Aktuelles


Aus aktuellem Anlass haben wir uns entschlossen, eine eigene Infoseite zum Thema ASP zu erstellen


Einladung zum Heckenpflegetag

 

 

 

In unserer Kulturlandschaft stellen Hecken ein wichtiges Strukturelement dar. Insekten, Vögeln und Wildtieren bieten sie einen wertvollen Lebensraum. Zusätzlich schützen Hecken vor Erosion, dienen als Windschutz und prägen das Landschaftsbild.

 

Kommunale Bauhöfe, Landwirte und Jäger stehen ständig vor der Aufgabe, notwendige Pflegearbeiten an Hecken vorzunehmen und dabei den oft widerstreitenden Ansprüchen von Bürgern, Landnutzern und Naturschutz gerecht zu werden.

 

Neben der Durchführung der oft schwierigen und anstrengenden Arbeiten müssen zusätzlich rechtliche und fachliche Aspekte beachtet werden.

 

 

 

Um in dieser Thematik Wissen zu vermitteln aber auch um Ängste und Vorbehalte zu nehmen, veranstaltet das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Straubing, Fachzentrum Agrarökologie, im Rahmen des Projekts Wildlebensraumberatung Bayern in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen, der Unteren Naturschutzbehörde Straubing Bogen, der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und dem Maschinenring Straubing einen

 

Heckenpflegetag.

 

 

 

Veranstaltungstag:     Freitag, 08.02.2019

 

Veranstaltungsort:      Gasthaus Zierer,

 

Straubingerstr. 17,

 

84082 Laberweinting

 

                       

 

Praxisvorführung:      Ruhstorf 1, 84082 Laberweinting

 

 

 

Ab 9:30 Uhr werden verschiedene Referenten der beteiligten Einrichtungen in kurzen Vorträgen die Heckenpflege in Theorie und Praxis näher beleuchten.

 

 

 

Ab ca. 13:30 Uhr wird der Maschinenring Straubing in einer Praxisvorführung die Heckenpflege in Handarbeit, sowie die Kombination von Handarbeit und Maschineneinsatz und den professionellen Maschineneinsatz unter Beachtung der rechtlichen Vorgaben und der Umsetzung des fachlichen Konzeptes vorführen.

 

 

 

Anmeldung bis spätestens 01.02.2019 am AELF Straubing unter Telefon: 09421 8006 0

 

oder online unter http://www.aelf-sr.bayern.de/heckenpflegetag

 

 

 

 

 

 

 

Programm:

 

 

 

9:30 Uhr        Begrüßung

 

                        Hans Laumer, Wildlebensraumberater für Niederbayern, AELF Straubing

 

 

 

9:40 Uhr        Grußwort

 

Johann Grau, 1. Bürgermeister der Gemeinde Laberweinting

 

 

 

9:50 Uhr        Grußwort

 

Gerhard Stadler, 2.Vorsitzender Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen

 

 

 

10:00 Uhr      Rechtliche Vorgaben zur Heckenpflege

 

Manuela Kern, Untere Naturschutzbehörde Landkreis Straubing-Bogen

 

 

 

10:30 Uhr      Fachliche Vorgaben zur Heckenpflege

 

Elke Schweiger, Bayer. Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising

 

 

 

11:00 Uhr      Heckenpflegeförderprogramm im Rahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms (KULAP)

 

Josef Wagner, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Straubing

 

 

 

11:30 Uhr      Vorstellung eines Heckenpflegekonzeptes zum KULAP-Förderprogramm

 

                        Julia Hagner, Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen

 

 

 

12:00 Uhr      Mittagspause

 

 

 

13:00 Uhr      Anfahrt zur Praxisvorführung in Ruhstorf 1, 84082 Laberweinting

 

                        (ca. 1,8 km, Koordinaten 48.789711, 12.312389)

 

 48.78971112.312389

 

13:30 Uhr      Vorführung Heckenpflegemaßnahmen unter Beachtung der rechtlichen und fachlichen Vorgaben in Handarbeit, sowie unter Einsatz professioneller Maschinen

            Franz Sittenauer, Maschinenring Niederbayern GmbH


Volksbegehren zugelassen

 

 

Das bayerische Bündnis „Rettet die Bienen" hat mit 95.000 gesammelten Unterschriften die erste Hürde für ein Volksbegehren genommen. Vom 31. Januar bis 13. Februar haben nun alle Wahlberechtigten in Bayern Gelegenheit, sich in ihren Rathäusern in die Listen einzutragen. Für den Erfolg werden 10 Prozent, also etwa eine Million Unterschriften benötigt. Mit einem Volksbegehren erlassen die Bürger Bayerns ein neues Gesetz. Es geht u. a. um: Biotopverbunde schaffen, mehr Biolandwirtschaft, weniger Pestizide in der Landschaft, mehr blühende Wiesen, mehr Information der Bürger über den Zustand der Artenvielfalt. Viele Anforderungen an eine bienengemäße Landwirtschaft werden aufgegriffen:

 

 

www.volksbegehren-artenvielfalt.de.

Christine Schoierer

 


Wildtiere im Tiefschnee

 

  Tiefschnee und eisiger Wind machen auch den Wildtieren zu schaffen

Jäger bitten Wintersportler und Spaziergänger um Rücksicht auf Wildtiere

  Notzeitfütterung – artgereichte Fütterung mit Maß und Ziel

 

Hauzenberg, 10.01.2019: Es schneit und schneit, ein eisiger Wind fegt übers Land: Der Winter hat weite Teile Bayerns fest im Griff. Während sich nun die Wintersportler über den lang ersehnten Schnee freuen, beginnt für unsere heimischen Wildtiere eine karge Zeit. Deshalb fordern die Jäger und Jägerinnen dazu auf, jetzt an die artgerechte Fütterung der Wildtiere zu denken und bitten die Bevölkerung, das Ruhebedürfnis des Wildes zu respektieren.

