannen aber vereinzelt auch Schäden an Buchen durch den Kälteeinbruch Anfang Mai.

Die  beiden Vorsitzenden appellieren an  die Waldbesitzer, sich an die örtlichen Jagdpächter zu wenden, wenn es  in  Revieren wirklich lokale  Verbißprobleme geben sollte,  die natürlich nie ganz auszuschliessen sind solange es in  unseren Wäldern noch Rehe  gibt.

 

Hier können geeignete  Maßnahmen Abhilfe schaffen wie Einzelschutz durch Streichen, Umstellen von Fütterungseinrichtungen welche für etwaige  Notzeiten vorgehalten werden müssen aber auch Schwerpunktbejagung auf gefährdeten Flächen.  Auf keinen Fall sollten sich Waldbesitzer durch Dritte von außen aufhetzen lassen,  weil  dies

absolut nicht zielführend ist, wie man in einigen Revieren im Bereich des Wegscheider Landes erlebt hat. Etwas mehr Gelassenheit und Verständnis für  natürliche Abläufe würde manchmal absolut nicht schaden, meinen die beiden Vorsitzenden und sind der Überzeugung, daß die Rehwildbestände in der Zwischenzeit angepaßt und deshalb absolut nicht mehr zu hoch sein können, wenn  die geforderten Abschußzahlen in den einzelnen Revier nur mehr gerade noch erreicht werden unter Ausnutzung der erlaubten gesetzlichen Toleranzen. Wenn jemand das Gegenteil behauptet, muss er dafür auch dann den Beweis erbringen können.  

Bild  Rosenberger \ Diesjähriger starker Zuwachs erkennbar an jungen Fichten und Tannen in Natürverjüngung im Revier Windpassing
Bild Rosenberger \ Diesjähriger starker Zuwachs erkennbar an jungen Fichten und Tannen in Natürverjüngung im Revier Windpassing

Zulässigkeit von Bewegungsjagden in Zeiten der Corona Pandemie



Bekanntmachung des Landratsamt Passau – Veterinäramt

 

Ab dem  01.07.2020 wird die Gebühr für die Trichinenuntersuchung beim Wildschwein 5,60 € betragen wird. 

Aufgrund gestiegener Kosten musste der Landkreis zwar die Gebühren anpassen. Trotzdem gehören wir immer noch zu den Landkreisen mit den niedrigsten Gebühren!

 

 Dr. Krause

 Landratsamt Passau – Veterinäramt 


Versammlung der Jagdgenossenschaften


Öffentliche Hegeschauen 2020


Zur Geplanten Änderung des Bundesjagdgesetzes

 

E-Mail des 1. Vorsitzenden an MdB Scheuer,

 

 

Sehr geehrter Herr MdB Scheuer, als Vorsitzender der Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. bitte ich Sie, keinen Änderungen des Bundesjagdgesetzes zuzustimmen, die über die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag des Bundes hinausgehen. Begründung: Im Koalitionsvertrag haben sich die Regierungsparteien dafür ausgesprochen, die Jagd als nachhaltige Nutzungsform zu stärken. Jagd ist mehr als nur der Abschuss von Schalenwild. Jagd ist gelebter Natur- und Artenschutz und ein wichtiger Baustein für den Erhalt von Biodiversität und Artenvielfalt. Die derzeitigen Änderungsvorschläge für das Bundesjagdgesetz stärken nicht die Jagd, sondern schwächen die bewährten Gestaltungskriterien für ein tierschutz- und naturschutzkonformes und wildbiologisch vertretbares Jagdmanagement. Sie reduzieren die Jagd allein auf den Abschuss von Schalenwild. Die führenden Wildbiologen haben in zahlreichen Untersuchungen mehrfach bewiesen, dass eine solche Strategie nicht zielführend für einen erfolgreichen Waldumbau sein kann.

 

Mit freundlichen Grüßen

Alois Rosenberger, 1. Vorsitzender Jägerschaft Wegscheider-Land e.V.

 


https://www.wildtierportal.bayern.de/corona


Bitte informieren Sie sich bei etwaigigen Fragen über das Wildtierportal

 

https://www.wildtierportal.bayern.de/corona

 


Wann und wo gibt es die neuen Wildwarntafeln?

