Archiv     Jagdhornbläser und Brauchtum        2015


Hirschmarkt in St. Oswald am 06.09.2015

Thema 1

Unsere Parforcehornbläser gestalteten musikalisch den Hirschmarkt in St. Oswald am 06.09.2015

Bereits zum 4.  mal hintereinander haben die Parforcehornbläser unserer  Kreisgruppe die jagdmusikalische Gestaltung des Hirschmarktes in St. Oswald übernommen. Am frühen Vormittag wurde in der Klosterkirche die Hubertusmesse von Manderthaner aufgeführt. Nach der offiziellen Eröffnung durch den Bürgermeister um 11 Uhr haben unsere Bläser im  Festzelt ein hervorragendes Konzert mit jagdlicher Parforcehornmusik geboten. Sowohl die Aufführung der Hubertusmesse als auch das  Konzert wurden von den Besuchern des Hirschmarktes mit viel  Beifall bedacht.  Mit ihren musikalischen Darbietungen auch bei überregionalen jagdlichen Veranstaltungen wirken unsere Bläser als Sympathieträger für die Jagd.


Parforcehornklänge in der Schaibinger Pfarrkirche

Thema 2 

Das Gedenken an ihren Namenspatron Hl. Hubertus feierte die Jägerschaft Wegscheider-Land e.V. mit Gästen am vergangenen Wochenende in Schaibing. Mit einem Fakelzug marschierten die Jäger zur Schaibinger Kirche, wo diese vom Leiter der Hegegemeinschaft Ederlsdorf, Johann Urmann, begrüßt wurden. Unter den wuchtigen Klängen des Intrada aus der Hubertusmesse von Johann Manderthaner, geblasen von der Wegscheider Parforcehornbläsergruppe, zogen die Waidmänner mit Hochw. H.Pfarrer Peter Meister zum Hubertusgottesdienst in die Kirche ein. In seiner auf das Namensfest abgestimmten Predigt zitierte dieser das Positionspapier der Deutschen Bischofskonferenz zur Jagd und forderte die Jäger auf, auch weiterhin die Jagd nach den Gesetzen des Tier- und Artenschutzes, vor dem Hintergrund der Achtung vor der Schöpfung, auszuüben. Nur wildes Abschießen, wie das der Namenspatron Hl. Hubertus vor seinem Wirken als Bischof betrieb, würde auch die Kirche ablehnen. Zum anschliessenden Jägerabend in der Gaststätte "Zur Toni" konnte 1. Vorsitzender Alois Rosenberger neben dem stv. Landrat Raimund Kneidinger auch den Kreisvorsitzenden des BBV Ludwig Danner und den leitenden Landwirtschaftsdirektor Robert Schnellhammer zusammen mit dem Leiter des Forstamtes FD Johann Gaisbauer, begrüßen. Frau Seibold-Lallinger, 3. Bürgermeisterin von Untergriesbach, die Vertreter der umliegenden Gemeinden 3. Bgm. Josef Bauer (Obernzell), 3. Bgm. Johann Fenzl (Wegscheid) und 3. Bgm. Reinhard Hofmann (Breitenberg), dieser zugleich als Vertreter der ARGE Jagdgenossenschaften im BBV sind der Einladung der Jäger gefolgt. Von der Nachbarkreisgruppe Griesbach war der 2. Vorsitzende Prosteder neben dem Jagdberater der Kreisgruppe Wegscheid, Leonhard Hirsch, unter den Ehrengästen. Jagdpolitische Themen sind nach Ansicht des 1. Vorsitzenden Alois Rosenberger Themen für die Hegeschauen. Aus diesem Grund ging er nur kurz auf die Bedeutung der Hubertusfeier für die Jäger ein. So sei immer mehr davon die Rede, daß Wild dem wirtschaftlichen Erfolg von Land- und Forstwirtschaft im Weg stehe. Aber niemand würde dabei bedenken, wie viel wir Menschen den Wildtieren inzwischen an Lebensraum und Nahrungsgrundlagen genommen hätten. Angesichts der aktuell in vielen Regionen gestiegenen Schwarzwildpopulationen wird nur noch von einer Plage gesprochen und von Schädlingen, die es mit allen Mitteln auszurotten gilt, ohne die Hintergründe für diese Entwicklung zu hinterfragen. "Wir Jäger schützen, hegen und jagen aus Liebe zur Natur in dem Bewußtsein, daß ein Zuviel an Wildtieren das Gleichgewicht ebenso stört wie ein Zuwenig", sagte der Vorsitzende. Nur wenn es gelänge, nach den strengen Kriterien der Nachhaltigkeit, sowohl ökonomische Belange als auch die Lebensraumansprüche unserer Wildtiere unter einen Hut zu bringen,  könne die Schöpfung für die nächsten Generationen bewahrt werden, so Alois Rosenberger.In seinem Grußwort zeigte sich stv. Landrat Raimund Kneidinger sehr überrascht über die hervorragenden musikalischen Darbietungen der Parforcehornbläsergruppe Wegscheid beim vorangegangenen Gottesdienst in der Kirche. Er wüßte erst jetzt, wie eine Hubertusmesse wirklich klingen könne und betonte das sehr angenehme Verhältnis der Jägerschaft mit dem Landratsamt. Frau Seibold-Lallinger begrüßte es, daß die Jäger den Ort Schaibing in der Gemeinde Untergriesbach als Veranstaltungsort für ihre Hubertusfeier gewählt haben. Ganz besonders dankte sie der Familie Kainz für die Ausschmückung der Kirche. Wie auch stv. Landrat Kneidinger würdigte sie die Leistungen der Wegscheider Jägerschaft im Natur-und Artenschutz. Landwirtschaftsdirektor Robert Schnellhammer, selbst Land-und Forstwirt und aktiver Jäger, wünschte den Jägern weiterhin eine glückliche Hand bei der Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen in der Hege. Kreisvorsitzender Ludwig Danner vom BBV hob besonders das ausgezeichnete Verhältnis zwischen Jägern und den Land- und Forstwirten im Landkreis hervor. Bei der Bewältigung der dringenden Aufgabe, vor dem Hintergrund des Seuchenschutzes, Sammelstellen für Wildtierkonfiskat einzurichten, hätte die Jägerschaft ihre Kooperationsbereitschaft mehr als bewiesen. Mit Darbietungen der Parforcehornbläser und Unterhaltungsmusik klang die Hubertusfeier in geselliger Runde aus.

Bild: J. Schurm 

Parforcehornbläser Wegscheid bei der Aufführung der Hubertusmesse in der Pfarrkirche Schaibing am 07.11.2015

 

 

 

 

Ehrengäste vor der Schaibinger Pfarrkirche