 

Unser Wild, vor allem die warmblütigen Pflanzenfresser wie Hirsche, Rehe, Gams oder Hasen, sind während der Wintermonate einer doppelten Belastung ausgesetzt. Ihnen steht weniger Nahrung und die von schlechter Qualität zur Verfügung. Auf der anderen Seite müssen sie mehr Energie für die Suche nach Futter und für die Wärmeregulation aufbringen.

 

Überlebensstrategie: Energie sparen

Unsere Wildtiere haben sich im Laufe der Evolution diesen Bedingungen angepasst. Sie fressen sich im Herbst eine dicke Fettschicht an oder legen sich einen besonders isolierenden Winterpelz zu und sie sparen Energie. Die Wildtiere fahren ihre Stoffwechselaktivität zurück, sie senken die Körpertemperatur ab und bewegen sich so wenig wie irgend möglich.“

 

Bitte nicht stören

Dieser Energiesparmodus lässt sich aber nur aufrechterhalten, wenn die Tiere  ungestört in ihren Einständen bleiben können. Wird das Wild aufgeschreckt und beunruhigt zehrt das am überlebenswichtigen Energievorrat.

 

Winterspaß ja, aber bitte mit Rücksicht

Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten, um die Tiere im Winter nicht zu stören. Oft sind es ganz einfache Dinge, die viel bringen. Spaziergänger sollten ihren Hund auf dem Weg durch den Winterwald an der Leine führen. So stromert er nicht durchs Gebüsch und schreckt das Wild nicht auf, das dort Schutz sucht. Aber auch der Mensch selbst sollte auf den Wegen bleiben, um dem Wild keinen Grund zur Flucht zu geben.

Besondere Rücksicht ist von den Wintersportlern gefordert. Denn Freizeitaktivitäten abseits der Pisten können das heimische Wild in Angst und Schrecken versetzen und sie auf der Flucht die lebensnotwendigen Energiereserven kosten.

 

Artgerechte Fütterung mit Maß und Ziel

In den Regionen mit hohen Schneelagen ist jetzt Notzeit für unser Wild. Bei so starkem Schneefall und großen Schneehöhen kann das Rehwild vielerorts nicht mehr genug Nahrung finden. Wenn die Schneedecke über Wochen geschlossen ist und die Tiere auch durch intensives Scharren nicht mehr an Nahrung kommen, muss gefüttert werden.“ Artgerechte Fütterung beim Rehwild bedeutet, dass die Tiere nicht gemästet werden, sondern nur der so genannte Erhaltungsbedarf gedeckt wird. Gefüttert werden sollen vor allem rohfaserreiche Futtermittel. Artgerechte Fütterung verhindert Schäden am Wald und hilft den Tieren, bei hohen Schneelagen über den Winter. 

 

Bitte nicht selbst aktiv werden

Die Jäger und Jägerinnen bitten darum, das Füttern des Wildes den Jägern zu überlassen. Denn sie sind die Fachleute und wissen, was Reh und Hirsch, Hase und Fasan jetzt brauchen. Wildtiere sind keine Müllschlucker und Brotreste sind keine artgerechte Nahrung.

 

Hubertusabend am Samstag, den 3. November in Wegscheid

Pressebericht folgt ....


Hubertus 2018 –
Zeit, mehr Respekt vor dem Wild zu zeigen

 

Bayernweit feiern die Jäger das Fest des Hl. Hubertus mit festlichen Gottesdiensten

 

Die bayerischen Jäger fordern ein Umdenken beim Umgang mit dem Wild

 

Jäger respektieren das Wild als Teil der Schöpfung

 

Jäger wünschen sich Verbesserungen für Lebensräume

 

Jäger rufen zu einer Wildallianz für das heimische Wild auf

 

Hauzenberg, 26.10.2018

 

Am 3. November ist der Hubertustag. Bayernweit ehren die Jäger den Hl. Hubertus mit festlichen Messen und Gottesdiensten, ein ehrwürdiger Brauch, heute wichtiger denn je.

 

Der Respekt vor unseren heimischen Wildtieren geht zunehmend verloren. Sie spielen in der modernen Gesellschaft keine Rolle mehr und müssen gnadenlos wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interesse weichen. Die Hubertusfeiern landauf landab sind eine gute Gelegenheit, über unseren Umgang mit dem Wild nachzudenken. „Wie in der Legende vom Hl. Hubertus müssen auch wir wieder den Wildtieren mehr Respekt entgegenbringen. Oft werden unsere Wildtiere nur als Schädlinge stigmatisiert und fallen Ideologien zum Opfer – und ihnen steht immer weniger Lebensraum zur Verfügung.“ Nicht immer mehr schießen, sondern mehr Schutz des Wildes ist das zentrale Anliegen der Jäger.Auch unsere Wildtiere haben ein Recht auf Artenschutz. Sie brauchen einen Anwalt, der die Bedürfnisse der Wildtiere kennt und sie auch verteidigt. Jetzt zum Hubertustag sollten wir uns das wieder einmal  vor Augen füh-
ren.“ Deshalb stehen die bayerischen Jäger zu ihrer Hubertuserklärung:

 

Unsere heimischen Wildtiere   sind Teil der Schöpfung

 

Unsere Wildtiere sind ein Teil der Schöpfung und nehmen einen wichtigen Platz im Ökosystem ein. Wald, Feld und Wild bilden eine ökologische Einheit und sind nicht voneinander zu trennen. Kein Naturgut kann über ein anderes gestellt werden. Der Mensch trägt die Verantwortung, dass das so bleibt. Er ist verantwortlich für seine Mitgeschöpfe und sollte sich heute mehr denn je aktiv für sie und ihre Bedürfnisse einsetzen gehören zur Heimat Bayern

