Aktuelles



Hege- und Naturschutzschau 2019 der Jägerschaft  Wegscheider-Land e.V

Wegscheider Jäger verabschieden Forstdirektor Hans Gaisbauer

 

 

 

Nach dem Auftakt durch die Parforcehornbläser zur Hege- und Naturschutzschau konnte 1. Vorsitzender Alois Rosenberger neben den zahlreich anwesenden Mitgliedern auch eine Reihe von Ehrengästen im Waldbauer-Stadl in Haag begrüßen.

Als Einstimmung für die Veranstaltung präsentierte der Vorsitzende unter starkem Beifall die Verleihungsurkunde des Naturschutzpreises 2018, eine seltene Auszeichnung für die Jägerschaft des Wegscheider Landes.Den Reigen der Grußwortredner eröffnete stellvertr. Landrat Klaus Jeggle und bemerkte, daß ihn der aktuelle Zustand  des Waldes in unserem Raum mit Sorge erfülle. Er  habe Verständnis für Diskussionen um die Höhe der Abschußzahlen,mahnte aber zur Vernunft  im Interessensausgleich zwischen Wald und Jagd. Eine behördliche Festsetzung wolle man unbedingt vermeiden, so der Landrat. Er sprach allen Jägerinnen und Jägern seinen Dank aus für deren Einsatz um eine waidgerechte Jagd. Dazu gehören die Hege und Pflege der Natur und das Bemühen, jagdliche Tradition  und Kultur auch öffentlich  zu leben und hier würden vor allem die Jagdhornbläser eine hohe Anerkennung verdienen.

 

 

Auf einen Hinweis des Vorsitzenden an die 1.  Bürgermeisterin Frau Gudrun Donaubauer, die Stadt Hauzenberg möge kommunale Grundstücke aus einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung überführen in eine extensive Bewirtschaftung, sagte diese zu, daß man hier bereits auf einem guten Weg sei. Sie selbst mache der Anblick des Staffelberges jedes Mal wieder sprachlos und die Betroffenheit führe zur Hilflosigkeit nach der Sturm- und Käferkatastrophe.Die Bürgermeisterin riet zu mehr Gelassenheit in der Diskussion um Wald und Wild und appellierte an die Beteiligten,die gegenseitigen Interessen und Aufgaben mit Respekt und Verantwortung zu wahren. Sorge bereiten würden ihr wie in der Gesellschaft mit unterschiedlichen Meinungen umgegangen wird und wünschte den Jägerinnen und Jägern viel  Kraft für die gemeinsame Richtung.

 

Leitender Landwirtschaftsdirektor Robert Schnellhammer gratulierte allen Erlegern der ausgestellten Gehörne, es seien damit viele  Erinnerungen verbunden. Besonders freue ihn die Anwesenheit so vieler Funktionäre bei dieser Hegeschau und er werte dies als Zeichen für  einen großen Zusammenhalt.  Im Gegensatz dazu bemängelte er aktuelle  Entwicklungen in manchen Dörfern, wo ein Gespräch nicht mehr möglich sei und diese völlig neue Qualität der Auseinandersetzung zu vorzeitigen Kündigungen von Pachtverträgen geführt habe.  Der Kreisobmann des Bayer. Bauernverbandes hob  in seinem Grußwort die regionale  Zusammenarbeit zwischen Jägern und Bauern hervor.  Diese würde man sich auch in den Dachverbänden im fernen München wünschen. Er bat um Verständnis, wenn bei den Waldbauern die Nerven blank liegen würden nach den

Schadereignissen.

 

Der Sprecher der ARGE  Jagdgenossenschaften  im BBV Muck Voggenreiter sprach in seiner Funktion letztmalig zur Wegscheider Jägerschaft.Vor allem bei den beiden Vorsitzenden bedankte er sich für die angenehme und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ihm habe die Arbeit  mit allen Kreisgruppen im Landkreis Spaß gemacht.Nach diesen Ausführungen der Ehrengäste folgte der umfassende Bericht des Jagdberaters Stephan Süß mit der Präsentation der Abschußzahlen für das letzte Jagdjahr. Mit 1.491 Stück Rehwild im abgelaufenen Jahr wurde der 3-jährige Abschußplan erfüllt. Die Hasenstrecke betrug 530 Stück, davon fiel etwa ein Drittel  dem Verkehr zum Opfer.