 

 

In der aktuellen Ausgabe der „Jagd in Bayern“ wurden die neuen BJV-Wildwarntafeln vorgestellt. Der BJV hat 1.500 Warntafeln anfertigen lassen, die Autofahrer auf besonders Wildunfall gefährdete Straßen aufmerksam machen sollen.

 

Dazu wurden sechs Tiermotive ausgewählt, die den Betrachter emotional berühren, wie etwa ein hilfloser Jungfuchs oder eine Rehgeiß mit ihrem Kitz. Die Motive und der plakative kurze Text – Schütze Leben, unseres und deins! – sind auch beim Vorbeifahren schnell zu erfassen und gut zu erkennen. Die Motive können leicht ausgetauscht werden, um einem Gewöhnungseffekt bei den Autofahrern vorzubeugen.

 

 

 

Warum sind die Warntafeln nicht größer?

 

Der BJV hat sich für eine Größe entschieden, die für viele Hinweisschilder an den Straßen üblich ist und keine großen Sicherheitsauflagen notwendig macht. Denn die Schilder dürfen auf keinen Fall zu groß sein, weil sonst ein richtiges Betonfundament notwendig wäre. Außerdem ist so sicher  gestellt, dass die Schilder Wind und Sturmböen schadlos überstehen. Sie dürfen nicht umfallen und auch nicht weggeweht werden. Deshalb hat sich der BJV für einen Stahlrahmen entschieden, der stabilen Halt bietet, kein Fundament braucht, leicht mit einem Vorschlaghammer zu montieren ist und jederzeit auch wieder versetzt werden kann. Die Warntafeln sind aus einer reflektierenden Folie, die nachts, wenn sie vom Scheinwerferlicht angestrahlt wird, hell leuchtet.

 

Jede Kreisgruppe erhält aus dieser ersten Auflage 8 Schilder mit Stahlrahmen und verschiedenen Motiven. Sie sollen dann an den besonders unfallträchtigen Straßen aufgestellt werden.

 

Bitte fragen Sie Ihre Revierinhaber, wo solche Schilder besonders notwendig sind.

 

Wenn in Ihrem Landkreis mehr Straßen besonders stark gefährdet sind, als Sie Schilder haben, dann können Sie gerne die Schilder alle drei /vier Monate versetzen und so alle Gefahrenpunkte nach einander ausschildern. So vermeiden Sie auch Gewöhnungseffekte bei den Autofahrern.

 

Wie kommen Sie an die Warntafeln?

 

Die Warntafeln werden bis spätestens Ende Januar an zentrale Auslieferungsstellen in jedem Regierungsbezirk ausgeliefert. Dort können die Kreisgruppen dann ihre 8 Schilder abholen. Die genauen Standorte geben wir noch bekannt.

 

Die Herstellung der Warntafeln wurde zu fasst 50 Prozent über die Jagdabgabe gefördert. Deshalb können wir die Warntafeln zu einem günstigen Preis von
35 Euro pro Stück anbieten.

 

Ergebnisse bitte mitteilen

 

Natürlich wollen wir wissen, ob die Warntafeln auch funktionieren und die Wildunfälle tatsächlich einschränken können. Deshalb bitten wir alle Revierinhaber, die eine solche Tafel aufstellen, die Zahl der Wildunfälle zu dokumentieren und uns dann von Ihren Erfahrungen berichten. Dazu verschicken wir dann rechtzeitig einen Fragebogen.

 

 

 

Ist das Aufstellen überhaupt erlaubt?

 

Generell wurde im Vorfeld mit dem Bayerischen Staatsministerium des Inneren und Staatsminister Eck die Aktion der BJV-Warntafeln abgesprochen. In den nächsten Tagen erhalten wir vom Bayerischen Innenministerium sozusagen grünes Licht und Informationen, wen Sie informieren sollten, wenn Sie die Warntafeln aufstellen. Wir informieren Sie dann sofort.   

 

Wald mit Wild


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Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest


Verhaltensmaßnahmen für Jäger





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