 

Auch unsere Wildtiere sind ein unschätzbarer Bestandteil bayerischer Landeskultur. Sie verdienen Artenschutz. Denn der Schutz der Artenvielfalt ist unteilbar. Es gibt kein Gut und Böse in der Tierwelt. Art. 1Abs. 1 des Bayerischen Jagdgesetzes bringt das auf den Punkt: „Die freilebende Tierwelt ist wesentlicher Bestandteil der heimischen Natur. Sie ist als Teil des natürlichen Wirkungsgefüges in ihrer Vielfalt zu bewahren.“

 

  • müssen erlebbar bleiben

 

Auch künftige Generationen sollen unsere Wildtiere kennen und schätzen lernen. Dafür ist die Pflege und Sicherung der Lebensgrundlagen für unser Wild oberstes Gebot. Langfristige und nachhaltige Konzepte im Umgang mit unseren Wildtieren

und ihrem Lebensraum müssen weiterentwickelt werden.

 

  • brauchen artgerechten Lebensraum

 

in unserer dicht besiedelten und stark genutzten Kulturlandschaften sind artgerechte Lebensräume für unsere Wildtiere von existenzieller Bedeutung. Wildtiere brauchen Rückzugsgebiete, in denen Ruhe und Sicherheit herrscht. Sie brauchen Flächen,

auf denen sie Nahrung finden und sie brauchen vernetzte Lebensräume, damit sie ihre natürlichen Verhaltensmuster auch leben können. Nur mit diesen Grundbedingungen erreichen wir angepasste, artenreiche und gesunde Wildbestände.

 

  • brauchen eine breite Allianz zum Überleben

 

In unserer heutigen zivilen Gesellschaft mit all ihren Herausforderungen und Einzelinteressen brauchen Wildtiere mehr denn je eine umfassende Vertretung ihrer Bedürfnisse, einen Anwalt des Wildes. Die Akzeptanz und Unterstützung einer breiten Bürgerallianz ist dabei von großer Bedeutung. Ziel muss eine Wildallianz sein, die den Respekt vor den Wildtieren sichert und verhindert, dass unsere heimischen Wildtiere zum Schädling herabgewürdigt werden. Nur gemeinsam lässt sich so die Artenvielfalt in Feld, Wald und Flur sichern.“ 

 

 

 


Gelungener Herbstmarkt 2018 in Wegscheid

 

Verschiedene Jagdhunderassen stellte die Jägerschaft Wegscheider Land E.V.
auf dem diesjährigen Herbstmarkt in Wegscheid vor. Die verschieden Vierläufer
wurden vor dem zahlreich interessierten Publikum bewundert.

Ausführlicher Bericht folgt.....

                 große Münsterländer


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Artenschutz aus Jägerhand – BJV-Naturschutzpreis 2018 

 

Für Ihre Bemühungen  um die Sicherung des Bestandes des  einst weitverbreiteten Haselhuhns aus der Familie der Raufußhühner, das heute nur noch im Alpenraum und imostbayer. Grenzkamm vorkommt, ist der Jägerschaft  Wegscheider-Land e.V. der Naturschutzpreis des Bayer.Jagdverbandes verliehen worden.In Kooperation mit dem  Bayer. Landwirtschaftsverlag wurde heuer dieser seltene Preis zum 10.  Mal vergeben  innerhalb der letzten 20  Jahre.Der BJV ehrt damit außergewöhnliches Engagement für Natur-und Artenschutz.Unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Dr.  Marcel Huber wurdedie begehrte Auszeichnung heuer im  Deutschen Jagd- und Fischereimuseum gleich an  zwei Preisträger vergeben: An dieJägerschaft Wegscheider-Land und an den

 

Arbeitskreis "Steinwild an der Benediktenwand".Für  die Wegscheider Jäger nahm der Erste Vorsitzende Alois Rosenberger den Preis  entgegen. Die Jäger in der Grenzregion

 

zu Österreich waren Wegbereiter  für ein ausführliches Monitoring desHaselhuhnes nach einer vorausgegangenen Kartierung im Frühjahr 2017. Sie tragen damit wesentlich zum Schutz des kleines Waldhuhns bei. Prof.  Dr. Vocke, Präsident des Bayer.  Jagdverbandes, dankte den Preisträgern für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Artenschutz.Viel Lob kam auch von Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber: "Bayerns

 

schöne und artenreiche Natur zu bewahren,ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Bayer.  Jagdverband setztsich vorbildlich für den Naturschutz ein.Die heutigen Preisträger stellen dies mit ihren verschiedenenInitiativen  eindrucksvoll unter  Beweis. Sie sind mit ihren verschiedenen Initiativen  große Vorbilder im  Einsatz für Natur, Heimatund Artenvielfalt".Für den DLV-Verlag - er unterstützte  die Verleihung des

 

Naturschutzpreises auch heuer wieder großzügig - sei der BJV-Naturschutzpreis immer eine ganz besondere  Veranstaltung, betonte Markus Bloch, der selbst seine Karriere  im  Verlag  mit der Berichterstattung über die Verleihung des 1. Naturschutzpreises vor

 

20 Jahren begann.Schliesslich gelte  auch für den Verlag seit jeher "Jagd ist aktiver

 

Naturschutz".Gäste bei Preisverleihung in München waren neben der Vorstandschaft der Wegscheider Jäger und dem weiteren Sprecher des AK  Haselwild FD Johann Gaisbauer, der stellvertr.Landrat Raimund Kneidinger und MdL  Walter Taubeneder,

 

die beide den Wegscheider Jägern zu diesem außergewöhnlichen Preisgratulierten und den  Jägern dankten für  Ihren hervorragenden Einsatz im Artenschutz.