Beim Schwarzwild wurden 3 Stück erlegt und 2 Tiere wurden überfahren. Bezüglich der aktuellen Bedrohung durch die afrikan.  Schweinepest  verwies der Jagdberater auf Vorsorgemaßnahmen durch den Landkreis. Um Klagen der Landwirte wegen

 Schäden durch Rabenkrähen zu begegnen, habe  man im Landkreis mit den Nachbarkreisgruppen und mit Unterstützung des Landwirtschaftsamtes eine Initiative gestartet um eine Ausnahmeregelung zum Krähenfang zu erreichen.

 

 

 

Kurz vor seinem unmittelbar bevorstehenden Ruhestand absolvierte der bisherige Leiter des  Forstamtes Passau FD Hans Gaisbauer bei der Hege- und Naturschutzschau der Wegscheider Jägerschaft den nächsten Tagesordnungspunkt und damit seinen letzten öffentlichen Auftritt.Hans  Gaisbauer war Mitinitiator des Haselhuhnprojektes  und es sei auch mit  sein Verdienst, daß der seltene Naturschutzpreis des Bayerischen Jagdverbandes im Jahr 2018 an die Wegscheider Jägerschaft verliehen wurde.

Der Forstdirektor konnte den Jägern berichten, daß die Planung für den 3-jährigen  Rehwildabschuß praktisch  bis auf wenige Reviere abgeschlossen sei.Die Jäger bedankten sich für die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit einem Präsent und den besten Wünschen für seinen Ruhestand.

 

Einen Höhepunkt der Hegeschau bildete das  Referat der Dip. Biol.(univ) Dr. Christine Miller zum Thema "Immer nur schädlich? - Rehwild und seine Wirkung auf die Walddynamik".Der lebendige  Vortrag wurde untermauert mit Forschungsergebnissen der BOKU Wien und verschiedenen anderen europäischen Wildtierinstituten. Zusammenfassend eine hochkarätige Präsentation, die manchen Jäger zum Nachdenken anregte und mit so manchen Vorurteilen aufräumte.

Vors. Alois  Rosenberger verabschiedet FD Hans Gaisbauer

Referentin Dip.Biol.(univ) Dr.  Christine Miller


Bilder: Robert Schnellhammer


Stellungnahme unseres Jagdberaters Stephan Süß

 

Zu den Skandalforderungen des "sogenannten Ökologischen Jagdverbandes"

 

 

Nachdem unser Präsident Prof. Dr. Vocke in sachlicher und angemessener Weise auf das Schreiben des ÖJV reagiert hat und ebenfalls alle bayerischen Landräte angeschrieben hat, habe ich bei unserem Landrat Franz Meier nachgefragt, wie er die beiden Schreiben bewertet.

 

Er hat mir versichert, dass er den Ausführungen von Prof. Dr. Vocke zustimmt und auch so handeln wird.

 


Neue Skandalforderung des "sogenannten Ökologischen Jagdverbands ÖJV "

zum Anschauen und Downloaden bitte auf den Download Knopf klicken klicken

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Schreiben ÖJV an alle LRAs.pdf
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 Anmerkung des 1.Vorsitzenden der Kreisgruppe

Jägerschaft Wegscheider - Land e.V. Herrn Alois Rosenberger

 

"Ich habe in den Ausführungsbestimmungen des Bayer. Jagdgesetzes keinen Paragrafen gefunden, der die Einbeziehung jener Verbände und Vereinigungen vorsieht, welche diesen vorliegenden Brief unterschrieben haben. Es sieht offensichtlich danach aus, daß sich mittlerweile manche Organisationen wesentlich wichtiger nehmen als das dafür zuständige AELF und sich anmaßen, Einfluß nehmen zu können in ein Verwaltungsverfahren, das sie absolut nichts angeht. "


Anmerkungen des Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes e.V.

 Prof. Dr. Jürgen Vocke , Mdl a.D.


Wegscheider Parforcehornbläser beim Landesjägertag in Passau

Die Wegscheider Parforcehornbläser umrahmen den Empfang des Präsidenten des BJV Dr. Vocke beim Landrat am Freitag, den 5. April im  Rahmen des Landesjägertages
in Passau mit Parforcehornklängen.


Landesjägertag 2019 am 5./6. April in Passau

 

Wir laden ganz herzlich alle Jägerinnen, Jäger und Freunde sowie Interessierte zum diesjährigen Landesjägertag 2019 am 5./6. April nach Passau ein!

 Der Landesjägertag findet in diesem Jahr zentral an der Universität Passau statt (Innstraße, 94032).

 

Folgen Sie dem abwechslungsreichen Programm zu den aktuellsten Jagdthemen. Darunter fallen beispielsweise Fachvorträge und Praxisberichte über das brisante Thema Wolf und Wolfsmanagement in Bayern, die Fallenjagd, Kommunikation in Sozialen Medien, die aktuelle Rechtsprechung in Sachen Wolf, Biber & Kormoran oder effektives Reviermanagement mit BJVdigital.