Bild: Dr. Helm (BJV)  Bildunterschrift: vlnr Markus Bloch DLV-Verlag, Landesjagdberater und Laudator Gerhart Zwirglmaier, FD Johann Gaisbauer AELF Passau, Prof. Dr. Vocke, Alois Rosenberger 1. Vors., Stephan Süß 2. Vors.(beide Jägerschaft Wegscheider-Land e.V.), Umweltminister Dr. Marcel Huber, Werner Oberneder Kassier Jägerschaft

Wegscheider-Land e.V., MdL Walter Taubeneder, stv. Landrat Raimund Kneidinger


Abgabe von Trichinen-Proben" und „Blutröhrchen

 

Im Auftrag des Landratsamtes Passau, Veterinärwesen informieren wir Sie, dass ab sofort „Trichinen-Proben" und „Blutröhrchen" sowohl beim Veterinäramt in Salzweg, als auch bei Herrn Georg Eireiner, Albersdorf-Kobellstr. 8, 94474 Vilshofen an der Donau (qualifizierte Wildbretmeßstelle) nach Voranmeldung unter 08541/911069 abgegeben werden können.


Leonhard Hirsch verabschiedet sich

 

Bei der Hegeschau der Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. Anfang April wurde der bisherige Jagdberater Leonhard Hirsch durch Landrat Franz Meyer verabschiedet. Hirsch war 16 Jahre tätig im Ehrenamt als Jagdberater für das Gebiet des Altlandkreises Wegscheid und einen Teilbereich nördlich der Donau und gab die Berufung aus gesundheitlichen Gründen zurück.Landrat Franz Meyer bescheinigte Leonhard Hirsch großes Fachwissen in jagdlichen Belangen. Er bedankte sich bei ihm für die langjährige hervorragende Beratung der Unteren Jagdbehörde beim Landratsamt mit einem Präsent und wünschte ihm für die Zukunft vor allem gute Gesundheit.

Diesen Wünschen schlossen sich die beiden Vorsitzenden der Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. ebenfalls an.

Bild: Buchartz Bildunterschrift: (v.l.n.r.) 1. Vors. Alois Rosenberger , bisheriger Jagdberater Leonhard Hirsch, Walter Fürlinger von der Unteren Jagdbehörde, Landrat Franz Meyer, neuer Jagdberater Stephan Süß


Bericht über die Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Wegscheider-Land e.V.

am 07. April 2018 im Landgasthof Waldbauer, Haag

 

 

Zur Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. versammelten sich Mitglieder und Ehrengäste im Waldbauer-Stadel in Haag. Nach der Eröffnung durch die Parforcehornbläser erfolgte die Begrüßung durch den 1. Vorsitzende Alois Rosenberger. Gemäß der Tradition gedachte man der seit der letzten Versammlung verstorbenen Mitglieder, Kurt Lüftl und Franz Holler.

Zum Tätigkeitsbericht lag den Mitgliedern eine Auflistung über wahrgenommene Termine und besuchte Veranstaltungen der beiden Vorsitzenden vor.

Alois Rosenberger erwähnte in seinen weiteren Ausführungen die Hundeausbildung bei den Wegscheider Jägern. So seien im vergangenen Jahr 29 Begleithunde ausgebildet worden und  9 Gespanne zur jagdlichen Brauchbarkeitsprüfung angetreten.Dass dies absolut notwendig sei, zeigte der Vorsitzende am Beispiel der beabsichtigten Änderung  beim Abschußplan für Rehwild. Hier konnte der BJV durch rechtliche Klarstellung verhindern,daß der festgelegte Gesamtabschuß für 3 Jahre in einem beliebigen Jahr des 3-jährigen Abschußplanes erfolgen könne. Diese Auslegung eines Ministerialbeamten hätte einen krassen Widerspruch für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis bedeutet mit negativen Auswirkungen auf die Altersstruktur. Auch gestalte sich die Zusammenarbeit des BJV derzeit mit den Spitzen des Bayer. Bauern- und Waldbesitzerverbandes eher schwierig. So sei letzten Herbst ein Gesprächstermin zwischen dem Arbeitskreis „Vegetationsgutachten“ des Bayer. Jagdverbandes und Vertretern dieser beiden Verbände im Landwirtschaftsministerium gescheitert, weil diese keinen Beratungsbedarf gesehen hätten. Wenn es aber um die Verteilung der Mittel aus der Jagdabgabe gehe, so der Vorsitzende, hätten diese beiden Verbände immer eine Idee für die Verwendung der Gelder, die ausschließlich nur von den Jägern aufgebracht werden. So wurde noch vom früheren Landwirtschaftsminister Brunner eine Studie der TU München auf Antrag dieser beiden Verbände genehmigt zum „Klimawandel und Wildtiermanagement Rehwild“ mit einem Gesamtbetrag von EUR 136.800.—gegen den Einspruch des Jagdverbandes. Offensichtlich funktioniert die vielzitierte Zusammenarbeit zwischen Jägern, Landwirten und Waldbesitzern nur mehr auf der unteren Ebene.Hier wurden offensichtlich auch die großen Erwartungen in die ARGE Jagende Land- und Forstwirte mehr als enttäuscht, so der Vorsitzende Alois Rosenberger.

Er rief die Mitglieder dazu auf, einmal zu überlegen, ob Jäger unbedingt eine Jagdzeitung abonnieren sollten, die von einem Verlag herausgegeben wird, dessen Aufsichtsratsvorsitzender der Präsident des Bayer. Bauernverbandes ist. Er persönlich finde die Informationen und Beiträge in der Verbandszeitschrift „Jagd in Bayern“ ohnehin absolut ausreichend.Das Geld für eine zusätzliche Jagdzeitschrift sollte besser zurückgelegt werden für eine notwendige  Beitragserhöhung im Bayer. Jagdverband, die demnächst notwendig sein und auch kommen wird, damit der Verband als Vertreter seiner 48.000 Mitglieder den vielfältigen Aufgaben gerecht werden kann. Dessen Mitglieder sollten auch in den kommenden Jahren ohne größere Einschränkungen auf die Jagd gehen können. Nur ewig gestrige und Trittbrettfahrer bräuchten keinen Verband, so der Vorsitzende und appellierte an die Revierpächter, die vielen Jungjäger, die in diesen Wochen wieder die Jägerprüfung ablegen werden, in die Reviere zu integrieren und auch zu überzeugen, unserem Verband beizutreten. Ein starker Verband ist wichtig für die Zukunft und die Akzeptanz der Jagd in der Öffentlichkeit.Dazu gehören auch Aktionen wie das von den Wegscheider Jägern vor 2 Jahren gestartete Haselhuhnprojekt, auf einen Anstoß hin von FD Hans Gaisbauer. Hierfür wurden die Jäger für einen der beiden Naturschutzpreise 2018 des Bayer. Jagdverbandes nominiert.

Im Übrigen empfahl der Vorsitzende den Mitgliedern  den regelmäßigen Besuch der Internetseite mit allen wichtigen Informationen, die vom  Webmaster Ulrich Buchartz immer zeitnah aktualisiert werde.Am Ende seiner Ausführungen dankte Alois Rosenberger allen Vorstandskollegen für die angenehme Zusammenarbeit im vergangenen Jagdjahr und dazu allen Jägern, welche die Umweltbildungsaktion „Der Natur auf der Spur“ organisieren für die 3. Grundschulklassen im Altlandkreis.Besonders hervorgehoben wurden vom Vorsitzenden noch die Leistungen der Parforcehornbläsergruppe. Diese sei auch überregional das Aushängeschild der Wegscheider Jägerschaft und damit Sympathieträger für die Jagd.Im Anschluß informierte Kassier Werner Oberneder über die aktuelle Mitgliederentwicklung  und konnte erfreut feststellen, daß seit der letzten Versammlung 15 Neumitglieder der Kreisgruppe  Wegscheid beigetreten sind. Sein umfassender Kassenbericht zeigte geordnete Vermögensverhältnisse.

Dies wurde von Kassenprüfer Josef Luger bestätigt, der gleichzeitig über die Entlastung der Vorstandschaft abstimmen ließ, die einstimmig erfolgte. 

Es folgten Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft im Bayer. Jagdverband, durchgeführt vom  Ehrenvorsitzenden der Bezirksgruppe Niederbayern, Richard Hofmann, assisiert von Landrat Franz Meyer und MdL Prof. Dr. Waschler.

 

Für 25 jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

 

Holler Norbert, Jungwirth Fritz

 

Für 40 Jahre erhielten die Treuenadel:

 

Wimberger Franz, Stemplinger Josef

 

Für 50 jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet

 

Konkol Erhard, Saller Felix

 

Eine besondere Ehre wurde Luise Eichinger zuteil, ihr wurde für besondere Verdienste um die Jagd das BJV-Ehrenzeichen in Bronze verliehen.

 

Ein Präsent übergab der Vorsitzende auch an den langjährigen Jagdberater Leonhard Hirsch.

Es folgte anschliessend die Preisverteilung für das jagdliches Schießen:

1.Preis 122 Punkte Alois Bauer

2 x 2. Preis 118 Punkten Werner Oberneder und Werner Schurm

 

Als nächster Punkt in der Tagesordnung folgte ein interessantes Referat von Gunnar Petrikat, Mitarbeiter des Jagdmunitionsherstellers RUAG zum Thema „bleihaltige und bleifreie Büchsenmunition im Jagdbetrieb“.

 

Abschliessend wies der Vorsitzende noch darauf hin, daß die Jägerschaft des Wegscheider Landes beim Herbstmarkt am 23. Sept. in Wegscheid mitwirkt mit einer Hubertusmesse gestaltet von den Parforcehornbläsern in der Kirche, einem Konzert für Parforcehörner in Es zusammen mit der Bläsergruppe Windischeschenbach, Wildtierpräparate-Ausstellung,Wildwurstverkauf, Falknern und Pfostenschau mit verschiedenen Jagdhunderassen.Mit der Terminankündigung für die diesjährige Hubertusmesse am Samstag, den 3.November in Wegscheid und anschliessender Feier im Gasthaus Haiböck appellierte der Vorsitzende an die Revierpächter, an diesem Tag ausnahmsweise keine Treibjagden zu veranstalten und stattdessen  diese Veranstaltung zu besuchen.Er schloß die Versammlung mit den Wünschen für ein kräftiges Waidmannsheil im kommenden Jagdjahr.

WEGSCHEIDER JÄGER NEHMEN HERAUSFORDERUNG AN NACH STURM KOLLE

Anlage: Foto (Buchartz) Bildunterschrift v.l.n.r.Jagdberater und 2. Vors. Stephan Süß, FD Hans Gaisbauer, 2. Bgm. PeterAuer Stadt Hauzenberg, Referent Dipl.Biologe Ralf Braun,

1. Vors. Alois Rosenberger, Landrat Franz Meyer, MdL Prof. Dr. Waschler, Leitender Landw.Dir. Robert Schnellhammer,BBV Kreisobmann Hans Koller

Eine Vielzahl von Ehrengästen konnte der 1. Vorsitzende der Jägerschaft Wegscheider-Land e.V., Alois Rosenberger, zur Hegeschau im vollbesetzten Waldbauer-Stadel begrüßen, der geschmückt war mit Fichten verschiedener Größen. Bei diesen Bäumchen war ein Verbiß im oberen Drittel durch

Entfernen der oberen Astquirle im vergangenen Frühjahr simuliert worden, ein sog. Seitentriebverbiß.