 

Der Landesjägertag bietet einen unkomplizierten und effektiven Austausch zwischen den verschiedenen Ausschüssen,zwischen Ehrenamtlern und den Mitgliedern der Kreisgruppen. Wir freuen uns auf einen regen Austausch,auf die einmalige Gelegenheit, mit anderen Jägern viele Gespräche führen und sich vernetzen zu können. Die Diskussionen geben sicher viele fruchtbare Impulse für die Weiterentwicklung unseres Verbandes und die Jagd in Bayern.

 

Ihre Begleitung kann das abwechslungsreiche Begleitprogramm wahrnehmen. Passau hat viel zu bieten!

 

Wir freuen uns auf Sie.

 

Der Landesjägertag 2019 auf einen Blick

 

5. April 2019

 

· 18.00 Uhr | Landeshubertusmesse im Dom St. Stephan zu Passau, Domplatz Passau

 

· 19.30 Uhr | Jägerabend im Restaurant „Das Oberhaus", Adresse siehe Programmheft

 

 

6. April 2019

 

· Ab 9.00 Uhr | Tagung der BJV-Ausschüsse und Arbeitskreise an der Universität Passau, Fakultäten siehe Programmheft

 

· 13.30 Uhr | Landesversammlung

 

· 19.30 | Festabend in der Mensa der Universität Passau


Infoseite zum Thema ASP


Wildtiere im Tiefschnee

 

  Tiefschnee und eisiger Wind machen auch den Wildtieren zu schaffen

Jäger bitten Wintersportler und Spaziergänger um Rücksicht auf Wildtiere

  Notzeitfütterung – artgereichte Fütterung mit Maß und Ziel

 

Hauzenberg, 10.01.2019: Es schneit und schneit, ein eisiger Wind fegt übers Land: Der Winter hat weite Teile Bayerns fest im Griff. Während sich nun die Wintersportler über den lang ersehnten Schnee freuen, beginnt für unsere heimischen Wildtiere eine karge Zeit. Deshalb fordern die Jäger und Jägerinnen dazu auf, jetzt an die artgerechte Fütterung der Wildtiere zu denken und bitten die Bevölkerung, das Ruhebedürfnis des Wildes zu respektieren.

 

Unser Wild, vor allem die warmblütigen Pflanzenfresser wie Hirsche, Rehe, Gams oder Hasen, sind während der Wintermonate einer doppelten Belastung ausgesetzt. Ihnen steht weniger Nahrung und die von schlechter Qualität zur Verfügung. Auf der anderen Seite müssen sie mehr Energie für die Suche nach Futter und für die Wärmeregulation aufbringen.

 

Überlebensstrategie: Energie sparen

Unsere Wildtiere haben sich im Laufe der Evolution diesen Bedingungen angepasst. Sie fressen sich im Herbst eine dicke Fettschicht an oder legen sich einen besonders isolierenden Winterpelz zu und sie sparen Energie. Die Wildtiere fahren ihre Stoffwechselaktivität zurück, sie senken die Körpertemperatur ab und bewegen sich so wenig wie irgend möglich.“

 

Bitte nicht stören

Dieser Energiesparmodus lässt sich aber nur aufrechterhalten, wenn die Tiere  ungestört in ihren Einständen bleiben können. Wird das Wild aufgeschreckt und beunruhigt zehrt das am überlebenswichtigen Energievorrat.

 

Winterspaß ja, aber bitte mit Rücksicht

Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten, um die Tiere im Winter nicht zu stören. Oft sind es ganz einfache Dinge, die viel bringen. Spaziergänger sollten ihren Hund auf dem Weg durch den Winterwald an der Leine führen. So stromert er nicht durchs Gebüsch und schreckt das Wild nicht auf, das dort Schutz sucht. Aber auch der Mensch selbst sollte auf den Wegen bleiben, um dem Wild keinen Grund zur Flucht zu geben.

Besondere Rücksicht ist von den Wintersportlern gefordert. Denn Freizeitaktivitäten abseits der Pisten können das heimische Wild in Angst und Schrecken versetzen und sie auf der Flucht die lebensnotwendigen Energiereserven kosten.