An keinem der Bäumchen konnte auch nur annähernd eine Wachstumseinschränkung festgestellt werden und der Vorsitzende, auch tätig als Wildschadensberater im Forst, widerlegte damit eindeutig eine Anleitung in der "Konvention zur Bewertung von Wildverbißschäden an Forstkulturen",

herausgegeben vom Bayer. Bauernverband zusammen mit dem Bayer. Waldbesitzerverband.

 

Als erster Grußwortredner sprach Landrat Franz Meyer zu den Wegscheider Jägern.

"Nichts prägt unsere Heimat mehr als eine schöne Landschaft, die jedoch in den späten Abendstunden des 18. August letzten Jahres durch den Sturm Kolle total verändert worden ist," sagte der Landrat. Gerade auch die Jagd trägt entscheidend dazu bei, daß dieses Gesicht unserer

Heimat erhalten bleibt. Durch das Engagieren für den Erhalt und die Verbesserung von hochwertigen

Lebensräumen für unsere Wildtiere und die Hege und Anpassung unserer Wildbestände leisten die

Jäger einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Kulturlandschaft.Nach dieser Sturmkatastrophe ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Jägern und Waldbesitzern dringend gefordert und der Landrat dankte allen Beteiligten für eine verantwortungsvolle Erarbeitung tragbarer Lösungen, weil nicht immer nur gleiche Interessen aufeinandertreffen würden.Zum ebenfalls aktuellen Thema Afrikanische Schweinepest warnte der Landrat vor einem Ausbruch als schlimmste

Katastrophe für den Landkreis. Als Präventionsmaßnahme nannte er die Änderung der Trichinenprobeanlieferungen an das Veterinäramt in Salzweg. Der Verzicht für Gebühren zu Anordnungen für Straßensperrungen bei Drückjagden, Warn-Hinweisschilder an Autobahnrastplätzen und Genehmigungen für Nachtsichtgeräte zählen ebenfalls zu den aktuellen Maßnahmen des Landratsamtes.Auch die Einrichtung von Konfiskat-Annahmestellen im Landkreis mit kostenloser Entsorgung sei ein richtungsweisendes Pilotprojekt gewesen.

 

Nachdem der 1. Vorsitzende Landrat Franz Meyer mit der Analyse über Ausgleichsflächen im Rahmen der Bauleitplanung in Bayern konfrontierte, erklärte dazu der Landrat, daß man mit den Kommunen im Landkreis bereits deswegen in Verbindung stehe.Das Ergebnis dieser Studie über eine nur 40% zufriedenstellende Umsetzung sei nicht hinnehmbar.Peter Auer als 2.Bürgermeister der Stadt Hauzenberg dankte den Jägern für deren jagdliches Engagement.Dabei würden Naturschutz und jagdliche Belange sich nicht ausschließen.Auch sei er überzeugt, daß die Jäger die Herausforderungen nach dem Sturm meistern würden. Vergessen sollten die anwesenden Politikvertreter trotz der Soforthilfe von 100 Mio. Euro für die geschädigten Waldbauern nicht die notwendige Unterstützung für die Reparatur der kommunalen Straßen, die durch den Abtransport des Windwurfholzes arg in Mitleidenschaft gezogen worden sind.

 

MdL Prof. Dr. Waschler betonte in seinem Grußwort, daß trotz Anträgen,die Hegeschauen in Bayern abzuschaffen,seine Landtagsmehrheit für die Behaltung dieser öffentlichen  Veranstaltungen gestimmt hat.Unter dem Hinweis, daß er schon seit 20 Jahren die Hegeschauen der  Wegscheider Jäger besucht, dankte er für das in der Vergangenheit Geleistete, die klare Positionierung und

konstruktive Ausrichtung dieser Veranstaltungen.Jagd sei in dieser Zeit noch nie so wichtig gewesen wie aktuell vor den Herausforderungen für einen Waldumbau nach dem Sturm.Er werde sich als Abgeordneter dafür einsetzen, daß weitere Mittel  für die Aufforstung nach dieser Katastrophe

bereitgestellt werden.

 

Leitender Landwirtschaftsdirektor Robert Schnellhammer überbrachte die  Grüße der Mitarbeiter seines  AELF und betonte die persönliche Freundschaft mit den beiden  Vorsitzenden der Wegscheider Jäger.Als Beamter, Landwirt und Jäger ärgere ihn ein Artikel in der Südd.

Zeitung im Anschluß an den Landesjägertag,der einer intensiven Landwirtschaft allein die Schuld am starken Rückgang des Niederwildes zuweist.Solche pauschalen Aussagen würde das Verhältnis zwischen Jägern und  Landwirten belasten.Dabei würden laut einer amerikan. Studie jährlich über eine Milliarde Vögel alleine durch wildernde Katzen kaputtgehen. Vorsitzender Rosenberger distanzierte sich von dieser einseitigen Schuldzuweisung an die Landwirtschaft, merkte aber an, daß die heute notwendigen modernen Bewirtschaftungspraktiken zum Teil einen negativen Einfluß haben auf das Niederwild. Nicht vergessen darf man aber den starken Prädationsdruck durch Beutegreifer und hier können die Wegscheider Jäger anhand von Aufzeichnungen über die letzten 70 Jahre belegen, daß seit dem ausnahmslosen Schutz der Greifvögel im Jahr 1970 die Jagdstrecken für Fasan, Rebhuhn und Feldhasen drastisch zurückgegangen sind. Nur noch bei den Feldhasen gibt eine geringe stabile Population, die jedoch von den Rabenvögeln wie Krähen, Elstern und Eichelhäheren bedroht wird.In diesem Zusammenhang erhob der Vorsitzende die Frage an die anwesenden Politiker, warum es in Oberösterreich möglich sein, die Krähen mit der Nordischen Krähenfalle kurz zu halten, jedoch nicht in Bayern. Hier würde vor dem Hintergrund der Europ. Vogelschutzrichtlinie mit zweierlei Maß gemessen. Hier muß unbedingt Abhilfe geschaffen werden, auch in der Verantwortung der Jäger als anerkannte Naturschutzorganisation für die bedrohten Singvögel.

 

Der Kreisobmann des Bayer. Bauernverbandes Hans Koller betonte in seinem Grußwort die Verbundenheit mit den Jägern.Wie auch andere Wirtsschaftszweige, so habe sich auch die Landwirtschaft verändert. Gerade vor der Gefahr der drohenden afrikan. Schweinepest warb er für ein Miteinander und für den Dialog zwischen Jägern und Landwirten.

 

Eingehend auf Forderungen und Ratschläge verschiedener Verbände in den Medien, daß die Jagdstrategie nun geändert werden müsse, stellte der neue Jagdberater Stephan Süß auch die Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern in den Vordergrund in seinem Vortrag.Die Jäger selbst wüßten nur zu gut, wie man die Herausforderungen nach dem Sturm bewältigt. So haben die Wegscheider Jäger nach diesem Ereignis am 18. August noch 75 % des jährlichen Abschußes erledigt mit insgesamt 1.731 Stück Rehwild, trotz beschädigter und teilweise zerstörter Jagdeinrichtungen und enormer Störungen durch notwendige Aufräumarbeiten und Abtransport des Holzes auch nachts.Wenn ein Pächter hiermit überfordert sei, weil dieser angeblich nur an den Wochenenden die Jagd ausüben könne, wäre es besser auch im Sinne der Waldbesitzer, daß dieser die Jagd zurückgibt, so der Jagdberater.

 

Was in der Zukunft notwendig sei, zeigte Stephan Süß anhand einer interessanten Präsentation. So seien Zäune grundsätzlich möglichst zu vermeiden, da diese nur sehr schwer wilddicht zu halten seien. Außerdem konzentriere sich dann das Wild auf Flächen neben den Einzäunungen und verursache dort stärkeren Verbißdruck. Zielführend sei zukünftig eine Schwerpunktbejagung auf Verjüngungs- und Aufforstungsflächen.Der Jagdberater empfahl hier die vom Vorsitzenden Alois Rosenberger kreierte Buchstabenkombination "SSF": "S" für schießen im Rahmen der erlaubten Plustoleranz von bis zu 20 % der jährlichen Strecke des 3-jährigen Abschußplanes dort wo dies notwendig sei.Das zweite "S" für schützen, z.B. Streichen mit Wildverbißmittel,Anbringen von Schafwolle oder Terminaltriebschutz mit Klammern,solange bis die Verjüngungs- oder Aufforstungsflächen dem Äser entwachsen sind. Besondere Situationen wie derzeit erfordern

besondere Maßnahmen."F" bedeutet füttern nur in der Notzeit, hauptsächlich mit Saftfutter und Grassilage, jedoch ohne Getreide weil dies wiederum verstärkten Verbiß hervorruft.Auch ein frühzeitiger Beginn des Abschußes des weiblichen Rehwildes einschließlich der Jugendklasse ab 1. September garantiere eine Abschlußplanerfüllung und mache Anträge für eine Jagdzeitverlängerung

über den 15. Januar hinaus überflüssig, so Stephan Süß.Gerade in den Wintermonaten benötigt das Rehwild Ruhe. Jagddruck bewirkt in dieser Zeit Stress und Energieverlust und provoziert damit Verbiß.

 

Kritisch setzte sich der Jagdberater auch mit Drückjagden auf Rehwild auseinander.Die Jagd stehe grundsätzlich im Bild der Öfffentlichkeit und sei nur vermittelbar, wenn Ethik und Muttertierschutz beachtet würden. Dies gelte auch für die aktuell erfolgte Schonzeitaufhebung für das Schwarzwild vor dem Hintergrund der drohenden afrikan. Schweinepest. Die Gesamtstrecke des Schwarzwildes im vergangenen Jagdjahr betrug 50 Stück und in etwa auch stabil blieb die Anzahl der erlegten 390 Hasen und 430 Füchse.Forstdirektor Johann Gaisbauer nahm Stellung zu den aktuellen Aufnahmen zum diesjährigen Vegetationsgutachten und den revierweisen Aussagen. Letztere seien in den Revieren der beiden roten Hegegemeinschaften ohnehin verpflichtend und in jenen der grünen Hegegemeinschaften auf Antrag möglich, wie auch die anschliessenden Revierbegänge mit Förstern, Jägern und Waldbesitzern.

 

Den Abschluß der Hegeschau bildete ein interessantes Referat vom Dipl.Biologen Ralf Braun, Leiter der Umweltbildungsstation Haus am Strom, zum Naturschutzthema des Bayer. Landesjagdverbandes "Bienen, Wespen,Hummeln".


Hubertusfeier vom 04.11.2017 in Gottsdorf

Wegscheider Jäger gedenken dem heiligen Hubertus

 

 

Die Pfarrkirche St. Jakobus in Gottsdorf bildete einen ehrwürdigen Rahmen für die Hubertusmesse der Jägerschaft im Wegscheider Land, die Anfang November von Pfarrer Erwin Blechinger zelebriert wurde.Zahlreiche Waidmänner und -Frauen zogen in einem stimmungsvollen Fackelzug vom Gottsdorfer Bad zur jagdlich geschmückten Kirche.In dem bis auf den letzten Platz gefüllten Gotteshaus umrahmten die Parforcehornbläser Wegscheid den Festgottesdienst musikalisch mit der „Hubertusmesse für Parforcehörner in Es“.Bei dieser Hl.Messe wurde auch der verstorbenen Waidkammeraden gedacht, die seit der letzten Hubertusmesse verschieden sind.