 

Artgerechte Fütterung mit Maß und Ziel

In den Regionen mit hohen Schneelagen ist jetzt Notzeit für unser Wild. Bei so starkem Schneefall und großen Schneehöhen kann das Rehwild vielerorts nicht mehr genug Nahrung finden. Wenn die Schneedecke über Wochen geschlossen ist und die Tiere auch durch intensives Scharren nicht mehr an Nahrung kommen, muss gefüttert werden.“ Artgerechte Fütterung beim Rehwild bedeutet, dass die Tiere nicht gemästet werden, sondern nur der so genannte Erhaltungsbedarf gedeckt wird. Gefüttert werden sollen vor allem rohfaserreiche Futtermittel. Artgerechte Fütterung verhindert Schäden am Wald und hilft den Tieren, bei hohen Schneelagen über den Winter. 

 

Bitte nicht selbst aktiv werden

Die Jäger und Jägerinnen bitten darum, das Füttern des Wildes den Jägern zu überlassen. Denn sie sind die Fachleute und wissen, was Reh und Hirsch, Hase und Fasan jetzt brauchen. Wildtiere sind keine Müllschlucker und Brotreste sind keine artgerechte Nahrung.

 


Abgabe von Trichinen-Proben" und „Blutröhrchen

 

Im Auftrag des Landratsamtes Passau, Veterinärwesen informieren wir Sie, dass ab sofort „Trichinen-Proben" und „Blutröhrchen" sowohl beim Veterinäramt in Salzweg, als auch bei Herrn Georg Eireiner, Albersdorf-Kobellstr. 8, 94474 Vilshofen an der Donau (qualifizierte Wildbretmeßstelle) nach Voranmeldung unter 08541/911069 abgegeben werden können.



Appell an das  Verantwortungsbewusstsein von Wintersportlern und Hundehaltern

 

 

Dicke Flocken, klirrende Kälte und wenig Nahrung – Wir  appellieren anlässlich der aktuellen Witterungsbedingungen an das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung und fordern Rücksicht auf die heimische Tierwelt.

 

Während sich Wintersportler und weite Teile der Bevölkerung über den schneereichen Wintereinbruch freuen, bricht für die heimische Wildtierwelt eine harte Zeit an. Wildtiere finden im Winter nur spärliche und nährstoffarme Nahrung. Zudem wird ihnen die Fortbewegung bei Schneelage und Kälte erschwert und zehrt an Kräften, Fettreserven und überlebenswichtigen Energievorräten. Um Energie zu sparen, haben Wildtiere eigene Strategien entwickelt: Sie lassen sich einschneien, um vor Frost geschützt zu sein, und reduzieren ihre Bewegung auf ein Minimum, ihre Körpertemperatur senkt sich ab – sie befinden sich im „Wintermodus“.

 

Daher ruft die Jägerschaft  zu besonderer Rücksicht auf, damit unsere heimischen Wildarten möglichst störungsarm durch den Winter kommen können.


Wildtiere benötigen besonders in den kalten und schneereichen Wintermonaten Ruhe. Daher bitten wir Wintersportler und Hundebesitzer, Rücksicht zu nehmen. Geben Sie auf Ihre vierbeinigen Freunde Acht, nehmen Sie sie an die Leine und bleiben Sie auf befestigten Wegen, um unnötige Störungen der Wildtiere zu vermeiden. Oft schrecken Spaziergänger, Schneeschuhwanderer, Skifahrer, Tourengeher oder Hunde völlig unbemerkt Wildtiere auf. Diese fliehen aus Instinkt und verbrauchen unnötig überlebenswichtige Energie.“

 

Freilaufende Hunde, die sich außerhalb des Einflussbereiches ihrer Besitzer befinden, sind eine besonders große Gefahr für das Wild. Herumtollen auf weiten Feldern oder Durchstöbern von Hecken und Dickungen aktiviert das Fluchtverhalten des Wildes. Laut Jagdgesetz (Art. 40) ist der Jäger hierbei verpflichtet, den Jagdschutz in seinem Revier auszuüben und so das Wild vor drohenden Gefahren zu bewahren. Um bei Hundehaltern mehr Transparenz und Information über die Vorgänge in der Natur zu vermitteln, hat der BJV eine Informationsbroschüre zu diesem sensiblen Thema herausgebracht. „Je mehr Hundehalter über die rechtlichen Grundlagen und die Zusammenhänge in der Natur wissen, desto harmonischer wird das Miteinander zwischen Wild und Mensch bzw. Hund ablaufen.Wir Jäger sind fast alle selbst Hundeführer und kennen die enge Bindung zwischen Hund und Hundeführer. Daher ist es uns ein großes Anliegen, neben unseren Aufgaben als „Anwälte“ des Wildes, auch für ein gutes Miteinander zwischen Hundeführern und Jägern zu sorgen.“