Zum Schluss stimmten die Hornisten und Gottesdienstteilnehmer als Zeichen der Verbundenheit mit Gott und seiner Schöpfung gemeinsam das Lied „Großer Gott wir loben dich“ an.Nach der Hubertusmesse trafen sich die Jäger und ihre Gäste im Gasthaus Zum Lang.

 

Da dieser Abend ganz im Zeichen des Gedenkens an den Schutzpatron der Jäger stehen sollte, würde auf eine jagdpolitische Hubertusansprache verzichtet, so der 1. Vorsitzende Alois Rosenberger in seiner Begrüßung.Zahlreiche politische Mandatsträger, u.a. Frau stv. Bürgermeisterin Seibold-Lallinger aus Untergriesbach, dankten den Jägern für ihr weitreichendes jagdliches Engagement in der Hege der Wildbestände und dem Einsatz für die Erhaltung deren Lebensraumes.

 

Die Ausübung der Jagd soll laut MdL Prof. Dr. Waschler trotz einer möglichen „Jamaika-Koalition“ in der bisher bewährten Art und Weise von den „wahren Grünen“, also den Jägerinnen und Jägern uneingeschränkt weitergeführt werden können. Die Herausforderungen würden aber nicht weniger werden, so der Abgeordnete.

 

Eines dieser zukünftigen Probleme sei der Umgang mit dem Wolf, wie stv.BBV- Obmann Reinhard Hoffmann aus Breitenberg in seinem Grußwort darstellte.

Forstdirektor Johann Gaisbauer wies darauf hin, dass der Schutz des Hl. Hubertus vor allem auch für die Gefahren im Wald nach dem großen Auguststurm von Nöten sein wird.

 

Organisiert wurde die gelungene Brauchtumsveranstaltung vom Leiter der Hegegemeinschaft Untergriesbach, Ferdinand Wagner.Bei den Jägern des Wegscheider Landes gehören zum waidgerechten Jagen auch gelebtes jagdliches Brauchtum, so der Vorsitzende in seinem Schlußwort zum Ende des offiziellen Teiles.Anschliessend unterhielten das Duo Maxi und Julian abwechselnd mit den Parforcehornbläsern die Jäger und deren Gäste.


Appell an das  Verantwortungsbewusstsein von Wintersportlern und Hundehaltern

 

 

Dicke Flocken, klirrende Kälte und wenig Nahrung – Wir  appellieren anlässlich der aktuellen Witterungsbedingungen an das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung und fordern Rücksicht auf die heimische Tierwelt.

 

Während sich Wintersportler und weite Teile der Bevölkerung über den schneereichen Wintereinbruch freuen, bricht für die heimische Wildtierwelt eine harte Zeit an. Wildtiere finden im Winter nur spärliche und nährstoffarme Nahrung. Zudem wird ihnen die Fortbewegung bei Schneelage und Kälte erschwert und zehrt an Kräften, Fettreserven und überlebenswichtigen Energievorräten. Um Energie zu sparen, haben Wildtiere eigene Strategien entwickelt: Sie lassen sich einschneien, um vor Frost geschützt zu sein, und reduzieren ihre Bewegung auf ein Minimum, ihre Körpertemperatur senkt sich ab – sie befinden sich im „Wintermodus“.

 

Daher ruft die Jägerschaft  zu besonderer Rücksicht auf, damit unsere heimischen Wildarten möglichst störungsarm durch den Winter kommen können.


Wildtiere benötigen besonders in den kalten und schneereichen Wintermonaten Ruhe. Daher bitten wir Wintersportler und Hundebesitzer, Rücksicht zu nehmen. Geben Sie auf Ihre vierbeinigen Freunde Acht, nehmen Sie sie an die Leine und bleiben Sie auf befestigten Wegen, um unnötige Störungen der Wildtiere zu vermeiden. Oft schrecken Spaziergänger, Schneeschuhwanderer, Skifahrer, Tourengeher oder Hunde völlig unbemerkt Wildtiere auf. Diese fliehen aus Instinkt und verbrauchen unnötig überlebenswichtige Energie.“

 

Freilaufende Hunde, die sich außerhalb des Einflussbereiches ihrer Besitzer befinden, sind eine besonders große Gefahr für das Wild. Herumtollen auf weiten Feldern oder Durchstöbern von Hecken und Dickungen aktiviert das Fluchtverhalten des Wildes. Laut Jagdgesetz (Art. 40) ist der Jäger hierbei verpflichtet, den Jagdschutz in seinem Revier auszuüben und so das Wild vor drohenden Gefahren zu bewahren. Um bei Hundehaltern mehr Transparenz und Information über die Vorgänge in der Natur zu vermitteln, hat der BJV eine Informationsbroschüre zu diesem sensiblen Thema herausgebracht. „Je mehr Hundehalter über die rechtlichen Grundlagen und die Zusammenhänge in der Natur wissen, desto harmonischer wird das Miteinander zwischen Wild und Mensch bzw. Hund ablaufen.Wir Jäger sind fast alle selbst Hundeführer und kennen die enge Bindung zwischen Hund und Hundeführer. Daher ist es uns ein großes Anliegen, neben unseren Aufgaben als „Anwälte“ des Wildes, auch für ein gutes Miteinander zwischen Hundeführern und Jägern zu sorgen.“